News TSMC vs. heimische Wirtschaft: Trump will Zölle auf Einfuhren von Chips aus Taiwan

Kuristina schrieb:
Den Abstieg haben wir doch schon. 🙂 Und meine Zuversicht, dass es die gleichen Parteien rausreißen, die uns da erst hineingeritten haben, hält sich in Grenzen. ^^
Da würde ich nicht unbedingt widersprechen - dennoch ist die CDU vorne, obwohl sie 3/4 der letzten Jahrzehnte die ganzen Grundsteine für nahezu alle heutigen Probleme gelegt hat (Klimawandel ignoriert, Demografie ignoriert, Infrastruktur totgespart, dem Kirch zuliebe auf Kabel statt Glasfaser gesetzt usw. usw.). Meine Zuversicht, dass die AfD da die besssere Option ist, ist allerdings ungefähr so hoch wie der Grund des Mariannengrabens.
 
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Ko3nich schrieb:
Ich hoffe in Europa führt das endlich mal wieder dazu, dass man zusammen rutscht und die Dinge die lange Zeit vernachlässigt wurden endlich gemeinsam anpackt.

Wir brauchen uns was BIP betrifft vor USA und China nicht verstecken, aber das setzt eben voraus dass man zusammenarbeitet und entscheidende Dinge wie Verteidigung und Energieversorgung endlich selbst in die Hand nimmt.
Leider verstehen die meisten EU-Bürger durchaus das Potential europäischer Zusammenarbeit, aber sobald es darum geht, die EU mit den nötigen demokratischen Werkzeugen und Mandaten auszustatten, will doch lieber jeder für sich kämpfen und traut nur seiner guten, strammen, aufrechten "hier Nationalität einfügen". niemand möchte sich gern ein- bzw. unterordnen. Es wird noch einige Generationen dauern, bis wir uns als EU-Bürger verstehen werden, die ihre Interessen und Mandate im Parlament der EU bündeln sollten. Bis dahin wird dieses von nationalen Interessen getriebene Geschacher um den Kurs Europas weitergehen (und so oft mit dem Ergebnis, dass sich wenig nach vorne bewegt).

Schinken42 schrieb:
Aufrüstung, Gewalt (egal warum) ist nicht pazifistisch, wer die befürwortet kein Pazifist.
einzig "Igitt, bäh! Waffen, Militär. Wie abstoßend!" mag wirklich pazifistisch sein, ist aber nur dann ein Garant für Frieden, wenn alle diese Einstellung teilen. Sobald dies nicht (mehr) der Fall ist, braucht es eine Instanz, die ein klares "Wagt es lieber nicht!" vermittelt, um den Frieden zu garantieren. Ist diese Instanz der Abschreckung nicht ausreichend vorhanden, passiert das, was wir gerade in der Ukraine sehen.

In diesem Sinne bin ich gegen Aufrüstung, ob nun zum Streicheln eines nationalen Egos oder eben zur Durchsetzung territorialer Interessen, erkenne aber die Notwendigkeit an, so weit gerüstet zu sein, dass man möglichen Aggressoren ein glaubwürdiges "Lasst es bleiben!" vermitteln kann.
milliardo schrieb:
Ich verstehe die Abneigung gegen die neue US-Regierung, aber da zeigt sich schon, dass Trump&Co aus Sicht mancher Menschen auch übermorgen den Weltfrieden schaffen könnten und es wäre trotzdem falsch - weil es die falschen Leute waren.
Sollte es Trump gelingen einen Frieden für die Ukraine auszuhandeln, der den Interessen der Ukraine folgt (als souveräner Staat auf einem möglichen selbstbestimmten Weg in die EU und in die NATO) und ohne dass die Ukraine ihre wirtschaftlichen Potentiale auf Generationen an die USA zu verpfänden muss. Dann würde ich Trump feiern und wäre auch nicht pikiert darüber, dass die EU aus den Verhandlungen ausgeschlossen wurde.

