Übernahme steht an. Pokern ?

@Sandra86

Ist man in Arbeit und "unzufrieden" - sucht eine Perspektive, ist das vollkommen in Ordnung.
Generell oder überhaupt Unwahrheiten zu äußern, sollte man unterlassen, im Leben allgemein.

Für die Zukunft:
Niemand kann dir verbieten dich anderweitig umzusehen. Wenn du möchtest, mach das weiterhin.
Findest du einen Arbeitsplatz der FÜR DICH eine Perspektive stellt, Feuer frei.

Thema Gehalt:
Findest du einen anderen potentiellen Arbeitgeber (Einstellung muss abgesichert sein) der dir A mehr bezahlt und du denkst die Gesamtsituation sei besser für dich, dann kann man das in einer angemessenen Form - sehr wohl in die eventuelle Gehaltsverhandlung mit einbringen.

Warum? Es gibt einen Arbeitgeber der meint, qualifiziertes Fachpersonal entsprechend zu entlohnen. Das heißt deine Arbeitskraft und Qualifikation ist jemanden mehr wert, als-wie jetzt.

Du, deine Entscheidung und gegebenenfalls der Jobwechsel musst sicher sein, dass ist das A und O.
Sagt dein Chef nein, dann ist das so, deine Entscheidung steht, wenn dein Jetzt-Arbeitgeber eine Gehaltserhöhung verneint, keine Perspektiven/Alternativen/Kompromisse aufzeigen kann.

Reden wir hier über einen IGM-Tarifvertrag der Zeitarbeit, BZA, iGZ?

@ALL
Erpressung.

Ein ehrliches, konstruktives Gespräch mit klaren, sachrichtigen Fakten ist vollkommen legitim.
Wenn ich mich zB wegen mehr Gehalt anderweitig umschaue und erfolgreich bin:
Spricht nichts dagegen das meinem Arbeitgeber, bei einem Gespräch auch genau so zu übermitteln.
Ich bin ehrlich und erkläre warum ich das Unternehmen gegebenenfalls verlassen möchte.
Das ist dann keine Erpressung, sondern das offenlegen von klar ersichtlichen Tatsachen.

Es gibt einen Arbeitgeber der meine Arbeitskraft besser vergüten möchte als der jetzige, dass wird Gründe haben... Habe vor allem ICH die richtigen Argumente, passt das.

EDIT:
Hat mein Arbeitgeber keine Argumenten, dann ist bereits alles geklärt.
Habe ich genügend (kein überzogenes) Selbstvertrauen und bin zudem abgesichert, dann hat das Gespräch für den Verantwortlichen im Kontext nur eine Fragestellung, welche heruntergebrochen, einfach so formuliert werden kann:

Es besteht die Möglichkeit (am besten sofort) mich beruflich zu verbessern (und das muss nicht generell der finanzielle Faktor sein!), sehe sie diese Möglichkeit (in ihrem Unternehmen) auch?

Jeder ist ersetzbar... und jeder schließt den Arbeitgeber nicht aus!

Der Idealfall (der abgesichert sein muss) ist, wenn man eine Kündigung mit der Bitte um eine verkürzte Kündigungsfrist (schnellstmöglich) zur Hand hat... und diese bei Bedarf sofort vorlegt.

Sofern nach Gesetz realisierbar: Eine außerordentliche, fristlose Kündigungen

Idealverhalten: Bereits beim ersten gescheitertem Gespräch zur Gehaltserhöhung, (es sollte wenigstens zwei geben und schon hier musst du zweifelsfrei abgesichert sein) angemessen übermittelt, dass du dir aus diesem Grund eine weitere Zusammenarbeit überdenken möchtest. Kommt bereits jetzt das Thema Kündigung ins Gespräch, ist alles geklärt.
 
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Sandra86 schrieb:
Ich würde ihn nicht erpressen, lieb wie ich bin möchte ich ihm nur mitteilen, dass ich aufgrund der unklaren Aussagen zur Übernahme ich mich woanders beworben habe und nun hin und her gerissen bin... quasi etwas irritiert bin. ...

