Ich kann dir nur absolut von Vodafone abraten!!!
Und ich kann auch genau erklären warum.
Zuerst einmal: Es macht hier keinen Sinn Erfahrungen zu Vodafone-Kabelanschlüssen mit einzubringen.
Kabelanschlüsse basieren auf einer gänzlich anderen Infrastruktur und Technik und werden auch von anderen Support-Mitarbeitern betreut.
Bei den DSL-Anschlüssen ist es so, dass Vodafone kaum eigene Infrastruktur besitzt, sondern in der Regel die Netzkapazitäten der Telekom anmietet.
Das gilt nicht nur für die "letzte Meile", also den Kabelweg vom örtlichen DSL-Verteiler ins Gebäude, sondern auch die Backbone-Kapazität im BGN-Knotenpunkt. Dort laufen die ganzen Anschlüsse von den Telekom-Ortsverteilern (DSLAMS) zusammen und werden dann ins Vodafone eigene Netz übergeben.
Allerdings nur dann, wenn der BGN-Knotenpunkt (es gibt davon 901 in Deutschland) von Vodafone bereits mit eigener Glasfaser erschlossen wurde. Das ist leider bei weitem noch nicht bei allen der Fall.
Bei den BGN-Knoten die noch nicht von Vodafone direkt bia Glasfaser erschlossen wurden muss Vodafone dann sog. Layer3-Kapazitäten von der Telekom mieten um die Daten über die Glasfaser-Infrastruktur der Telekom an einen anderen BGN-Knoten zu leiten, der dann von Vodafone erschlossen wurde.
Und hier liegt das Problem:
Diese angemieteten Layer3-Kapazitäten sind häufig deutlich zu gering, so dass vor allem in den Abendstunden, wenn viele Kunden im Anschlussbereich eines nicht direkt erschlossenen BGN-Knotens bandbreitenintensives Streaming durchführen, kommt es bei den L3-Kapazitäten zu Engpässen.
Das sieht dann in der Praxis so aus, dass den Tag über bei einer 100/40 VDSL-Leitung die volle Bandbreite anliegt, von 19 bis 23 aber aber z.B. nur 2/32 MBit/s anliegen!
Dabei ergeben sich mehrere Probleme:
- es ist relativ schwierig Vodafone den Fehler nachzuweisen.
Wenn man bei der Hotline anrft (und ja, die ist wirklich nicht so toll...), sind während der Erreichbarkeit der Technik die Bandbreiten meistens hervorragend, weil das Problem ja häuftig nur in den Abendstunden auftritt. Abhilfe schafft hier eine mehrtägige Messkampagne über das Messtool der Bundesnetzagentur.
- alle Fehlerbehebungsversuche seitens Vodafone, der Telekom und auch der BNetzagentur setzen immer nur bei der letzten Meile an. Maximal noch am Ortsverteiler.
Vodafone schickt dann also einen Telekom-Techniker, den Vodafone selbst erst buchen muss. Der kommt vor Ort und stellt fest, dass die Leitung in Ordnung ist und rückt dann wieder ab. Der Techniker gibt dann Rückmeldung an Vodafone (oder auch nicht...) und das Problem ist für Vodafone erstmal erledigt, weil die Leitung ja ok ist und der Fehler nach Logig von Vodafone also beim Kunden liegen muss...
- Vofafone ist durchaus bewusst, wo der Fehler tatsächlich liegt, und dass die angemietete L3-Kapazität viel zu gering ist um die versprochenen Bandbreiten in Stoßzeiten auch nur ansatzweise liefern zu können. Dennoch wirbt man aktiv selbst in wissentlich überbuchten Netzbereichen neue Kunden an!
Und obwohl in den meisten Fällen mehr L3-Kapazität verfügbar wäre, lehnt Vodafone (rein aus Profitgründen!) selbst in massiv überbuchten Bereichen die Buchung weiterer Kapazitäten kategorisch ab.
Versprechen und Zusagen zum zukünftigen Ausbau von L3 auf L2 werden nicht eingehalten und nur zum "hinhalten" der Kunden genutzt.
Das ist rechtlich gesehen "vorsätzliche sittenwidrige Schädigung".
Ob man in einem überbuchten Netzbereich liegt oder nicht, kann man vorab nicht in Erfahrung bringen.
Daher kann ich pauschal nur entschieden davon abraten zu Vodafone zu wechseln!