Bericht Trumps Kill Switch: Wie die EU Alternativen zu MS365, ChatGPT und Co. aufbauen will

Das ist ja alles gut und schön, die Produkte müssen aber mindestens gleich gut sein wie die aus Übersee, sonst gerät man noch mehr ins Hintertreffen. Und es darf natürlichauch nicht wieder zum Bürokratiemonster mutieren.

Imho wären die wichtigsten Schritte:
1. Eigene Hardware wie CPU, GPU, RAM und passende MBs auf ARM oder RISC-V Basis entwickeln und bauen.
2. Ein eigenes OS massgeschneidert auf diese Hardware entwickeln, hier bietet sich natrlich Linux als Kernel an.
3. Die angesprochene Open Source Software auf dieses OS portieren.
4. Darauf aufbauend dann die komplette Verwaltung in der EU und allen EU-Staaten umstellen.

Immerhin gibt es jetzt ein dt. AI Modell, wenn auch mit Hilfe von nvidia entwickelt: https://www.soofi.info/soofi-s/ Leider noch als beta und noch nicht verfügbar.
 
ihr habt leider in dem Ganzen KI Gedöns die Geschichte mit der Sperre der MS Konten und Zugänge des ISTG vergessen.

Das KI Gedöns ist dagegen PillePalle denn das ist der wahre Supergau.
 
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40l0so schrieb:
@kamanu seh ich ähnlich.
M365 hat einfach alles, was einen Betrieb notwendig macht. Sharepoint für Daten, Teams zur Kommunikation, Defender/Purview für Compliance und Security, Entra für Nutzer, Power Automate und Copilot für Automatisierung und AI, Intune zur Endpoint Verwaltung.

Das alles in eine Einzellösung abzubilden ist zwar möglich, aber welches Unternehmen möchte das denn zahlen?
Ganz zu schweigen von der Verfügbarkeit. Ich hab desöfteren einen Stromausfall oder das hops gehen eines Servers erlebt, als die Serviceeinschränkung durch MS/M365. Den einzigen kritischen Punkt seh ich eben bei der zickigen Blondine in den USA, die mal eben den ganzen Privacy / Transatlantic Data Act über Bord werfen kann, wodurch die ganze Nutzung der Dienste mal eben obsolet werden kann.

Nichts desto trotz wünsch ich mir aber eine gute Alternative aus Deutschland / Europa, die einen ähnlichen Weg gehen wird, um mit möglichst wenig Bastel- und Klebaufwand auszukommen.
Das ist halt genau das Problem - und ja, ich würde mir die Alternative auch wünschen. Aber diese Alternative tritt halt in größere Fußstapfen als die meisten Leute begreifen.
 
RobZ- schrieb:
Der richtige Weg wäre Frieden mit Russland und dann zusammen mit China den Gegenpol bilden.
Schon mal so eine 5 Jahresplanung von China gesehen? Die streben danach immer mehr Teile der Weltwirtschaft zu kontrollieren und andere von sich abhängig zu machen und das wäre dann laut deren Vorstellung ein Zeichen von Stärke… ne lass mal ich will nicht in eine zukünftige Knechtschaft. Was Russland angeht, die ganzen EU-Länder würden gerne normale Beziehungen zu Russland unterhalten, das funktioniert aber nicht wenn man dauerhaft einen Nachbarn der EU dauerhaft mit Raketen befeuert oder den Brandschatzt.

Die EU sollte da eher den eigenen Weg gehen, bevor wir der nächste Nachbar werden oder in eine Knechtschaft für den nächsten Drachenkaiser geraten.
 
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Crifty schrieb:
Opensource klingt toll, aber nur wenn sie ständig auch supportet wird

kamanu schrieb:
Ich kann sicherlich alles iwie durch ne Einzellösung ersetzen - aber wer soll dann bitte die Administration noch stemmen? Dafür sind doch gar nicht die Personalkapazitäten und oder überhaupt das nötige Wissen vorhanden.
Die Integration in Systeme und Abläufe ist auch essentiell sowie die Kompatibilität zu anderen Produkten.
Das muss alles reibungslos und für die ganze Kette an Usern (Admin bis Enduser) alles gut, effizient und benutzerfreundlich funktionieren.

Wir haben hier (ÖD mit vierstelliger Anzahl an Beschäften) schon genug alltägliche Nervereien mit MS. Parallel gibt es auch eine nicht unerhebliche Linux-/Unix-Infrastruktur.

Open Source und alles aus Europa gerne. Aber dann darf das mindestens nicht schlechter funktionieren als die jetzigen Lösungen.
 
