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[Telefonie / IP] Frage vor Hausverkabelung

Damage Done

Cadet 3rd Year
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Juni 2013
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49
Hallo,

beim Hausbau möchte ich gerne zeitgemäße Hardware für Netzwerk und Telefonie nutzen und denke dabei an eine Fritzbox 7490. Meine Frage dazu: Würdet ihr bei einem Neubau überhaupt noch Telefondosen vorsehen, oder kann man sich heutzutage vollständig auf IP-Telefonie verlassen und zu einer Fritzbox einfach passende Fritz-Fons kaufen? Der Router verfügt ja zudem über die Möglichkeit, ein analoges Telefon anzuschließen. Der angedachte DSL-Tarif würde dies natürlich abdecken. Ich überlege nun, ob man sicherheitshalber zwei, drei Telefondosen (z.B. in Wohnzimmer und Büro) vorbereiten sollte, oder ob das heute komplett überflüssig ist. Wäre klasse, könnte hier jemand einen Rat geben.

Viele Grüße
Andreas

Diese Frage ist geklärt, ich wollte das Thema gerne für eine weitere Frage aufgreifen.
 
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Wenn du nicht mehr brauchst als das eine Telefon an der Box und sonst nur Akku betriebene Telefone kein Problem darstellen, ist es m.M.n. überflüssig, Telefondosen zu verlegen. Zur Sicherheit kann man natürlich 2xCat6 oder besser und ein optisches verlegen (pro Zimmer, wo man es braucht), dann hat man Zukunftsicherheit und könnte trotzdem ein Kabel umbauen auf Analog Telefon. Das optische natürlich nur, wenn man vertrauen hat, das das Kabel solang hält, bis man weit mehr als 10GBit intern zu vernünftigen Preisen verteilen muss/kann, Stichwort Router. Ich würde jetzt noch nicht unbedingt das optische Netz im Haus verteilen, das ist hier in Deutschland einfach noch zu weit weg, leider.
 
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Ich überlege nun, ob man sicherheitshalber zwei, drei Telefondosen (z.B. in Wohnzimmer und Büro) vorbereiten sollte, oder ob das heute komplett überflüssig ist.

Komplett überflüssig. Mach eine großzügige strukturierte LAN-Verkabelung, deren "Zentrale" (Patchpanel, Switch, Router) in der Nähe bspw. des APL ankommt, also idealerweise im Keller.
Von da aus: RJ45-Dosen én masse, in alle Zimmer.
Wohnzimmer: Mindestens 4.
Kinderzimmer: Je 2.
Arbeitszimmer: Mind. 4
Schlafzimmer: 2.

Nein, das ist ernst gemeint. Und weil's so schön ist: Leerrohre, dann bist du auch für die Zukunft gut gerüstet falls nach "langfristig" Twisted-Pair doch mal abdanken sollte.

Analoge Telefone lassen sich mit einem Adapter (oder einem anderen Kabel) an diese RJ45-Buchsen anschließen & im Keller auf die Telefonschnittstelle des Routers patchen.
Ansonsten werden IP-Telefone wie normale Netzwerkgeräte angeschlossen.



TAE ist tot.
 
Leerrohre/schächte, etc. verbauen -> dann kannst du die Verkabelung jederzeit auf deine Wünsche anpassen (heute Netzwerkkabel, übermorgen glasfaser im Heimgebrauch)

Zum stichwort analoge Telefone -> ich würde auf jeden Fall ein zusätzliches Netzwerkkabel verlegen (1DA für Telefonie, 4DA für 100MBit/s, wenn später Analog mal nicht mehr benötigt wird -> mit 4DA für Netzwerk nutzen) -> Wichtig: Patchfeld verwenden.
 
Wie schon mehrfach geschrieben, extra Telefon-Kabel verlegen ist Quatsch. Nimm direkt Cat.6 oder Cat.7 Netzwerkkabel. Idealerweise in jeden Raum.
In wichtige Räume, Wohnzimmer oder Arbeitszimmer ruhig zwei oder mehr Kabel legen.

An so ein Kabel kann man natürlich an einer geeigneten Stelle auch eine Telefondose anklemmen.
Und die Kabel nicht einfach so in der Wand einputzen sondern in Leerrohre ziehen. Idealerweise so das später noch weitere Kabel hinein passen würden.

An einer zentralen Stelle im Haus, alle Kabel zusammenführen und auf ein Patchpanel auflegen. Dahinter kommt dann ein Netzwerk-Switch.
Achtung, keine "Patch"-Kabel nehmen, sondern richtiges Verlegekabel z.B. solches.

Ein Patchpanel ist z.B. so was.
 
