Unternehmenszerschlagung publik machen

Samson999

Lt. Commander
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Hi,

hier in einer Nachbargemeinde gibt es ein Mittelständisches Unternehmen das wirtschaftlich sehr gesund ist.

Vor etwa 2 Jahren wurde das Unternehmen von einer Investmentbank gekauft ( besser bekannt als Heuschreckenplage).

Nun ist dem Geschäftsführer die blendende Idee gekommen Teile der Fertigung nach Tschechien zu verlagern was aber dem Qualitätsanspruch der Firma in keinster Weise gerecht wird.

Die Belegschaft und der Betriebsrat befürchten das dies erst der Anfang ist und in naher Zukunft das Unternehmen auf dem Spiel steht.

Im Zuge der Verlagerung stehen über 100 Arbeitsplätze auf dem Spiel was ca. 20-25% der Belegschaft ausmacht.

Der Betriebsrat die IG Metal alle Parteien und Verbände sind nun aktiv geworden um dies zu verhindern.

Jetzt stellt sich die Frage wie man dies der breiten Bevölkerung ich denke da an Online Medien zugänglich machen kann damit diese Problematik weitere Kreise zieht als hier vor Ort.

Denn der Geschäftsführer ist nicht aus dieser Gegend und hat daher keinerlei sozialen Kontakte hier was sein Erscheinungsbild trüben könnte.

Also wie kann man dies bewerkstelligen das es via Social Network oder dergleichen weite Kreise zieht eventuell sogar im TV Bundesweit auf solche Geschäftspraktiken hingewiesen wird denn so kanns nicht gehen das ausländische Banken unseren Mittelstand kaputtsanieren und sich daran bereichern.

Über Anregungen und Ideen wäre ich dankbar, aber bitte nur legale Ideen

Gruß
 
Ich verschieb das mal nach Wirtschaft, Recht und Forschung ;)
 
Den Trugschluss den man nicht ziehen darf, kein Investor verdient an der Zerschlagung / Ruinierung seines Investments. Es ist als Außenstehender manchmal nur sehr schwer die Motive nachzuvollziehen.

Grundsätzliches Vorgehen eines Investors (Heuschrecke) der auf viel Rendite aus ist -> angeschlagende / kurz vor der Insolvenz stehende Firmen kaufen, da diese in diesem Stadium sehr günstig sind. Die Problemursachen bekämpfen und Änderungen herbeiführen. Wenn die Firma wieder gesundet, sucht der Investor (Heuschrecke) wieder einen Käufer. Kranke Firma = niedriger Kaufpreis, gesunde Firma = hoher Verkaufspreis => Differenz ist der Gewinn des Investors (Heuschrecke).

Ich gehe somit stark davon aus, dass die Firma ohne die Investmentbank heute oder in naher Zukunft insolvent gegangen wäre und somit alle Arbeitsplätze auf der Streichungsliste wären.

ok?
 
Wenn ein tschechisches Unternehmen seine Produktion nach Deutschland verlagert weil hier eine bessere Infrastruktur vorliegt und besser ausgebildete Fachkräfte vorhanden sind, würdest du dagegen mit dem gleichen Elan vorgehen? Wenn ein Unternehmer - aus welchen Gründen auch immer - seine Produktion verlagern möchte dann ist das meiner Meinung nach immernoch seine freie Entscheidung. Alles andere ist Planwirtschaft.
 
@Melvin
Genau diese Einstellung sorgt dafür, daß der Lebensstandard in Deutschland Richtung Süden weggemittelt wird.

Ethisch natürlich eine feine Sache - alle Menschen sollen gleichen Lebensstandard bekommen.
Leider führt das aber eher dazu, daß es nur wenige Menschen gibt, die wirklich davon profitieren.
 
Wenn in Tschechien neue Arbeitsplätze entstehen und der Lebensstandard steigt wird das für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sicherlich durchaus auch positive Effekte haben. Die Kostenvorteile der Produktion in Tschechien würden wahrscheinlich zumindest zum Teil an den (deutschen?!) Endkunden weitergegeben werden, was ebenfalls volkswirtschaftlich positive Effekte nach sich ziehen würde. Man muss auch mal ein wenig weiter denken und darf nicht einfach nur die wegfallenden Arbeitsplätze vor Ort als alleiniges Ergebnis der Produktionsverlagerung betrachten....
 
Arbeitslose zahlen keine Steuern, keine Sozialversicherungen und kaufen weniger. Die Arbeitsplätze sind definitiv verloren. Da sehe ich keine volkswirtschaftlichen Vorteile.
 
