News TSMC vs. heimische Wirtschaft: Trump will Zölle auf Einfuhren von Chips aus Taiwan

Ich mache es kurz. Trump hat festgestellt, dass aufgrund der schieren Wirtschaftsmacht der USA einen Handelskrieg mit einer deutlich kleineren Volkswirtschaft wie Kanada oder Mexiko gewinnen kann.
Doch er macht eine Fehler: Er zettelt gerade keinen Handelskrieg mit einem oder zwei auserwählten Ländern an sonder mit der gesamten Welt. Und den kann er nicht gewinnen.

Gleichzeitig stört er damit die Kooperation der USA mit anderen Ländern im Wettkampf mit dem eigentlichen systemischen Rivalen des Westens: Rotchina.
 
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In so einigen Dingen ist Trump einfach dumm wie Bohnenstroh !
In der ganzen IT läuft ohne Taiwan und China gar nichts. Wenn Trump nun meint, weil die Tech Konzerne nicht in den USA entsprechend investieren und produzieren, mal eben Zölle auf eben diese Produkte zu erheben, dann ist das einfach nur selten dämlich. Denn auch die USA sind abhängig von diesen Dingen, die dadurch auch für den US Bürger entsprechend teurer werden, TSMC und Co aber erst einmal nicht großartig jucken.

Wenn Trump davon ausgeht, das z.B. TSMC seine aktuellste Fertigung aufgrund der Strafzölle auch in die USA bringen wird, dann irrt er aber gewaltig. Das wird TSMC niemals tun. Denn niemand, der bei klarem Verstand ist, wird seine aktuellste Hochtechnologiefertigung auch in andere Länder bringen.

Trump hat schon in den wenigen Tagen, in dem er im Amt ist, großen Schaden angerichtetet. Aber das ist noch nichts zu dem, wenn er in 4 Jahren definitiv aus dem Oval Office wieder raus muß.

Ein kleines und unberechenbares Kind spielt zum 2 Male Präsident. Analog zu Deutschland, wo ein Märchenbuchschreiber Wirtschaftsminister spielt. Bei beiden kommt halt nichts Gutes raus ....
 
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Wau schrieb:
Man macht sich nicht diesen Stress mit 78 und arbeitet sogar Sonntags (Kolumbien Vorfall letztes Wochenende) nur für sich selber. Dieser Blinde hass nützt niemanden. Nur weil man selber kein Trump-Fan ist, muss man diesen nicht verteufeln.
Natürlich machen die das für sich, aber um Aufmerksamkeit zu bekommen, braucht man auch Andere.
Leute wie Trump und Musk machend das fürs Ego, die können keinen Tag verbringen, ohne irgendwas in die Welt zu Twittern, damit sie wieder Gesprächsthema sind, je kontroverser, desto "besser".
Das ist meine Meinung und keine Hetze, so wie du deine Meinung hast.
 
Taiwan hat ja sogar damit begonnen Halbleiterproduktionstätten in den USA zu bauen, von daher irgendwie schwachsinnig. Dazu noch dass Taiwan ein Verbündeter der USA und ein Feind Chinas ist.

Wehe AMD und Nvidia erhöhen die Preise in Europa ebenfalls aus welchen dummen Gründen auch immer. Wir zahlen uns dank unserer irrsinnig hohen Umsatzsteuer und dem schwachen Euro eh schon dumm und dämlich.
 
Metalyzed schrieb:
und kurzfristig gibt es niemand, der den Job sonst erledigen könnte.
Doch: Strafgefangene.
Denn die duerfen in den USA zur Zwangsarbeit verpflichtet werden. Vulgo: Versklavt werden.
Steht ja auch explizt so in der Constitution: Sklaverei wird abgeschafft, ausser fuer Straftaeter.
 
Wie im Mittelalter und im Kindergarten, ich will oder nicht, Europa sollte Steuern auf Einfuhren aus USA verlangen, für alles was aus USA kommt mit einem Computer Chip drin, wer braucht schon ein iPhone Made in USA.

