VeraCrypt kein Zugriff mehr auf meine Laufwerke

SandraS

Newbie
Registriert
Apr. 2022
Beiträge
7
Hallo
Heute möchte ich mich mit einem Anliegen an dieses Forum wenden, da ich trotz Recherchen und Bemühungen nicht weiterkomme. Ich nutze seit Jahren VeraCrypt und habe hier 2 externe HDD Festplatten, die ich mit VeraCrypt verschlüsselt habe. Beide Festplatten haben ein und das selbe Passwort. Als ich die erste Festplatte über USB angeschlossen und VeraCrypt gestartet habe, wollte ich die erste Festplatte einbinden. Dann kam eine Passwortabfrage und obwohl ich das richtige Passwort eingegeben habe, folgte eine Fehlermeldung (siehe Bild 1).

Als nächstes bin ich in die Datenträgerverwaltung gegangen, um mich davon zu überzeugen, ob das verschlüsselte Laufwerk ordnungsgemäß angezeigt wird. Was ich ungewöhnlich fand war, dass das Laufwerk auf das ich zugreifen wollte (siehe Bild 2), gar nicht zugeordnet ist.

Dann folgte eine Meldung (siehe Bild 3), dass ich einen Datenträger initialisieren soll, damit LDM darauf zugreifen kann. Diese Meldung habe ich zwar mit Ok bestätigt, aber was es nun mit LDM. GPT, oder MBR auf sich hat, habe ich nie verstanden. Nachdem ich den Datenträger in VeraCrypt erneut einbinden wollte ist mir aufgefallen, dass unter dem verschlüsselten Laufwerk in VeraCrypt eine Datei (siehe Bild 4) mit 16 MB angezeigt wird, was vorher nicht war.

Normalerweise sollte ein verschlüsseltes Laufwerk so aussehen, wie es auf Bild 5 zu sehen ist, nämlich mit 2 Partitionen und die fehlen jetzt auch auf dem 2. Laufwerk, auf das ich nicht mehr zugreifen kann. Bei beiden Laufwerken hätte ich unter Datenträgerverwaltung (siehe Bild 6) die Möglichkeit, die Laufwerke in dynamische Laufwerke, oder zu MBR zu konventieren. Ich habe nur Sorge, dass ich irgendetwas falsch machen könnte und ich gar nicht mehr auf die Festplatten zugreifen kann. Vielleicht kennt jemand diese Probleme und kann mir weiterhelfen. Das wäre echt super.
 

Anhänge

  • 1.jpg
    1.jpg
    17,9 KB · Aufrufe: 376
  • 2.jpg
    2.jpg
    139,3 KB · Aufrufe: 374
  • 3.jpg
    3.jpg
    48,4 KB · Aufrufe: 392
  • 4.jpg
    4.jpg
    137,3 KB · Aufrufe: 417
  • 5.jpg
    5.jpg
    108,7 KB · Aufrufe: 417
  • 6.jpg
    6.jpg
    148,6 KB · Aufrufe: 403
Zuletzt bearbeitet:
Wäre gut, wenn du die Bilder direkt hochladen würdest und nicht eine PDF ohne Vorschau...
Screenshots sind simpel: Shift+Windows+S drücken, Bereich auswählen und mit Strg+V in deinen Text einfügen.

Absätze und neue Zeilen würden deinem Text ebenfalls sehr guttun.

Zum Thema:
Geht es um eine SSD oder HDD?
Wie lange war die Festplatte nicht in Betrieb?
Windows oder Linux?
Backup-Schlüssel wie eindringlich bei der Erstellung der Verschlüsselung darauf hingewiesen gespeichert?

Grundsatz, der seit Jahrzehnten logisch sein müsste, es aber für viele trotzdem nicht ist:
WICHTIGE DATEN IMMER DOPPELT SPEICHERN! (auf zwei verschiedenen Datenträgern logischerweise)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
VeraCrypt hat mir letztens ein Volume gekillt. Ich habe keine Ahnung warum. Also auch hier, wie generell: Immer ein Backup machen, wenn es dir wichtig ist!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PHuV
Ich habe bei Kunden häufig die Erfahrung machen müssen, das sie verschlüsselte Laufwerke verloren haben, weil auf einmal der Schlüssel nicht mehr funktionierte, daher immer eine "normale" Version der Daten sicher aufbewahren!
 
Würde generell WinRar oder Zip nutzen und dieses File dann per Passwort sichern. Mit Verycrypt und Bitlocker und Co, haben schon so viele Leute wichtige Daten verloren....
 
SI Sun schrieb:
Hallo und Danke für den Hinweis.