Wenn der tschechische Lebensstandard und damit die Nachfrage nach deutschen Produkten steigt werden woanders in Deutschland neue Arbeitsplätze entstehen. Wenn die Produkte der betreffenden Firma für die deutschen Kunden billiger werden und somit mehr Geld für andere Produkte übrig ist dürfte der Konsum steigen und ebenfalls für neue Arbeitsplätze sorgen. Einfach mal weiter denken als von der Wand bis zur Tapete. In der Vergangenheit wurden schon ganze Industriezweige (klassisches Beispiel: Textilindustrie) ins Ausland verlagert ohne dass dies den Lebensstandard in Deutschland nachhaltig negativ beeinflusst hätte. Im Gegenteil: Ein in Deutschland hergestelltes T-Shirt düfte man bei H&M wohl kaum für 10 € bekommen.....
 
Man kann nur die Medien anschreiben und versuchen ihr Interesse zu wecken, andere Möglichkeiten sehe ich nicht.

@ Melvin: Was kauft man deutsches, wenn die Produktion im Ausland statt findet? Diesen Teil verstehe ich nicht. Auch wenn es wirtschaftlich für das Unternehmen wohl ist das Land zu wechseln in dem man günstiger Produzieren kann, sehe ich keinen Vorteil für das Land aus welchem man sich verabschiedet. Es fallen Steuern weg, dazu kommen Arbeitslose die bezahlt werden wollen. Hinzu Mitarbeiter des Staats die die Arbeitslosen betreuen. Du kannst mich gerne da aufklären, denn dann würde auch der Staat Geld sparen können und die Subventionen in besseres investieren können, statt in Unternehmen zu investieren, damit die das Land nicht verlassen. Ich kann deiner Logik nicht ganz folgen.
 
Wenn in Tschechien Arbeitsplätze entstehen und somit zusätzliche Kaufkraft generiert wird kann man davon ausgehen, dass beispielsweise der ein oder andere BMW oder VW mehr nach Tschechien exportiert wird. Sprich: In der deutschen Exportindustrie dürften neue Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig dürfte ja das nun in Tschechien produzierte Produkt günstiger in der Herstellung sein und damit für den Endkunden etwas billiger. Sprich: Die Endkunden, unter denen sich sicherlich auch Deutsche tummeln, haben mehr Geld für andere Produkte zur Verfügung und können dadurch mehr konsumieren (in ihrem jeweilige Heimatland), was wiederum neue Arbeitsplätze schafft. Diese beiden Effekte werden natürlich erst mittel- und langfristig wirksam, dürften dann aber die zunächst unbestrittenen negativen Effekte der Produktionsverlagerung kompensieren.


Edit:

Um es vielleicht nochmal am Beispiel der Textilindustrie bildlicher darzustellen: Wenn Deutschland seinen Bedarf an Textilien in heimischer Industrie selber herstellen würde hätte dies folgende Effekte:

- es entstehen Arbeitsplätze (eben in der Textilindustrie)
- Textilien werden teurer -> die deutschen Konsumenten haben weniger Geld für andere Produkte zur Verfügung -> Konsum sinkt, Arbeitsplätze außerhalb der Textilindustrie fallen weg
- Arbeitsplätze in den Schwellenländern (wo jetzt die Textilien produziert werden) fallen weg -> Kaufkraft im Ausland sinkt -> geringere Nachfrage nach deutschen Exportprodukten -> Arbeitplätze in der deutschen Exportindustrie fallen weg

Alles in allem dürften die beiden negativen Effekte den einen positiven Effekt überkompensieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Textilindustrie: Da triffst Du genau den Richtigen.
Anfang der 90er wurden große Werke der Fadenhersteller in Deutschland abgewickelt (Hoechst, Akzo, Amoco, ICI...). Das hat zudem etliche Zubringer in die Pleite getrieben.

Aber ist denn die Arbeitlosenquote gesunken? Der Lebensstandard gestiegen? Die Pro-Kopf-Verschuldung gesunken?

Allerdings ist die Textilindustrie ein anderer Fall. Hier waren die Werke durch die Globalisierung nicht mehr konkurrenzfähig.


Das beschriebene Unternehmen ist aber wohl gesund und gut aufgestellt. Hier geht es also nur um Gewinnmaximierung.

Oft wird mit "die kaufen ja dann unsere Produkte" argumentiert. Warum sollte das passieren? Produkte und Leistungen werden nur dann abgesetzt, wenn sie entweder überlegen sind (im Massengeschäft nicht mehr der Fall) oder die Herstellkosten denen der Mitbewerber entsprechen.
Und das Anpassen der Herstellkosten geht nur über Produktivitätssteigerung und damit verbundener Personalverringerung.