Wenn alles was aus Taiwan kommt jetzt Steuern kosten soll, das wird dann für die USA sicher auch nicht ganz ohne, denn nicht wenig wird ja da produziert. Wie im Kindergarten diese Politiker.
 
MGFirewater schrieb:
gut für den rest der welt, der die heiß begehrten kapazitäten von tsmc buchen möchte.
Schlecht für den rest der Welt, wenn die Zölle auf alle Produkte umgelegt werden
 
Wenn ein Affe in den Palast geht, dann wird der Affe nicht König. Der Palast wird ein Zoo.
 
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=dantE= schrieb:
Wir alle konsumieren nur das, was uns aufbereitet wird. Sich daraus eine Meinung bilden zu können scheint zwar möglich, ist doch aber ob der schieren Masse an Informationsquellen überaus absurd.
Falls das irgendeinen Bezug zu dem Orange Buffoon hat: Du kannst direkt hören was Trump zu sagen hat, dann kannst du gucken was er so macht, dann kannst du gucken was die Justiz zu ihm so sagt, dann kannst du gucken was sein direktes Umfeld so macht.
If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck, then it probably is a duck.
He's a self serving con man and an idiot.

E: @ Verbrechensstatistiken vs Herkunft: Die Daten finden sich doch sicherlich im Netz. ;)
 
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auch hier muss aufgeräumt werdn wenn einem zwischendrin direkt wieder das bürgergeld um die ohren fliegt.

ihr wisst um was es hier geht und es hat seinen grund warum wir beiträge manchmal manuell freischalten müssen. glückwunsch an alle beteiligten. das ist der grund warum solche maßnahmen nötig sind ;)

ich schalte frei sobald ich alles gelesen und nachvollzogen habe sowie ausgesiebt
 
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thread ist wieder frei und aufgräumt. über den thematischen rahmen muss ich hoffentlich nicht mehr viel sagen und dass bitte in zukunft schneller mit meldungen reagiert werden darf sodass ich nicht noch all diejenigen anschreiben muss die mitgemacht haben weil sie getriggert wurden. ist dann immer schade ;)

nundenn. seit lieb zueinander

VG die Moderation
 
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@PS828: natürlich hat die Reaktion und mods hier Hausrecht, aber wo meine 2 verschobenen Kommentare Verbale Entgleisungen sein sollen, erschließt sich mir nicht. Da solltet ihr differenzierter „aufräumen“..
 
@Hans-juergen in der nachricht (die ich übrigens nur einmal beim verschieben aller 130 beiträge eingeben kann) habe ich die gründe für das verschieben zusammengefasst aus logischen gründen. fühl dich doch nicht angesprochen bei sachen für die du nicht verantwortlich bist :)

und verwarnt wurdest du auch nicht was zeigt dass es bei dir kontextuale verschiebungen waren
 
Robert. schrieb:
Sehr gute Entscheidung (für die USA)
Zukunftstechnologie nur im eigenen Land herstellen lassen und durch Zölle Investitionen in den eigenen größten Markt attraktiver machen.

Guter Schachzug für die USA
Damit implizierst du, dass Zölle automatisch zu Investitionen im Heimatmarkt führen - dieser Zusammenhang ist aber im allerbesten Fall deutlich indirekter als unterstellt.

Der primäre Effekt solcher Zölle sind höhere Preise im Inland, da gewinnorientierte Unternehmen nicht auf Marge verzichten, nur weil Zölle erhoben wurden. Zunächst sind also mal amerikanische Unternehmen und Verbraucher die Leidtragenden, denn sie haben die Zölle letztendlich zu bezahlen.
Investitionen der Hersteller verzollter Produkte könnten im nächsten Schritt dann investieren, das ist eine Möglichkeit. Garantiert ist das aber nicht, das hängt ganz davon ab, ob man seine Produkte trotz Zöllen (ggf. auch woanders) absetzen kann oder nicht und ob eine Investition auch unter sonstigen Gesichtspunkten sinnvoll erscheint. So oder so wird der Effekt höherer Preise dadurch nicht sofort gelindert. Das braucht teils viel Zeit.

