Exar_Kun
Rear Admiral
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PhaTox schrieb:Ich halte LSD nicht für eine weiche Droge, die Wirkung kann durchschlagen wie eine Granate- und Gnade Dir Gott, wenn Du dann alleine bist (So ein abgesägtes Körperteil kann im späteren Leben schon für ein gelegentliches Hellau und Hallo sorgen....)
Ohne LSD verharmlosen zu wollen (hier gilt das gleiche, was ich zu Cannabis geschrieben habe), liegt die Problematik zumindest teilweise an der Illegalisierung. Die quantitative Wirksamkeit von LSD ist beispiellos (50µg = wirksame Dosis) und unter unprofessionellen Herstellungsbedingungen und der üblichen Verabreichungsform, einem Stück Papier, ist eine passende Dosierung natürlich reine Glückssache. Die Horrortrips, von denen oft berichtet wird, sind zumeist Überdosierungen geschuldet.
In der Psychiatrie wurde LSD vor einigen Jahrzehnten noch erfolgreich zur Behandlung bestimmter Krankheitsbilder eingesetzt, unter medizinischen Bedingungen und bei quasi nicht vorhandenden Risiken für die Gesundheit. Erst als sich in den 60ern mißbräuchliche Anwendung unter den Hippies i, angeführt von Timothy Leary, häufte, und er die Jugend anstachelte ("Turn on, tune in, drop out"), wurde LSD als Droge öffentlich gebrandmarkt und auch der Psychiatrie als Instrument entzogen.
@seppuku,
Natürlich Definitionssache, aber die psych./phys. Abhängigkeit entwickelt sich beim Alkohol natürlich - wenngleich auch langsamer - ebenso, allerdings mit lebensgefährlicher Entzugssymptomatik.