Ubuntu in VM in W8

N_O_K_I_A

Commander
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Jan. 2007
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Moin,

ich habe mir vor ein paar Tagen eine SSD zugelegt (M4).
Dort ist als OS Win8 Pro x64 installiert. Da ich aber auch gerne mit Linux (Ubuntu) arbeite, wollte ich dieses parallel installieren.
Nun habe ich gelesen, dass es dabei doch seit Win8 einige Probleme geben soll. Also dachte ich mir, ich installiere ubuntu einfach in einer VM in Win8.
Habe ich trotzdem den Geschwindigkeitsvorteil der SSD?

Achja und ich bin Steam-Beta-Tester für Linux. Wird Steam dort in der VM mit den Spielen laufen? Die (Graka-)Treiber, etc. müssen ja richtig laufen.
 
In der VM wird eher nichts mit Zocken, weil die direkte Weiterleitung der Hardware-Ressourcen (insbesondere Grafikchip) schlichtweg nicht sauber klappt.
Wubi klappt wohl unter Win8 leider noch nicht perfekt, es gibt aber Workarounds.

Du könntest natürlich auch einfach die NTFS-Partition von Windows um 15-20GB erleichtern und dir dort ein reguläres Linux installieren. Ich denk mal, ein Dualboot via GRUB sollte auch mit Win8 drin sein.
 
Ich hab Windows 8 und Kubuntu 12.04. Keine Probleme mit Grub.
Bootloader von Linux darf halt nicht auf die Windows Festplatte
 
N_O_K_I_A schrieb:
ich habe mir vor ein paar Tagen eine SSD zugelegt (M4).
Dann hast du bestimmt noch eine alte HDD übrig. Installiere Linux auf die alte HDD und habe dabei alles andere abgesteckt. Später beim Booten drückst du beim ASRock z68 Pro3 F11 fürs Bootmenü und wählst das entsprechende Laufwerk. So verstricken sich Windows und Linux nicht. Die Laufwerke sind sauber getrennt.
 
Full Quote - irgendwie an den Forenregeln vorbei.

Linux mit Steam-Beta in einer VM in Windows 8 auf SSD vs. Linux in echt auf einer HDD. Wer gewinnt?
 
Im Zweifel: Win+Linux, die sich die SSD teilen.
Wenn man /home (und evtl. /var) auf ne HDD schubst kriegt man ein Ubuntu mit allerhand Anwendungssoftware in gut 10GB unter. Dann noch 2-4GB SWAP, fertig.
 
Vielen Dank für die Antworten.
Ich werde mal ein Backup mit Acronis machen und dann Linux parallel auf die SSD installieren.

Zur Not hab ich ja das Backup.
 
Wie meinst du das?
 
Linux-Systeme haben eine hübsche Ordnung hinsichtlich dem, wo Anwendungen installiert werden. Ist nicht wie bei Windows, wo du jedes Programm irgendwo in einen Ordner schmeißt und gut. Die Paketverwaltung kümmert sich darum, wo Ressourcen landen.

Die meisten Anwendungsdaten landen irgendwo in /usr, vor allem in /usr/share (verteilte Ressourcen, wie z.B. Iconsets), /usr/bin, /usr/lib.
Die persönlichen Profile der Nutzer (sprich, die "Eigenen Dateien") landen in /home/USERNAME
Das bootbare Kernel-Image liegt, zusammen mit etwas mehr was fürs Booten wichtig ist, in /boot.

So gesehen kriegst du einen ordentlichen Geschwindigkeitszuwachs, wenn /usr und /boot auf einer SSD liegen. Aus diesen 2 Ordnern werden die wichtigsten Aspekte für den Bootvorgang und Anwendungsstarts geladen.
Es gibt aber auch noch eine Reihe anderen Kram in /etc, /lib, /bin, /sbin und in gewissen Rahmen sogar /var, der eine Rolle beim Bootvorgang oder Anwendungsstart spielt. Liegen diese Ordner auch auf einer SSD ist das natürlich auch schneller.

Daher: / auf ne SSD, /home auf ne HDD. Für spezielle Sachen, wie größere Webseiten, aufgeblasene Datenbanken oder Mailserver-Userdaten sollte man noch überlegen, ob auf ner SSD Platz ist für /var/www, /var/lib/mysql, /var/mail, /var/vmail,.... Diese Sachen sollte man evtl. auf eine HDD auslagern.

/var/log sollte evtl auch auf eine HDD. Da finden relativ viele Schreibprozesse mit niedriger Priorität statt. Wenn man die SSD aber keine 20 Jahre nutzen will ist das Wurst.

Ach ja, Linux hat kein automatisches TRIM wie Windows, weil es zu langsam wäre. Dafür sollte man sich einen kleinen Cronjob einrichten.
 
Warum /home nicht auf die SSD? Gerade Anwendungen, die viele Dateien zum Starten laden (Firefox, Thunderbird etc.) profitieren doch auch davon. Aber klar, wenn man nicht soviel Platz hat, dann sollte man wohl am ehesten /home auslagern.
 
Home wird mittelfristig rappelvoll. Das ist ähnlich übel wie die Eigenen Dateien unter Windows. N bisschen Videoschnitt, etwas an n paar Audiodateien rumgefuchtelt, n paar neue Desktop-Themes probiert.... schwupp, 5-6GB im Profil.

Wann man gezielt einzelne Ordner wie das Firefox-Profil beschleunigen will/muss, dann gibts immer noch Symlinks.
 
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