MacroWelle
Commander
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Auf Emotionen beruhende Kritikpunkte? Zählen wir mal die wesentlichen damaligen Kritikpunkte auf:TheRealGrandM schrieb:Oh man, ich kann mich erinnern, anno 2001 sahen die Kommentare in den News zu Windows XP ganz genauso aus, nur dass damals keiner XP sondern alle Windows 98 wollten. Irgendwie haben viele Angst vor Neuerungen, denn anders kann ich mir die zum Teil unbegründeten und eher auf Emotionen beruhenden Kritikpunkte nicht erklären.
- Angst vor Überwachung/Aktivierung und Verlust der Kontrolle über das BS
- Ressourcenverbrauch
- "klickibunti" und schlechte softwaretechnische Qualität
Im nachhinein war diese Kritik nachvollziehbar bzw. berechtigt:
Die Windows-Aktivierung war der Anfang, bald danach kam "WGA" und darauf folgte ein konsequenter Ausbau dieser Strukturen, z. B. wird bei der IE7-Installation (sowie bei anderen optionalen Updates) oder anderer MS-Software wie MSOffice eine Echtheitsprüfung durchgeführt (IE7 mittlerweile nicht mehr). Der Hammer kam dann mit Vista, dort ging der Kontrollwahn von MS so weit, dass man selbst mit dem SP1 ein paar Dinge wieder abgeschafft hat, um für Firmen wieder attraktiver zu werden. Beim "nach-Hause-telefonieren" liegt Windows Welten vor allen anderen Betriebssystemen.
Ressourcenverbrauch...naja Windows XP (NT 5.1) basierte vor allem bei den Systemgrundlagen sehr stark auf dem Kern von Windows 2k/NT (NT 5.0). Trotzdem war der Hardwarehunger deutlich höher - ohne das dafür ein rationeller Grund vorliegt. Windows XP hat die Nutzer hardwaremäßig zwei bis drei Jahre gekostet - da hat "Luna" ganze Arbeit geleistet
Bis zum SP2 war XP eine Katastrophe und hat die gewaltigsten Epidemien von Schadcode in der IT-Geschichte ausgelöst (wobei die Botnetze heute noch größer sein dürften).
Na, wo sind da die Emotionen?
Ich bin eher der Meinung, dass die Kritik verstummt ist, weil Resignation und Abstumpfung eingetreten sind - leider. Jedes andere Betriebssystem und jeder andere Hersteller wäre zum Teufel gejagt worden (außer vielleicht Apple).
Ich muss aber damit leben, was andere Leute für ein BS nutzen, z. B. beim Dateitransfer von Officedokumenten. Und im größeren Rahmen dann was die Verfügbarkeit von Treibern und Applikationen angeht.Schdoe schrieb:Überlegt doch mal, euch kanns doch ganz egal sein wer was für ein OS hat ihr müsst ja nicht damit arbeiten [...]
Das ist eine schwache Argumentation. Das die RAM-Preise so niedrig sind, liegt an der (für Vista günstigen) Marktentwicklung, und diese kann weitestgehend als zufällig betrachtet werden. MS konnte vor drei Jahren unmöglich wissen, wie jetzt die Arbeitsspeicherpreise aussehen - wetten, wenn 4 GB 300 € kosten würden, würdest du hier ganz anders reden?AoEGoD schrieb:Auch wenn Vista ein bisschen mehr RAM verbraucht wayne interessierts bei den heutigen Speicherpreisen kann sich jeder sein System für 50€ mit 4 GB RAM vollknallen.
Und das ein Betriebssystem die durch sich selbst erst erforderlich gemachten RAM-Massen dank 64 Bit verwalten kann ist nicht lobenswert, sondern eher Hohn. Es soll idealerweise genau andersherum sein: Unterstützung für möglichst viel Hardware, aber gleichzeitig geringstmöglicher Bedarf an Speicher und Rechenleistung sowie hohe Effizienz.