Bericht Trumps Kill Switch: Wie die EU Alternativen zu MS365, ChatGPT und Co. aufbauen will

yetisports schrieb:
Mit Abstand die meisten Rechenzentren in der EU werden in Frankreich gebaut, weil dort Strom bezahlbar und verfügbar ist. Wie sehr Deutschland hinterher hinkt sieht man bspw daran, dass in Frankfurt bis in die 2030er Jahre keine weiteren Strom-Kapazitäten für Rechenzentren verfügbar sind.

Wenn die EU den Marktanteil an Rechenleistung nicht weiter verringert wäre das schon ein positives Ergebnis des Chips-Acts.

Das ist sowas von an der Realität vorbei, dass sich nicht nur die Balken biegen, sondern auch das Licht und der Raum wie bei einem Schwarzen Loch. Atomkraft ist das Dümmste, was wir heutzutage nutzen können.

Schau nach China: Sie nutzen Kohle als Übergang und steigen massiv auf Solar um. Von den 2050ern wollen wir gar nicht reden... da werden sich China, Japan und Co. samt den Äquatorländern die Energie in unendlichen Mengen direkt aus dem Orbit holen. Damit umgeht man sogar das Speichern von Solarenergie in Batterien.

Atomkraft war früher nur halbwegs rentabel, weil sie massiv subventioniert wurde... und gebaut wurde, als die Erderwärmung noch nicht so richtig losging. Jeden Sommer müssen Länder wie Frankreich, Indien, China oder die USA ihre Atomkraftwerke runterfahren, weil es schlicht zu heiß ist und die Flüsse überhitzt sind.
 
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wie stark die Zahl von kritischen Sicherheitslücken seit der Vorstellung von Claude Mythos Preview im April bei führenden Cloud-Anbietern gestiegen ist
Die Zahl der gefunden Lücken!? Oder verstehe ich das falsch?
Wie ist eigentlich die Prognose wie lange da KI noch etwas finden kann? Irgendwann sollte ja jede Lücke entdeckt und hoffentlich geschlossen sein.

Die EU kann da nur Open Source fördern und mit gutem Beispiel voran gehen. Die EU Staaten müssen nachziehen. Z.T. geschieht es ja auch schon. Ob dann Firmen mitziehen müssen sie selber wissen.

Rhemsey schrieb:
Wir beklagen zwar lautstark die Abhängigkeit von Big Tech, opfern echte Veränderung und Risikobereitschaft aber nur zu gern der eigenen Bequemlichkeit und bürokratischer Überregulierung.
Ohne Regulierung hast du aber dann genauso wilder Westen wie bei Big Tech in den USA, die sich nehmen was sie wollen und selber nichts hergeben.
Bei der Bequemlichkeit hast du sicher recht.
yetisports schrieb:
Mit Abstand die meisten Rechenzentren in der EU werden in Frankreich gebaut, weil dort Strom bezahlbar und verfügbar ist.
Außer es ist grad warm. Dann müssen sie ihre Atomkraftwerke mangels Kühlung runterfahren und freuen sich über unseren Öko Strom 💪
Mag sein, dass Frankfurt keine Kapazitäten hat, aber da leben und arbeiten auch wieviele Menschen? Man muss natürlich Rechenzentren auch da hin stellen wo genug Strom durch Wind-, Wasser- und Sonnenenergie verfügbar ist.
HerrRossi schrieb:
Es ist auch viel Anti-Trump-Hysterie in D und der EU dabei.
Vieles von der Grundeinstellung war auch schon bei Obama vorhanden und wird auch weiterhin da sein.
HerrRossi schrieb:
Ich mag den Typen auch nicht, aber seine Zeit als Präsident ist endlich und wenn danach wieder ein Demokrat Präsident wird, machen D und die EU auch wieder ihren Frieden mit den USA.
Das ist ja das große Problem. Es wurde vorher nicht reagiert und viele werden auch jetzt noch einfach die Tage zählen, bis Trump dann vermutlich weg sein wird und "dann ist es wieder wie vorher". Aber das "Vorher", war ja auch schon schön geredet.
 