Ich habe es geändert und einzelne Bilder zum Thema hier eingestellt. In meinem Fall handelt es sich nur um HDD-Festplatten. Angeschlossen habe die Festplatten vor etwa 2 Wochen und da war alles noch in Ordnung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich denke das USB Laufwerk wurde beim einstecken als RAW erkannt, sprich die Partitionsstruktur nicht erkannt. Solche Fehler passieren deutlich häufiger wenn USB Laufwerk egal ob HDD/SSD oder USB Sticks zuvor zu früh abgezogen wurden obwohl noch nicht alle Daten auf den Datenträgergeschrieben wurde. Aber selbst wenn man alles richtig macht kann es bei USB Geräten vorkommen. Ich habe in der Vergangenheit so viel Ärger mit diesem Problem gehabt so das ich Datenträger wenn immer nur möglich direkt per SATA mit einem Wechselrahmen anschließe....
In dem Moment in dem du auf den Datenträger geschrieben hast mit dem Initialisieren kann es sein, das du damit wichtige Informationen und anderweitig genutzte Bereich überschrieben hast....
Wenn nun die daten unverschlüsselt gewesen wären, gäbe es diverse Rettungsmöglichkeiten auch wenn die Erfolgschancen eher niedrig sind. Mit ist es selber in keinem einzigen Fall gelungen den Inhalt vollständig zurückzubekommen, aber zumindest große Teile...
Ich sehe wenig Chancen das du deine Daten zurückbekommst...
Ich hoffe du hast eine Kopie der Daten...
 
frank99 schrieb:
Ich hoffe du hast eine Kopie der Daten...
Das empfiehlt sich generell.
Bei Verschlüsselung, wo Datenrettung schwer/unmöglich ist sogar doppelt.
Und wenn man mit der Datenträgerverwaltung spielt auch.

Schiefgehen kann immer etwas. Auch ohne eigenes Zutun.
Wie sieht es denn aus? Liegt ein Backup vor?
 
coasterblog schrieb:
Das empfiehlt sich generell.
Bei Verschlüsselung, wo Datenrettung schwer/unmöglich ist sogar doppelt.
Und wenn man mit der Datenträgerverwaltung spielt auch.

Schiefgehen kann immer etwas. Auch ohne eigenes Zutun.
Wie sieht es denn aus? Liegt ein Backup vor?
Leider liegt kein Backup vor.
 
Autsch.... tja dann.
Möglicherweise zum Profi. Für viel Geld und ohne Garantie bei Verschlüsselung.
 
SandraS schrieb:
Dann folgte eine Meldung (siehe Bild 3), dass ich einen Datenträger initialisieren soll, damit LDM darauf zugreifen kann. Diese Meldung habe ich zwar mit Ok bestätigt, aber was es nun mit LDM. GPT, oder MBR auf sich hat, habe ich nie verstanden.

Keine gute Idee. Durch das Initialisieren der Disk wird der erste Sektor der Disk mit dem Partitionsschema (MBR oder GPT) beschrieben, d.h. ein eventuell schon vorhandenes Partitionslayout wird überschrieben. Deswegen siehst du jetzt plötzlich auch diese kleine 16 MB Partition. Möglicherweise wurde dabei auch der VeraCrypt Volume Header überschrieben, wodurch du das Volume nicht mehr einbinden kannst.

Hast du jemals von der Disk ein Headerbackup erstellt? Wenn ja, wäre jetzt der Zeitpunkt dieses zurückzuspielen. Wenn nein, versuch mal folgendes: Geh in VC auf Select Device und wähl die Partition aus. Wenn du auf Mount klickst, gehst du zuerst auf Mount Options und aktivierst dort den Punkt Use backup header embedded in volume if available. Ein VeraCrypt Volume hat ganz am Ende der Partition noch mal ein Backup des Volume Headers. Sofern der noch nicht überschrieben wurde, kannst du vllt noch Glück haben und damit das Volume einbinden.

Ansonsten hoffe ich dass du ein Backup hast. Wichtig ist jetzt: fummel nicht weiter am Partitionslayout rum, wenn du nicht genau weißt was du tust. Wenn du die Daten recovern willst, solltest du keine Programme verwenden die irgendwelche Änderungen an der Disk vornehmen (z.B. Diskpart).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: coasterblog
Da "nur" neu initalisiert wurde, wäre ich nicht so pessimistisch bezüglich der Datenrettung. Es ist stark abhängig davon, was der Grund war, dass die Volume nicht normal angehängt werden konnte (z.B. Unvollständiger Dismount, Hardwarefehler, Power loss, etc.).

Beim Neu-Initialisieren ist das Partitionsschema neu geschrieben worden und auch der Volume Header potentiell verloren. Veracrypt setzt aber am Ende noch einen Backup Header, den man mit dem Tool selbst restoren kann.

