Unterstützung für Heimnetzwerkplanung - 14er WG

CaterpallyCurry

Cadet 2nd Year
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Moin Moin,

Ich stehe nicht wircklich vor Problemen aber vor Entscheidungen und da ich lieber nichts verkehrtes bestelle, würde ich euch gerne einmal um Rat fragen.

Also, Einsatzgebiet ist ein Haus á 14 Zimmer. Das Haus befindet sich gerade im Umbau und daher muss alles noch geplant werden, am besten sollte alles zum Einzug fertig sein ;-)

Aus jedem Zimmer gehen Patchkabel direkt in den Keller und hängen dort neben dem Amt. Von der Straße kommt nur ein Amt.

Die Frage nach dem Provider ist noch nicht geklärt aber VDSL 50 ist möglich und meines erachtens auch ausreichend. Wir sind eine StudentenWG - einige spielen Onlinespiele andere Streamen sich gerne mal einen Film.

Nun, wie baut man das ganze Zusammen, das spannende ist der Anfang im Keller. Mal abgesehen vom NTBA und Splitter (Grundlage), brauchen wir einen Router mit Modem und daran wird dann ein Switch angeschlossen an dem die Dosen gepatcht werden.

Als Switch haben wir an den Linksys SRW2016 oder 3com Baseline Plus 2920. Beide sind Managed. Welcher von beiden ist hier die bessere Wahl?

Bei dem Router erhoffe ich mir eigentlich, dass der Provider dort etwas vernünftige zu bieten hat. Im Haus werden wir bei Bedarf noch Access Points für WLan anschließen aber das ist erstmal sekundär.

Dann würde nun das Problem mit den Telefonen kommen. Jedes Zimmer besitzt 2 Netzwerkdosen, daher könnte man ein ISDN Telefon benutzen. Dafür braucht man dann eine Telefonanlage im Keller, richtig? Liefert das auch der Provider? Am liebsten wären uns auch, wenn wir 4 Gespräche zeitgleich führen können und diese 19" ist für den Schrank. Von VoI habe ich bisher aber nur schlechtes gehört. Stimmt das?

So eine Menge Fragen aber vielleicht hat hier ja jemand selbst Erfahrung mit einem ähnlichen Netzwerk.

Danke für die hilfreichen Antworten.

Grüße
Marco
 
switch würde ich den 3com nehmen, telefon via voip wie z.b. sipgate.
du gibst quasi jeden zimmer eine leitung und gut ist, wir will kann diese ja dann wieder mit einem kleinen 5er switch für pc und voip aufteilen. haben wir hier auch und funktioniert prima.

dlan könnte auch eine alternative sein zumal es da auch mittlerweile wlan geräte gibt.
 
Hast du auch mal an Kabel gedacht? (100Mbit down, 6 up, Upstream bei der Telekom liegt glaub ich bei 10Mbit aber mindestens soweit liegen auch die Preise auseinander :D)
 
Wichtig ist Gigabit, 100 Mbit macht heute keinen sinn mehr.

Zum andern würde ich eine Fritzbox z.B. 7370 die Verbindung zum Internet und den ISDN Leitungen herstellen lassen. Der Vorteil ist du kannst im ganzen Haus dann IP Telefon an die LAN Leitungen klemmen. Die fritzbox setzt die Voip anrufe dann auf ISDN um, oder wenn alle belegt sind auf DSL.

Die DSL geschwindigeit sollte das Maximum sein was du bestellen kannst. 14 Personen haben schon einen enormen Bandbreiten verbrauch.
 
Die DSL geschwindigeit sollte das Maximum sein was du bestellen kannst. 14 Personen haben schon einen enormen Bandbreiten verbrauch.
Kann ich dir auch nur raten, wir kommen zu 3. gerade mal so mit ner 20k Leitung hinn.

Außerdem wenn man die Kosten durch 14. teilt sollte schon was möglich sein.
 
Also...

Keller:
Amt -> TAE-Dose -> Splitter -> Router(int. Modem) ->Switch -> Patchpanel

-Amt könntet ihr auch direkt an Splitter klemmen, je nachdem was euch lieber ist.
-Als Router könnt ihr einen mit integriertem Modem nehmen oder getrennt ausführen (Modem und Router einzeln)
-Beim Switch ist es relativ egal, Linksys und 3Com sind beide gut
-Die Netzwerkkabel sollten auf ein Patchpanel aufgelegt werdenj
-Die Wahl der Telefonanlage wird danach bestimmt welche/wie viele Geräte angeschlossen werden. Nähere Informationen? (ISDN-, Analoggeräte)

Wohnungen:
- Sind das wirklich alles Netzwerkdosen? IAE-Dosen(ISDN) werden gerne mit Netzwerkdosen verwechselt.
-Welche Kabel liegen drin?
 