Damit fallen einfache Jobs außer Hilfsjobs immer weiter zurück. Gewinner könnten die Spezialisten sein, aber anhand des Outsourcings der IT Richtung Indien/Fern-Ost ist auch das äußerst zweifelhaft.

Globaler gesehen werden sich die Lebensstandards der Länder anpassen und das heißt: Der eine gewinnt, aber der andere verliert dadurch.
 
Melvin, aber wenn die Unternehmen nicht mehr da sind, ist auch kein Geld mehr da. Woher will der Konsument dann billig einkaufen, von Hartz IV? Nach deiner Theorie müssten ja alle heute schon davon Profitieren, weil das meiste sowieso günstig im Ausland produziert wird. Aber bevor wir es hier übertreiben, können wir gerne einen neuen Theard erstellen und nicht den hier dazu Missbrauchen :D.
 
@miac:
Du willst also behaupten, deutsche Produkte wären nicht "überlegen"/kokurrenzfähig? Warum geht dann die Hälfte unserer Produktion in den Export, warum haben wir einen Leistungsbilanzüberschuss von ~6% des BIP?
Unsere Arbeitslosigkeit ist ebenfalls sehr niedrig, u.a. dank dem guten Export.

Das beschriebene Unternehmen ist aber wohl gesund und gut aufgestellt. Hier geht es also nur um Gewinnmaximierung.

Gewinnmaximierung ist auch gut, dadurch werden ineffiziente Strukturen abgebaut. Außerdem wird ein Teil davon auch an den Konsumenten weiter gegeben. Oder glaubst du, du könntest Laptops für 300€ kaufen, wenn sie in Deutschland produziert werden würden? Langfristig ist es, wie Melvin schon sagte, auf jeden Fall besser, ineffiziente Arbeiten auszulagern.

Davon abgesehen verstehe ich nicht, warum ein tschechischer Arbeiter für dich weniger Anspruch auf den Arbeitsplatz hat, als ein deutscher, insbesondere wenn der tschechische Arbeiter weniger dafür verlangt. Was die Gewerkschaften und die Linken machen, das ist Klientelpolitik! Um die Arbeitsplätze im Ausland wird sich nicht geschert, wichtig ist, dass die (deutschen) Gewerkschaftsmitglieder viel Geld bekommen, auf Kosten des Konsumenten, ausländischer Arbeitsplätze und der Anteilseigner.
 
Feuermanngnther schrieb:
u.a. dank dem guten Export.
Nee mein Lieber, dank der Verskla... ...äh ZEITARBEIT!

Um so mehr globalisiert wird, um so mehr verarmen die lokalen Bürger! In Tschechien steigt auch nicht gleichzeitig der Wohlstand, nur weil die Unternehmen für die eigene Gewinnmaximierung dorthin outsourcen. Schon mal was von Billiglohn gehört? Dort arbeiten Menschen um sich ein Stück Brot zum Überleben kaufen zu können und NICHT um sich einen BMW-Import aus Deutschland leisten zu können :lol:

Herr lass Hirn regnen!
 
Silverbreaker schrieb:
In Tschechien steigt auch nicht gleichzeitig der Wohlstand, nur weil die Unternehmen für die eigene Gewinnmaximierung dorthin outsourcen.

Ach nein?



In den letzten 30 Jahren ungefähr 5x so schnell wie in Deutschland...Tschechien ist kein Entwicklungsland, in dem Leute auf der Straße verhungern :rolleyes:.

Herr lass Fakten (und ein wenig ökonomischen Sachverstand) regnen (insbesondere, wenn man schon so einen dickhosigen Spruch auf den Lippen hat).
 
Zuletzt bearbeitet:
@Silverbreaker
Warst du in der jüngeren Vergangenheit mal in Tschechien? Dort arbeiten die (meisten) Menschen mit Sicherheit nicht nur, um sich das nötigste zum Überleben sichern zu können. Und dass der deutsche Exporterfolg auf Dumping-Löhnen beruht kann ich langsam auch nicht mehr hören. Die wichtigsten deutschen Exportbranchen sind die Chemieindustrie, die Automobilindustrie und der Maschinen-/Anlagenbau. Wer sich mal die Mühe macht und sich die Tarifverträge dieser Branchen anschaut wird feststellen, dass dort mit die höchsten Löhne überhaupt gezahlt werden. Wenn der Herr also Hirn regnen lässt geh bitte raus und mache einen ausgedehnten Spaziergang...
 
