News Treiber aus dem Grab: Linux 7.3 erweckt Voodoo 3

CDLABSRadonP... schrieb:
Die ersten H-T&L-Umsetzungen waren zu schwach, um jemals eine Bedeutung zu haben.
Hardware Transform & Lightning hatte schon ziemlich früh enorme (politische) Bedeutung. Erinnert sei an Bioshock, Blockbuster erster Güte. Lief nur mit T&L Karten. Es gab Idioten, ich will ja keine Namen nennen (URIDIUM!!), die hatten sich gerade eine neue Grafikkarte gekauft, die unglücklicherweise kein T&L konnte und letztlich sehr, sehr lange warten mussten bis wieder Parität einkehrte. T&L war ein toller Marketing Gag. Später haben sie indirekt zugegeben, dass sie T&L nur sehr spärlich in Bioshock eingesetzt hatten.
 
doppelpost
 
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Caramon2 schrieb:
Ich bin letztens auf DOSBox-X gestoßen, das kann u. a. auch Glide, hatte aber noch keine Gelegenheit mich damit zu beschäftigen:
Wenn man wirklich mit dem Gedanken spielt alte Retrogames der Win95/98 Ära (also die Glidezeit) spielen zu wollen, sollte man sich vielleicht eher 86Box anschauen.

Das ist ein Fork von PCEm & eben keine schnöde virtuelle Maschine, sondern es wird die echte Hardware emuliert. u.a. auch Voodoo 1-3
 
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mario_mendel34 schrieb:
Für Pentium-II-Emulation sind aber alle aktuellen CPUs noch viel zu lahm. Sowohl mit meinem 9800X3D als auch mit meinem Intel Core Ultra 7 265 ist ein Pentium MMX 200 das höchste der Gefühle, bei allem darüber gibt es Slowdowns.
Hab bei dem emulierten Pentium II 200 System bisher keine relevanten Slowdowns oder Performanceprobleme festgestellt auf meinem Host-System mit Ryzen 5700X.

Bei einem Durchlauf von 3DMark99 ist die Emulationsgeschwindigkeit von 86Box konstant bei 100% und auch der Benchmark-Score ist recht realisitisch für die emulierte Hardware. Tomb Raider III läuft auf dem emulierten System ebenfalls flüssig in 800x600 und 100% Emulationsgeschwindigkeit.

Slowdowns hab ich eigentlich erst, je nach Auslastung der emulierten Hardware, erst dann, wenn ich auf Pentium II 266 oder gar Pentium II 300+ als emulierte CPU hochgehe.
 
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Voodoo 3 3000 PCI hab ich hier auch noch, rennt aber im Retro Rechner mit Windows 98, daher eher kein Interesse an Linux. Aber cool was noch für Anpassungen für über 25 Jahre alte Hardware gemacht wird.
 
Schon irgendwie genial 😄 Nach über 25 Jahren bekommt die Voodoo 3 noch einmal Aufmerksamkeit im Linux-Kernel. Besonders cool finde ich, dass Linux die Karte jetzt auch ohne vorherige BIOS-Initialisierung zum Laufen bringen kann. Von einem modernen 3D-Treiber ist das zwar noch weit entfernt, aber dass auf echter Voodoo-3-Hardware sogar wieder an 3D-Unterstützung gearbeitet wird, ist schon ziemlich beeindruckend. Die alte 3dfx-Karte ist offenbar noch nicht ganz tot. 😎
 
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Siran schrieb:
Aber cool was noch für Anpassungen für über 25 Jahre alte Hardware gemacht wird.
Bis vor Kurzem war auch noch Support für i486 im Kernel vorhanden. Wurde jetzt nur eingestellt, weil es nicht mehr wirklich praxisrelevant ist, aber die Wartung des Kernels durch Rücksicht auf i486 unnötig mehr Arbeit ist.
 
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mibbio schrieb:
Hab bei dem emulierten Pentium II 200 System bisher keine relevanten Slowdowns oder Performanceprobleme festgestellt auf meinem Host-System mit Ryzen 5700X.
Klicke im Windows Explorer mal ein bisschen herum, sich schnell durch eine Ordnerstruktur durchzuklicken, bringt die Emulation extrem schnell aus dem Takt, die Klick-Sounds hört man relativ schnell doppelt und die Emulationsgeschwindigkeit sinkt auf unter 100 %. Wie gesagt, der Pentium MMX 200 ist die letzte CPU, die bei mir diesen Stresstest ohne Mängel besteht.😉
 
Naja, ich verwendet 86Box halt für Retro-Spiele und nicht für irgendwelche provozierten Stresstests, die so in der normalen Benutzung kaum bis gar nicht auftreten.

So lange meine Spiele darin mit der emulierten Hardware mit voller Geschwindigkeit laufen, ist mir für die Praxis relativ egal, dass die Emulation bei bestimmten Edge-Cases eventuell einbricht.
 