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Vielen Dank für eure Antworten! Da bin ich beruhigt, die Leerrohre liegen bereits und das Heimnetzwerk ist recht großzügig geplant, in etwa so wie von t-6 aufgeführt. Dann bin ich beruhigt, dass ich keine Telefondosen in die Zimmer legen muss.

Edit: Danke KnolleJupp, Patchfeld und Verlegekabel habe ich bereits, beim Switch entscheide ich mich dann kurzfristig. Wahrscheinlich wird es das Zyxel GS1100-16.
 
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Netzwerk und Stromdosen kann man nie genug haben! Und selbst wenn man großzügig plant... Dann sind sie garantiert immer an der falschen Stelle :D

Stimme in den Kanon ein: Wenn Du nicht aus irgendwelchen Gründen noch Analoge Kabelgebundene Telefone einsetzen willst, brauchst Du keine Telefonkabel mehr einziehen. Und wenn Du keine DECT Telefone einsetzen willst, würde ich bei einer Neuanschaffung direkt auf IP Telefone setzen. Ansonsten eben DECT.
 
Wenn man analoge Telefone andernorts als direkt neben dem Router aufstellen will, dann schon.
 
Danke nochmals für die hilfreichen Antworten! Ich werde also nun keine Telefonkabel und -dosen einsetzen, sondern mit Fritz-Fons (das C3 gefällt mir) arbeiten, die dann an Router und ggf. später mal an einer Netzwerkdose angeschlossen werden (wenn ich das richtig verstanden habe).
 
Falcon schrieb:
Wenn man analoge Telefone andernorts als direkt neben dem Router aufstellen will, dann schon.
Das stimmt so natürlich nicht, Falcon. Man kann selbstverständlich auch analoge Telefone an ein Netzwerkkabel anschließen. Das funktioniert einwandfrei.
Kabeltechnisch wäre das nur mit Kanonen auf Spatzen geschossen, man braucht von den 8 Adern im Kabel ja nur zwei für analoges Telefon.

Auf der einen Seite kommt eine normale Telefondose dran und auf der anderen Seite wird der entsprechende Port am Patchpanel mit einem analogen Telefonanschluss z.B. eines Routers verbunden.
Deshalb brauchst du, Damage Done, auch nicht unbedingt IP-Telefone weil du "nur" Netzwerkkabel hast. Hat dein Router/Telefonanlage analoge Telefonausgänge, kannst du die auch so verkabeln.
 
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Naja ob ich jetzt "nur" Telefonkabel verlege oder von verlegtem Netzwerkkabel nur ein Paar Adern verwende ist Jacke wie Hose.
 
Es ist gar keine TAE-Dose für analoge Telefone notwendig. Einfach das Telefonkabel gegen ein RJ11-RJ11 oder RJ11-RJ45 tauschen und den entsprechenden Port am Patchpanel auf den Telefonausgang von was auch immer patchen und gut. Wenn dann in Zukunft an der Stelle des analogen Telefons ein Netzwerkgerät (auch IP-Telefon) ran soll, wird Keller kurz auf den Switch gepatcht und fertig.
Eine TAE weniger auf dem Planeten.
 
Ja ob TAE oder Western ist doch auch egal. Gut, deine Methode hat den Vorteil, dass man das ganze dann auch als Ethernet Port nutzen kann. Insofern die geschicktere Sache.
 
Hallo,

ich würde dieses Thema gerne noch einmal aufgreifen um eine Frage zu klären, bei der ich mir etwas unsicher bin:

Geplant ist: Switch & Patchpanel im Abstellraum, hier wird das Leerrohr aus dem ganzen Haus für das Netzwerk hingeführt. Den Router möchte ich nebenan im Wohnzimmer hinstellen. Dazwischen ist 17,5er Ziegelstein. Ich möchte es vermeiden, ein offenes Loch in der Wand zu haben, um das Patchkabel von Switch zu Router da hindurchzuführen. Ist also folgendes möglich: Unter dem Switch eine Netzwerkdose platzieren, mit Leerrohr und Verlegekabel in der Wand zum Wohnzimmer gehen, wieder Leerdose und Netzwerkdose setzen und so den Weg von Switch zu Router mittels Verlegekabel zu verlängern?
Das Patchkabel vom Switch ginge dann einen ganz kurzen Weg zur Dose, von dort aus mit Verlegekabel weiter, um an Ende wieder per Patchkabel zum Router geführt zu werden. Ich bin mir sicher, dass das hinhaut, weil es ja letztlich nichts anderes ist, als die weiteren Dosen der Hausverkabelung. Aber weil die Verbindung Router <-> Switch ja nicht ganz unerheblich ist, wollte ich gerne zur Sicherheits euer OK einholen. :)

Viel Text, kurze Frage: Ich hoffe, ich konnte das ein bisschen verständlich erklären.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
Andreas
 
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