Viel Speicherplatz auf SSD - wie sinnvoll belegen?

sonata

Ensign
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Hallo.

Ich habe mir vor ein paar Tagen einen neuen PC zusammengebaut. In diesem befindet sich jetzt eine SSD mit 250 GB Speicher.
Hatte mich vor dem Kauf etwas eingelesen und dabei in Erfahrung gebracht, dass auf jeden Fall das Betriebssystem auf die SSD soll. Habe ich auch so gemacht.

Nun habe ich aber noch ne Menge an Platz, da sich außer Windows bisher keine weiteren Programme auf der Festplatte befinden.

Hatte mich wohl vor dem Kauf nicht genügend informiert, denn geplant war eigentlich, dass da zusätzlich noch meine Musik und evtl. Fotos draufkommen sollen. Jetzt habe ich hier im Forum gelesen, dass eigentlich fast alle sagen, dass solche Daten auf eine "normale" HDD sollen. Der Sinn davon ist mir auch klar, aber ich habe nun mal das "Luxusproblem" des freien Speichers. Habe auch noch eine weitere HDD im PC, aber da reicht der Speicherplatz wohl nicht ganz aus.

Von daher meine Frage: Kann ich denn Musik und evtl. Bilder trotzdem auf die SSD machen oder hat dies irgendwelche Nachteile, dass z. B. die SSD ausgebremst wird?
Spielen tue ich nicht mit dem PC, aber welche anderen Programme können denn noch auf die SSD? Habe noch ein Videoprogramm von Magix, dass sich momentan auf der HDD befindet. Sollte das besser auf die SSD?
 
Du kannst deine SSD wie eine normale Festplatte nutzen. Sprich Musik etc. kannst du komplett auf die SSD ziehen. Wenn man sich ca. 10% des Gesamtspeichers freihält, sollte es nie zu Problemen in Sachen Geschwindiigkeit kommen.
 
Da Programme mit auf die SSD sollten würde ich auch das Video Programm da installieren.

Ausbremsen tun Bilder und Musik die SSD nicht. Nur sind das Daten bei denen du die Perfomance der SSD nicht brauchst und somit wäre es verschwendeter Platz. Schaden tut es allerdings nicht.
 
Du kannst alles auf die SSD packen, was du willst. SSD ist schneller, aber teurer Speicherplatz. Wenn man genug hat, dann kann man da alles vom OS über Daten bis hin zu Spielen draufpacken. Hat man jedoch viele Daten und der Platz reicht nicht, dann reicht für 0815-Dateien, wie etwa Musik, auch eine ganz normale HDD, wo man halt viel Platz für wenig Geld bekommt.
 
Windows + alle Programme auf die SSD.

Wenn dann noch Platz ist, den du unbedingt Füllen willst: Pack die Dateien drauf, die du häufig nutzt. Wenn du Videos bearbeitest würde ich Quell- und Zieldateien auf die SSD packen.
 
Du kannst auf die SSD drauf packen was du willst. Bevor du Musik und Bilder da drauf speicherst würde ich noch vorher alle Programme darauf installieren, aber wenn danach noch immer Platz ist kannst du natürlich auch Musik und Bilder da ablegen. Das bringt nicht unbedingt einen großen Vorteil, daher rät man für gewöhnlich davon ab, weil der Preis pro GB dafür einfach zu hoch ist, aber es bringt auch keinen Nachteil.
Bei mir liegen z.B. alle Daten auf SSDs, da ich möglichst wenig sich drehende Teile in meinem Rechner haben will.
 
Die HDD nimmst du als sog. Datengrab. Also alles, was man nur ab und an mal braucht oder nicht wirklich vom Tempo profitiert. Zb. Bilder und Dokumente.
Videoprogramm und die zu bearbeitenden Video natürlich auf die SSD. Auch ist es nicht verkehrt, einige Spiele drauf zuhaben, die man öfters Spielt um von verkürzte Ladezeiten zu profitieren, oder wenn viele Daten nachgeladen werden müssen von der Platte.
 
Benutze die SSD so wie du auch eine HDD benutzt und mach dir keinen Kopp um die SSD.

Alles was schnell gestartet und geladen werden soll auf die SSD. Alles was schnell starten und/ oder auch nachgeladen werden soll auf die SSD.

Alles was zweit- und/ oder drittrangig ist kann auf die ggfs. vorhandene HDD ausgelagert werden, wie z.B. persönliche Daten wie Bilder, Dokumente, Filme, Musik, etc..

Ausnahme wäre wiederum, wenn Musik-/ Bild-/ Filmbearbeitung, da kann man auch überlegen diese mit auf die/ eine SSD zu legen.
 
Es ist grundsätzlich kein Problem, normale Daten auf eine SSD zu packen. Und wenn man den Platz dafür hat, warum nicht. Man kauft bloß normalerweise eine SSD, die groß genug ist, um das Betriebssystem, systemnahe Programme (z.B. Virenscanner), also alles was beim Start geladen wirde, aufzunehmen. Wenn dann noch Platz übrig ist, so installiert man die am meiste benutzten Programme, wie Internetbrowser, Emailclient, Officepacket etc. Wenn man spielt können auch die wichtigsten Spiele auf die SSD.