Das Wichtigste akut ist aus meiner Sicht nicht an der Disk weiter herumzuschrauben (spricht zu Mounten oder mit Tools zu bearbeiten), da jede Aktion die Wahrscheinlichkeit des Recoverys eher reduziert. Zunächst einen vollständigen Sektor-to-Sektor Clone (auch leere Bereiche werden mit gecloned) des betroffenen Drives machen und dort dann das Recovery (Backup Header, Partitionsschema) auf dem Clone probieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: el.com
el.com schrieb:
Ein Headerbackup habe ich noch nie gemacht nein. Aber ich komme in VC irgendwie nicht weiter. Bis Select Device und die Partition auswählen bin ich noch gekommen. Aber die Mount Options, wo ich was aktivieren kann, die finde ich nicht. Ich nutze übrigens die deutsche Version von VC.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Klick im Hauptfenster auf Datenträger, dann wählst du die Disk/Partition aus und klickst auf OK. Dann wählst du einen freien Laufwerksbuchstaben aus der Liste. Dann klickst du auf Einbinden und dort dann auf Optionen (unten rechts). Da aktivierst du den Punkt Wenn verfügbar, im Volume eingebettete Kopfdatensicherung verwenden und klickst auf OK. Dann gibst du das Passwort ein, klickst auf OK und hoffst aufs Beste.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: coasterblog
absolutsicherDE schrieb:
Also ich habe noch eine 8 TB Platte frei, worauf ich Clonen könnte. Wenn ich jetzt nur wüsste, mit welcher Software ich einen unpartitionierten Datenträger um den ja geht, vollständig Sektor-to-Sektor Clonen könnte. Die Software welche ich inzwischen getestet habe, erkennt zwar die Festplatte, aber darauf kann ich nicht zugreifen, weil diese nur ausgegraut angezeigt wird.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Da gibt es verschiedene Tools, z.B. AOMEI Backupper. Oder unter jedem Linux kann man es auch einfach mit dd machen, aber da sollte man sich mit auskennen (insb. darf man dort die Optionen if und of nicht verwechseln).

//edit

Nachdem du einen Clone von der ganzen Disk erstellt hast, solltest du nunächst versuchen das ursprüngliche Partitionslayout wiederherzustellen. Solche Änderungen aber bitte nur auf dem Clone testen, nicht auf der Originaldisk! In deinem Screenshot ganz oben (5.jpg) sieht man, dass auf dem Datenträger zuerst eine 128 MB große Partition lag, gefolgt von einer zweiten Partition die sich über den Rest der Disk erstreckt. Ziel sollte sein, dass du dieses Schema mit einem Recovery-Tool wiederherstellst. Danach versuchst du, das Volume mit dem eingebetteten Volume Backup Header einzubinden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hans Meier620 und coasterblog
Und jetzt denke an ein Backup! ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Marc_N, FreedomOfSpeech und el.com
coasterblog schrieb:
Und jetzt denke an ein Backup! ;)
Wird gemacht 👍
Ergänzung ()

Da sich das Thema erledigt hat, schließe ich es auch und bedanke mich bei allen, die mir mit Rat zu Seite standen. Insbesondere danke ich nochmal el.com der, oder dem ich es zu verdanken habe, wieder Zugriff auf den Datenträger zu bekommen. Der Abend ist gerettet.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: el.com und coasterblog
SandraS schrieb:
Ich könnte dich jetzt so richtig umarmen. Es hat funktioniert und alle Daten sind noch da.
D A A A N K E E E E :streicheln:

Keine Ursache, bin froh dass ich helfen konnte 😄

SandraS schrieb:
Muss ich jetzt immer so vorgehen, wenn ich den Datenträger in VC erneut einbinde ?

Da der ursprüngliche Header (am Anfang des Volumes) offenbar einen Hau hat, würde ich dir raten zunächst alle Daten von der Platte zu sichern und sie danach neu zu formatieren/verschlüsseln.

Kleiner Tipp noch: Du solltest sicherheitshalber von allen deinen verschlüsselten Volumes ein externes Headerbackup erstellen. Das ist dann wichtig, wenn das Volume mal derart beschädigt werden sollte, dass nicht mal mehr der Backup Header am Ende des Volumes verfügbar ist. Wenn das nämlich passiert, kannst du dich ohne externes Headerbackup in den meisten Fällen von deinen Daten endgültig verabschieden.

Wie erstellt man ein Headerbackup in VC?

  1. Das gewünschte Volume darf nicht gemountet sein. Falls es gerade gemountet ist, wähle es in der Liste im VC Hauptfenster aus und klick auf Trennen.
  2. Wähle das Volume, von dem du ein Headerbackup erstellen willst unter Datenträger aus, aber mounte es nicht.
  3. Klick auf Extras > Volume-Kopfdaten sichern und folge dann den Anweisungen. Dafür brauchst du das korrekte Passwort. Der Volume Header wird dann in eine Datei geschrieben, die du am besten auf einem USB-Stick gut aufbewahren solltest.
Diese Schritte wiederholst du für alle deine verschlüsselten Volumes. Wenn du mal das Passwort für ein Volume ändern solltest, musst du auch das Header Backup neu erstellen. Übrigens brauchst du auch nach einem erfolgten Header Recovery immer noch das korrekte Passwort, um auf die Daten zugreifen zu können.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: coasterblog
Zurück
Oben