Nun importieren die USA eine unglaubliche Menge an Produkten, Vorprodukten und Dienstleistungen. Das gigantische Handelsbilanzdefizit kommt nicht von ungefähr. Zölle (vor allem auch gegen Mexiko übrigens, das einer der wichtigsten Handelspartner der USA überhaupt ist) haben deswegen das klare Potenzial, die noch nicht völlig eingefangene Inflation in den Staaten wieder stärker anzutreiben. Diese wiederum war es, die der Biden-Administration das Genick gebrochen hat. Es ist daher wirklich ziemlich "mutig" von Trump, den Protektionisten noch stärker herauszukehren. Er muss auch selbst wissen, dass sein Märchen vom Ausland, das via dieser Zölle inländische Kosten bezahlt, letztlich eben genau das ist - ein Märchen.
 
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Trump braucht Zölle, weil er Steuern massiv senken will und das Geld für den Staat irgendwo herkommen muss. Wir tun gerne oft so, als wären die USA eine libertäre Utopie ohne großen Staatshaushalt, aber in den USA werden Autobahnen, Straßen, Kanalisation und das Militär durchaus vom Staatshaushalt finanziert manches auf Bundes-, manches auf Bundeslands-Ebene. Urban Sprawl mit öffentlich finanziertem Straßenbau und Infrastruktur ist schweineteuer und braucht viel Staatshaushalt. Auch fürs Militär fordert Trump gerade nicht nur von anderen, sondern auch von sich selbst massive Ausgabenerhöhungen.

"Früher", vor über 100 Jahren, waren Zölle auch eine wichtige, unverzichtbare Einnahmequelle für den Staatshaushalt der USA und Protektionismus war auch dem "MAGA-Propaganda-Meme Reagan" zu eigen. Unter Reagan wurden beispielsweise für Motoräder mit mehr als x ccm Hubraum und auch für höherwertige Automobile sehr hohe Einfuhrzölle eingeführt, woraufhin Yamaha, Honda und Daimler Benz in den USA Fabriken bauten (und Harley-Davidson vor dem Aussterben bewahrt wurde). So ganz automatischer US-Untergang ist das also nicht. Sozialstaatsuntergang, das ist Trump, wie der Umgang mit Medicare nach seinem Amtsantritt zeigt, aber auch das ist eine Parallele zu Reagan. Vieles, auch die Zollpolitik, ist eigentlich eine Art "Reaganism on Rails" und das ist auch genau das, was er in seiner Propaganda verspricht. Dass die USA dadurch als Supermacht verschwinden würden, ist glaube ich eine Fehleinschätzung - der Militärisch-Industrielle-Komplex in den USA wird einfach wachsen und die Weltkriegswahrscheinlichkeit steigt. Dass sehr viele US-Amerikaner durch die Zollpolitik in Kaufkraft gemessen ärmer werden werden, muss nicht bedeuten, dass der Staat USA ärmer werde.
 