Joker (AC) schrieb:
Und Matrox hatte auch noch ein heißes Eisen im Feuer. Eigentlich hatten sich Nvidia und Matrox geprügelt. 3Dfx war längst abgehängt.
Matrox hatte sich zu keinem Zeitpunkt mit Nvidia "geprügelt", sie stellten schlichtweg die qualitativ besten 2D Grafikkarten her, die man zu damaliger Zeit kaufen konnte. Sowohl die Unterstützung von mehreren Monitoren, als auch die analoge Bildqualität waren unschlagbar. Mit Karten der Mittbewerber war auf manchen Monitoren oft das Bild unscharf, die Synchronisation klappte nicht gut oder manche Kabel gingen gar nicht erst, nicht so mit Matrox.

Matrox hatte zudem eine hervorragende Treiberunterstützung und sehr gute Treiberkompatibilität. So ließen sich damals unter Windows 2000, viele DOS/Windows95 Spiele spielen, die sonst mit anderen Karten auf einem NT basierten Windows nicht liefen.

Was Matrox zu keinem Zeitpunkt gut konnte war 3D Grafik, deren Versuch mit Matrox Parhelia in diesem Markt Fuß zu fassen ist kläglich gescheitert. Die analoge Bildqualität wurde mit LCD Monitoren irrelevant und bei Mehrmonitorunterstützung haben ATI und Nvidia irgendwann aufgeholt. Kurze Zeit später hat sich Matrox dann in den professionellen Markt geflüchtet, mit Karten die bis zu 8 Anzeigegeräte unterstützt haben.

TLDR.: Zu keinem Zeitpunkt gab es eine ernsthafte Konkurrenzsituation zwischen Nvidia und Matrox, die damals besten 2D Grafikkarten, wurden gnadenlos vom 3D Markt überfahren und Matrox hat nie den Anschluss geschafft.
 
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xexex schrieb:
Zeitpunkt gab es eine ernsthafte Konkurrenzsituation zwischen Nvidia und Matrox,
Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass 3Dfx keine große Rolle mehr spielte.
Und schlussendlich war es ATI, die bei den Gamern die Konkurrenz zu Nvidia stellte.
 
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1A Sache. Alter Gaming Hardware am Leben erhalten und man kann auf aktuelle und hoffnungslos überteuerte Hardware von AMD, Nvidia und den ganzen DDR-RAM-Hersteller verzichten.
#GoRetroGaming
 
Grimba schrieb:
@Muntermacher
10 PRINT "OCH MENNO!"
20 GOTO 10
RUN
Yepp. Muß nur den Monitor Powerschalter noch austauchen. Ersatz ist da, aber es fehlt Zeit. Auch neues Netzteil ist schon da.
 
Verstehe ich nicht. Einerseits hat man gerade erst mit 7.2 30+ Jahre bewährten workaround-Code für eine Instruktion rausgeschmissen, wohl nur damit KI-Codeanalyse da keine Warnungen spuckt, andererseits nimmt man jetzt neuen Code für eine ähnlich alte Voodoo3 neu auf ?!
 
Damit Linux Nutzer immer Up to Date sind 😁
 
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JustAnotherUser schrieb:
wohl nur damit KI-Codeanalyse da keine Warnungen spuckt
Da wird garantiert keine KI über den Umfang des Kernels entscheiden, sondern ob etwas in den Kernel aufgenommen wird bzw. rausfliegt, ist schlicht eine objektive Kosten-Nutzen-Rechnung.

Das sind im Wesentlichen drei Punkte, anhand derer sowas entschieden wird
  • wie groß ist die Nutzerbassis dafür
  • wie wirkt es sich auf den Wartungsaufwand in der Kernelentwicklung aus bzw. wie viele Teile des Kernels betrifft es
  • kümmert sich überhaupt Jemand zuverlässig (und langfristig) darum

Sowas wie bspw. i486 benötigt in neueren Kernelversionen praktisch Niemand mehr ernsthaft, da entsprechende Systeme eh mit (ur-)alten Kerneln laufen und gar nicht mehr auf aktuelle Kernel aktualisiert werden. Gleichzeitig zieht sich i486 aber kreuz und quer durch diverse Teile und Subsysteme des Kernels, wodurch deren Entwickler weiterhin i486 in ihrem Teil des Kernel-Codes mitschleppen und berücksichtigen müssen. Zudem hat sich kaum noch Jemand explizit um i486 im Kernel gekümmert. Also fliegt das raus, weil der Wartungsaufwand in keinem verünftigen Verhältnis mehr zum Aufwand steht.

Dieser Ergänzung für Voodoo3 ist zwar eine ähnliche Nische hinsichtlich Nutzen, existiert aber recht isoliert vom restlichen Kernel. Die Aufnahme betrifft also praktisch keinen Entwickler von anderen Teilen des Kernels und es gibt eben Jemanden, der sich um Voodoo3 im Kernel aktiv kümmert.
 
JustAnotherUser schrieb:
andererseits nimmt man jetzt neuen Code für eine ähnlich alte Voodoo3 neu auf ?!
der code ist seit 22 jahren da. jetzt gab es nur einen fix für nicht-x86 geräte.
 
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