@Feuermann:

1. Massenfertigung
Ich habe gesagt, deutsche Produkte sind in der Massenfertigung/Massengeschäft nicht konkurrenzfähig, sonst würden wohl kaum so viele Hersteller Massenware im Ausland produzieren lassen.

2. Leistungsbilanzüberschuss
Der kommt durch Ankauf-Veredelung-und Weiterkauf, sowie durch Verkauf hochwertiger Produkte zustande.

3. Arbeitslosigkeit
Na, die niedrige Arbeitslosigkeit ist doch wohl eher Propaganda. Da sind doch viele gar nicht erfaßt. (Unterbeschäftigungqoute)

4. tschechischer Arbeiter weniger Wert?
Die ethischen Belange habe ich in meinem ersten Post ja angesprochen. Natürlich ist die Haltung aus ethischen Gesichtspunkten verwerflich. Aber die, die die ethische Keule rausholen sollten Bedenken, daß damit ein weit größeres Beil ausgegraben wird. Bsp: Kinderarbeit oder gleicher Ressourcenverbrauch für alle (1,2 Mrd Inder, 1,3 Mrd Chinesen )...

5. Geldfluß zurück nach Deutschland
Mal etwas simpler formuliert: Verdient ein Arbeiter in Deutschland 50.000€ und in einem anderen Land 10.000 und kostet das Produkt in beiden Ländern annähernd das gleiche, dann kann der in Deutschland beschäftigte das Produkt 5 Mal kaufen, der im Ausland nur ein Mal. Gut - muß man die Lebenshaltungskosten usw. noch berücksichtigen, soll ja auch nur ein grober Vergleich sein.
Ich will damit sagen, daß die Gewinne zum großen Teil an Investmentfirmen gehen, die wiederum in Länder investieren, die billiger sind. Oder es geht an überreiche Privatleute, und das Geld verschimmelt auf irgendwelchen Konten.
So oder so, wird Deutschlands Lohnniveau sich dem Auslandsmittel von oben anpassen. Und das geht mit dem Lebensstandard genau so.
 
Nee mein Lieber, dank der Verskla... ...äh ZEITARBEIT!

Um so mehr globalisiert wird, um so mehr verarmen die lokalen Bürger! In Tschechien steigt auch nicht gleichzeitig der Wohlstand, nur weil die Unternehmen für die eigene Gewinnmaximierung dorthin outsourcen. Schon mal was von Billiglohn gehört? Dort arbeiten Menschen um sich ein Stück Brot zum Überleben kaufen zu können und NICHT um sich einen BMW-Import aus Deutschland leisten zu können

Herr lass Hirn regnen!

Immer sachlich bleiben, Mr. Superhirn.

Der Wohlstand steigt sehr wohl in den Staaten, in die ausgelagert wird. Keine Ahnung, warum man das heutzutage überhaupt noch erklären muss. Bestes Beispiel ist ja China, es gibt aber auch genügend andere. Und China ist für die deutschen Autohersteller mittlerweile der wichtigste Markt.
Mag sein, dass sie zu Beginn der Entwicklung für Brot arbeiten, aber man kann eben nicht plötzlich reich sein, wenn man nicht die nötige Produktivität vorzuweisen hat.

Die Zeitarbeit musste überhaupt erst eingeführt werden, weil die staatlich gestützten Gewerkschaften und der Kündigungsschutz die Einstellung von neuen Arbeitern so unrentabel gemacht haben. Über die Zeitarbeit wird eben der Teil, der den Gewerkschaftsmitgliedern aufgrund ihrer Sonderstellung zu viel gezahlt wird, anderen Menschen weniger gezahlt. Zeitarbeit mit Sklaverei vergleichen ist aber wirklich lächerlich. Die Zeitarbeiter in Deutschland haben es besser, als der größte Teil der Weltbevölkerung in armen Ländern. Diese wären aber sicherlich "etwas" beleidigt, wenn man sie als Sklaven bezeichnen würde.

Ich habe gesagt, deutsche Produkte sind in der Massenfertigung/Massengeschäft nicht konkurrenzfähig, sonst würden wohl kaum so viele Hersteller Massenware im Ausland produzieren lassen.

Gut, das mag sein, aber wen interessiert's?

Der kommt durch Ankauf-Veredelung-und Weiterkauf, sowie durch Verkauf hochwertiger Produkte zustande.

Natürlich, und wo ist das Problem dabei? Wir haben eben keine Rohstoffe, die wir weiterverarbeiten könnten.
Das "Veredeln" kann Deutschland anscheinend aber besser als die meisten anderen Länder.