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MountWalker schrieb:
Trump braucht Zölle, weil er Steuern massiv senken will und das Geld für den Staat irgendwo herkommen muss.
Nur kommt am Ende eben beides aufs Gleiche heraus - eine größere Belastung für den Bürger. Sie wird so nur an eine andere Stelle verschoben und ggf. in einer wieder steigenden Inflationsrate versteckt.
MountWalker schrieb:
Wir tun gerne oft so, als wären die USA eine libertäre Utopie ohne großen Staatshaushalt, aber in den USA werden Autobahnen, Straßen, Kanalisation und das Militär durchaus vom Staatshaushalt finanziert manches auf Bundes-, manches auf Bundeslands-Ebene. Urban Sprawl mit öffentlich finanziertem Straßenbau und Infrastruktur ist schweineteuer und braucht viel Staatshaushalt. Auch fürs Militär fordert Trump gerade nicht nur von anderen, sondern auch von sich selbst massive Ausgabenerhöhungen.
Wer tut so? Allein der Militärhaushalt der USA beträgt beinahe das Doppelte des gesamten Bundeshaushalts unseres Landes. Und die Verschiebung der US-Schuldenlimits nach oben ist auch hier immer wieder in der Berichterstattung. Ich glaube, es ist recht gut bekannt, wie viel Geld die USA ausgeben, um den Staat und öffentliche Einrichtungen am Laufen zu halten.
MountWalker schrieb:
"Früher", vor über 100 Jahren, waren Zölle auch eine wichtige, unverzichtbare Einnahmequelle für den Staatshaushalt und Protektionismus war auch dem "MAGA-Propaganda-Meme Reagan" zu eigen. Unter Reagan wurden beispielsweise für Motoräder mit mehr als x ccm Hubraum und auch für höherwertige Automobile sehr hohe Einfuhrzölle eingeführt, woraufhin Yamaha, Honda und Daimler Benz in den USA Fabriken bauten (und Harley-Davidson vor dem Aussterben bewahrt wurde). So ganz automatischer US-Untergang ist das also nicht.
Sicherlich nicht. Es wird sicherlich genügend Unternehmen geben, die nun umso stärker in die USA investieren werden. Immerhin waren die Standortbedingungen dort bisher schon gut und werden nun eher besser werden, wenn Körperschaftssteuern und Lohnnebenkosten weiter sinken.
Für die Bürger bedeuten Zölle aber mindestens mittelfristig trotzdem steigende Preise - und daran ist die Popularität des letzten Präsidenten recht schnell zerbrochen.
MountWalker schrieb:
Sozialstaatsuntergang, das ist Trump, wie der Umgang mit Medicare nach seinem Amtsantritt zeigt, aber auch das ist eine Parallele zu Reagen. Vieles, auch die Zollpolitik, ist eigentlich eine Art "Reaganism on Rails" und das ist auch genau das, was er in seiner Propaganda verspricht. Dass die USA dadurch als Supermacht verschwinden würden, ist glaube ich eine Fehleinschätzung - der Militärisch-Industrielle-Komplex in den USA wird einfach wachsen und die Weltkriegswahrscheinlichkeit steigt. Dass sehr viele US-Amerikaner ärmer werden werden, muss nicht bedeuten, dass der Staat USA ärmer werde.
Gut möglich, dass der Staat USA sich so weiteren Reichtum erkämpfen wird. Andererseits hat Trump bereits in seiner ersten Amtszeit stark am Steuerfundament gesägt. Tut er das nun wieder, und das wird er mit Sicherheit, werden Steuererhöhungen in den Legislaturperioden danach praktisch unausweichlich werden. Das können Zölle nicht verhindern, das ist reine Fantasie. Die Frage ist, ob etwaige weitere Teuerungswellen, während und nach Trumps zweiter Amtszeit, auch Trump zugeschrieben werden oder eben nicht. Ich habe im US-Wahlkampf nicht selten gelesen, dass Leute meinten, Trump werde das alte Preisniveau fast sofort wiederherstellen. Diese Leute sind freilich reichlich uninformiert, das wird so niemals passieren.
 
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Artikel-Update: Gemäß einem Bericht von Reuters könnte die erste Stufe am 2. April in Kraft treten. Die Rede ist dabei von Zöllen „in der Region von 25 Prozent“. Im Laufe des Jahres sollen diese dann steigen.
 
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Na das wird die Nachfrage in den USA ja definitiv erstmal senken und große Teile der Wirtschaft dort belasten.

Ich hatte Trump ja nie für besonders smart gehalten, Trump Wähler gleichermaßen, aber das er mitten im Startup Boom für AI den Import des Hauptarbeitsmittels mit Zöllen belegt ist schon bemerkenswert.

Aber halt auch DIE immer gleiche Herangehensweise bei Trump. Erstmal Verhandlungsmasse schaffen und dann versuchen den anderen abzuziehen. Komplett durchschaubar.
 
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