Crifty schrieb:
@Strulf
Dann erzähl uns mal wer uns die passende Software zur Unabhängigkeit, die dauerhaften Support bekommt, bauen soll?
Ich bin gespannt.
Sicher kein staatliches Unternehmen, wenn wir uns nicht total blamieren wollen. Wobei, das haben wir eh schon getan, aber es geht immer noch schlimmer.
"Dauerhafter Support" kommt mit Akzeptanz der Anwender und dem damit einhergehenden Erfolg des Produkts, und nicht durch Zwangsfinanzierung eines minderwertigen Produkts. Hat noch nie funktioniert.

Aber mal ne ganz abwegige Idee, wie wär's denn wenn wir uns einfach zusammenraufen würden und das mit den USA zusammen angehen würden, anstatt ständig nur an den ach so schlimmen USA, die alles anders machen als wir es für richtig halten, herumzunörgeln und uns wie eingeschnappte Mädchen beleidigt in die Ecke zu setzen und zu heulen?
Für Europäer und speziell Deutsche muss es immer genau so gehen wie man das selbst will. Andere Meinungen und Herangehensweisen werden auf's Härteste zurückgewiesen und blockiert. Man reitet sich lieber selbst in den Grund, als mal über seinen eigenen Stolz und den Tellerrand hinweg zu blicken.
 
Guter Artikel mit vielen wichtigen Punkten. Auf der letzten Seite zu Europe 2031 lese ich aber eine gute Portion marketingtechnisches Eigeninteresse - typische KI Untergangsszenarien wie der CB-Author korrekt schlussfolgert.

Es ist ja nicht so, das wir nichts gebacken bekommen - im Gegenteil - wir haben so viele Startups und Gründungen wie schon lange nicht mehr. Das Problem ist nur, sobald die durch starten, gehen sie nach USA, weil es da das nötige Geld gibt und wenn sie es schaffen durch zu starten, einfach mal keine Steuern zahlen müssen.
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Das sind nur Lippenbekenntnisse man hat es gesehen bei Corona damals was man nicht alles verändern wollte stand jetzt hat sich da überhaupt nichts getan diese EU ist ein schwerfälliges Monster was eher bremst als fortschritt bringt das wird nichts.
 
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Saint81 schrieb:
Guter Artikel mit vielen wichtigen Punkten. Auf der letzten Seite zu Europe 2031 lese ich aber eine gute Portion marketingtechnisches Eigeninteresse - typische KI Untergangsszenarien wie der CB-Author korrekt schlussfolgert.

Es ist ja nicht so, das wir nichts gebacken bekommen - im Gegenteil - wir haben so viele Startups und Gründungen wie schon lange nicht mehr. Das Problem ist nur, sobald die durch starten, gehen sie nach USA, weil es da das nötige Geld gibt und wenn sie es schaffen durch zu starten, einfach mal keine Steuern zahlen müssen.
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Als Selbstständiger, egal ob modernes Start-up oder klassischer Betrieb, zahlst du dich von Tag eins an dumm und dämlich. Ein kleiner 1-3Mann-Betrieb, der Zeit zum Wachsen braucht, wird oft im Keim erstickt: Wenn nach dem ersten Jahr die Steuernachforderung zusammen mit den neuen Vorauszahlungen reinknallt, saugt das dem Laden die komplette Liquidität ab.

Gesunder, altmodischer Kapitalismus, bei dem man Risiken eingeht und am Ende alle (Der Ideeninhaber, die Bank/Geldgeber und am Ende die Gesellschaft) vom Ergebnis profitieren, wurde durch reine Substanzbesteuerung ersetzt. Unser deutsches Steuersystem muss komplett umgedacht werden, das fußt im Kern immer noch auf Prinzipien vergangener Jahrhunderte und ist in den 2020ern schlicht nicht angekommen.
 
