Bin ich irgendwie der einzige, der die Messergebnisse von
www.headphone.com nicht so ganz nachvollziehen kann?
Ich habe hier gerade den AKG K702 als auch den Sennheiser HD25-1 und höre beide im Vergleich. Der HD25 ist für mein Gehör ein typischer DJ Kopfhörer, sehr laut, nicht besonders viel Tiefbass, der aber durchaus vorhanden ist, dafür mehr Kickbass im Bereich 100-200 Hz, darüber eine gleichmässige aber deutliche Betonung bis rauf zu 1KHz, leichter Rückgang bei 2KHz aber nicht direkt ein Loch, dann wieder etwas Betonung bis 5-6KHz, danach leichter Rückgang bis 12KHz, darüber relativ steiler Abfall.
Der K702 hingegen etwas mehr Tiefbass im Bereich 40-60Hz, weniger Kickbass, dann nicht so mittenbetont wie der HD25-1, in den oberen Mitten auch nicht so quäkend und agressiv wie der HD25, dafür in den Höhen ab 8KHz viel präsenter und offener aber nicht unangenehm.
Auf dem eher mittigen HD25 würde ich definitiv keinen Track abmischen wollen, auf dem K702 funktioniert das hingegen recht ordentlich.
So und jetzt welche Überraschung wenn ich
dort die beiden vergleiche:
Irgendwie deckt sich das leider überhaupt nicht mit dem was ich zu hören glaube. Ich höre aus Erfahrung eigentlich recht gut raus, welcher Frequenzbereich überbetont ist und welcher unterrepräsentiert ist. Dabei hilft es dann auch mal auf den Analyzer zu schauen um zu sehen, wo einzelne Instrumente (auch einzelne Becken oder HiHats) tatsächlich liegen, bzw. einfach mal den entsprechenden Frequenzbereich mit einem parametrischen EQ anzuheben oder abzusenken. So lässt sich das schon recht gut überprüfen und man kann beurteilen wie stark diese Instrumente und damit die Frequenzbereiche auf dem jeweiligen KH präsent sind. Und ich komme immer wieder zu dem selben Schluss, irgendetwas passt hier nicht. Und der K702 fällt bei 12KHz mit Sicherheit nicht auf -10dB ab... fast 15dB Unterschied zwischen dem HD25 und dem K702 bei 6KHz? Das wären klanglich gesehen Lichtjahre.

Keine Ahnung was hier schief läuft...