Egal wie lieb und nett du es verpackst, schon die Ansage, dass du dich woanders beworben hast, signalisiert sofortigen Wechselwillen und Unzufriedenheit im Job. Danach hast du schlechte Karten für deine weiteren Wege und Schritte im Unternehmen.

Nicht deine Absicht und Art und Weise, mit der du deinem Chef das erzählst ist wichtig, sondern rein die Botschaft und die Sichtweise des Emüföngers.
 
Einen "sofortigen" Wechselwillen muss man nicht lieb und nett verpacken, ausschließlich angemessen übermitteln und man sollte sich 101% klar sein, dass damit auch ein "sofortiger" Wechsel anstehen kann/wird.

Es sollte vorher ein Gespräch stattfinden, wo beide Seiten wissen worum es geht und welche Konsequenzen ein negativer Ausgang haben kann/wird. Einfach weil das im Interesse beider Seite liegen sollte.
Deinem Arbeitgeber im Erstgespräch damit zu kommen: Ich habe mich woanders beworben, weil... ist nicht gut, sondern sehr sehr schlecht.

Das was Fu Manchu zitiert hat, kannst du machen, wenn du dir über die Konsequenzen im klaren bist, bist du das? Sich woanders beworben zu haben reicht nicht! Du musst abgesichert sein, du möchtest gegebenenfalls den Arbeitgeber wechseln, nicht arbeitslos sein!

Man könnte zum Beispiel Fragen: Ob du die unklaren Aussagen zur Übernahme richtig interpretierst und du dir Sorgen um deinen Arbeitsplatz machen musst??
Ergänzung ()

Sandra86 schrieb:
Meine Idee wäre jetzt, zu meinem Vorgesetzten zu gehen und zu sagen, dass ich aufgrund der unklaren Übernahme mich bei anderen Firmen beworben habe und ein attraktives Angebot erhalten habe was mich auch interessiert, aber vor allem würde ich dort mehr verdienen (Zusatzstufe 2 +131 EUR Brutto) oder sowas.
Möchtest du im Unternehmen bleiben, rate ich dringend von diesem Szenario ab.
Möchtest du nicht im Unternehmen bleiben, muss das stimmen was du sagst!
Sonst ist die Gefahr groß, dass du Arbeitslos wirst.
 
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Mal davon abgsehen, dass das Vorhaben ohne das angeblich andere Stellenangebot unehrlich und moralisch verwerflich ist, wäre es bei einem existierenden Angebot einer anderen Firma sicher nicht falsch. Manche stellen es dennoch als unloyal und erpresserisch da, was meiner Meinung nicht zutrifft.

Der OP war in einem befristeten Arbeitsverhältnis, wer sich trotz eines solches Vetrags loyal verhält und sich kurz vor Vertragsende nicht anderwo nach Beschäftigung umsieht, handelt naiv und geht das Risiko ein arbeitslos zu werden. Es gibt bei einem solchen Arbeitsvertrag keinen Grund loyal zu bleiben und auf einen weiteren Vertrag hoffen.

Und von wegen erpresserisch: Als Stellenbewerber wird man heutzutage mit 100+ Bewerbern verglichen und dann kriegt man evtl. ein Angebot mit einem deutlich tieferem Lohn als der gewünschte, ansonsten wird ein anderer genommen. Von Erpressung redet hier niemand. Falls ein besseres Angebot besteht, kann man dies so adäquat mitteilen um über den neuen Vertrag zu verhandeln, z.B. Ich kann mich mit der Firma und deren Image identifizieren, jedoch stimmen das Gehalt oder die Position nicht mit meinen Vorstellungen und meinen Leistungen überein. Da ich mich in einem befristeten Arbeitsverhältnis befand und eine weitere Anstellung unklar war, musste ich mich derzeit andersweit umsehen und habe ein attraktives Angebot erhalten. Ich wäre jedoch bereit, um in der Firma weiterhin arbeiten zu können, ein anderes Angebot anzunehmen.

Ich würde jedoch im Falle des OPs vom Vorhaben abraten, da das andere Angebot gar nicht existiert.
Daher das Angebot annehmen und dich parallel dazu woanders bewerben (falls du wirklich so unzufrieden bist mit dem Angebot).

Den zwei Posts von Zwenner kann ich nur zustimmen.
 
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