Die magnetischen Schichten üblicher magnetischer Aufzeichnungsträger bestehen aus in polymeren organischen Bindemitteln feinverteilten magnetischen Materialien, vorwiegend auf der Basis von Eisenoxiden. Aufzeichnungsträger mit solchen Schichten auf scheibenförmigen Trägermaterialien werden in sogenannten Plattenlaufwerken in der Datentechnik eingesetzt. Hierbei fliegen die zur Aufzeichnung und Wiedergabe verwendeten Magnetköpfe in einem Abstand von bis zu 0,2 bis 0,3 µm über der Oberfläche der mit hoher Umdrehungszahl rotierenden scheibenförmigen Aufzeichnungsträger, da sich durch die hohe Relativgeschwindigkeit und die spezielle Kopfform ein Luftpolster zwischen Kopf und Platte bildet, wodurch der Kopf getragen wird. Vor Inbetriebnahme des Gerätes sitzt der Magnetkopf unmittelbar auf der Magnetplatte auf. Ebenso entsteht ein Kopf-Platte-Kontakt nach der Abschaltung des Gerätes. Die Plattenoberfläche muß deshalb so beschaffen sein, daß sie einer großen Anzahl solcher Kopf-Platte-Kontakte ohne Beschädigung standhält. Bei einer für derartige Aufzeichnungsträger geforderten Lebensdauer von mindestens 10 Jahren entspricht dies einer Beanspruchung von 20 000 bis 30 000 Lande- und Startvorgängen des Magnetkopfes auf einer Aufzeichnungsspur. Damit wird deutlich, daß außergewöhnliche Anforderungen an die Magnetschicht hinsichtlich Reibung und Verschleißfestigkeit gestellt werden.
Dies bedeutet, daß die Oberfläche der Magnetschicht eine hervorragende Abriebfestigkeit und Gleitfähigkeit aufweisen muß. Da jedoch die Magnetschichten auf der Basis Bindemittel/magnetisches Material diese Eigenschaften nicht in ausreichendem Maße aufweisen, ist das Aufbringen von dünnen Schutz- und insbesondere von Gleitschichten erforderlich. Solche Gleitschichten werden schon seit langem durch den Auftrag flüssiger Oligomere durch Tauchen oder Aufschleudern hergestellt. Damit läßt sich sowohl der Verschleiß bei den Start-Stop-Operationen reduzieren als auch die statische und dynamische Reibung des Magnetkopfes auf der Plattenoberfläche erniedrigen. Ein solches Vorgehen wird u.a. in der US-PS 3 778 308 angegeben, wonach sich Perfluorpolyether hierfür eignen sollen. Nachteilig an diesem Verfahren ist jedoch, daß das Schmiermittel unter dem Einfluß der Zentrifugalkraft und der Luftströmung beim Betrieb der Aufzeichnungsplatten zunehmend von innen nach außen wandert, so daß unter Abnahme der Schmierfähigkeit der Verschleiß und die Reibung sich gegenseitig beeinflussend lawinenartig anwachsen.