News Vodafone-Chef: 5G-Auktion verpulvert Geld für 50.000 Mobilfunkstationen

Skywalker1992 schrieb:
Was hättest du als Vodafone Chef gemacht?
Entweder auf Frequenzen verzichtet (macht keinen Sinn) oder in den sauren Apfel gebissen und das Geld bezahlt. Aber dann nicht im Nachhinein "mimimi" gemacht, weil die Welt ja ach so ungerecht ist ;)

drago-museweni schrieb:
Hätte der Staat einen funken Verstand dann hätte er die Auktion zwar genauso durchführen sollen, aber das Geld nicht an den selbigen zahlen, sondern verpflichtend für die Bieter machen müssen, das damit der Ausbau betieben werden muss in genau der Höhe der Gebote, und wenn das nicht erfolgt muss an den Staat gezahlt werden.

Oder zumindest einen Teil der Kosten dafür zweckbinden. Aber auch der Staat macht die Hand auf und kassiert lieber die Kohle. Ganz klar. Die Idee ist aber ansich echt gut! :)
 
EduardLaser schrieb:
Der Vergleich mit Österreich hinkt, denn das Land hat deutlich weniger Fläche.

Das einzige, was hier hinkt, ist dein Vergleich.
Klar hat Österreich weniger Fläche, aber auch eine wesentlich geringere Einwohnerdichte.
Pro Gebiet hast du viel weniger potentielle Kunden, als in DE, also eigentlich ist es sogar weniger rentabel.
 
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drago-museweni schrieb:
Hätte der Staat einen funken Verstand dann hätte er die Auktion zwar genauso durchführen sollen, aber das Geld nicht an den selbigen zahlen, sondern verpflichtend für die Bieter machen müssen, das damit der Ausbau betieben werden muss in genau der Höhe der Gebote, und wenn das nicht erfolgt muss an den Staat gezahlt werden.
Und wer kontrolliert dann, dass die Kosten intern nicht extrem hochgerechnet werden?
"Hier, wir haben die 2 Mrd. investiert; in einen einzigen Funkturm. Der war halt etwas teurer" :D
 
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Derselbe Mist wie beim Mobilfunk wird wiederholt und dann feiern sich Politiker für vermeintliche "Einnahmen" die die Bürger via (im internationalen Vergleich) völlig überteuerte und rückständigen Verträge die nächsten Jahrzehnte zurückblechen dürfen. JUHU!
Mal von der Frage abgesehen, ob ich diese Verstrahlung via 5G überhaupt will und es ok ist mir das als Bewohner dieses Landes quasi aufzuzwingen, stellt sich eine weitere Frage.
Würden nicht Staat und Bürger vielmehr profitieren, wenn die Infrastruktur, wie bei allem eigtl. was zentral dazuzählt, von staatlicher Seite ausgebaut und dann an Firmen "vermietet" würde, bzw. Abgaben zur Nutzung? Das Geld käme nicht nur wieder rein, es gäbe wahrsch. auch viel bessere Konditionen für die Endnutzer, sieht man ja an anderen Ländern. Infrastruktur in staatliche Hand, aber dann auch ordentlicher Ausbau.
 
Was bei der Kritik an der Versteigerung untergeht: Es ist bei 5G eine Regulierung der Frequenzvergabe erforderlich, aus technischen Gründen. Die für 5G freigegebenen Frequenzen haben stark unterschiedliche Charakteristiken. Salopp gesagt: je tiefer die Frequenz, desto grösser die Reichweite, Bedeutet in der Praxis, dass ein Anbieter, der nur "hohe" Frequenzen (beispielsweise 3.5 GHz) erhält, sehr viel mehr Mobilstationen aufstellen müsste, um eine vergleichbare Abdeckung (in der Fläche) zu erhalten.

In der Schweiz wurde dies dadurch gelöst, dass der Regulator "Frequenzpakete" geschnürt und versteigert hat; bei allen waren tiefe und hohe Frequenzen drin, aber mit unterschiedlichen 'Anteilen'. Diese Pakete waren je mit Minimalpreisen versehen, die bei höherem Anteil hoher Frequenzen tiefer lagen. Erlöst hat der Regulator knapp 380 Millionen Franken .
 