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Alphanerd schrieb:
Der Demokrat bleibt aber nur 4-8 Jahre. Und dann?
Dann muss man neu entscheiden. Wie gesagt, es ist nicht falsch, etwas Eigenes zu entwickeln, aber die Politik ist wankelmütig, das gefährdet die Nachhaltigkeit von solchen Projekten.
 
seyfhor schrieb:
Außer es ist grad warm. Dann müssen sie ihre Atomkraftwerke mangels Kühlung runterfahren und freuen sich über unseren Öko Strom 💪
Mag sein, dass Frankfurt keine Kapazitäten hat, aber da leben und arbeiten auch wieviele Menschen? Man muss natürlich Rechenzentren auch da hin stellen wo genug Strom durch Wind-, Wasser- und Sonnenenergie verfügbar ist.
Das stimmt so nicht. Während der Hitzeperiode im Juni war in Frankreich 5-10% weniger Atomstrom verfügbar, während bei uns nur 10% der gewöhnlichen Windenergie vorhanden war. Schön dass etwas mehr Solar vorhanden war. Da geht aber bei diesen Temperaturen auch der Wirkungsgrad runter. Das Rechenzentrum benötigt nachts übrigens genauso viel Energie.

Frankfurt ist der größte Internetknoten in Europa (oder Platz 2 nach Amsterdam). Die Firmen zieht es dorthin. Google baut in Hanau aus, Amazon in Dietzenbach. Also durchaus im Umland. Das geht aber nicht unendlich weit. In Dreieich bei mir um die Ecke kann ein angefragtes Rechenzentrum nicht gebaut werden weil es den Strombedarf der Stadt verdoppelt. Kapazitäten sind nicht vorhanden. Alle drei genannten Städte im Frankfurter Umland.

Und ganz richtig: Da Industrie sich nur da ansiedelt wo Strom jederzeit oder zumindest wesentlich planbarer und weniger volatil vorhanden ist möchte OpenAI sein Rechenzentrum zwar in Deutschland, aber möglichst nah an die französische Grenze bauen.

Auf golem war zudem jetzt heute ein schöner Artikel der aufzeigt dass der Klimawandel auch Solarparks zerstört und die Blackout-Gefahr zusätzlich erhöht. Windparks laufen bei zu starkem Wind ja auch nicht. Da sind andere Kraftwerke wesentlich robuster.
 
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Zwischen wollen und können gibt es aber immernoch einen Unterschied.
In den USA wird das Ganze von der Wirtschaft vorangetrieben, hier wollen es Behörden machen.
Das Ergebnis ist immer das Gleiche, Sozialismus verliert gegen Kapitalismus, zu Recht.
 
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kamanu schrieb:
Wieso können wir Menschen uns nicht einfach mal zusammenraufen und auf dieser scheiß Welt mehr miteinander und weniger gegeneinander wagen...
Weil es in der Natur einiger Homo Sapiens verankert ist, sich selbst zu bekämpfen und zu zerstören. Diese Deppen wird man irgendwie nie los.
 
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Zonicfreak schrieb:
Das Ergebnis ist immer das Gleiche, Sozialismus verliert gegen Kapitalismus, zu Recht.

Jein. Du benutzt die falschen Begriffe, meinst aber den richtigen Kern: Es geht hier nicht um ‚Sozialismus vs. Kapitalismus‘, sondern um Fortschritt vs. Kontrollwahn.

Fortschritt, welcher immer dynamisch ist, sticht starre Regulierung und Kontrolle immer aus. Was die meisten Politiker in Brüssel und Berlin (oder auch schon vor Jahrtausenden) einfach nicht begreifen: Man kann Innovation nicht per bürokratischem Dekret erzwingen. Ohne echten technologischen Fortschritt gibt es kein, und niemals, (nachhaltiges) Wachstum und genau an diesem Kontrollwahn scheitern staatlich verordnete EU-Alternativen regelmäßig.
 
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@Andy welche Wege hat Computerbase denn bisher beschritten um unabhängiger von US Monopolisten zu werden?
 