Aber was man bisher so hört, gehen die Pläne eher in die Richtung einer russisch-amerikanischen Teilung des Landes, bei der bereits besetzte Gebiete Russland, während die Rohstoffe und die Wirtschaftskraft der dann weiterhin nicht souveränen Rest-Ukraine den USA zufallen sollen. Prognose für den nächsten Akt in diesem Drama: Ein Deal dieser Art wird als sofort möglicher Friedensplan auf den Tisch gelegt, und um sicherzustellen, dass eine kriegsmüde Ukraine zustimmt und ein kriegsmüdes und pazifistisch-naives Europa auf eine Zustimmung drängt, wird mit dem Abzug jeglicher amerikanischer Militär-Unterstützung für die Ukraine und Europa gedroht.
 
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catch 22 schrieb:
Nur dass die Erfahrung der Handelskriege / Einfuhrzölle in den letzten Jahrzehnten gezeigt hat, dass die Anbieter von inländischen Produkten, die nicht den Zöllen unterliegen und daher keinen Grund haben teurer zu werden, die Preisdifferenz die sie günstiger sind nicht beibehalten
Intel hat ja derzeit massive Probleme, die würden das sicher nicht für Margenmaximierung nutzen, sondern in vielen Segmenten erstmal wieder konkurrenzfähig werden und den Marktanteil zurückerobern.
 
ReactivateMe347 schrieb:
Ich frage mich ja, worin diese noch besteht, nachdem das Bankengeheimnis quasi eingestampft wurde. Davor haben sie die Schwarzgelder der Welt verwaltet, aber jetzt?
Maschinenbau sind die ziemlich gut
 
Wau schrieb:
Ich konnte nur gutes über ihn hören von dem Teil meiner Familie die in den USA leben. In den 4 Jahren lebten diese besser als unter Biden/Obama.
Die 4 Jahre vor Trump waren dafür entscheidend. Mit solchen Argumentationen zumindest lebt man im Fantasieland. Politische Entscheidungen brauchen immer Jahre bis man diese merkt, aber wenn Falschinformationen zur Wahrheit, Personenkult zum Alltag und gefühltes höher gewichtet wird als Fakten, werden selbst einfache Zusammenhänge für Menschen nicht mehr relevant.

Wau schrieb:
Er ist ein guter Businessmann und wird versuchen das bestmöglichste für sein Land rauszuholen, fehlerfrei ist er natürlich nicht.

Und da haben wir es schon. Trump hatte als "Businessmann" noch nie Erfolg. Der hat nur das Vermögen seines Vaters verschwendet. Umso erstaunlicher, wie es die Propaganda schafft ein anderes Bild zu zeichnen und die Anhänger alles glauben, fast schon wie in einer Sekte.

How Trump Killed Every Business He Touched

 
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ReactivateMe347 schrieb:
dennoch ist die CDU vorne
Was ich nicht verstehe. Ich muss mich echt mal auf dies Suche machen, warum das so ist. Es kann doch nicht einfach nur ein lapidares "di ham wa schon imma gewählt" sein.
 
sverebom schrieb:
einzig "Igitt, bäh! Waffen, Militär. Wie abstoßend!" mag wirklich pazifistisch sein, ist aber nur dann ein Garant für Frieden, wenn alle diese Einstellung teilen. Sobald dies nicht (mehr) der Fall ist, braucht es eine Instanz, die ein klares "Wagt es lieber nicht!" vermittelt, um den Frieden zu garantieren. Ist diese Instanz der Abschreckung nicht ausreichend vorhanden, passiert das, was wir gerade in der Ukraine sehen.
Erstens:
Genau, zu mehr als ein paar Halbsätzen und Geräsuchen sind Pazifisten nicht in der Lage. Idealistische Idioten... Sicher gibts da keine mehrhundertjährige Literaturtradition...

Zweitens:
Wie ich oben schon schrieb, bin ich gar kein Pazifist.

Drittens:
Kontext. Du redest voll am Sinn meines Beitrags vorbeib denn ich argumentierte nicht für pazifistische Positionen sondern hab sie erklärt um zu zeigen warum diese mit Aufrüstung nicht vereinbar sind.
 
sverebom schrieb:
Sollte es Trump gelingen einen Frieden für die Ukraine auszuhandeln, der den Interessen der Ukraine folgt (als souveräner Staat auf einem möglichen selbstbestimmten Weg in die EU und in die NATO) und ohne dass die Ukraine ihre wirtschaftlichen Potentiale auf Generationen an die USA zu verpfänden muss. Dann würde ich Trump feiern und wäre auch nicht pikiert darüber, dass die EU aus den Verhandlungen ausgeschlossen wurde.
Das folgt ganz aehnlichen Gedanken die ich damals hatte als er in Nordkorea unterwegs war.
Da sagt ich auch: Wenn er es schafft die Beziehungen zu Nordkorea zu normalisieren, muss man ihm das gross anrechnen.
Hat er aber nicht geschafft.... Und in der Ukraine wird er es auch nicht schaffen, will es ja auch garnicht schaffen, einen Frieden auszuhandeln wie du ihn beschreibst.
 
