Von Real auf Gym

Dish

Cadet 2nd Year
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Dez. 2013
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28
Hallo @all,

Ich werde voraussichtlich nächstes Jahr meine Mittlere Reife haben. Danach möchte ich gerne auf Gymnasium gehen, um das Abitur abzulegen und damit dann ein MINT-Fach zu studieren, da diese Fächer bei mir die größte Leidenschaft wecken.

Aktuell hab ich einen Schnitt von 1,1, das ist weniger das Problem, nur ich habe Angst aufm Gym zu versagen, weil es doch deutlich schwerer seien soll, was ich ja nicht schlecht finde, da mir doch auf der Real ziemlich langweilig ist. Aber ich denke ich, habe dann vielleicht ein Problem mit dem lernen, da ich für die Test gar nicht bis max 10 min lernen muss und ich mir denke, dass das sich zu einem Problem entwickeln würde. Denn ich stelle manchmal vor, dass ich "lernen" nie wirklich gelernt habe.

Vor allem aber habe ich Angst vor dem Versagen, in der Grundschule hatte ich immer 4-5 und bin eigentlich grade so durchgekommen und mein Lehrer hat gesagt ich wäre zu unkonzentriert bzw. Adsartig, obwohl ich mich selbst absolut nicht sehe, auch meine Freunde, Familie nicht, das war meist nur in der Schule so.

Ich weiß selber heute nicht wirklich aus welchem Grund ich so schlecht war, mir war meist langweilig und lesen, rechnen konnte ich auch schon (vor erster Klasse), habe mich meist nur bei schweren Aufgaben angestrengt und war dann meist erster.

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit dem Umstieg, habe doch mehr Angst als ich dachte.

Alles Gute,

Dish
 
Erfahrung nicht, aber Empfehlung: Probier es. Entweder Du schaffst es, das Lernen zu lernen oder nicht. Wenn Du es schaffst, dann kannst Du deinen Studienweg gehen. Wenn nicht, dann hast Du 1 Jahr auf dem Gymnasium Erfahrungen gesammelt. Wenn Du es nicht probierst, machst Du dir später evtl Vorwürfe, dass Du es nicht geschafft hast. Ich würde es einfach probieren.
 
Mit ein wenig Fleiß ist auch das Gymnasium problemlos zu schaffen.

Arbeite im Unterricht konzentriert mit und mache die Hausaufgaben. Schau dir den in der Schule durchgenommenen Stoff zu Hause wieder an. Tauchen dabei Fragen auf, so versuche diese durch Recherche (z.B. Internet, iteratur) selbst zu Lösen. Frage ggf. deinen Lehrer in der nächsten Stunde.

Das Lernen kann man nicht lernen, weil das ein individueller Prozess ist. Jeder Mensch lernt anders.
 
Solltest du ohne Probleme schaffen.

Ich bin nach der 10. Klasse von Realschule aufs Gymnasium gewechselt und konnte sogar meinen Notenschnitt halten. Es gibt kein "Gymnasium ist schwerer" es gibt nur ein "man ist weniger motiviert".

Meine Erfahrung, Noten aus den einzelnen Jahrgängen sagen wenig über die eigene Intelligenz aus, sondern mehr darüber, ob man ein Ziel zum lernen hat oder nicht. In der 9 Klasse war ich sogar versetzungsgefährdet ... jetzt hab ich zwei Studienabschlüsse und arbeite grad an dem Dritten.

ok?
 
Ich würde nicht sagen, dass das Gymnasium "schwerer" ist. "Aufwändiger" ist vielleicht das bessere Wort.
Das "richtige" Lernen lernt man ohnehin nicht in der Schule, darum würde ich mir wenig Gedanken machen. Da gilt eher das Prinzip auf Klausur lernen, dann das Gelernte wieder vergessen, weil man den Stoff nicht mehr braucht und auf die nächste Klausur vorbereiten.
 
Bookstar schrieb:
Wenn man faul ist, schafft man das Gymnasium einfach nicht.

Bleib auf der Realschule. Ernsthaft. Das Gymnasium ist schlichtweg Opfer der uninformierten Massen geworden. Mein Weibchen ging auf die Real, hat auch ihr Abi, seitdem neben Berufserfahrung auch einen Haufen akademischer Titel angesammelt. Trotzdem klagt sie, daß das Abi ein Haufen Arbeit gewesen sei.

Ich war auf dem Gymnasium, es war ein Witz. Ich verstehe immer noch nicht, wie manche ihr Abi nicht packen konnten.
 
@Twostone
na wenns für dich ein witz war finde ichs aber höchst enttäuschend von dir das du keien vorstellung davon hast das es da menschen geben mag für die das kein witz ist.

immer mal über den tellerrand schauen!
 
damn80 schrieb:
@Twostone
na wenns für dich ein witz war finde ichs aber höchst enttäuschend von dir das du keien vorstellung davon hast das es da menschen geben mag für die das kein witz ist.

