Vodafone berechnet Techniker für Störungsbeseitigung

Hylou

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Guten Abend,

am Freitag Abend kam ich mit meiner Partnerin nach hause und stellte fest - die Fritzbox blinkt rot.
Ein kurzer Blick auf das Interface sagte mir bereits, seit über einer Stunde keine Internetverbindung mehr.

Ich wartet daraufhin noch ca. 2 Stunden und startet mehrfach den Router neu, in der Hoffnung es ist nur was kurzzeitiges.
Gegen 0:15 rief ich als beim Vodafone Störungsdienst an, dieser fragte natürlich erstmal ob ich den Router bereits neugestartet hab - was ist bejahte.
Die nächste Frage war dann, ob das Licht im Hausflur ginge - ich bejahte dies ebenfalls.

Ich erzählte ihm daraufhin, dass der Verstärker unten im Keller offen liegt und dort kein Kasten drumgebaut ist, sprich: Jeder kann den Verstärker einfach vom Strom trennen.
Daraufhin wurde ich gefragt ob ich kurz in Keller gehen könne, um dies auszuschließen. Nach kurzen Sprint in Keller zurück in 2. Stock teilte ich ihm mit, dass der Stecker steckt.

Daraufhin nahm er meine Daten auf und teilte mir mit, dass ich über den Status per SMS benachrichtigt werde.
Am Sonntagt kam dann die SMS - es muss ein Techniker her. Also Termin gebucht für Dienstag (heute) 11-13:59.

Bis dahin tat sich aber weiterhin nichts.

Der Techniker schlug also heute hier auf, schaute sich alles an und konnte erstmal auch keinen Fehler feststellen.
Er probierte dann mal eine andere Steckdose für den Verstärker im Keller - und wunder: es geht.

Uns wurde dann gesagt, dass die Steckdose scheinbar gesondert läuft und/oder defekt ist und somit vom Hausbesitzer behoben werden muss. Soweit leuchtet mir das noch ein.

Als er uns dann jedoch sagte, weil das ja nicht das Problem von Vodafone sondern von uns ist kostet uns das jetzt 90€ mit der Begründung "hättet ihr selber ja auch testen können".

Jetzt die Frage(n) an euch:
Wie würdet ihr euch Verhalten?
Ich bin ganz ehrlich, ich sehe es nicht ein die 90€ zu zahlen. Wir hatten ein Problem und haben uns an die Störungsnummer gewendet. Wenn wir das wirklich hätten testen sollen/können, wieso wurde uns das dann nicht am Telefon gesagt?

Oder soll ich darüber vielleicht erstmal mit dem Vermieter sprechen?

Grüße
 
Hylou schrieb:
Wir hatten ein Problem und haben uns an die Störungsnummer gewendet.

ja genau, nur lag keine Störung seitens VF vor. Also ist die Berechnung formell korrekt.VF ist nicht verantwortlich für Defizite in der Energieversorgung der ÜPs.

ich würde das mit dem Vermieter besprechen.
 
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knoxxi schrieb:
VF ist nicht verantwortlich für Defizite in der Energieversorgung der ÜPs

Schon richtig, mich wundert nur das "hättet ihr selber überprüfen müssen". Demnach hätte mir der an der Hotline doch das gleiche hätten sagen müssen, spätestens als ich ihm mitteilte, dass der Verstärker offen ist ohne Kasten.

Wiegesagt, ich sehe es ja ein wenn es quark ist. Bsp ich hole jemandem und es muss nur der Router neugestartet werden. Ich war lange Zeit im Telekom Shop aktiv und hab dort selber einige Geschichten miterlebt.

Idon schrieb:
Gehört euch der Verteilerpunkt?

Nein. Wir wohnen zur Miete.
Wir wussten bis dahin nicht mal, dass diese eine Steckdose separat läuft. In dem Raum steht allerdings auch die Zentralheizung, vielleicht ist der Raum deswegen separat vom Hausstrom.
 
Hylou schrieb:
Schon richtig, mich wundert nur das "hättet ihr selber überprüfen müssen". Demnach hätte mir der an der Hotline doch das gleiche hätten sagen müssen, spätestens als ich ihm mitteilte, dass der Verstärker offen ist ohne Kasten.

ja klar das ist schon richtig. Aber mal Hand aufs Herz, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das genau die eine Steckdose kaputt geht? Mir ist dies ganz ehrlich noch nie passiert. Wenn auf einer Dose kein Saft war, lag es an einer geflogenen Sicherung, aber bisher war noch nie die Dose kaputt.
 
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Ich würd's wohl nicht zahlen. Erstmal mit dem Vermieter reden und je nachdem danach nochmal Vodafone ansprechen, dass das weder eurer Kasten ist, noch eure Steckdose.
 
knoxxi schrieb:
Mir ist dies ganz ehrlich noch nie passiert.

Mir ebenfalls nicht - daher war ich ja auch so verwundert.
Andrerseits.. Der Techniker war von Anfang an ein A****, als wir ihn baten die Schuhe auszuziehen, weil es vorher geregnet hatte schaute er uns doof an und lief trotzdem knallhart übers Laminat und den Teppich mit seinen schlammigen Schuhen "sollen uns nicht so anstellen".
Der hätte bestimmt auch ins Protokoll was anderes schreiben können als "Steckdose kaputt"...

Idon schrieb:
Erstmal mit dem Vermieter reden und je nachdem danach nochmal Vodafone ansprechen, dass das weder eurer Kasten ist, noch eure Steckdose.

Werde ich wohl auch so handhaben.
 