NameHere schrieb:
Die Schweiz ist das einzige Land in Europa welches vernünftig wirtschaftet und wenig Inflation hat(te). Ausser dem hat Schweiz ihre Nische gefunden und leben damit sehr gut.
Deutschland kann das nicht für sich behaupten.
Dann wirtschaftet aber auch China eher unvernünftig, da deren Schulden ebenfalls stark wachsen und die Immoblase auch nicht so supi war/ist oder die Abwertung vom Yuan.

Eine ziemlich große Nische der Schweiz ist, wie in DE und AT, die Industrie. Die ja sonst landläufig dem Untergang geweiht ist, weil man mit subventionierten Chinaexporten nur schwer mithalten kann. Für das UK (oder andere Länder) ist dein Video zum aufwachen, für die Schweiz aber nicht, weil... es nur Schwarz-Weiß gibt und 0,0 Zwischentöne? Den anderen Teil von meinem Kommentar hast du ja nicht mehr erwähnt.

Die Hälfte des Außenhandels der Schweiz findet mit der EU statt. Lange noch davon gut zu leben scheint ja dann bald vorbei zu sein.

Auch Japan hatte eine niedrige Inflation, trotz starker Abwertung des Yens (auch ggü. €) war das jetzt vernünftiger gewirtschaftet?

Was sollen eigentlich Länder um China herum machen? Indonesien oder Vietnam etc.. Die müssen ja dann absolut doomed sein, weil sie nur wenig alte Industrien haben um aktuell Geld zu verdienen und mit China in neuen Industrien keinerlei Chance mitzuhalten, weil weder Unternehmen noch Forschung wirklich lokal vorhanden ist. Gleichzeitig sind dass dann die Länder die ja sonst gerne in der neuen "Multipolarität" als aufstrebene Länder genannt werden. sigh Alles so kompliziert.
 
Das mit den Zöllen bzw Handelskrieg wird nen Sch…

Denn wer zahlt das am Ende? Der Kunde… 🙄
 
Kuristina schrieb:
Solange Taiwan auf den Schutz der USA angewiesen ist, haben die Amerikaner den längeren Atem.
Solange die Welt inklusive der USA auf die Anlagen von TSMC in Taiwan angewiesen sind, haben die Amerikaner keine andere Wahl als ...(wobei natürlich die Frage im Raum steht, ob Trump das weiß)

So oder so, ist es für alle unsinnig sich den Forderungen Trumps zu ergeben. Der Typ hat die Handelsverträge die zwischen den USA und Kanada wie auch Mexiko als schlecht erklärt und wir reden von eben den Verträgen, die er in seiner ersten Amtsperiode abgeschlossen hat und diese damals als die besten Handelsverträge überhaupt abgestempelt hat. Auch muss man sich anschauen, dass er nun den beiden Ländern mit Zöllen gedroht hat, wenn sie nicht seinen Forderungen nachkommen, wobei er nicht im Traum daran dachte, sie dauerhaft von seinem Haken zu lassen, sondern nur für 30 Tage. So wie der Schulhofschläger der täglich sein Geld will, jeden Monat sogar mehr als zuvor. Die Orange hat sich bereits in der ersten Amtsperiode einen Namen gemacht, internationale gültige Vereinbarungen über Nacht zu kippen, jetzt sogar seine eigenen, was damals im Grunde schon erwartet wurde, ist ja die Zahlungsmoral von Trump, dem Unternehmer, gegenüber seinen Vertragspartnern bekannt.

