Vidda C5 Master - Ein Thread

n8mahr

Commodore
Registriert
Aug. 2006
Beiträge
4.988
Habe mir den Vidda C5 Master aus China geordert, um meinen Benq W2700 zu ersetzen, der mir in meiner neuen Wohnung zu dunkel / lichtschwach war.
Der C5 ist ein brachiales Lichtmonster und deshalb tatsächlich ein lohnenswertes Upgrade. U.A. der Lens Shift / die Objektivverschiebung ist Klassen über dem W2700.

Falls irgendwer mit dem Gedanken spielt, sich den C5 auch zuzulegen, darf hier seine Fragen gerne stellen. Im deutschsprachigen Netz findet man dazu nämlich leider so gut wie nichts; hatte ein paar Antworten im englischen Teil von Reddit dazu bekommen, aber sonst ist das Gerät anscheinend zu neu und wenig verbreitet.
 
Meine Frage, als jemand, der fast 20 Jahre lang Projektoren im Heimbereich eingesetzt hat (und auch einige Jahre professionell mit ganz anderen Extremen in diesem Bereich zu tun hatte) würdem ich interessieren:

Was hat dich dazu bewegt, erneut einen Projektor und nicht alternativ einen großen (sehr großen) TV zu kaufen?

Ich z.B. bin vor etwas über einem Jahr zum Hisense 100E77NQ Pro gewechselt, einem VA-Panel mit Full Array Local Dimming, echtem 4K UHD (kein Projektor-Upscaling-Pixelshift-Wischiwaschi), echten 144 Hz, FreeSync Premium, sämtlichen HDR/HLG/Dolby Vision Standards, einer gemessenen Maximalhelligkeit von über 1000 Nits, und so weiter...

Für 100" und 1899 Euro von Amazon war das für mich ein absoluter Nobrainer. Die vielen Nachteile eines Projektors haben damit für mich endlich ein Ende gefunden. Lediglich den einzige Vorteil, nämlich der eines noch größeren Bildes (hatte eine 122" Leinwand, 3,2 Meter Diagonale auf 16:9 maskiert), musste ich verschmerzen. Aber: 2,56 Meter TV-Diagnoale (ich sitze auch nur ca. 3 Meter entfernt) sind genauso wuchtig und das millionenfach bessere Bild gleichen das ruckzuck wieder aus.

Dennoch: wenn du eher auf den klassischen Kinolook stehst, dann sei es dir selbstverständlich gegönnt. Was ich jedoch nicht verstehe, ist die Tatsache, dass du auf "Lichtstärke" setzt. Ein Heimkino sollte DUNKEL sein. Wenn ich mit dem Projektor etwas schaue, dann dunkel ich den Raum bewusst so gut ab, wie es geht. Jedes Reststreulicht macht mir das Projektorbild von vornherein direkt wieder kaputt. Das Kontrastverhältnis bei Projektoren ist so schon mies genug, da brauche ich gewiss kein zusätzliches Licht, um das sowieso schon nicht vorhandene Schwarz noch weniger Schwarz werden zu lassen.

Ich habe meine Projektoren IMMER im ECO-Modus mit angepasster Gamma- und Weißpunktkurve laufen lassen, eben um bei komplett schwarzem Raum das absolute Maximum aus dem Bild rausholen zu können (zuletzt mit einem Sony 3-Chip LCD-Projektor).
 
warum Projektor statt TV? beantworte ich dir gerne.
  • ein Fernseher in 120" wäre noch teurer (Leinwand etc ist ja schon vorhanden, muss man sich schönrechnen..)
  • ich mag es "anders" , das Kinogefühl, weil ich wirklich SELTEN Filme und nie (!) TV schaue
  • Platzgründe! Klingt komisch, aber ich brauche die Wandfläche, die Leinwandrolle hängt Meter davor. Hat mit der Architektur und ihren künstlich "gewinkelten" Wänden und unglaublich dämlich positionierten Zugängen zu tun. Designerkram.

warum Helligkeit:
  • der w2700 war im Kinomodus auch im stockdunklen Raum nicht mehr richtig gut für 120" (außerhalb seiner Spekzifikation, er möchte bis 110" anstrahlen, hatte früher eine 100er Leinwand).
Ich hätte den w2700 behalten und mit der etwas geringen Helligkeit leben können, aber mich hat das neue Gerät vom technischen Aspekt und seiner möglichen P/L her gereizt.
Das ist eigentlich alles. Klingt fast so, als würdest du denken, ich sei ein ahnungsloser Olm, der in seiner voll ausgeleuchteten Wohnküche mal eben einen auf "Kino" macht um Tatort oder Tagesschau zu gucken. Ist aber nichtg so. Sorge unbegründet.
Würde auch jedem, der fragt, erstmal einen TV empfehlen, sehe das grundsätzlich ähnlich wie du. Aber das ist ein wenig wie mit einer Wasserkühlung. Braucht kaum einer, aber manche machen es halt trotzdem. Ist im besten Fall eine bewusste Entscheidung.
 
Zurück
Oben