Vodafone verlässt öffentliche Internetknoten

Holzkopf schrieb:
inter.link wird auch als transit genutzt,
Mag sein das Inter.link auch transit anbietet, ich konnte bisher als Vodafone Kunde keinen Fall finden. Vodafone nutzt zum Transit meistens das Netz der Konzernmutter und oder einen der großen wie Lumen, Arelion oder Cogent.
Vodafone muss ebenfalls Geld für Transit zahlen, also warum sollte man diesen dann selbst kostenlos anbieten?
Holzkopf schrieb:
Du hast als kleines Netz nun keine Möglichkeit mehr kostenlos wie vorher traffic abzugeben an Vodafone sondern bist an kosten gebunden.
Es ist halt leider schon immer so, die kleinen Zahlen an die großen. Iat man kein Tier 1 zahlt man für Transit.
 
z.b. golem.de / level66network sind transit Nutzungen von inter.link.
Quasi immer wenn man inter.link im traceroute sieht, kommt nicht das Paid-PNI zum Einsatz.
 
Holzkopf schrieb:
z.b. golem.de / level66network sind transit Nutzungen von inter.link.
Stimmt Level66 läuft' über Inter.link und das macht sich sehr positiv bemerkbar, seit dem hat der level66 speedteste Server in Frankfurt bei mir mit den niedrigsten Ping von allen.

Golem läuft bei mir über DE CIX oder Telekom, genau wie heise.de
 
Dr. Chaos schrieb:
Du bist selbst inter.Link Mitglied, dann ist auch der Weg "kostenlos"
Der Interconnect mit Vodafone über inter.link kostet, abgesehen von Sonderangeboten, im Allgemeinen natürlich und die Preise legt Vodafone fest. Wie kommst du dazu, dass der kostenlos sei?

Dr. Chaos schrieb:
Es ist halt leider schon immer so, die kleinen Zahlen an die großen. Iat man kein Tier 1 zahlt man für Transit.
Nein, dagegen gibt es public-IX. Da zahlst du an den DE-CIX, nicht an einen Transitprovider, und auch nicht pro Traffic, sondern pro Port.
Transit ist mittlerweile wohl nicht mal unbedingt teurer, aber es ist eben "ein Großer", den man nicht unbedingt bezahlen will.
 
Der grösste Traffic-Anteil läuft bei VF jetzt direkt über die Transitanbieter Lumen und den konzerneigenen C&W (von dort geht's dann über Telia, NTT, Cogent etc.).
Danach folgen RETN, core-backbone und zum ganz kleinen Teil DTAG.

inter.link habe ich nur ganz selten gesehen und den de-cix so gut wie gar nicht mehr.
 
markchess schrieb:
Der grösste Traffic-Anteil läuft bei VF jetzt direkt über die Transitanbieter Lumen und den konzerneigenen C&W
Nein, 90% oder sogar mehr läuft über direkt Peering PNI. Das betrifft alles was Rang und Namen hat, Google, AWS, Meta usw

Die restlichen 10% teilen sich auf, auf AS1273 VF (CW), AS1299 Arelion, AS3356 Lumen.
Alle 3 werden als Upstream und für Transit genutzt. Der Großteil des internationalen Transit läuft natürlich über AS1273
Das ist meistens Traffic an Websites und kleine internationale Dienste.

Dann gibt es noch etliche private nationale PINs wie die Telekom, C-B, und was es sonst noch so gibt aber die werden nur genutzt um Kunden in diesen Netzen direkt zu erreichen.
Zb heise.de die hosten bei PlusServer und PlusServer ist angebunden an die Telekom somit läuft Traffic dorthin auch über die Telekom.

Alles was noch übrig bleibt nimmt dann den Weg über Inter.Link oder (noch) die öffentliche wie DE-CIX.

markchess schrieb:
(von dort geht's dann über Telia, NTT, Cogent etc.).
Danach folgen RETN, core-backbone und zum ganz kleinen Teil DTAG.
VF DE hat keine direkte Anbindung an NTT.
Und zu welchem Ziel nutzt VF Transit über RETN? Wenn laufen solche Ziele eigentlich immer über den AS1273.

Die Telekom wird nur national genutzt um Kunden der Telekom zu erreichen und umgekehrt. Dafür haben Vodafone und die Telekom seit Dezember 2025 ein direktes privates peering in Frankfurt.
 