Klarstellung: Ich persönlich halte den Besuch der Realschule aus verschiedenen Gründen besser als einen Abschluß am Gymnasium. Ich stimmte zu meiner Zeit schon nicht dem Lehrplan zu, heutzutage sogar noch weniger. Noch dazu gefällt es mir nicht sonderlich, daß immer mehr Eltern ihren Müll auf dem Gymnasium abladen, weil es ja doch so toll ist. Die Realschule ist nicht schlechter als das Gymnasium, nur ihr Ruf ist nicht vergleichbar mit dem eines Gymnasiums. So manche Schulform ist eher zu Unrecht verkannt, aber das brauchen wir jetzt nicht weiter ausführen.

Sollte sich jemand angegriffen gefühlt haben durch meine vereinfachte Darlegung in vorangegangenem Post, so bitte ich, dies zu entschuldigen und über die tiefere Bedeutung nachzudenken.
 
Danke an alle !

Ich glaube das mit dem Gym wird schon werden. Dann muss ich nur noch überlegen, ob ich G8 oder G9 wählen soll, da muss ich mir auch nochmals die Vor/Nachteile ausmalen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich selbst hab das auch gemacht, zuerst Realschule, dann Wechsel aufs Gymnasium, um das Abi zu machen. Ich persönlich hatte damit keine Probleme, nur steigt der Arbeitsaufwand merklich, da man 1. mehr Unterricht hat und 2. Die Hausaufgaben auch gern mal überhand nehmen. Zudem den Stoff aus zwei Jahren zu lernen fürs Abi ist auch nicht ohne. ;)

Aber es ist machbar. Ich war ohne Verschlechterung meines Schnitts auf das Gymnasium gewechselt. Nachher im Studium steigt die Arbeitsbelastung eh nochmal stark an.
 
Dish schrieb:
Danke an alle !

Ich glaube das mit dem Gym wird schon werden. Dann muss ich nur noch überlegen, ob ich G8 oder G9 wählen soll, da muss ich mir auch nochmals die Vor/Nachteile ausmalen.

Die Oberstufe dauert drei Jahre, egal ob G8 oder G9, zwei davon sind Quali-Phase (meines Wissens in allen Bundesländern so). Die G8'ler sind durch die Verkürzung allerdings ein Jahr jünger als du.
 
@Arcanus, ok danke für die Info.

@Alkcair, ich bin auf einem bilingualen Realschule, habe 40 Stunden die Woche (also jeden Tag bis 15 Uhr), Zeit sollte kein Problem sein ;). Für den Stoff, wenn er schwer seien sollte, muss ich halt nach der Schule nochmal lernen, musste ich bis jetzt nicht. Aufpassen im Unterricht und vorm Test 10 min üben hat bis jetzt immer gereicht.
 
Dish schrieb:
Aufpassen im Unterricht und vorm Test 10 min üben hat bis jetzt immer gereicht.

Das ist doch auch Quatsch. Vor allem in Lernfächern wie z.B. Geschichte oder Biologie braucht man vor größeren Tests schon ein paar Stunden um eine angemessene Note zu schreiben. Ich erinnere mich wie viel Stunden Auswendig lernen das beinhaltet hat, Kotz..

Die meisten Schüler brauchen auch in Mathe mehr als 10 Minuten, aber ok das sehe ich es ein wenn jemand begabt ist, braucht er das wohl nicht
 
Für Mathe lerne ich z.B. nie.

Geschi, Bio lese ich meist die Texte nochmals durch, kann relativ schnell lesen und während des Unterrichts, wenn mal nichts los ich lese ich die auch manchmal durch.
 
Ob man die gymnasiale Oberstufe als Witz ansehen kann, kommt auf viele Faktoren an.
Wenn man ein Naturgenie ist, dann empfindet man es sicher als Witz, wenn man keine wirklichen Ansprüche an sich und seinen Abschluss stellt evtl. auch.
Ich habe das Abi auch im Frühjahr diesen Jahres hinter mich gebracht (nicht als Wechsler, sondern direkt als einer der ersten G8er). Es ist machbar, darüber braucht man nicht zu diskutieren.
Das mit dem Wechsel von der Realschule aufs Gymnasium kann ich wie gesagt nicht beurteilen, kann mir aber nicht vorstellen, dass es Probleme geben sollte bei einem derzeitigen Schnitt von 1,1.

Allerdings finde ich schade, dass von einigen hier die ganze Sache etwas heruntergespielt wird. Das Abi kann ein Arsch voll Arbeit sein. Das hängt wie gesagt vom Talent, vom Anspruch an die eigene Leistung, etc. pp. ab.
Aber mit etwas Fleiß ohne Probleme machbar.

Viel Glück auf Deinem weiteren Weg, wo auch immer er Dich hinführen mag ;)
 
Arcanus schrieb:
Da gilt eher das Prinzip auf Klausur lernen, dann das Gelernte wieder vergessen, weil man den Stoff nicht mehr braucht und auf die nächste Klausur vorbereiten.

Gerade in den naturwissenschaftliche Fächern gibt es keinen Stoff, den man nicht mehr braucht. Am besten vergisst man da überhaupt nichts mehr, weil neuer Stoff immer auf vorhandenem Wissen (alter Stoff) aufbaut.
 
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