Zuletzt bearbeitet: (Korrektur einer Frequenzangabe (3.5 statt 5 GHz))
estros schrieb:
Die 6,55Mrd sollten nun für Mobilfunkmasten zur Verfügung stehen, damit ganz Deutschland abgedeckt wird. Diese durch das Geld gebauten Masten darf jeder der Mobilfunkanbieter dann nutzen. Fertig.



Toller Artikel.

So ungefähr sehe ich das auch. Bei 50000 Masten kann man vermutlich einiges machen. In der Relation zu den 4g Mästen wäre es ja die komplette Abdeckung.

Aber man darf nicht vergessen, dass 5g wohl mehr braucht, weil sie eine kleinere Reichweite haben. Wieviele nötig sind bleibt interessant. Und auch muss man natürlich eine Versorgung für 4 Anbieter gewährleisten.

Persönlich kann ich mir vorstellen, dass man vielleicht sogar hergeht in Kooperation mit den Anbietern und das Netz komplett öffentlich aufstellt.

Hier kann man ja dann eine ~reine Betriebskosten—Vermietung veranstalten. Die hat dann keine Benachteiligung für die Anbieter, sie müssten sie im Eigenbesitz auch zahlen.
Einen Aufpreis gibt es nur solange bis der vom Bund bezahlte Restpreis(alles was über die 6 Milliarden geht) bezahlt ist.

Das wäre dann 5 g an jeder Milchkanne und einen stark benachteiligten Anbieter gibt es wohl auch nicht.
 
Tzk schrieb:
Der Typ ist doch ein Witz... Immerhin haben die Steigernden den Preis getrieben.

Die steigenden Preise sind entstanden durch das Versagen der Politik. Wir haben nur drei Netzbetreiber in Deutschland (Telekom, Vodafone und O2) und das liegt daran, dass nur solche Milliardenkonzerne genug Knete haben, um bei den Versteigerungen überhaupt mitbieten zu können. Eine Konkurrenzsituation gibt es praktisch nicht. Diese Konzerne holen sich ihre Investition dann wieder rein, in dem sie in den Großstädten Vollgas geben, denn da sind die low-hanging fruits, und dem Rest der Republik die neuen Standards nur alibimäßig und vor allen Dingen mit jahrelanger Verspätung zur Verfügung stellen. Darunter leiden vor allen Dingen viele mittelständische Unternehmen, Krankenhäuser, etc. In vielen Regionen werden die neuen Standards von den Unternehmen erst angeboten, nach dem die Kommunen die Netze aus eigener Tasche bezahlt haben.

Hätten wird ein staatliches Netz, das dann an Telekommunikationsunternehmen vermietet werden würde, dann gäbe es diese ganzen Probleme nicht. Man muss schon ziemlich schwachsinnig im Kopf sein, um zu denken, dass es eine gute Lösung sei, die digitale Infrastruktur eines Landes in die Hände von drei börsennotierter Unternehmen zu legen.
 
So ein Blödsin. Lasst euch nicht von solchen Aussagen aus der Industrie verarschen. Ohne Versteigerung der Lizenzen, würden die Konzerne einfach mehr Gewinn machen - super, dass sie für die Lizenz zum Geldverdienen einen Teil davon an die Allgemeinheit zurück geben müssen.

Ob es einen Preisdruck gibt oder die Anbieter ein riesen Markup einfahren können hängt einzig von der Konkurrenzsituation ab. In so fern super, dass es dieses Mal ein Anbieter mehr ist.
 
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ToTom schrieb:
Das einzige negative an der Auktion ist, dass sie den Ausbau unnötig in die Länge gezogen hat.
Weil die Mobilfunknetzbetreiber ja auch sofort mit dem 5G Netzausbau anfangen, ohne verfügbare Endgeräte. Ausserdem ist für den 3,5 GHz Frequenzbereich eine neue Netzplanung erforderlich. Gerade im ländlichen Gebiet können nur wenige vorhandene Standorte genutzt werden weil sich diese zu weit von den bewohnten Gebieten entfernt befinden.

