Teufelskreis Arzthelferin?

...ohne mich auf dem Müncher Arbeitsmarkt auskennen zu wollen wage ich mal die Hypothese, dass sie sich aus dem 'priviligierten' Wohnraum München (den Vergleich mit München ist Urlaubsort finde ich sehr passend @Zwirbelkatz) verabschieden kann und sich auf dem "Land" (nennen wir es Umkreis / Kleinstadt) sowohl nach einer günstigeren Wohnung (falls sie nicht der WG-mensch ist), als auch nach einer Arztpraxis mit eventuell ein paar Euros mehr im Monat (da weniger Bewerberinnen für die Stelle / weniger Konkurrenz / bessere Bezahlung). Zu alledem könnte das Klima auf dem Land auch streßfreier sein (Omis als Stammkunden, keine gestressten Workoholics, etc. pp)...

In wasfür Praxen war sie denn bisher tätig wenn man fragen darf? Allgemeinarzt?
 
Sie hat mittlere Reife. In psycholog. Behandlung will sie wieder gehen, das hat aber familiäre Gründe.


Sie ist jetzt beim Allgemeinarzt, will aber wieder zum Facharzt demnächst.

Ich finde den Vergleich München ist Urlaubsort total unpassend. Wir haben uns es nicht ausgesucht, wo wir geboren werden und wollen hier auch nicht weg, weils hier einfach am schönsten ist.
Leider halt etwas teurer. Ich zahl 420€ Mite für 41qm und das ist echt günstig hier.
 
Madmax schrieb:
... und wollen hier auch nicht weg, weils hier einfach am schönsten ist.
Leider halt etwas teurer. Ich zahl 420€ Mite für 41qm und das ist echt günstig hier.

ja, und für diese "schönheit" zahlt man eben auch entsprechend. also nicht beschweren.
in berlin in den typischen problemvierteln bekommt man ne 40qm wohnung in nem plattenbau für weit weniger als die hälfte was du bezahlst... nur will da halt keiner leben.

wer den "luxus" will, muss ihn bezahlen. also nicht meckern von wegen "wir verdienen zu wenig zum leben"...
 
ds1 schrieb:
wer den "luxus" will, muss ihn bezahlen. also nicht meckern von wegen "wir verdienen zu wenig zum leben"...

danke!! Genau so siehts aus, man kann nicht alles haben! Das Leben ist kein Zuckerschlecken... Das sollte sie sich evtl mal klar machen. Und wie schon in einigen Beiträgen zu lesen ist, Arbeitsmarkt ist nicht der beste, Arbeitsumstände sind nicht mehr die tollsten und der Verdienst ebenso beschissen... Und das nicht nur bei Arzthelferinnen;)

Alleine das sie in einer Wohnung für 450€ lebt, finde ich lächerlich, wenn man sich dann über zu wenig Geld beschwert. Mal einfach sein leben richtig planen, Abstreichungen machen und nicht hoffen, dass durch 12hundert24 Jobwechsel sich irgendwas bessert...

Hab ja meine Ideen schonmal gepostet. Und wer nicht genug Geld verdient, kann nunmal nicht in München auf hohem Niveau leben, ist nunmal die 2. teuerste Stadt Deutschlands ;) Irgendwo muss man diese oben erwehnten Abstreichungen machen - psych. Belastung, Stress, geringes Gehalt, schlechtere Wohnverhältnisse, andere Stadt... - man muss es abwägen und sich für etwas entscheiden. Oder einfach unglücklich so weiter machen:freak:
 
Eigentlich müsste es doch auch in München günstigeren Wohnraum geben. Mag zwar sein, dass es ein teures Pflaster mit vielen Gutbetuchten ist, aber es gibt dort sicherlich auch viele Geringverdiener oder Hartz4-Empfänger. Wo bleiben die denn alle?

Vielleicht liegt die Lösung der Probleme ja in der Liebe. Zu zweit lebt es sich einfacher! :D
 
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Ich finde den Vergleich München ist Urlaubsort total unpassend. Wir haben uns es nicht ausgesucht, wo wir geboren werden und wollen hier auch nicht weg, weils hier einfach am schönsten ist.
Du widersprichst dir innerhalb zweier Sätze. Es ist kein Urlaub aber es ist schön. Was denn nun ;)

Es verlangt keiner von euch, eure Heimat aufzugeben. Aber es gibt sowas wie relative und absolute Armut. Jemand der in München lebt mit meinetwegen 1000 Euro hat es besser als ein deutlicher Großteil der Restbevölkerung (global).

