Wann macht man einen Apostroph?

sry, aber französisch is bei mir unten durch. es reicht wenn ich die aussprache noch teilweise weiß, aber die grammatik + rechtschreibung war und ist unter aller sau. ;)
 
Der Duden is nur ein Buch und hat nicht die Sprachhoheit des Deutschen inne... man könnte quasi von Regeln im "instruction sense" sprechen statt "regulation sense"... oh Gott, im ersten Semester is tatsächlich was hängen geblieben :)
 
Find ich doof. :D

Wenn jeder seine Regeln selber macht, dann lautet die Antwort auf die Eingangsfrage: "Mach Dein Apostroph wo Du willst".
 
Der Duden is nur ein Buch und hat nicht die Sprachhoheit des Deutschen inne
Maßgeblich nach meinem Verständnis ist dieses Schriftstück: "Regeln und Wörterverzeichnis. Entsprechend den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Überarbeitete Fassung des amtlichen Regelwerks 2004. München und Mannheim – Februar 2006."

Hinzuziehen kann man noch die "Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung". Das ist ein 30-seitiger Text mit dem Titel: "Teil 2: Erläuterungen und Materialien", ebenfalls München und Mannheim – Februar 2006.
 
Aber der Titel sagt es ja... "Empfehlungen..."
Außerhalb bestimmter Bereiche (Schule, Öffentlicher Dienst etc) is die Befolgung sämtlicher Regeln quasi freiwillig. Sicherlich stehen wir unter einem gewissen gesellschaftlichen Druck uns Regel konform zu verhalten aber zwingen kann uns niemand.
 
Äh, na super. Dafür musst Du nun 5 Euro in die Wortspielkasse zahlen...

Na klar, keiner kann Dich zwingen, richtig zu schreiben. Du musst auch nicht arbeiten, mehr als die unbedingt notwendige Nahrung zu Dir nehmen oder Schuhe tragen. Aber manche Dinge erleichtern das Leben in der Gesellschaft nun mal. Dazu gehört das Tragen der Schuhe, weil irgendwas unangenehmes immer auf dem Gehweg liegt und die Rechtschreibung, damit man sich dem Gegenüber korrekt und damit verständlich und respektvoll mitteilen kann.

Aber Du kannst auch schreiben, wie Dir gerade ist. Dann wundere Dich aber nicht, wenn keiner mehr mit Dir kommunizieren will. ;)
 
Es ging im Endeffekt ja nur darum das ich sagen wollte, dass auch der Duden nicht unfehlbar ist und nur weil etwas da drin steht es nicht automatisch richtig oder gut sein muss. Sicher ist es meistens richtig aber auch da werden Fehler gemacht... vom Sinn der neuen Regeln gar nicht zu sprechen. Aber das wäre nun wieder eine Fall für Christian Stetter... :D
 
Na klar, aber nach irgendwas muss man sich doch richten. Sonst geht's uns so wie Gordon Ramsay gerne sagt "he dances around like a headless chicken". ;)
 
Selbstverständlich, ich richte mich ja auch nach dem Duden... man sollte halt nur im Hinterkopf behalten warum und wie weit wir das tun und es nicht einfach als Gesetzmäßigkeit hinnehmen, nach dem Motto "es steht im Duden also MUSS das so sein weil der Duden ja das Grundgesetz der deutschen Sprache ist".
 
Im Titel des Werkes steht "Empfehlungen", weil der Rat nicht die Kompetenz besitzt, die Regeln verbindlich aufzustellen. Allerdings haben die Kultusminister den Rat mit der Ausarbeitung der Regeln beauftragt und sie dann unverändert verabschiedet (übernommen).

Wie ich schon in einer PN an Tankred schrieb, ist die Angelegenheit dennoch zu einem Politikum mutiert. Denn der "Teil 2: Erläuterungen und Materialien" enthält einen zusätzlichen Zweiseiter ("Handreichung zur Umsetzung der Getrennt- und Zusammenschreibungs-Regeln aus der Anwenderperspektive"), der von einer selbst ernannten "Wörterbuchgruppe" im Rechtschreibrat ausgearbeitet wurde, allerdings ohne Kenntnis des Rates.

In den Wörterbüchern (Duden, Wahrig) sind Teile dieses gänzlich informellen Schriftstückes verarbeitet worden. Dabei geht es z. B. um eine Beschlussvorlage der Arbeitsgruppe zur Getrennt- und Zusammenschreibung um Peter Eisenberg, die als E5 zu § 34 vorgesehen war, jedoch im Plenum keine Mehrheit fand.
 
Jau, und um nicht wahnsinnig zu werden, richte ich mich einfach nach dem Duden. Hätte auch der Wahrig werden können, aber der Duden war bei uns im Büro einfach das maßgebliche Werk.
 
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