Solange die USA kein verlässlicher Vertragspartner sind (und dabei lasse ich jetzt erst mal außer acht, dass Trump nicht nur unzuverlässig ist, sondern auch Untertreibung des Jahres in 3, 2, 1... deutlich antidemokratische oligarchisch despotische Tendenzen, an den Tag legt, was alleine für sich schon eine riesige Red Flag Fabrik mit permanenten 30% auf alles Werksverkauf, inklusive Tiernahrung, darstellt), ist der einzige Weg im Umgang mit den USA unter Trump, dass alle betroffenen Länder 1 zu 1 gegen halten, neue Handels- und Investitionsverträge zum gegenseitigen Vorteil untereinander und zum Nachteil der sich selber ausschließenden USA abschließen (Kanada und Mexiko mehr mit der EU, mit Südamerika, Afrika, asiatischer Raum abseits China, ...).
Die Zölle und deren Folgen werden natürlich dennoch einen enormen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben, da braucht man sich nichts vorzumachen, alles an neuen Abkommen würde lediglich den Sturz leicht mildern und das Aufrappeln danach etwas erleichtern, aber im Vergleich zu den wechselseitigen isolationistischen Folgen eines "my Country first" mit monatlichen neuen und natürlich immer lächerlicheren Forderungen (denn Trump lebt in Superlativen, ganz gleich was er in einem Jahr vereinbart, die Vertragspartner müssen von mal zu mal mehr aufgeben), würde das wie eine Kaffeefahrt wirken!
 
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milliardo schrieb:
Im besten Falle bewegt er die US-Industrie ein kleines bisschen hin zu mehr Autarkie. Im schlimmsten Falle gehen einige Unternehmen kaputt ...
recht viel Brauchbares ist da ja nicht mehr (Industrie); legen wir ihm bei der Dienstleistung die Fußfesseln an, dann wird er quietschen...
 
ReactivateMe347 schrieb:
massive Probleme, die würden das sicher nicht für Margenmaximierung nutzen, sondern in vielen Segmenten erstmal wieder konkurrenzfähig werden
Zölle+x% mehr Marge einfahren, ohne dafür auch nur einen Finger krumm zu machen, wäre ein gehöriger Schritt um wieder konkurrenzfähig zu werden.
Klar, es behebt nicht die strukturellen Probleme (Fertigung, Verwaltung, ...) bei Intel, aber den Aktieninhaber freut es erst mal und stellt ihn für mindestens ein oder zwei weitere Quartale still, in denen man seinen Plan zur Besserung der Situation weiter abarbeitet.
 
zecher2 schrieb:
Dann wirtschaftet aber auch China eher unvernünftig, da deren ....
Rede nicht immer über andere, sondern kümmere dich darum das es bei dir läuft. Es spielt keine Rolle ob die anderen gut oder schlecht wirtschaften, sondern ob du selbst gut wirtschaftest. Du hast auch nichts davon das dein Nachbar rechts, sich den dritten Porsche gönnt und der Nachbar links insolvent ist.
Diese ganzen Trump, Putin, China u.a. News sind nur Ablenkungen von heimischen Problemen. Die Grönland Geschichte soll auch nur vor dem ablenken was in den USA im Hintergrund geschieht.
 
common schrieb:
legen wir ihm bei der Dienstleistung die Fußfesseln an, dann wird er quietschen
Oh ja :D Einfach mal nen "Digital-Zoll" auf die ganzen US Cloudanbieter in den Raum stellen.
Ich wuerds feiern.
Aber das Problem dabei waere letztendlich sehr aehnlich wie es jetzt auch in den USA bei den Industriezoellen ist: Solange dein eigener Wirtschaftsraum das nicht auch kann was du da verzollst, ist ein Strafzoll nichts anderes als eine Preiserhoehung fuer die Endkunden.
 
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heroesgaming schrieb:
Derart weitreichende Markteingriffe würden den Amerikanern wohl als Kommunismus gelten.
Das ist doch für den Fake News König kein Problem, wenn jetzt auch die Ukraine den Krieg gestartet hat?

Dass dieser Mann alleine so eine Macht besitzt ist wirklich äußerst gefährlich. Mal sehen wie die Welt am Ende des Jahres aussieht.
 