Einpersonenhaushalte in privilegierten Lagen sind nunmal kein Vorzeichen für Wohlstand.
Deine 41m² für 1 Person sind im internationalen Vergleich übrigens gewaltig viel.

Auf meine Frage mit dem Auto oder einer sonstigen Auflistung von Verbrauchsgütern und Fixkosten warte ich noch immer. Vllt. können wir da noch Tipps geben.
 
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Wieso widersprechen? München ist meine Heimat und für mich kein Urlaubsort. Is jetzt auch die falsche Disskussion, ob jemand aus seiner Heimat weg gehen würde. Es gibt eben heimatverbundene Menschen. Ich gehe niemals von München weg, weils hier so schön ist, schon gar nicht z.B. nach Magdeburg, auch wenns da noch so billig ist. Wir wisen alle, dass München leider etwas teurer ist.
Das ist aber jetzt nicht das Thema. Ende;)
 
Meinst du nicht, dass du ihr etwas Mut zusprechen könntest, damit sie sich durchbeißt? Gerade in so schwierigen Zeiten muss man sich auch mal mit dem zufrieden geben, was man hat. Ihr Job mag zwar beschissen sein, aber ihr muss doch auch klar sein, dass sie für die meisten anderen Jobs mit ihrer Ausbildung nicht qualifiziert ist und die spärlichen Alternativen, sofern sie überhaupt etwas anderes finden würde, nicht besser bezahlt sind (außer evtl. Schichtarbeit durch die Zuschläge... aber wäre das wirklich besser?).
Es ist leider so, dass ihre Ausbildung kaum geeignet ist, um sich querbeet zu bewerben und die Aussichten auf "bessere" Jobs/Ausbildungsplätze mit einem Realschulabschluss derzeit auch nicht die besten sind, um es mal vorsichtig zu formulieren. Wenn überhaupt, müsste deine Freundin erst bildungsmäßig nachlegen, also Abi oder zumindest Fachabi nachholen und anschließend ggf. noch was studieren.
 
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Es geht also darum, dass sie definitiv den Job kündigen will und die Kohle und nur ein unangenehmer Nebeneffekt, der ihr quasi ebenfalls nicht passt?

Naja gut, studieren kann sie wohl nicht mangels Hochschulreife und obendrein ist es fraglich, ob sie das schaffen würde, wenn es ihr derzeit nicht so gut geht.

Ansonsten zahlt sie doch bereits in die "Büro" Ausbildung ein. Das muss dann halt abgeschlossen werden.
Da kommen wir halt wieder zu dem Punkt, an dem es schwierig wird. Wir kennen die Person (Freundin) und die Umstände in den Arztpraxen nicht. Gut möglich, dass es 3x die Hölle war. Auch möglich, dass sie daran eine Teilschuld trägt.
Daher fällt es schwer zu sagen, sie solle es durchhalten, bis sie ihre andere Ausbildung absolviert hat. Da möchte ich niemandem zu nahe treten, da ich nicht weiß wie es um das psychische Wohlbefinden tatsächlich bestellt ist.

Meine Vergleiche mit dem Geld zielen lediglich darauf, dass es schlimmer aussehen könnte.
 
"Es geht also darum, dass sie definitiv den Job kündigen will und die Kohle und nur ein unangenehmer Nebeneffekt, der ihr quasi ebenfalls nicht passt?"
genau! es MUSS irgendwann ein anderer Job her.


"Meinst du nicht, dass du ihr etwas Mut zusprechen könntest, damit sie sich durchbeißt? "
das mache ich seit über einem Jahr:) und ich denk wir schaffen es, wenn sie jetzt DO/FR bei den 2 kommenden Vorstellungsgesprächen ne neue Praxis findet. Gut wäre der Augenarzt wegen mehreren Faktoren.