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Es ist auch viel Anti-Trump-Hysterie in D und der EU dabei. Ich mag den Typen auch nicht, aber seine Zeit als Präsident ist endlich und wenn danach wieder ein Demokrat Präsident wird, machen D und die EU auch wieder ihren Frieden mit den USA. Will sagen: vieles davon ist der aktuellen politischen Lage geschuldet und sieht in ein paar jahren vllt. wieder ganz anders aus, dann gibt es wieder die transatlantische Freundschaft und keiner redet mehr von "digitaler Souveränität". Man darf ja auch nicht vergessen, dass die US-Konzerne hier auch direkt Arbeitsplätze schaffen und sich um deren Produkte auch eine Dienstleisterbranche entwickelt hat.
 
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Mit Blick auf die Grafik zu den entdeckten Sicherheitslücken frage ich mich wie man zu dem Schluss kommt, dass ein starkes Modell der ausschlaggebende Faktor ist. Das ist doch ein Scheinargument, weil es so schön einfach zu verstehen ist.

Ich sehe in dem Graph ein schönes rauschen bis ende 2025 und irgendwo da beginnend ein exponentielles Wachstum. Zum Zeitpunkt der Vorstellung von Cloude Mythos war die Erkennung der Schwachstellen doch schon in vollem Gange und die Erkennungsrate der Schwachstellen hatte sich schon mehr als verdoppelt.

Die Frage ist viel mehr, "wie setzen wir die verfügbaren Modelle effektiv und innovativ ein?" und weniger ein "wer hat das beste Modell"?
 
HerrRossi schrieb:
Es ist auch viel Anti-Trump-Hysterie in D und der EU dabei. Ich mag den Typen auch nicht, aber seine Zeit als Präsident ist endlich und wenn danach wieder ein Demokrat Präsident wird, machen D und die EU auch wieder ihren Frieden mit den USA. Will sagen: vieles davon ist der aktuellen politischen Lage geschuldet und sieht in ein paar jahren vllt. wieder ganz anders aus, dann gibt es wieder die transatlantische Freundschaft und keiner redet mehr von "digitaler Souveränität". Man darf ja auch nicht vergessen, dass die US-Konzerne hier auch direkt Arbeitsplätze schaffen und sich um deren Produkte auch eine Dienstleisterbranche entwickelt hat.
Da gebe ich dir zwar recht aber ich glaube der Goschen ist bei der Politik und auch bei der Wirtschaft endgültig gefallen das Europa nicht alles einfach den USA und China überlassen kann wenn man nicht komplett Abhängig und in die Bedeutungslosigkeit abdriften will.
 
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Crifty schrieb:
Dann soll das von mir aus lieber ein dafür abgestelltes EU-Unternehmen machen, was direkt der EU-Kommision in Brüssel unterstellt ist und dauerhaft finanziert werden kann.
Wohin das führen würde, kann man ja derzeit schön an der sich anbahnenden, totalitären Glasbürgerüberwachung der sog. "Chatkontrolle" sehen. Und deren Software ist darüberhinaus auch noch völlig stümperhaft. Wie lange hat es gebraucht, bis sie nach der Vorstellung gehackt wurde? Fünf Minuten oder sowas. KI würden sie genau so stümperhaft angehen, dafür aber mit integrierter Totalüberwachung – von wegen Datenschutz, das glaubt der EU doch keine Sau mehr. Die EU ist einfach nur noch lächerlich.
 
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Wie soll unsere Bürokratie das überhaupt schaffen? Ernst gemeinte Frage.
 
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TempeltonPeck schrieb:
Da gebe ich dir zwar recht aber ich glaube der Goschen ist bei der Politik und auch bei der Wirtschaft endgültig gefallen das Europa nicht alles einfach den USA und China überlassen kann wenn man nicht komplett Abhängig und in die Bedeutungslosigkeit abdriften will.
Ich persönlich habe ja auch nichts dagegen, dass man eigene Alternativen aufbaut und anbietet, für Privatleute und Unternehmen muss es aber weiterhin die Wahlfreiheit geben, welches Produkt man einsetzen will. Ohne Wettbewerb wird das ein Rohrkrepierer.
 
Rhemsey schrieb:
Das Thema zeigt schonungslos, wie naiv die europäische Digitalpolitik der letzten 15 Jahre eigentlich war.
Lass das digital weg und und nimm ein paar Jahre mehr dazu;)

Es wird wieder viel Getöse von den üblichen Leuten kommen - Fakt ist, es wurde selbst verbockt und das ist auch nicht mehr umkehrbar
 
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Rhemsey schrieb:
Das Thema zeigt schonungslos, wie naiv die europäische Digitalpolitik der letzten 15 Jahre eigentlich war.

