UEFI-Boot-Einträge gelöscht – BIOS und Boot-Menü nicht mehr nutzbar

JaJa

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Hallo zusammen,

Ich habe unter Arch Linux (also nicht direkt im BIOS) die EFI-Boot-Einträge gelöscht. Leider weiß ich nicht mehr genau, wie ich das gemacht habe.

Seitdem passiert Folgendes:

  • Beim Einschalten erscheint die Meldung, dass kein bootfähiges Gerät gefunden wurde.
  • Wenn ich auf „Weiter“ klicke, komme ich in ein leeres Boot-Menü.
  • Wenn ich bereits vor dem Start die Boot-Menü-Taste drücke, komme ich ebenfalls nur in dieses leere Menü.
  • Wenn ich ins BIOS/UEFI gehen möchte, erscheint nur ein schwarzer Bildschirm mit einem Unterstrich oben links. Danach kann ich nichts eingeben und komme nicht weiter.
  • Ich habe einen bootfähigen USB-Stick eingesteckt, bevor ich den Laptop gestartet habe. Auch dieser erscheint nicht im Boot-Menü, sodass ich nicht davon booten kann.
  • Die SSD habe ich testweise ausgebaut. Das hat am Verhalten nichts geändert.
  • Ich habe außerdem die CMOS-Batterie entfernt und den Laptop etwa 20 Stunden ohne Batterie liegen lassen. Danach war das Problem unverändert.
  • Auch die Reset-Taste auf der Unterseite hat leider nichts gebracht.
Hat jemand eine Idee, was ich noch ausprobieren könnte?

Gibt es beim Fujitsu LifeBook A3510 eventuell eine Möglichkeit, das UEFI/BIOS hart zurückzusetzen oder wiederherzustellen, z. B. über eine spezielle Tastenkombination, einen Recovery-/Crisis-Recovery-Modus oder einen bestimmten USB-Stick?

Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe!
 
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Was passiert denn, wenn kein USB-Stick angesteckt ist und Du nur "F2" drückst um ins Bios/UEFI zu gelangen?
 
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Das UEFI/BIOS hat nichts mit gelöschten Einträgen in einem Bootmanager zu tun. Was sagt denn das Handbuch wie Du ins UEFI kommst?
 
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Wenn nichts angesteckt ist oder so komme ich eben wie gesagt zu dem schwartzen Bildschirm mit dem Unterstrich links oben. Vor dem löschen bin ich immer mit F2 ins BIOS gekommen.
Ergänzung ()

TorenAltair schrieb:
Das UEFI/BIOS hat nichts mit gelöschten Einträgen in einem Bootmanager zu tun.
Ich weiß auch nicht mehr ganz genau was ich gemacht habe, aber ich weiß das ich den Boot drive gemountet habe und dann ein paar commands ausgeführt habe, die ich nicht mehr ganz weiß.
 
Ungewöhnlich, aber teileise nachvollziehbar.
Habe die gleiche Problematik mit FUJITSU-Desktoprechnern gehabt (und immer noch), was aber mit "SecureBoot" zusammenhing.

Meine Lösung ist aber nicht auf Dein Laptop übertragbar, weil Du nicht einfach die Grafikkarte tauschen kannst.

Ansonsten gilt der Hinweis von @TorenAltair, dass BIOS/UEFI-Einträge vom Betriebssystem getrennt sind.
Die Einträge unter Linux finden sich im Allgemeinen in der fstab-Datei.
Ergänzung ()

Es gibt aber eine Möglichkeit ein BIOS/UEFI Recovery durchzuführen.

An einem zweiten Rechner lädt man sich das letzte verfügbare BIOS/UEFI.

Eine Übersicht dazu gibt es bei Fujitsu nach Eingabe der Seriennummer auf der Support-Seite oder auf der Suche nach dem Notebook-Typ

Dann benötigst Du einen USB-Stick und kopierst das UEFI/BIOS auf einen mit FAT32-formatierten Stick.