Sie muss halt noch 1,5-2 Jahre durchhalten und das Fernstudium schaffen: dort hatte sie in der 1. Hausaufgabe die Note 1, also schaut gut aus.

Wollte hier nur Anregungen holen, was man so machen könnte ohne viel Geld, Eltern etc. ....
 
Hi Madmax,

bei dem Verdienst müßte man doch in München einen Mietzuschuß bekommen, oder?

Naja, mach ihr weiter Mut. Immerhin hat sie ein Ziel vor Augen und das kann über vieles hinweg helfen.
Ein ständiger Arbeitsplatzwechsel ist halt auch nicht ratsam. Irgendwann schlägt sich das sehr ungünstig in den Bewerbungsunterlagen nieder.
Und man fängt ja beim Verdienst oft wieder von vorne an.
Im Berufsleben gehört *Zähnezusammenbeißen* dazu. Das wird sich auch nach nem Studium nicht ändern.

Deshalb ist einer der wichtigsten Punkte die psychologische Betreuung und Beratung.
Denn es liegt sehr nahe, daß alles miteinander verknüpft ist, also Probleme im Berufsleben, Probleme mit den Eltern, Geldsorgen.

Also, nicht schämen, staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, zumindest mal informieren. Denn für München ist dieser Verdienst wirklich unter aller Sau.
 
weiß net wann man Mietzuschuss bekommt, denke 800-1100 netto is in vielen Berufen Gang und Gebe und damit kann man scho leben; beim Arbeitsamt war sie ja scho.

danke
 
Da sie die Ausbildung ja bereits abgeschlossen hat fällt mir noch was ein:

Wenn sie ne gute Figur hat (ja, das ist leider vorraussetzung ;) ) und sehr gut Englisch spricht, kann sie ja versuchen sich als Flugbegleiter zu bewerben.. das sind die (offiziellen) vorraussetzungen nämlich gutes englisch und eine abgeschlossene Berufausbildung.

Da mein Bruder sich als ehemaliger Industriekaufmann unterbezahlt fühlte hat er zum flugbegleiter gewechselt... und siehe da, es wurde eine abwechslungsreicher und gut bezahlter job (100-150€ mehr (netto) und er verdiente als industriekaufmann schon ned schlecht).
Und heute ist er mittlerweile zum kabinenchef befördert worden ^^

Vielleicht wäre das ja was? ;)
 
Somtaaw schrieb:
Da mein Bruder sich als ehemaliger Industriekaufmann unterbezahlt fühlte hat er zum flugbegleiter gewechselt... und siehe da, es wurde eine abwechslungsreicher und gut bezahlter job (100-150€ mehr (netto) und er verdiente als industriekaufmann schon ned schlecht).

Da müssen ja noch ein paar andere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Nur für 100-150€ netto mehr würde ich niemals den geregelten Arbeitstag eines Industriekaufmanns mit dem einer Saftschubse tauschen wollen (z.B. Schichtarbeit, Wochenendarbeit, häufig in Hotels übernachten etc.).
 
Wie gesagt, er fühlte sich für seinen tätigkeitsbereich als industriekaufmann unterbezahlt... und sowas mit saftschubsen hat das auch nicht unbedingt zu tun, ist ja nur ein teil des jobs (jetzt mit der beförderung verdient er eh wieder mehr und hat auch noch andere tätigkeitsbereiche bekommen (achja.. diverse zuschüsse darf man nicht vergessen, die sind beim nettolohn ja noch ned berücksichtigt)^^)

Ich muss auch sagen, dass er sehr zufrieden ist. Gutes Klima auf der Arbeit und er sieht viel von Europa (ne gewisse spanische Insel und Moskau sind seine beiden lieblingsziele xD )

Das Argument mit Familie und so ist klar.. daran darf man sich nicht unbedingt stören, wobei betroffene dame noch glück haben könnte wenn sie am münchner flughafen was bekommt, dann ist es nämlich nicht so tragisch (die firma versucht immer die flugbegleiter an deren heimatflughafen abzuliefern) Man muss halt auch dazu sagen, dass er und ich keine personen sind die wegen ein paar hundert kilometern entfernung gleich rumheulen.. aber das ist wahrlich auch nicht jedermanns sache :/
 
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