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HerrRossi schrieb:
Dann muss man neu entscheiden
Nein, einfach durchziehen.
HerrRossi schrieb:
das gefährdet die Nachhaltigkeit von solchen Projekten.
Das neu entscheiden ist doch viel gefährlicher für die Nachhaltigkeit.
Flutefox schrieb:
@Andy welche Wege hat Computerbase denn bisher beschritten um unabhängiger von US Monopolisten zu werden?
https://www.computerbase.de/news/in...eue-server-setup-von-computerbase-2021.78573/
 
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kamanu schrieb:
Wenn ich xk€ Microsoft Lizenzen im Monat für x ITler + Supportverträge ersetze, dann kostet mich das am Ende wahrscheinlich auch noch bedeutend mehr Geld.
Welchen Support bietet überhaupt Microsoft an für die Milliarden die sie aus der EU bekommen?
Servicepoint, Hotline, Mail-Ticketsystem ... anyone? anywhere?
Die Wahrheit ist doch, dass Microsoft seit Jahrzehnten auf Probleme der User scheißt und das weltweit alles irgendwie selbst gemacht werden muss von Unternehmen, Behörden oder privat.

Der Grundstein zum Umstieg ist gesetzt, es braucht einfach mehr Leute die aus der Bräsigkeit und Untätigkeit ausbrechen wollen:
https://www.heise.de/hintergrund/Sc...r-Microsoft-Lizenzen-gekuendigt-10960941.html

Wir stehen uns selbst im Weg:
https://www.normenkontrollrat.bund..../DE/wimmelbild.jpg?__blob=publicationFile&v=2
 
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Trump sollte hier und da gerne noch einmal den Stecker ziehen damit die Menschen in Europa und vor allem in Deutschland wach werden. Ich finde den US-Präsidenten unmöglich, aber eines muss man ihm lassen, mit all seinen Aktionismus hat er es geschafft die Europäer wach zu machen. Ich hoffe, Europa wird sich unabhängiger machen.
 
Crifty schrieb:
Opensource klingt toll, aber nur wenn sie ständig auch supportet wird und nicht irgendwann keiner mehr dafür entwickelt und dann die Aussage kommt „an der Entwicklung kann sich jeder beteiligen“. Dann soll das von mir aus lieber ein dafür abgestelltes EU-Unternehmen machen, was direkt der EU-Kommision in Brüssel unterstellt ist und dauerhaft finanziert werden kann.

Nur an Firmen und deren Support zu denken, greift aber zu kurz. Auch wir Privatleute haben unsere Anforderungen an Software und diese hängen zunehmend auch von KI ab.

Das Problem ist aber weniger die fehlende Technik als die schlechte Integration: Man lädt sich irgendetwas von GitHub herunter und muss dann selbst sehen, wie man mit dem Datenwust zurechtkommt, statt eine saubere Installation in feste, bekannte Strukturen (à la C:\Programme …) zu bekommen.

Was fehlt, sind kommerzielle Programme mit richtigem Installer, die ineinandergreifen und das alles möglichst rein lokal, ohne Daten nach draußen zu schicken. Und bitte ohne Agenten: Da gab es schon Fälle, in denen KI-Agenten eigenständig Daten komplett gelöscht haben.
 
Ich glaube, der Zug für die EU und die europäischen Unternehmen ist abgefahren. Ich merke es in den Firmen für die ich tätig bin. OnPrem versucht man durch Cloud Lösungen zu ersetzen weil man sich einen günstigeren Betrieb erhofft. Dabei ist die Strategie der Techunternehmen klar. günstig locken, schleichend binden, Ausstieg erschweren, dann Produkte bundlen obwohl man die nicht braucht, dann Preise saftig erhöhen. Zwischenzeitlich wurde ein Großteil der Belegschaft für den OnPrem Betrieb herausgeekelt. Die arbeiten jetzt größtenteils selbst bei den großen Tech Unternehmen. Ein Weg zurück ist praktisch unmöglich. Obendrein, gibt es kaum relevante Produkte, die nicht von einem der großen Tech Unternehmen kommt. Man ist vollkommen abhängig ohne Chance auf irgendwas und wenn ein Land nicht so spurt wie soll, dann zieht man halt den Stecker.
Ich bin wirklich pessimistisch eingestellt für die Zukunft.
 
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Da wird nichts bei rumkommen, die EU ist kein ernstzunehmender Akteur.
 
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