NameHere schrieb:
Diese ganzen Trump, Putin, China u.a. News sind nur Ablenkungen von heimischen Problemen. Die Grönland Geschichte soll auch nur vor dem ablenken was in den USA im Hintergrund geschieht.
Bedauerlicherweise muss da niemand abgelenkt werden. Eine große Mehrheit der US-Bevölkerung hält die neue Administration - wenigstens soweit - für "effektiv". Berichte über putschartige Anwandlungen Trumps werden nicht ernst genommen, das Vertrauen, dass die Menschen dort in die Medien hatten, ist in jüngerer Zeit fast vollständig erodiert. Die linken und rechten Blasen glauben nur noch, was sie hören wollen - angefeuert von Leuten wie Musk, der seine Plattform X als definitive Quelle für glaubwürdige "Berichterstattung" bewirbt. Aus unserer Sicht lächerlich, ja, und objektiv gefährlich. Aber in den USA durchschlagend erfolgreich.

Ranayna schrieb:
Aber das Problem dabei waere letztendlich sehr aehnlich wie es jetzt auch in den USA bei den Industriezoellen ist: Solange dein eigener Wirtschaftsraum das nicht auch kann was du da verzollst, ist ein Strafzoll nichts anderes als eine Preiserhoehung fuer die Endkunden.
Genau so ist es. Die Hoffnung bleibt, dass die mächtigeren wirtschaftlichen Entitäten - EU, China und co., vielleicht auch andere - sich Trump nicht einfach beugen und er sich so mit einem neuen Inflationsschub selbst sabotiert. Wir werden sehen.

habla2k schrieb:
Das ist doch für den Fake News König kein Problem, wenn jetzt auch die Ukraine den Krieg gestartet hat?

Dass dieser Mann alleine so eine Macht besitzt ist wirklich äußerst gefährlich. Mal sehen wie die Welt am Ende des Jahres aussieht.
Ich bin gespannt, ob Trump mehr als zwei Jahre bekommt, um seinen Schuh durchzudrücken. Das hängt natürlich von den Midterms ab und davon, ob sich die Parlamentsmehrheiten dann verschieben. Falls ja, blicken wir am Ende seiner Amtszeit vermutlich wirklich auf eine komplett andere Welt.
Aber auch so, ja, das 2025 und 2026 werden allein schon "spannend" genug sein ...
 
sverebom schrieb:
Aber was man bisher so hört, gehen die Pläne eher in die Richtung einer russisch-amerikanischen Teilung des Landes, bei der bereits besetzte Gebiete Russland, während die Rohstoffe und die Wirtschaftskraft der dann weiterhin nicht souveränen Rest-Ukraine den USA zufallen sollen. Prognose für den nächsten Akt in diesem Drama: Ein Deal dieser Art wird als sofort möglicher Friedensplan auf den Tisch gelegt, und um sicherzustellen, dass eine kriegsmüde Ukraine zustimmt und ein kriegsmüdes und pazifistisch-naives Europa auf eine Zustimmung drängt, wird mit dem Abzug jeglicher amerikanischer Militär-Unterstützung für die Ukraine und Europa gedroht.

Für die Ukraine täte mir so ein Ausgang des Krieges wirklich leid. Angegriffen und nach langem Abwehrkampf dann fremdbestimmt zerlegt.

Dass Europa schon wieder vor rechtschaffener Empörung bebt, weil Amerika uns jetzt die kalte Schulter zeigt, das nehme ich dagegen auch ein bisschen belustigt zur Kenntnis. Das ist wenigstens in Teilen direkt (Diplomatie; Ich erinnere an die vergifteten Grüße zur letzten Wahl) oder indirekt (wirtschaftlich-militärischer Abschwung) selbst mitverantwortet.

Krik schrieb:
Was ich nicht verstehe. Ich muss mich echt mal auf dies Suche machen, warum das so ist. Es kann doch nicht einfach nur ein lapidares "di ham wa schon imma gewählt" sein.

Eine grundsätzlich konservative Weltsicht, bei größtenteils trotzdem bestehenden Berührungsängsten mit der AfD. Ich weiß nicht wieso man sich über die CDSU-Wähler so oft lustig macht, vor allem es eigentlich keine wählbaren Alternativen in dem Bereich gibt. Oder was wäre das? Freie Wähler, FDP? Im linken Spektrum gibt es da mehr Auswahl und rechtfertigen müssen sich die Leute bei Wahl dieser Parteien auch nicht (Außer vielleicht in den finsteren Niederungen von Social Media oder im ländlichsten Osten?)
 