Man hat keinen Vorteil von einer teuren SSD bei reinen Daten. Und da SSD-Speicherplatz erheblich teurer ist als eine HDD, wird für Daten zum Kauf einer HDD geraten. Etwas anderes gilt nur, wenn so wenige Daten vorhanden sind, dass eine kleinen SSD + HDD teurer wären als eine größere SSD wo alle Daten drauf passen.

Eine SSD sollte immer zu 1/4 nicht belegt sein, damit das Wearlevelling, also das Speichermanagement der SSD gut arbeiten kann um so die Lebensdauer der SSD zu verlängern.
 
Wenn es wirklich keine Programme (Hardwaretools, Spiele, Video/Bild-Bearbeitung, Office, etc.) mehr gibt, die du installieren willst/musst, dann hast du hier wohl ein echtes FirstWorld-Problem :D

Denk dran, daß SSDs rund 30% freien Speicherplatz brauchen damit TRIM und weitere SSD-Funktionen optimal arbeiten können und du keine Leistungseinbußen hast. Den Rest haste bestimmt auch gelesen, zB. Superfetcher und Indzierungsdienste deaktivieren, AHCI aktiv, etc.
 
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Alles auf die SSD und fertig.

Der freie Speicherplatz auf der SSD sollte nicht unter 5%-10% fallen, alles andere ist egal.
 
Okay, werde es dann wohl so machen, dass ich das Videoprogramm/andere Programme und die Musik auf die SSD packe.
Achte hierbei darauf, dass genügend Restspeicher freibleibt.
Die Bilder kommen auf die HDD, da reicht der Platz auf jeden Fall.

Ich danke euch für die Antworten.
 
Für den Videoschnitt ist es sinnvoll, den freien Platz der SSD als Arbeitsbereich zu nehmen. Beim Schneiden und muxen geht nichts über eineine SSD, denn da werden große Datenmengen auf dem gleichen Laufwerk hin- und herkopiert, das spart mächtig Zeit.

Die Windows-Partition würde ich auf 80-100GB begrenzen, die 2. Partition dann mit 64kB-Blocksize formatieren.
 
Wenn man in einem PC sowohl SSD als auch eine große HDD einsetzt, empfiehlt sich folgende Laufwerks-Organisation:

C: SSD -> Windows & Programme Ordner
D: HDD 1. Partition (25%-33% der Kapazität) -> "Eigene Dokumente" Ordner dorthin verlegen
E: HDD 2. Partition (Restlicher Platz) -> Medien-Dateien und Archive

Der Grund für die Partitionierung der HDD ist, dass die 1. Partition einer HDD aufgrund ihrer physikalischen Lage immer die schnellste ist. So ist sichergestellt, dass die am häufigsten verwendeten Dateien und Dokumente auch immer dort landen. Außerdem hat dann der Lesekopf der Platte kürzere Wege zurückzulegen, als wenn man seine Dateien über die komplette Platte verteilt.
 
Wenn die SSD längere Zeit ohne Strom ist (hab was von nem halben Jahr gelesen), dann kann es zu Datenverlust kommen... Der Effekt ist bei TLC (3 Bits pro Zelle) entsprechend höher als bei MLC (2 Bits pro Zelle) und SLC (1 Bit pro Zelle). Zudem merkt man bei der SSD (im Gegensatz zur HDD) keinerlei Vorzeichen, dass diese bald ausfällt.

Wenn man also wichtige Daten hat, unbedingt auf die HDD damit! (für Musik wohl eher weniger der Fall)
 
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pixelfehler1996 schrieb:
Wenn man also wichtige Daten hat, unbedingt auf die HDD damit! (für Musik wohl eher weniger der Fall)
Das sei alles ein Missverständnis, stellte Cox gegenüber der PC World klar. Die in der Präsentation aufgeführten Daten würden sich auf SSDs beziehen, die aufgrund der Vielzahl an Program-/Erase-Zyklen bereits das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hätten. Man sei von einem Worst-Case-Szenario für Unternehmensanwender ausgegangen, das den unwahrscheinlichen Fall behandle, dass ein LKW mit SSDs aus einem Rechenzentrum auf seinem Weg zum Datenarchiv in der Wüste liegen bleibe. Für Durchschnittsverbraucher sei es schon kaum möglich, eine SSD an die Nutzungsgrenze zu führen. Falls doch, dann würde eine SSD bei einer Lagerung bei 30°C und ohne Stromversorgung die Daten immerhin noch für ein Jahr behalten. Das sei in der Originalpräsentation ebenfalls erwähnt gewesen, sagte Cox der PC World.
http://www.computerwoche.de/a/falsch-interpretiert-ssds-verlieren-keine-daten,3212246

Einfach mal weniger oft in Panik verfallen. Lieber nach weiteren, seriöseren Quellen umsehen oder mal die Randbedingungen checken.
 
Für Wichte Daten hat man eh ein Backup. Dann ist es eh egal.
 
Tue alles auf die SSD wofür dort Platz ist, solange noch so 15% frei bleiben. Die Fotos und Musik profieren zwar wenig davon, aber bei der Suche oder Ansicht im Explorer profitierst Du schon davon wenn diese auf der SSD statt auf einer HDD liegen, da das dann schneller geht. Den meisten ist einfach der teure Platz auf der SSD dafür zu schade, aber das ist letztlich immer eine Frage des Volumen, bei einigen Dutzend GB Fotos und Muke und noch massig freiem Platz auf der SSD ist es aber was anderes als wenn man Hunderte von GB oder gar einige TB solcher Daten auf SSDs unterbringen wollte.
 
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