Und die Frequenzen im 2 GHz Band sind bis Ende 2020 mit UMTS belegt, diese werden erst 2021 frei für 5G sein.

sikarr schrieb:
Ja geil, die Landschaft mit 50.000 weiteren Masten verschandeln
Da werden mit Sicherheit keine 50.000 neue Masten gebaut, denn ca. 2/3 der Standorte werden sich in Städten bzw. auf Stadtgebiet befinden und die Basisstationen z.B. an Gebäudewänden u. bereits vorhandenen Masten montiert werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
zazie schrieb:
Was bei der Kritik an der Versteigerung untergeht: Es ist bei 5G eine Regulierung der Frequenzvergabe erforderlich, aus technischen Gründen. Die für 5G freigegebenen Frequenzen haben stark unterschiedliche Charakteristiken. Salopp gesagt: je tiefer die Frequenz, desto grösser die Reichweite, Bedeutet in der Praxis, dass ein Anbieter, der nur "hohe" Frequenzen (beispielsweise über 5GHz) erhält, sehr viel mehr Mobilstationen aufstellen müsste, um eine vergleichbare Abdeckung (in der Fläche) zu erhalten.

In der Schweiz wurde dies dadurch gelöst, dass der Regulator "Frequenzpakete" geschnürt und versteigert hat; bei allen waren tiefe und hohe Frequenzen drin, aber mit unterschiedlichen 'Anteilen'. Diese Pakete waren je mit Minimalpreisen versehen, die bei höherem Anteil hoher Frequenzen tiefer lagen. Erlöst hat der Regulator knapp 380 Millionen Franken .


Hat man das denn bei uns auch getan.

oder haben die Bestbieter einfach immer das beste bekommen?
Ergänzung ()

StuffedLion schrieb:
So ein Blödsin. Lasst euch nicht von solchen Aussagen aus der Industrie verarschen. Ohne Versteigerung der Lizenzen, würden die Konzerne einfach mehr Gewinn machen - super, dass sie für die Lizenz zum Geldverdienen einen Teil davon an die Allgemeinheit zurück geben müssen.

Ob es einen Preisdruck gibt oder die Anbieter ein riesen Markup einfahren können hängt einzig von der Konkurrenzsituation ab. In so fern super, dass es dieses Mal ein Anbieter mehr ist.

So würde ich es nicht ganz sagen. Die Aussage stimmt natürlich. Ob ansonsten 6 Milliarden investiert würden, darf man anzweifeln.

Wenn man diese jetzt gesaved hat, hat man im Grunde alles richtig gemacht. Wenn man die jetzt in den Bundeshaushalt für xyz fließen lässt, alles falsch.
 
Runaway-Fan schrieb:
Der war halt etwas teurer"

Da wären wir beim Funken Verstand(Staat) da müsste halt eine Standardanlage genommen werden zur Preisermittlung, und evtel noch örtliche Gegebenheiten, aber klar Leute die für den BER zuständig sind sollten das nicht übernehmen sonnst kostet ein Mast wirklich soviel..:D
 
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Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter moniert, dass der Preis in vielerlei Hinsicht zu hoch gewesen sei.
Und ich moniere mit Blick auf das Ausland, dass die Mobilfunkkosten speziell in Deutschland viel zu hoch sind.
Bei einer der schlechtesten Netzabdeckungen.

Unfassbar was der so absondert.
 
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Vodafone macht über 10 Millarden Umsatz im Jahr, die sollen jetzt nicht anfangen zu weinen...
 
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EduardLaser schrieb:
Der Vergleich mit Österreich hinkt, denn das Land hat deutlich weniger Fläche.
Aber dafür viel mehr abschattende Berge und Täler. Holland ist eben nicht überall.
 
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WinnieW2 schrieb:
Da werden mit Sicherheit keine 50.000 neue Masten gebaut, denn ca. 2/3 der Standorte werden sich in Städten bzw. auf Stadtgebiet befinden und die Basisstationen z.B. an Gebäudewänden u. bereits vorhandenen Masten montiert werden.
Ich weis das keine 50.000 deswegen gebaut werden, aber ich glaube man weis was ich damit sagen wollte?
 