Na, die niedrige Arbeitslosigkeit ist doch wohl eher Propaganda. Da sind doch viele gar nicht erfaßt. (Unterbeschäftigungqoute)

Selbst diese Unterbeschäftigungsquote ist noch unter dem europäischen Durschnitt. Ich halte allerdings auch nichts, von diesen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Meiner Meinung nach wäre eine negative Einkommenssteuer, die alle anderen Sozialleistungen ersetzen würde, wesentlich effizienter.

Die ethischen Belange habe ich in meinem ersten Post ja angesprochen. Natürlich ist die Haltung aus ethischen Gesichtspunkten verwerflich. Aber die, die die ethische Keule rausholen sollten Bedenken, daß damit ein weit größeres Beil ausgegraben wird. Bsp: Kinderarbeit oder gleicher Ressourcenverbrauch für alle (1,2 Mrd Inder, 1,3 Mrd Chinesen )...

Die Inder und Chinesen holen doch gut auf beim Ressourcenverbrauch, langfristig wird sich durch die Globalisierung der Lebensstandard weltweit angleichen.
Zu Kinderarbeit kann ich jetzt nicht viel sagen, ich habe mich damit noch nicht großartig beschäftigt. Aber ich vermute nicht, dass viele Eltern ihre Kinder arbeiten lassen würden, wenn sie das Geld nicht zum überleben bräuchten. Deshalb brauchen wir freien Handel, damit Arbeitsplätze in solche Länder ausgelagert werden können. Die EU sieht das aber anscheinend anders mit ihren Zöllen.

Ich will damit sagen, daß die Gewinne zum großen Teil an Investmentfirmen gehen, die wiederum in Länder investieren, die billiger sind. Oder es geht an überreiche Privatleute, und das Geld verschimmelt auf irgendwelchen Konten.
Das ist doch ein Mythos. Du könntest einen in Deutschland produzierten Laptop niemals für so wenig Geld verkaufen, selbst wenn das Unternehmen keinen Gewinn machen würde. Natürlich bekommen die Anteilseigner einen Teil ab, aber das ist auch gerechtfertigt, sie gehen schließlich ein Risiko mit ihrem Geld ein und schaffen durch Investitionen Arbeitsplätze. Und wenn sie im Ausland investieren, was ist daran so schlimm?
 
@Feuermann:

Arbeitslosenquote:
Du hast von "sehr niedriger" Arbeitslosenquote geredet. Du willst doch nicht behaupten, daß 9% wahre Arbeitslose niedrig sind?

Ressourcenverbrauch
Soso, Du willst also weiteren rund 4 bis 5 Mrd. Menschen den gleichen Ressourcenverbrauch zugestehen. Das ehrt dich.
Aber dann will ich dich nicht auf Demos gegen Kernkraftwerke/Walfang/Waldabholzung/Artensterben... sehen

Laptop-Preise
Ja, ich bin gegen die Wegwerfgesellschaft und gegen wachstumsorientierte Wirtschaft in einem reichen Land (in anderen Ländern soll das ruhig anders sein).
Ich bin für ein austauschbares Modulkonzept und ressourcenschonende Produktherstellung.
Und ich bin dafür, Menschen solange wie möglich einen Sinn im Leben zu geben, und dazu sollte auch eine abwechslungsreiche Tätigkeit auch bis in höheres Alter gehören.

Das Problem bei den Heuschrecken (um die geht es ja hier) ist ja, daß die ohne eigenes Geld zocken und meistens dafür noch Subventionen aus der Staatkasse bekommen. Wie z.B. die Prämien, die es dafür gab, den Betrieb ins Ausland zu verlagern.
 
Der Sinn in dieser Verlagerung ist Personalkosten zu sparen....

Die Firma ist KERNGESUND erwirtschaftet immense Gewinne

Ist in ihrem Segment WELTMARKTFÜHRER

Die Abteilungen die geschlossen werden sind nachweislich wesentlich produktiver als die FA in Tschechien. Von der Herstellungsqualität reden wir nicht denn das werden sie in Zukunft auch können aber eben erst in mehreren Jahren.

Es gibt keinen wirklich keinen Grund in dieser Firma etwas zu ändern.

Die Frage war ja auch nur wie man die Massen mobilisieren kann um nicht nur die Region hier vor Ort (da regt sich schon massiver Widerstand) sondern eben über die Bundesländergrenzen hinweg auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

Denn eins ist klar negative Presse will der Geschäftsführer über sich nicht lesen
 
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