Installier Im Keller ein Patchpannel. Ist zwar etwas teurer, als direkt Stecker dran zu amchen, dafür bist Du aber wesentlich flexibler.

Das Problem bei 14 Leuten wird definitiv der Upload sein. Du brauchst auf jeden Fall QOS und Bandbreitenzuteilung. Sonst könnte es passieren, dass einer, der Killer spiele spielen will einen Streamer killen will wegen dem Ping ;)

Telefon würde ich über VOIP regeln. bei 14 Leuten würde sich auch ein zentraler Server bezahlt machen. Als Datenablage (Für jeden einzeln verfügbare Bereiche und einen gemeinsamen). Da kannst Du dann auch
VOIP usw drüber machen.

Setz gleich auf 1GB-Netzwerk.

Setzt am besten auf 2 Leitungen. Du kannst Dir nciht vorstellen, wie groß das Geschrei ist, wenn 14 Leute kein Netz haben. Aus gelichem Grund dann auch 2 Switches usw.

Mir ist schon klar, dass Studenten-WG usw. Aber 5-6€ Im Monat für schnelleres Internet und mehr Ausfallsicherheit hat bisher jeder gefunden ;)

Wenn Du Die Möglichkeit hast bei Internetleitung ein mal Telekom und ein mal Kabel zu machen, dann tue das. Getrennte Medien sind immer am besten.

PS. Wo wird die WG sein? Vor Ort sieht man alles besser. Und vllt will ja einer für ein Paar Bier ein paar Studenten helfen.
 
Karatebock schrieb:
PS. Wo wird die WG sein? Vor Ort sieht man alles besser. Und vllt will ja einer für ein Paar Bier ein paar Studenten helfen.

Wollte ich auch noch vorschlagen :D

Falls ihr in der nähe von Landshut, Niederbayern seid wäre ich schon mal gewillt vorbeizuschauen ;)
 
Ah, das ist doch mal eine grandiose Beteiligung, dankeschön.

Also zu den Kabeln, da bin ich mir gerade selbst unsicher. Es sind aber definitiv Cat7 Kabel. Der Kommentar, den ich bekommen habe, war: "Jedes Zimmer hat 2 Dosen".

Ich dachte daher gut: Ein Kabel für Internet und eines für das Telefon. Darufhin habe ich bis eben auch noch ein wenig geplant:

Also die Kabel kommen in ein Patchfeld und von dort entweder in die Telefonanlage oder in den Switch. Wobei ich preislich bei den Telefonanlagen noch unsicher bin ob das überhaupt möglich ist.

Mit dem Gedanken, dass man bei zwei Anbietern einen Anschluss nimmt, habe ich noch gar nicht gespielt. Das müsste ich dann auch erstmal berechnen mit dem Kosten. Ist Leider kein "alles ist möglich Finanzierer" vorhanden :D

1x HP ProCurve 1810G-24 [für 14x Internet]
2x Patchpanel - 24 Ports [sind günstiger als andere Kombis]
1x DIGITUS Eco-Line DN-19 07-U-S [Wandschrank zum Abschließen ;-)]
1x Telefonanlage [Hab das mal eine Anfrage an eine Firma gestellt mit meinem Anliegen]
1x Router [gibts dann wohl vom Provider]
1x Provider [bin jetzt unsicher aber kommen derzeit mit 7 Mann und einer 16k aus]

Achja, "Stadt Hamburg an der Elbe Aue [...]" =)

Grüße
 
Wie ist denn die Verkabelung gemacht?
Sind es lauter Einzeldosen oder Doppeldosen?
Läuft zu jeder Dose ein eigenes Kabel bzw. zwei?

Es gibt nämlich die Möglichkeit zwei Dosen/Buchsen mit einem Kabel zu versorgen, dann sind jedoch nur 100Mbit/s möglich. Somit wäre ein Gigabit Switch wieder hinfällig, außer ihr zieht noch ein paar Kabel ein.


