[Wakü Radiator] Was ist besser schmal oder breit?

Chaiiin

Lt. Commander
Registriert
Nov. 2011
Beiträge
1.485
Hi Leute

Hätte gerne mal kurz eure Meinung gehört. Wie man dem Titel schon entnehmen kann, geht es um Radiatoren und um deren Beschaffenheit was die Breite betrifft.

Es gibt ja Radiatoren mit einer Breite von ca. 30mm bis 60mm, und meine frage ist jetzt, welche denn effizienter kühlen?

Gehen wir mal davon aus das es sich um 240er Radiatoren (bis auf Breite identische maße) mit 2x120mm Lüftern und einer Drehzahl von 700rpm handelt.
Welchen würdet ihr vorziehen und Warum? Den mit 30mm Breite oder den mit 60mm?
 
Zuletzt bearbeitet:
natürlich den mit 60mm Breite, weil er die doppelte Kühlfläche hat.
 
Ist die Leistung der Lüfter bei 60mm, im gegensatz zu 30mm, nicht halbiert, weil es im grunde genommen durch doppelt soviel wasser pusten muss?
 
Es pustet schonmal nichts durch wasser. Und nein, es hängt lediglich vom Abstand der Lamellen ab, wieviel tuft durchkommt. Ist der Lamellenabstand groß, kommt viel luft durch, egal wie tief, oder wo soll denn bitte die Luft hin die vorne reingekommen ist?
 
es kommt viel mehr auf die lamellenausformung an als die pure stärke.
dicke radiatoren brauchen oftmals höhere drehzahlen um sich absetzen zu können.
bei 700rpm defintiv noch nen dünnen, das ist deren kragenweite.
 
tiefere radiatoren und solche mit feineren lamellen erzeugen einen hohen gegendruck.
die meisten lüfter die man derzeit bekommt sind aber auf hohen durchsatz, nicht auf hohen druck ausgelegt.
druckstarke lüfter werden nur noch vor allem industriell und bei sinnlosen overclockingprojekten eingesetzt. Diese Deltas etwa sind besonders druckstark weil sie neben den rotoschaufeln noch eine zweite reihe statorschaufeln besitzen, fast wie eine kompressorstufe einer turbine.
delta190cfm_01.JPG


Bei leisen Lüftern die meist besonders druckschwach sind, kann es passieren dass ein dickerer radiator sogar schlechter performt als ein dünner, weil kaum noch luft durchdringt.

Silverstone hat bei den air-penetrator lüftern feine statorschaufeln verbaut und kann damit ähnlich wie Delta deutlich mehr druck liefern als durchschnittliche Lüfter nur mit dem Rotor. Das sind also ideale Lüfter für high performance raddis.
 
Zuletzt bearbeitet:
bei dicken radiatoren lohnt sich dann auch eher schon eine push/pull-kombination der lüfter,also 4 anstatt 2
 
zumindest bei denen mit feinen lamellen lohnt sich pushpull, ja! also z.B. hwlabs raddis (blackice)

es gibt aber auch seit dem trendsetter thermochill PA eine reihe von low restriction raddis mit enormen lamellenabständen die auch mit langsamen Lüftern gut können.
 
Zuletzt bearbeitet:
@davidzo

Sind die Silverstone die einzigen ihrer Art? Oder gibts noch mehr solcher auf Druck getrimmte Lüfter? Haben die eine besondere Bezeichnung?
 
@Chaiiin: natürlich gibt es noch andere dieser bauart außer silverstone, zum beispiel die verlinkten deltas. praktisch jeder größere OEM-lüfterhersteller hat druckstarke lüfter im angebot.
eine extra bezeichnung gibts nicht, aber in indeustriekreisen (bei papst, delta, nmb, san ace, etc.) gibt es datenblätter wird die druckleistung in 0.x milimeter wassersäule angegeben.
So sinnvolle und genaue Daten gibt es aber natürlich nicht im retailbereich wo die lüfter ja auch zu ganz anderen (niedrigeren) Preisen angeboten werden und eher durch optik, verpackung und marketing verkauft werden statt durch beeindruckende Spezifikationen.
Also im PC-Markt ist Silverstone also wohl alleine. Im Industriebereich gibts aber noch viele andere hochleistungslüfter...
 
Hi,
sorry, die Airpenetrator sind eigentlich für eine Bündelung des ausgehenden Luftstroms gedacht um gezielt in Gehäusen Bauteile mit Frischluft zu versehen. Normale Lüfter verwirbeln hinter dem Propeller/Lüfter die Luft sehr stark - das ist bei Radiatorbelüftung sinnvoll, um die rund ausströmende Luft mit dicker Propellernarbe realtiv gleichmässig auf die quadratische Fläche zu den Lamellen zu bringen.
Turbinen sind laut - meine Papst Lüfter sind laut - aber sie schaufeln auch gut Luft. Nur dann kann man leise vergessen.
Prinzipiell: Lamellenfläche ist nur durch mehr Lamellenfläche zu ersetzen.
Ob diese Mehrfläche durch Verdopplung der Dicke oder durch mehr Lamellen pro cm kommt ist nur dann entscheidend, welche Kühlung man bevorzugt: leise oder kühl (mit Reserve).
Leise und langsame Lüfter bauen nur einen geringen Druckgradienten auf (egal ob push oder pull). Sie profitieren sehr stark von einem Lüftersandwich, da wenn auf der einen Seite ein Überdruck und auf der anderen Seite ein Unterdruck erzeugt wird, somit der Gesamtgradient über die Dicke größer ist und somit mehr Luft an den Lamellen vorbeifließt. => bessere Kühlung
700 rpm ist nich tviel, ist aber auch nicht super leise für die Silentfans. Ich höre 700 rpm nur, wenn es 180er im Doppelpack sind - und ich genau hinhöre.

Es gibt reichlich Untersuchungen zu dem Thema (Roundup/Review Radiatoren), z.B.

http://www.hardwareluxx.de/community/f137/radi-sandwiches-sehr-viele-davon-594857.html

http://www.hardwareluxx.de/communit...eradiator-vergleichstest-16-radis-832681.html

http://www.hardwareluxx.de/communit...adiatoren-im-vergleichstest-bonus-623565.html
http://www.hardwareluxx.de/communit...e-22-08-11-nun-22-modelle-im-test-669248.html
oder meinen AC AMS/420er Vergleich. Da habe ich auch eine 280er mit dichten Lamellenpacket gegen einen gleich dicken mit "normaler" Lamellendichte vermessen.
http://www.hardwareluxx.de/community/f137/ams-420-radiatoren-848542.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich ganz einfach, man nehme die beiden Alphacool NexXxos mit 45mm und 60mm dicke und vergleiche sie.
Meistens ist der 60 mm Radiator in Tests besser, besonders bei niedrigen Drehzahlen und das bei gleicher Fertigung (soweit ich weiss!)!
 
Zurück
Oben