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Idon schrieb:
Ich würd's wohl nicht zahlen. Erstmal mit dem Vermieter reden und je nachdem danach nochmal Vodafone ansprechen, dass das weder eurer Kasten ist, noch eure Steckdose.
die von vodafon erst recht nicht.
ist einzig und alleine sache des vermieters.
wenn hier etwas nicht geht, schalte ich erst mal aus, warte etwas, schalte dann wieder ein.
wenns dann nicht geht, versuch ich eine andere steckdose.
da braucht mich keiner darauf hin zu weisen.
etwas eigeninitiative hat noch nie geschadet-hätte hier 90,- gespart.
 
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Moment, wir müssen hier doch erstmal schauen, wer hier gegen wen aus Vertrag irgendwelche Ansprüche herleiten kann!

Einfach nicht an Vodafone zu zahlen kann nicht die Lösung sein, denn der TE ist doch vorliegend Auftraggeber! Er hat doch selbst mit Vodafone eine Beauftragung durchgeführt. "Holt Euch die Kohle vom Vermieter" klappt nicht, denn Vodafone hat mit dem Vermieter überhaupt kein Vertragsverhältnis. Die können nichts vom Vermieter verlangen, mangels Rechtsgrundlage.

Ob der Vermieter die Sache zu zahlen hat, ist ein ganz anderes Thema.
Aber zunächst einmal muss der TE an Vodafone zahlen. Er kann dann, wenn der Vermieter den Ausfall zu vertreten hat, von diesem das Geld zurückverlangen. Unter gewissen Umständen.


EDIT:
Mit seinem Satz "hättet ihr selber überprüfen müssen" wollte der Techniker vermutlich nur ausdrücken, dass die Ursache nicht in der Verantwortung von Vodafone lag, sondern bei "Euch" (und mit "Euch" sind der TE und der Vermieter gleichermaßen gemeint).
 
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chris12 schrieb:
wenn hier etwas nicht geht, schalte ich erst mal aus, warte etwas, schalte dann wieder ein.

Das heißt du hättest also tatsächlich den verstärker von der Steckdose abgesteckt und an einer anderen getestet? Das mag ich doch sehr bezweiflen.
 
hätte ich und hab ich schon.
hat damals nur nichts genutzt, da der verstärker defekt war.
 
Hylou schrieb:
Das heißt du hättest also tatsächlich den verstärker von der Steckdose abgesteckt und an einer anderen getestet? Das mag ich doch sehr bezweiflen.
Nein. Aber den Vermieter angesprochen, dass ER sich um SEINEN Verantwortungsbereich kümmern kann, bevor ich einen Technikerauftrag vergebe - für seine Sachen ohne sein Wissen.
 
Tinkerton schrieb:
Aber den Vermieter angesprochen, dass ER sich um SEINEN Verantwortungsbereich kümmern kann

Auch das mag ich zu bezweifeln, wie hier im thread auch schon von jemand anderem geschrieben, wie oft geht denn wirklich eine Steckdose kaputt?

Ich kann mir kaum vorstellen das ihr wirklich hättet dem Vermieter gesagt er solle sich um sein Stromnetz kümmern, wenn man bei einer Internet Störung doch idR eher von einem Problem seitens des Anbieters ausgehen muss. Zumal mich der Anbieter ja gefragt hatte ob der Hausstrom funktioniert, was ja generell der Fall war.
 
nicht oft, aber es passiert.
ist aber auch kein problem bei einer störung mal eben kurz umzustecken.
egal was du sonst noch bezweifelst.
 
Dem widerspreche ich nicht - jedoch muss doch die Person gegenüber immer von nem DAU ausgehen. Sprich spätestens als ich mitteilte, dass der verstärker offen liegt hätte dies gesagt werden müssen.
 
@Hylou

Nicht wirklich. Vodafone muss nicht explizit davor warnen, dass für Dich (Auftraggeber) Kosten entstehen könnten, wenn sich herausstellt, dass der Fehler nicht im Verantwortungsbereich von Vodafone liegt. Dieses Basiswissen wird von einem mündigen Bürger vorausgesetzt.

Es ist ganz ähnlich wie beim Auto:
Du kaufst Dir einen Neuwagen, und bereits nach 3 Monaten ist die Klimaanlage kaputt.
Du gehst zum Händler und verlangst Gewährleistung.
Der prüft Dein Auto und stellt fest: mechanische Beschädigung am Klimakondensator (Steinschlag) = zufälliges Ereignis, welches vom Händler nicht zu vertreten ist.
Nicht nur, dass Du nichts auf Gewährleistung (und auch auf Garantie nicht) ersetzt bekommst, du musst trotzdem 50€ für diese Diagnose zahlen. Und davor musste man Dich auch nicht vorweg warnen.


Zurück zu Deinem Fall:
Du wirst an Vodafone zahlen müssen. Du kannst Dir das Geld vom Vermieter zurückholen, wenn dieser für den Ausfall verantwortlich ist. Nur so wird ein Schuh daraus.
 
Hi, zwei Punkte:

1. Hängt an der Sicherung der Steckdose wirklich nur diese eine Steckdose? Wenn ja muss der Grund für die geflogene Sicherung ja am Verstärker liegen => VF Problem. (Wenn es denn die Sicherung war, kaputt geht ne Steckdose im betrieb nicht)

2. Wenn du die Steckdose/ den Verstärker nciht selber beauftragt hast ist der Vermieter verantwortlich.
 
JPsy schrieb:
Hängt an der Sicherung der Steckdose wirklich nur diese eine Steckdose?

Ja tatsächlich.
Diese sicherung ist ausschließlich (!) für den Kabelanschluss bzw für die Steckdose.
Kaum haben wir die Sicherung wieder eingesteckt ging auch der Anschluss wieder.
 
Dann würde ich damit argumentieren. Wenn nur der Verstärker dran hängt, muss er die Sicherung ausgelöst haben.

Edit: Oder Du hast nen bösen Nachbarn...?
 
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