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milliardo schrieb:
Für die Ukraine täte mir so ein Ausgang des Krieges wirklich leid. Angegriffen und nach langem Abwehrkampf dann fremdbestimmt zerlegt.
Der sollte dir, sollte er so kommen, auch für uns leidtun. Es wäre naiv, davon auszugehen, dass Putin nach so einem Ausgang einfach von der Kriegsführung ablässt - ein Land, das sich auf jedem anderen Wirtschaftsfeld gerade selbst verkrüppelt hat, dafür aber auf Kriegswirtschaft umgestellt und ein jährliches Militärbudget hat, das kaufkraftbereinigt größer ist als das aller europäischen Staaten kombiniert, wird das schlicht nicht tun. Die Balten sind dann als nächstes dran.
milliardo schrieb:
Dass Europa schon wieder vor rechtschaffener Empörung bebt, weil Amerika uns jetzt die kalte Schulter zeigt, das nehme ich dagegen auch ein bisschen belustigt zur Kenntnis. Das ist wenigstens in Teilen direkt (Diplomatie; Ich erinnere an die vergifteten Grüße zur letzten Wahl) oder indirekt (wirtschaftlich-militärischer Abschwung) selbst mitverantwortet.
Dem stimme ich zu, Europa hat die letzten 20 Jahre damit verbracht, sich selbst mehr und mehr klein zu machen. Dass es nun gezwungen wird, seinen Kurs zu korrigieren, kann man auch positiv sehen. Die Realität ist allerdings erstmal düster, denn über geopolitische Macht verfügt man in dieser Situation nun eben überhaupt nicht.
milliardo schrieb:
Eine grundsätzlich konservative Weltsicht, bei größtenteils trotzdem bestehenden Berührungsängsten mit der AfD. Ich weiß nicht wieso man sich über die Leute so oft lustig macht, vor allem es eigentlich keine wählbaren Alternativen in dem Bereich gibt. Oder was wäre das? Freie Wähler, FDP? Im linken Spektrum gibt es da mehr Auswahl und rechtfertigen müssen sich die Leute bei Wahl dieser Parteien auch nicht (Außer vielleicht in den finsteren Niederungen von Social Media oder im ländlichsten Osten?)
Hast du dir das Wahlprogramm der AfD mal angesehen? Niemand, der sich ernsthaft damit beschäftigt hat, kann für umsetzbar halten, was dort drinsteht. Und selbst Frau Weidel - eigentlich gebildet und technisch gesehen auch volkswirtschaftlich qualifiziert - hat in den verschiedenen TV-Formaten der letzten Wochen überzeugend demonstriert, dass sie das ebenfalls nicht umdeuten kann. Wie sie im Bürgerdialog gegenüber dem Betreiber eines Windparks dünnhäutig wurde, als sie nicht in der Lage war, die Kostenvorteile der Erneuerbaren zu widerlegen (aus gutem Grund, denn sie sind ja objektiv da - nur die AfD möchte das eben ignorieren), sprach Bände. Wenn die AfD keine Fundamentalopposition machen kann, sondern sich mit gut begründbaren differenzierten Positionen auseinandersetzen muss, fällt sie auseinander. Und Frau Weidel darf da ruhig als deutlich mehr als repräsentativ für ihre Partei gelten, immerhin sind Chrupalla und co. im Vergleich mit ihr nicht mehr als geistige Winzlinge.

Ich stimme dir zu, es ist bedauerlich, dass es keine Alternativen im konservativen Spektrum gibt. Aber das ist eben die Realität: Es gibt keine, die AfD ist auch keine. Lustig mache ich mich über ihre Wählerschaft deswegen zwar noch lange nicht, halte es aber für bedenklich, dass sie das nicht auch selbst erkennen kann. Man sollte meinen, dass dies gerade in einer zunehmend akademisierten Gesellschaft mehr als offensichtlich wäre.
 
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TSMC hat doch schon mehrfach gesagt, dass die neuesten Fertigungsmethoden in Taiwan bleiben werden. Davon abgesehen dürfte TSMC die Zölle kaum interessieren. Es ist ein Auftragsfertiger und Nvidia z.B. ist darauf angewiesen, da diese nicht selbst fertigen.

Davon abgesehen wollte doch TSMC in den USA eine Fab bauen oder irre ich mich? Ob die das angesichts der Zollpolitik weiterhin wollen werden wir sehen.

Könnte auch sein, dass TSMC auf Fabs in den USA verzichtet und doch lieber nach Europa geht.
 
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