Infect007 schrieb:
Als ob sie das Geld in die Mobilfunkmasten gesteckt hätten, wenn sie für die Lizenzen nichts bezahlt hätten...

Dazu hätte man sie vertraglich zwingen können, ansonsten dürfen die Frequenzen nicht genutzt werden.
 
Der Typ "jammert" doch nur, weil er sich dadurch erhofft, dass die Politik später den Ausbau subventioniert und er so einen Teil der Ausgaben bei der Auktion wieder zurückerhält.

Läuft doch beim Glasfaserausbau gerade genauso:
Erst ewig lange so tun, also ob VDSL mehr als ausreichend ist, damit einen Bedarf generieren, der immer prekärer wird und dann sich bei Förderprogrammen durch Bund/Land Zuschüsse sichern.
Und am Ende zahlt der Verbraucher doppelt und dreifach:
Einmal mit Lebenszeit, weil er ewig drauf warten musste, dann durch Steuern (irgendwie muss der Staat ja die Subventionen decken), und dann in Deutschland durch die eklatant hohen Nutzungsgebühren, womit die Provider den Ausbau in anderen Ländern querfinanzieren.

Somit machen die Provider aus ihrer Sicht alles richtig.
Und ein angeblich Schuldiger auf den man zeigen kann ist auch da: Der Bund mit seiner Auktion.
 
Ametsreiter spricht deshalb nicht von Ausgaben, sondern Schäden in Höhe von 6,6 Milliarden Euro.
... für die Aktionäre, meint er wohl :hammer_alt:

Wenn man sich an der Auktion beteiligt, geht man damit auch Verpflichtungen für den Netzausbau ein. Das heißt, jedem Anbieter wird vorgeschrieben eine Mindestzahl der Bevölkerung bis zu einem gewissen Datum mit der 5G Technologie zu erreichen. Man kann darüber streiten, ob das die beste Lösung ist, aber am Ende zahlt sowieso der Kunde.

Ich bin in diesem Punkt disillusioniert genug, dass ich solches Jammern gar nicht mehr wahrnehme. Selbst nachdem der 4G Ausbau über Jahre hinweg teuer von den deutschen Kunden bezahlt wurde, sind die Kosten für mobiles Breitband immer noch (unverschämt) hoch im EU Schnitt. Laut einer weltweiten Erfassung, durchgeführt von cable.co.uk, steht Deutschland bei den Datenpreisen ziemlich schlecht da.

Sortiert man die Excel Datei nach der Spalte "Cheapest 1GB (USD)", wird die Sache noch schlimmer. Für Vielnutzer sind dann nur noch die Schweiz, Griechenland, Belgien und Portugal teurer, während die Preise in vielen Ländern wie Frankreich, Italien oder Großbritannien sogar um ein Vielfaches günstiger sind.

Daher muss man sich auch fragen, ob ein vierter Anbieter langfristig vielleicht doch keine schlechte Sache ist, denn der Konkurrenzkampf wird sich langfristig positiv auf die Preise auswirken, so wie das auch schon auf anderen Märkten beobachtet werden konnte. Ich wohne in Österreich und konnte die jahrelange Preisschlacht bei Mobilen Netzbetreibern selbst miterleben.
 
Ich halte es für einen Skandal wie man hier mit Vodafone umgegangen ist. Da hat die Regierung dem Vodafone-Chef doch tatsächlich eine Pistole an den Kopf gehalten und ihn zur Gebotsabgabe in Höhe von 1,88 Milliarden Euro gezwungen. :grr:

Unerhört sowas!
[/Ironie]
 
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zazie schrieb:
In der Schweiz wurde dies dadurch gelöst, dass der Regulator "Frequenzpakete" geschnürt und versteigert hat; bei allen waren tiefe und hohe Frequenzen drin, aber mit unterschiedlichen 'Anteilen'. Diese Pakete waren je mit Minimalpreisen versehen, die bei höherem Anteil hoher Frequenzen tiefer lagen. Erlöst hat der Regulator knapp 380 Millionen Franken .
das wäre Fair, ich würde halt wie weiter oben geschrieben aber nur NutzugsLizenzen für ein periodisches Entgeld verkaufen. Ähnlich einer Pacht.
 
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