Solltest du dich noch für zwei Anschlüsse entscheiden müsstest du dann auch das Netzwerk entsprechend konfigurieren, weil "einfach zwei Router an den Switch hängen und gut ist" wird nicht klappen.
 
Hm, bisher waren noch keine Dosen eingebaut. Die Kabel kamen einfach aus der Wand. Ich bin mir aber relativ sicher, dass es keine Doppeldosen werden. Ansonsten kann man doch sicherlich auch die Doppeldosen so anklemmen, dass nur eine Seite funktioniert und man dann Gigabit hat?

Das stimmt, das wird nicht klappen aber ich denke, dass wir das erstmalig mit einem Anschluss versuchen werden. Bei einem zweiten Anschluss bräuchte ich wahrscheinlich einen weiteren Router, verbinde die beiden per mini GBIC und dann pro Switch ein Router. Die Lastverteilung erledigen dann die Switche?!
 
"...Die Lastverteilung erledigen dann die Switche?! "
siehe Vorteile unter http://de.wikipedia.org/wiki/Switch_(Computertechnik)

Du machst es doch so wie Holylemon schon erwähnte:

Keller:
Amt -> TAE-Dose -> Splitter -> Router(int. Modem) ->Switch -> Patchpanel

Die 14 WG-Einheiten hängen an einem Router, der die Internetverbindung herstellt.

Hast du an die Daten-Sicherheit, Verantwortung der Internetnutzung usw. gedacht?
 
CaterpallyCurry schrieb:
Hm, bisher waren noch keine Dosen eingebaut. Die Kabel kamen einfach aus der Wand. Ich bin mir aber relativ sicher, dass es keine Doppeldosen werden. Ansonsten kann man doch sicherlich auch die Doppeldosen so anklemmen, dass nur eine Seite funktioniert und man dann Gigabit hat?

Generell sollte immer ein Kabel zu einer Buchse führen, damit wären dann 1Gbit möglich.
Es wird auch die Möglichkeit genutzt an einem Kabel zwei Buchsen anzuschließen, da 100Mbit-Verbindungen nur 2 der 4 Aderpaare nutzen.

CaterpallyCurry schrieb:
Das stimmt, das wird nicht klappen aber ich denke, dass wir das erstmalig mit einem Anschluss versuchen werden. Bei einem zweiten Anschluss bräuchte ich wahrscheinlich einen weiteren Router, verbinde die beiden per mini GBIC und dann pro Switch ein Router. Die Lastverteilung erledigen dann die Switche?!

Wenn du einen managed Switch hast wird nichtmal ein zweiter Switch nötig sein.
Einen weiteren Router wirst du aber brauchen.
 
Gut, ich brauch nochmal kurz Infos, wie das mit den 2 Routern an einem Switch funktionieren soll.

Kann ich dann beide Router an den Switch anschließen und muss dann jeweils den PCs eine von beiden Gateways zuteilen. Load Balancing ist auf dieser Kostenebene nicht möglich, richtig? Ich habe da ein paar Threads gefunden, wo das jeweils nicht kostengünstig realisierbar war.

Wenn ich bei einem DHCP eingeschaltet lasse, können auch Gäste bequem das Internet nutzen?

Für die Telefonanlage habe ich tatsächlich jmd. gefunden, der davon Ahnung hat und mir das abnimmt. Eine Sorge weniger =)
 
Kann ich dann beide Router an den Switch anschließen und muss dann jeweils den PCs eine von beiden Gateways zuteilen.
Ja, das geht. Je nach Gateway geht der jeweilige Rechner über diese oder jene Leitung.
Du könntest den DHCP in beiden Routern auch anlassen, dann würde der Rechner das Gateway nehmen, dessen DHCP-Server als erstes auf einen Request geantwortet hat. Das funktioniert, ist aber etwas problematisch. Also sind statische IPs ok.
Je nach Routermodell würde es sich aber sogar anbieten die IPs per MAC-Zuweisung zuzuweisen. Vorteil: An den Clients muss nichts eingestellt werden. Du besorgst dir nur die MAC der neuen Rechner und pflegst diese in den jeweiligen Router ein. So hast du dann die volle Kontrolle über welches Gateway welcher Client geht. DHCP-Server müsste in diesem Fall umkonfiguriert werden.