Wir haben kein Wissens- oder Entwicklerproblem in Europa, sondern ein Skalierungs- und Mutproblem.
"wir" haben vor allem ein Bürokratie- und Kostenproblem. In Deutschland gäbe es theoretisch NOCH gute Voraussetzungen für so eine KI-Entwicklung. Wir haben nämlich tatsächlich noch mehr pfiffige Leute, als man glaubt, wenn man so auf die Innenstädte schaut..
Aber: Energie ist zu teuer. VIEL zu teuer. Und hat mal jemand von euch versucht, zu "gründen"? Was für ein Affentanz das ist, was man alles beachten muss, wenn man auch nur EINEN Mitarbeiter hat, selbst als "Mini-Jobber"? Man bräuchte mindestens eine, eher zwei Vollzeitkräfte, die sich a) selbst verwalten und b) den Bürokratie- und Buchhaltungskram für eine kleine Start-up Klitsche erledigen. Das treibt die Kosten enorm und ist gerade in der Anfangszeit quasi existenzbedrohend.

Und dann darf man nicht vergessen, dass die USA als Konkurrent und Standort der Vorreiter jedem, der etwas kann, viel bessere Konditionen bieten, und den einfach "wegkaufen".

Mal ehrlich - wäre einer von euch so "patriotisch" / "pro-EU", dass er sagt: "OK, ich könnte zwar in den USA für das 10-fache Geld bei traumhafter Ausstattung an meinem Ding forschen und arbeiten, aber ich lasse mich lieber in D vom Finanzamt als Verbrecher behandeln, und zahle so viel Steuern, dass am Ende kaum Geld für Investitionen übrig bleibt."
Na, Freiwillige vor!



PS: sowas kann eigentlich nur mit extrem radikalen Maßnahmen noch herumgerissen werden.
  • teilweise bis vollständige Steuerbefreiung für KI-Unternehmen
  • Strom zum garantierten niedrigst-Festpreis
  • beschleunigte Antragsbearbeitung bis hin zur Befreiung von Auflagen
Klingt wild, ist auch in der heutigen EU schwer vorstellbar, aber wenn nicht so, dann gehen die guten halt wo anders hin. Eine von oben herab befohlene "EU-KI" wird sonst immer der "VEB Trabant" der KI-Modelle bleiben.
 
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TempeltonPeck schrieb:
Da jetzt endlich der politische Wille da ist europäische Produkte und Dienste als Alternative zu entwickeln muss jetzt die Bevölkerung ist Boot geholt werden das diese Dienste auch genutzt werden.


Ein Märchen das immer wieder erzählt wird. Der Atomstrom in Frankreich ist nur günstig weil er massiv vom Staat (also dem Steuerzahler) enorm subventioniert wird. Die Atomwirtschaft ist übrigens ein großer Faktor für das französische Staatsdefizit. Wie übrigens in allen Ländern mit Atomstrom und nur halbwegs sinnvoll wenn Nukleartechnik auch militärisch genutzt wird. Verfügbarkeit ist auch so ein Ding, wenn im Sommer wegen Trockenheit kein Kühlwasser mehr aus den Flüssen genommen werden kann wie die letzten Jahre regelmäßig vorgekommen.
Vollkommen egal wie es am Ende bewerkstellt wirkt, es ist billig. Wie in den USA und China, wenn du Strom hunrige Industrie locken willst muss der Strom billig sein. Fertig.
Weil die Leute die sowas bauen vergleichen den Preis und ein RZ stellst du nicht in ein Land wo der Strom 50% - 100% mehr kostet, das ist Quatsch und macht niemand der noch alle Latten am Zaun hat.
 
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@Strulf
Dann erzähl uns mal wer uns die passende Software zur Unabhängigkeit, die dauerhaften Support bekommt, bauen soll?
Ich bin gespannt.
 
Naja entweder die EU KI ist so rückständig dass es gar keinen Kill Switch braucht, oder aber sie würde ihn auch drücken. Weil es einfach Sinn macht starke Hackertools nicht sofort jedermann zu geben ohne ein paar Wochen die Chance gehabt zu haben kritische Infrastruktur, Behörden und wichtige Softwareunternehmen zu schützen.
 
Da Blöde ist doch, dass man da eigentlich schon vor Jahren etwas hätte tun müssen.
 
HerrRossi schrieb:
Es ist auch viel Anti-Trump-Hysterie in D und der EU dabei. Ich mag den Typen auch nicht, aber seine Zeit als Präsident ist endlich und wenn danach wieder ein Demokrat Präsident wird, machen D und die EU auch wieder ihren Frieden mit den USA
Der Demokrat bleibt aber nur 4-8 Jahre. Und dann?

Die Republikaner werden sich nicht mehr zu einer gemäßigten Partei entwickeln, die klug und bedacht handelt. So erreicht man das Zielpublikum nicht
 
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scryed schrieb:
am meisten hat nicht China oder Russland der Weltwirtschaft geschadet
Der Weltwirtschaft vielleicht nicht, aber was ist mit uns?

Wessen Firmen hauen seit 2 Jahrzehnten die deutschen Firmen vom Weltmarkt runter (teilweise mit unlauteren Mitteln) und wer hat mit einer YOLO-Aktion uns zu einer quasi-Kriegswirtschaft gedrängt?
 
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