News Treiber aus dem Grab: Linux 7.3 erweckt Voodoo 3

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xexex schrieb:
Was Matrox zu keinem Zeitpunkt gut konnte war 3D Grafik, deren Versuch mit Matrox Parhelia in diesem Markt Fuß zu fassen ist kläglich gescheitert.

Leider ist die Aussage nicht ganz richtig.

Die Leistung der Matrox Millenium G400 MAX war Ende der 1990er in etwa vergleichbar mit einer NVidia Riva TNT2 (Ultra), einer ATI Rage 128 Pro oder einer 3dfx Voodoo 3 3000/3500. Die G400 MAX hatte eine deutlich bessere (analoge) Bildqualität und eine etwas bessere Performance in 32-Bit-Farben. Zu diesem Zeitpunkt waren Grafikkarten von Matrox absolut konkurrenzfähig und eine gute Alternative zu den (Spitzen-)Modellen der anderen Hersteller.

Nach dem Erscheinen der ersten GeForce- und Radeon-Grafikkarten hat Matrox den Anschluss verloren und 2002 mit der Matrox Parhelia noch einmal versucht, auf dem Markt Fuß zu fassen. Leider hat sie gegen die GeForce4 Ti 4600 oder Radeon 9700 Pro kein Land gesehen und ist dann - wie du es richtig formuliert hast - kläglich gescheitert.
 
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Garmor schrieb:
Ich bin erstaunt, dass ein aktuelles Linux überhaupt auf einem Amiga läuft.

Solange es Leute gibt, die sich um die Wartung des Codes kuemmern, bleibt das drinnen. Und 68000-basierte Systeme waren weit genug verbreitet und populaer genug, dass das immer noch der Fall ist. IA-64 (Itanium) ist dagegen schon rausgeflogen, obwohl juenger.
 
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mibbio schrieb:
Naja, ich verwendet 86Box halt für Retro-Spiele und nicht für irgendwelche provozierten Stresstests, die so in der normalen Benutzung kaum bis gar nicht auftreten.
Wenn ich nur 3DMark und Spiele betrachte, kann ich bei mir auch einen Pentium II 333 einstellen, aber damit ist der Intel Core Ultra 7 265 dann auch absolut am Limit.
 
Finde ich gut dass es noch Patches für 3Dfx Voodoo im Linux-Kernel gibt, so muss das ;-)
Ich hoffe das auch die Voodoo Emulation offiziell den Weg in QEMU findet. Das wäre großartig und ein weiterer Grund nicht mehr qemu-3dfx zu nutzen!

Betreffend 86Box und Voodoo 3. Das funktioniert mittlerweile richtig gut und ist ideal für fast alle Spiele bis ins Jahr 1998, aber danach wirds dünn. Zum einen brauch man stärkere CPU's und zum anderen stärkere GPU's mit DX8/9 und deutlich mehr VRAM. Beides bedient 86Box nicht. Bei Pentium 2 oder AMD K6 II/III ist Feierabend und ab 300 MHz und aufwärts brauch man ne verdammt gute Single-Core CPU. Mein 7950X packt gerade so die 400 MHz, aber nicht mit dauerhaft 100% Emulation.

Übrigens, hab hier noch 3 komplett fertige Retro-PC's stehen, ein P3 mit Voodoo 3 3000, ein P4 mit GF 4 Ti4600, ein Sempron mit GF 3 (für DOS). Alle mit ordentlichen Soundkarten, aufbereitet mit moderne Netzteilen und besseren Gehäusen. Eigentlich gedacht zum verkaufen, aber die Teile will niemand haben. Ich müsste die Komponenten einzeln verkaufen. Den Voodoo 3 Rechner allerdings gebe ich nicht her, den bau ich 1-2 im Jahr auf und zocke ne Runde.
 
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Hexxxer76 schrieb:
Diese Version Nvidia GEFORCE Ti 4200 - 128 GB nicht!
Meine Ti 4200 hatte über zweitausend mal weniger RAM. ;)

Ich hatte ihr später einen Passiv-Kühlkörper verpasst:
 

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Joker (AC) schrieb:
Klar. Die Max war damals echt ein Biest. (G400 MAX)
Ein OC Pentium, SCSI Laufwerke und eine Matrox. Da warst du früher ganz vorne dabei.
Und kohlemäßig sowieso- also arm.
Die G400 Max treibt das Bild in meinem Retro PC an - Traumstück der DX 6 Ära!
 
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Caramon2 schrieb:
Meine Ti 4200 hatte über zweitausend mal weniger RAM. ;)

Ich hatte ihr später einen Passiv-Kühlkörper verpasst:
Eine sehr feine Karte!
 
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Wundert mich etwas. Mittlerweile ist Linux eigentlich nicht mehr die Nonplusultra Lösung um alte Hardware wiederzubeleben, da die häufig Support von älterer Hardware aus neueren Kerneln aus Relevanzgründen entfernen. NetBSD ist da viel besser.
 
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@bart1983

Als Ergänzung:

Während DosBox und DosBox-x als Emulatoren relativ starr sind, kann man sich mit 86Box den PC noch virtuell "zusammenbauen". Bin auch irgendwann zum letztgenannten Emulator gewechselt.
 
tollertyp schrieb:
Sorry, aber Matrox? Ernsthaft?
Eventuell Enviroment mapped Bump-Mapping?
Müsste mit der G400 gekommen sein. Wenn das zeitlich nicht passt, dann eine 3D-Funktion der Mystique?
 