In etwa so läuft das ab:
Rechner A requestet eine IP. Der Request landet bei Router X. Router X schaut in seiner MAC-Liste nach ob der Client registriert ist. Wenn ja, bekommt der Client seine IP. Wenn nicht: Der Request geht (weiter) zu Router Y. Router Y schaut in seiner MAC-Liste nach ob der Client registriert ist. Falls ja --> IP. Falls nein --> nada.

Wenn ich bei einem DHCP eingeschaltet lasse, können auch Gäste bequem das Internet nutzen?
...Konfigurationssache. Bei dem Szenario würde ich eine gehobenere Firmware á la DD-WRT hernehmen und einen Nachmittag die FAQs studieren ^^

edit: Und schau nach dass du in deinem Managed Switch die Option hast andere DHCP-Server als deine Router zu unterdrücken, so dass ein unbedarfter Mitbewohner der ein eigenes WLAN haben möchte nicht versehentlich einen weiteren DHCP-Server im Netz installiert und Störungen hervorruft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Entweder hast du mein Beitrag erfolgreich überlesen oder du gehst da ganz unbedarft an die Sache dran. Oder ich verstehe dein Netzwerk nicht.

Je nach Personen (14 WGs, sind doch fremde, oder?) können Sicherheitsfragen auftreten, auf die du noch nicht eingegangen bist.

Der Switch kann Vlans, da bin ich mir sicher. Kannst du das konfigurieren?
Kannst du Subnetmask berechnen?
Angreifer können MAC-Adressen fälschen.
Jetzt mal ein Beispiel. Besucher bei WG3 ist kriminell und lädt ... herunter. Du hast nur einen Router, der die IP von deinem Provider erhält. DU bist für alles erst mal verantwortlich.
 
Hi quityper,
ganz im Gegenteil, ich lese mir das schon durch aber das ist gerade alles ein wenig viel. Wenn das erstmal alles läuft bin ich froh.

Sicherheitsfragen, das ist ein gutes Thema. Angemeldet sind die Anschlüsse auf einen Verein. Das bedeutet, dass Ich nicht als private Person zur Verantwortung getragen werden kann.

VLans: Soweit ich weiß ein virtuelles Netzwerk im physischen Netzwerk. Das bedeutet, dass ich logische Gruppen erstellen kann. Wie ich diese einstelle weiß ich nicht. Das müsste aber über das IP-Subnetz funktionieren. Was eine sinnvolle Einteilung ist kann ich aus dem Bauch auch nicht sagen. Am besten wahrscheinlich immer 7 Leute in ein VLan.

Die Subnetmask berechnen kann ich nicht.

MAC-Adressen sperre hat der Router meines erachtens nicht. Das hatte ich Anfangs mal geguckt, ob ich sowas finde, dass nur die MAC-Adressen des Hauses surfen können.

Ja, dein Szenario ist halt erstmal so. Wenn ich loggen wollen würde, was die Leute im Internet betreiben, dann würden das gigantische Dateien werden. Das ganze haben wir erstmal im Mietvertrag aufgefangen, dass wenn das passieren sollte, diese Person haftet. Wie ich diese dann aber identifizieren soll.

Hab mal an der Uni Hamburg gefragt, die dürfen z.B. nicht loggen. Daher konnten die mir das keine Tips geben. Daher muss da irgendwo das Vertrauen bei den Mitbewohnern herrschen. Sind ja auch keine Zweck-WG.

Grüße
 
Der Router sollte allen Teilnehmern eine Mindestbandbreite nach draussen ins Internet sichern können. Wenn 3 Leute dicke Downloads saugen während 3 andere ein Online-Spiel spielen, wird es anderenfalls schnell Ärger geben.

Bei 14 Parteien würden ich als Router in eine Linux-Kiste investieren. Diese kann neben dem Traffic Management noch den ein oder anderen Dienst übernehmen, den sowieso viele gern hätten. (VoIP, Webcache, ...)
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Rat mit der Linuxkiste habe ich auch schon bekommen. Das einzige Problem dahinter ist, dass ich damit absolut null Erfahrung habe. Habe zwar diese Jahr mal aus Spaß einen Linux-Server aufgesetzt aber das macht mich noch lange nicht zum Profi.
Vom Konzept her ist es natürlich eine schöne flexible Lösung und hat wahrscheinlich mehr Power als ein Router. Werde ich aber, sofern das nicht super simpel ist, erst später umsetzen können.
 
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