Wen soll die Steam Machine eigentlich ansprechen?
Klar, die Gerüchte klingen erstmal interessant: moderne RDNA-3-Grafik und deutlich mehr Compute Units als im Steam Deck. Auf dem Papier also definitiv stärker.
Trotzdem sehe ich das Gesamtpaket im Vergleich zu PS5 oder Xbox eher kritisch. Konsolen holen aus ihrer Hardware einfach extrem viel raus, weil alles perfekt aufeinander abgestimmt ist.
Der größte Knackpunkt wäre für mich der Preis. Wenn das Teil wirklich bei 700–800 € landet, bewegt es sich direkt im Bereich einer PS5 Pro. Und in der Preisklasse erwarten viele eben entweder deutlich mehr Leistung oder zumindest eine längere Zukunftssicherheit.
Dazu kommt, dass der klare Vorteil aktuell etwas fehlt.
Für klassische PC-Spieler wäre ein richtiger Gaming-PC oft die bessere und flexiblere Wahl. Für Konsolenspieler bieten PlayStation und Xbox meist mehr Leistung pro Euro plus ihre etablierten Ökosysteme und Exklusivtitel.
Das Steam Deck funktioniert vor allem deshalb so gut, weil es mobil ist. Genau diesen Vorteil hätte eine Steam Machine eben nicht.
Deshalb wirken die bisherigen Specs für mich etwas wie: „Zu teuer für eine Konsole, aber gleichzeitig zu schwach für einen echten Gaming-PC.“
Ganz ohne Zielgruppe wäre das Gerät aber trotzdem nicht. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es interessant wäre für Leute, die einfach ein unkompliziertes Wohnzimmer-Gerät mit SteamOS wollen, für PC-Spieler, die keine Lust auf Windows- oder Treiberprobleme haben, oder für Nutzer, die ihre komplette Steam-Bibliothek möglichst bequem wie auf einer Konsole nutzen möchten.
Dafür müsste Valve aber entweder beim Preis deutlich attraktiver werden — eher Richtung 500–600 € — oder die Hardware spürbar stärker machen.