Ich hätte "de-cix Ersatz Traffic-Anteil" schreiben sollen.
Mir ist schon klar dass über Hyperscaler mehr als 90% des VF Traffics laufen (über PNI).
 
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@markchess Gut, dann hätte ich mir viel Text sparen können 😊
Aber da es hier User gab die davon überzeugt waren das Vodafone im Zuge des inter.link Deals in Zukunft alle PNI aufkündigt und nur noch inter.link nutzt, war ich vielleicht etwas zu motiviert noch mal klarzustellen das dies natürlich nicht so ist. 😉
 
Das Problem ist ja nicht was nutzt VF nun um Traffic abzukippen, sondern was können die anderen nun nutzen.
Und die kleineren haben nun kosten am Bein die sie vorher so nicht hatten.

Sie müssen nun auf die eine oder anderen weise für Traffic zahlen, den VF Kunden bei ihnen anfragen.
 
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Holzkopf schrieb:
Und die kleineren haben nun kosten am Bein die sie vorher so nicht hatten.

Sie müssen nun auf die eine oder anderen weise für Traffic zahlen, den VF Kunden bei ihnen anfragen.

Ja, ist es fair? Nicht unbedingt, die großen bitten die kleinen zur Kasse.
Aber seinen wir mal ehrlich, jeder der kleinen hat einen Tier 1 Provider zb die Telekom, über welchen Sie ohne Aufpreis für Transit nutzten dürfen, weil im Monatspreis inklusive. Das ist dann nicht mehr der direkte Weg führt dann letztendlich aber auch kostenlos zu Vodafone.
 
Dr. Chaos schrieb:
über welchen Sie ohne Aufpreis für Transit nutzten dürfen, weil im Monatspreis inklusive.
Gibt es dazu eine belastbare Quelle?

Volumenbasierte Abrechnungenmodelle beim Transit sind zumindest meines Wissens nicht unüblich, sondern sogar eher die Regel. Weswegen es ja gerade public-peering gibt, wo in der Regel portbasiert abgerechnet wird.

Was natürlich bedeutet, dass es doch teurer wird für alle kleinen AS-Betreiber, die ihre upstreams eben aus Kostengründen nur sehr sparsam nutzen, wenn das irgendwie geht.
 
Als Gesetzgeber würde ich sowieso alle dt. ISPs dazu zwingen an allen öffentlichen (grossen) InternetExchanges open Peering zu betreiben und Kapazitäten überdimensional bereitzustellen (auch für den Ernstfall, siehe Corona-Krise).
Vollgelaufene Backbones/Peerings/Nodes bzw. DoublePaid Peering würden drakonische Geldstrafen/ labenslange Gefängnisstrafen nach sich ziehen und wären verboten.

Die BNetzA hätte die Aufgabe jeden Tag etliche Messungen zu machen (besondres zu Stoßzeiten) und die gesamten Backbone-/Peering-/Netzwerkkapazitäten aller ISPs aktiv zu überwachen.

Das Gesetz dann für die ganze EU einführen und dann global.
 
markchess schrieb:
Als Gesetzgeber würde ich sowieso alle dt. ISPs dazu zwingen an allen öffentlichen (grossen) InternetExchanges open Peering zu betreiben und Kapazitäten überdimensional bereitzustellen
Markt regelt ja bekanntlich und bezahlen für Überkapazitäten, die man nur alle Jubeljahre mal braucht, will ja auch keiner. Und je nachdem, wie "open" du das siehst, wäre es natürlich auch sinnfrei, wenn ein kleiner Anbieter sich ins gemachte Netz eines Großen setzen kann. Wobei die Zuführung zu den großen IX eh schon ne kostspielige Sache ist, die sich keiner zum Spaß antut.
markchess schrieb:
Vollgelaufene Backbones/(...)/Nodes
Das bekommen die Anbieter in der Regel selbst gut hin, sofern da nicht Tiefbau nötig ist.
markchess schrieb:
labenslange Gefängnisstrafen
Verhältnismäßigkeit gleich 0.
 