Beim Neustart drückt man dann "F12", sodass der Aktualisierungsprozess/Recovery startet und abgeschlossen wird.
Das dauert einen Augenblick. Zudem Akku laden und das Gerät mit Stromkabel betreiben.

Nach Aktualisierung startet das Gerät neu. Im besten Fall kommt man dann wieder mit "F2" ins BIOS/UEFI.
 
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TomTDooley schrieb:
Ansonsten gilt der Hinweis von @TorenAltair, dass BIOS/UEFI-Einträge vom Betriebssystem getrennt sind.
Die Einträge unter Linux finden sich im Allgemeinen in der fstab-Datei.
Bitte was? ;)

Es gibt einmal die UEFI-Boot-Einträge (im NVRAM des Boards gespeichert, Management von Linux-CLI aus z.B. per "efibootmgr"). Das Board bootet normalerweise das, worauf der Eintrag mit der höchsten Priorität zeigt; das ist dann normalerweise ein Bootmanager (bei Linux typischerweise Grub), der wiederum ein eigenes Bootmenü hat (bei Grub basierend auf der Liste in /boot/grub/grub.cfg).

Man kann aber auch durchaus das Board einen anderen Eintrag aus den EFI-Boot-Variablen booten lassen (typischerweise per "F11" o.ä. beim Start).

Man bekommt einen Rechner unbootbar, wenn man die EFI-Variablen löscht, aber kein EFI-Default-Eintrag (= ein Bootloader in der EFI-Partition mit einem bestimmten Dateinamen - default.efi oder sowas war das) vorhanden ist (manche Linuxe sind so zurückhaltend und setzen sich nicht fett auf das Default. Windows ist da - natürlich - weniger zimperlich). Bzw. natürlich kann man immer noch booten, muss sich dann aber mit der EFI-Shell auskennen (und das UEFI muss die auch anbieten, was nicht alle tun).

/etc/fstab ist fürs Booten erstmal irrelevant, das schaut sich erst der Linux-Kernel an, wenn er schon läuft; insbesondere UEFI schaut da nicht rein, wie auch, das kann die typischen Linux-Dateisysteme gar nicht lesen.
 
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Oder tatsächlich gebrickt...Aber ein Recovery sollte tatsächlich helfen
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GrumpyCat schrieb:
etc/fstab ist fürs Booten erstmal irrelevant, das schaut sich erst der Linux-Kernel an, wenn er schon läuft; insbesondere UEFI schaut da nicht rein, wie auch, das kann die typischen Linux-Dateisysteme gar nicht lesen.
Hier wird ja nach dem Booten nur das Dateisystem gemountet.
 
TomTDooley schrieb:
Die Einträge unter Linux finden sich im Allgemeinen in der fstab-Datei.
Nö, in der grub.cfg des aktiven Bootladers und in der EFI Partition. Hatte ich vor kurzem auch, dass ich im UEFI massig Starteinträge längst wieder entfernter Distris vorfand. Die Ursache war, dass die meisten nach und nach auf meiner Testpartition installierten Distris schlicht die EFI Partition auf der NVME ignoriert hatten und sich in einer nie intenierten EFI Partition auf der SATA SSD verewigt haben.

Die meisten Linux Distris sind da nicht weniger destruktiv als es Windows ist. Die sind sogar oft noch viel schlimmer. Vermutlich werde ich auch keine weiteren Distris mehr testen, denn ich hab keinen Bock mehr darauf, mir diese Vordrängelei und diesen destruktiven Umgang mit meinem System zu geben.
 
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@areiland

Linux legt sich ebenfalls ein Hilfspartition an, wie von Dir ja schon beschrieben.

Wenn man die aus irgendeinem Grund löscht (den wir im aktuellen Thread nicht nachvollziehen können) startet Linux nicht mehr.