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Finalspace schrieb:
Betreffend 86Box und Voodoo 3. Das funktioniert mittlerweile richtig gut und ist ideal für fast alle Spiele bis ins Jahr 1998, aber danach wirds dünn.
Danach übernimmt aber auch ziemlich gut Proton, eigentlich laufen nahezu alle Spiele aus der 3D-Ära mit aktuellem Proton relativ problemlos, Glide-Spiele über nGlide und für Direct3D-Spiele gibt es seit kurzem D7VK, was DX3 bis DX7 auf Vulkan übersetzt. Ab DX8 übernimmt dann DXVK. 86Box oder ein echter Retro-PC ist wirklich nur für die immer seltener werdenen Spezialfälle notwendig, wo es mit modernen Kompatibilitätslayern immer noch klemmt. Oder für speedsensitive Spiele wie Wing Commander, die nur in 86Box so performen, wie auf einem echten 386er, in Dosbox laufen die mal zu schnell und mal zu langsam, da die Cycles-Einstellung keine echte CPU nachbildet.
 
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Beim 7.3 tut sich generell viel bzgl. GraKas:

Linux 7.3 Delivers Graphics Driver Improvements From Old GPUs To Next-Gen Hardware
There is a lot of exciting GPU kernel driver improvements this cycle ranging from some notable enhancements to old AMD Radeon graphics hardware up through enabling support for some next-generation AMD graphics IP blocks to over on the Intel side where Nova Lake S graphics are being enabled by default.
Ergänzung ()

JustAnotherUser schrieb:
Und das bedeutet was?: richtig, neuen Code.
Eher die neue Version eines vorhandenen Codes.
 
Das will ich jetzt aber wissen, gleich wird mal die Voodooo 5 6000, mit externem Netzteil aus den Katakomben geholt und reaktiviert... 🤣🤣🤣
 
Kann diese Nesw mal für einen Noob übersetzt werden?

Wofür is datt gut?
 
SmooTwo schrieb:
Kann diese Nesw mal für einen Noob übersetzt werden?

Wofür is datt gut?
Mit einer alten Voodoo3-Grafikkarte sah man kein Bild, weil der 2D-Part der Grafikkarte beim Booten nicht "aufgeweckt " wurde. Ab 7.3 wird er das.

Finalspace schrieb:
Ich hoffe das auch die Voodoo Emulation offiziell den Weg in QEMU findet. Das wäre großartig und ein weiterer Grund nicht mehr qemu-3dfx zu nutzen!
ich muss da mal nachfragen, da ich von qemu-3DFx jetzt gerade zum ersten Mal gehört habe:
Du emulierst eine 3Dfx-Karte also in deinem Hypervisor (zB. wie Proxmox)? Wie läuft das denn?

Kannte bisher nur dgVoodoo2 & eben PCEM/86box, die ihre Aufgabe eigentlich recht gut machen.
mario_mendel34 schrieb:
. 86Box oder ein echter Retro-PC ist wirklich nur für die immer seltener werdenen Spezialfälle notwendig,
Denn meisten Leuten mit einem Retro-PC wird es aber nicht um das reine Ausführen eines alten Spieles gehen das sie wohl sowieso kennen ;)
Da spielt das Feeling/Klang/Haptik wohl eine größere Rolle.
Spätestens wenn du den simulierten Klang deines emulierten Diskettenlaufwerks beim Booten hörst, präferieren Viele eher 86Box als einen Proton-Kompatibilitätslayer :D
1787546049551.png

UweW. schrieb:
Eventuell Enviroment mapped Bump-Mapping?
Müsste mit der G400 gekommen sein.
Richtig, die G400 war damals für dieses Feature bekannt.
Das erste Spiel das damit groß beworben wurde war Expendable. Kann mich noch an die Matrox-Werbung in Spielemagazine erinnern
1787545444496.png
 
UweW. schrieb:
Eventuell Enviroment mapped Bump-Mapping?
Müsste mit der G400 gekommen sein?
Ja, war ein Matrox Feature - meine G400 MAX kann das auch schon, aber man muss dazu sagen, dass es nur einige ausgewählte Spiele unterstützen - in der Breite völlig nutzlos gewesen.
 
SmooTwo schrieb:
Wofür is datt gut?
Naja, im Grunde genommen hat der Typ das einfach nur für sich selbst aus Interesse zusammengebastelt und stieß auf das Problem:
Entwickler Daniel Palmer stieß auf dieses Problem, als er eine Voodoo 3 in einem Amiga 4000 mit Mediator-PCI-Brücke verwenden wollte.
Da er es konnte, hat er es repariert (sowas mach Spaß - sozusagen "Herausforderung angenommen!" ;) - man lernt was dabei und hat ein Erfolgserlebnis - für mich schon fast ein Synonym für Linux :)). Da vielleicht auch andere etwas damit anfangen können, hat er den Patch eingereicht und da der offenbar war taugt, wurde es in den Kernel übernommen.

Sowas kann prinzipiell jeder machen, der dazu in der Lage ist.

Übrigens hat Linux morgen seinen 35. Geburtstag. :daumen:
 
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