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markchess schrieb:
Als Gesetzgeber würde ich sowieso alle dt. ISPs dazu zwingen an allen öffentlichen (grossen) InternetExchanges open Peering zu betreiben und Kapazitäten überdimensional bereitzustellen (auch für den Ernstfall, siehe Corona-Krise).
Vollgelaufene Backbones/Peerings/Nodes bzw. DoublePaid Peering würden drakonische Geldstrafen/ labenslange Gefängnisstrafen nach sich ziehen und wären verboten.
Sorry aber ich habe selten so ein Quatsch gelesen.
Ich hatte während der Corona Krise bei Vodafone keinerlei Probleme, weder beim Peering noch beim Speed.

Ich glaube wir haben andere Probleme, als irgendwelchen Privatwirtschaftlichen-Unternehmen vorzuschreiben wo Sie Ihr Peering betreiben.
markchess schrieb:
Die BNetzA hätte die Aufgabe jeden Tag etliche Messungen zu machen (besondres zu Stoßzeiten) und die gesamten Backbone-/Peering-/Netzwerkkapazitäten aller ISPs aktiv zu überwachen.
Das macht keinen Sinn und wäre Steuerverschwendung!
markchess schrieb:
Das Gesetz dann für die ganze EU einführen und dann global.
Genau, und wer sich nicht daran hält wird dann einmal monatlich direkt in Moskau auf dem roten Platz öffentlich hingerichtet. 🙄
 
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Das ist kein Blödsinn.
Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs ist das Internet ein Grundrecht.

Verstossen ISPs gegen dieses Recht (und damit meine ich all meine oben aufgeführten Punkte), müsses diese Frimen hart und drakonisch bestraft werden.
Und mit der Telekom müsste man anfangen!

Da verstehe ich keinen Spass.
 
markchess schrieb:
Das ist kein Blödsinn.
Doch
markchess schrieb:
Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs ist das Internet ein Grundrecht.
Mag sein, ändert aber nichts, das du weder ein Unternehmen zwingen kannst dich mit Internet zu versorgen noch kannst du einem Unternehmen vorschreiben über welche Wege Daten fliesen, und das ist auch gut so.
Du schreibst DHL ja auch nicht vor über welche Autobahn deine Pakete fahren.

Ich habe keine Lust jeden Monat 5€ mehr zu bezahlen nur damit die Provider die kosten für das ganze öffentliche Peering refinanzieren können.
markchess schrieb:
Verstossen ISPs gegen dieses Recht (und damit meine ich all meine oben aufgeführten Punkte), müsses diese Frimen hart und drakonisch bestraft werden.
Joa, das ist deine Meinung die darfst du auch haben, aber dies wird niemals passieren.
 
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markchess schrieb:
Früher oder später kommen solche Gesetze.
Ist, klar 😂

Warum zur Hölle sollte irgendjemand solche Gesetzte erlassen?
99,95% der Bundesbürger wissen weder das Peering ist noch interessiert es sie.
Die Leute wollen Internet ob die Daten nun über A oder B geroutet werden juckt die nicht.
 
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Ich sehe zur Zeit absolut keine Notwendigkeit für eine derartige Regulierung.
Gerade in Bezug auf das immer wieder kritisierte Telekom Peering ist ja gleichzeitig die Telekom verpflichtet, ihre Teilnehmeranschlüsse auch anderen Providern zur Verfügung zu stellen. D.h kein Haushalt, der an Telekom VDSL oder FTTH hängt, muss die Telekom als Internet Provider verwenden.

Unabhängig davon ist das Internet immer noch ein best effort Netzwerk, d.h. niemand hat einen Anspruch darauf, das ein bestimmtes Ziel mit einer garantierten Latenz und Bandbreite erreicht werden. Auch die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur misst nur die Bandbreite zu bestimmen Referenzpunkten und zielt eigentlich darauf ab, dass die Provider innerhalb ihrer Zugangsnetze und Backbones überhaupt die im Produktinformationsblatt zugesagten Bandbreiten realisieren können.
 
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Ich wollte grade auf meinem 2. Laptop den Chromium-Browser aktualiseren, auf einmal wieder Schneckentempo.

Dann testhalber jetzt den Download von https://github.com/crystal-linux/is...-16-25/crystal-live-09-13-22-16-25-x86_64.iso
angeworfen, ebenfalls wieder totale Katastrophe:

slow.jpg


VF - für mich endgültig gestorben.
 
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