Bild 1: fstab
Linux_Efi.png



Bild 2: Mountpoints

Linux_Efi_2.png
 
GrumpyCat schrieb:
Es gibt einmal die UEFI-Boot-Einträge (im NVRAM des Boards gespeichert, Management von Linux-CLI aus z.B. per "efibootmgr").
GrumpyCat schrieb:
Man bekommt einen Rechner unbootbar, wenn man die EFI-Variablen löscht
Es hoert sich schwer danach an.
Ich kenne mich jetzt nicht mit deiner Firmware aus, wuerde aber mal schauen, ob du dort ein 'reset to defaults' oder aehnlich hast dass diese Eintraege wiederherstellt.
Danach kannst du dann auch dein Arch wiederherstellen.
 
@Okona

Der TE hatte doch geschrieben, dass er nicht ins BIOS/UEFI kommt, sondern beim Drücken von "F2" nur einen blinkenden Cursor sieht.

Folglich kann er auch im BIOS/UEFI keinen Reset vornehmen.
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@GrumpyCat

Man muss zwei Dinge trennen. BIOS/UEFI und den Bootmanger

1.) wird ein OS im BIOS-Mode gestartet, sitzt der notwendige Eintrag auf HDD/SSD/NVMe im MBR (MasterBootRecord), was dazu führen kann, dass bei einem Dual-Boot-System, trotz gelöschtem Linux immer noch der Grub, angezeigt wird.

2.) wird ein OS im UEFI-Modus gestartet sucht das UEFI quasi nach den Hilfspartitionen die weitere Informationen enthalten. Das ist im Allgemeinen die "ESP"-Partition. Hier befinden sich jeweils unter Windows und Linux die notwendigen EFI-Starteinträge.
 
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TomTDooley schrieb:
2.) wird ein OS im UEFI-Modus gestartet sucht das UEFI quasi nach den Hilfspartitionen die weitere Informationen enthalten. Das ist im Allgemeinen die "ESP"-Partition. Hier befinden sich jeweils unter Windows und Linux die notwendigen EFI-Starteinträge.
Nö, siehe mein früheres Posting.
Welche EFI-Partition bzw. welcher Bootloader von welcher EFI-Partition gestartet wird, entscheidet UEFI anhand der im NVRAM gespeicherten EFI-Variablen (oder nimmt ein Default, falls die fehlen).

Der Bootloader in der EFI-Partition schaut dann weiter. Grub z.B. nutzt die grub.cfg, in der ein Pointer auf die Linux-Boot-Partition und darin die Liste der konfigurierten Grub-Menüeinträge liegt.

Es gibt also sozusagen zwei Bootloader: Einmal UEFI mit seine EFI-Variablen-Liste, einmal Grub mit seiner Liste (und ggf. weitere Bootloader in der EFI-Partition, z.B. der von Windows).

Ich z.B. mache hier Linux/Windows-Dual-Boot direkt aus dem UEFI heraus, ohne Grub.
 
TomTDooley schrieb:
Folglich kann er auch im BIOS/UEFI keinen Reset vornehmen
Ja, das stimmt, und ist mir beim Durchlesen des restlichen Threads dann nicht mehr präsent gewesen.
Stattdessen müsste man kucken, ob man das nvram komplett anderweitig, z.B mit Knopf oder Kontaktbrücke auf dem Board zurücksetzen kann.
Wahrscheinlich ein ähnliches Prozedere wie für Firmware Passwort vergessen.
 
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TomTDooley schrieb:
Selbst der von Dir verlinkte Artikel verweist in den Voraussetzungen auf die ESP-Partition. ;)
Ja klaro, ich habe einfach "EFI-Partition" geschrieben - ESP steht für "EFI System Partition".
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JaJa schrieb:
komme ich in ein leeres Boot-Menü.
Wie sieht das denn genau aus? Screenshot. Ist das vielleicht schon eine EFI-Shell? Falls ja, bekommt man man von dort aus auch Grub (manuell, mit ein bisschen Gefrickel) gestartet.
 
@GrumpyCat
Dann kannst Du doch selbst ableiten, dass kein OS selbst Booteinträge im UEFI hinterlegt, sondern das UEFi die Boot-Einträge auf den Datenträgern sucht.
 
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