warum darf alkohol und zigaretten verkauft werden?

PhaTox schrieb:
Ich halte LSD nicht für eine weiche Droge, die Wirkung kann durchschlagen wie eine Granate- und Gnade Dir Gott, wenn Du dann alleine bist (So ein abgesägtes Körperteil kann im späteren Leben schon für ein gelegentliches Hellau und Hallo sorgen....)

Ohne LSD verharmlosen zu wollen (hier gilt das gleiche, was ich zu Cannabis geschrieben habe), liegt die Problematik zumindest teilweise an der Illegalisierung. Die quantitative Wirksamkeit von LSD ist beispiellos (50µg = wirksame Dosis) und unter unprofessionellen Herstellungsbedingungen und der üblichen Verabreichungsform, einem Stück Papier, ist eine passende Dosierung natürlich reine Glückssache. Die Horrortrips, von denen oft berichtet wird, sind zumeist Überdosierungen geschuldet.

In der Psychiatrie wurde LSD vor einigen Jahrzehnten noch erfolgreich zur Behandlung bestimmter Krankheitsbilder eingesetzt, unter medizinischen Bedingungen und bei quasi nicht vorhandenden Risiken für die Gesundheit. Erst als sich in den 60ern mißbräuchliche Anwendung unter den Hippies i, angeführt von Timothy Leary, häufte, und er die Jugend anstachelte ("Turn on, tune in, drop out"), wurde LSD als Droge öffentlich gebrandmarkt und auch der Psychiatrie als Instrument entzogen.

@seppuku,
Natürlich Definitionssache, aber die psych./phys. Abhängigkeit entwickelt sich beim Alkohol natürlich - wenngleich auch langsamer - ebenso, allerdings mit lebensgefährlicher Entzugssymptomatik.
 
Ich würde einfach sagen, dass die Legalität von Tabak und Alkohol auch darin liegt, dass sie vor allem Jahrtausende alte Genussmittel sind. Das sind LSD, Heroin und was auch immer sicher nicht.
Außerdem leben wir nicht in Diktatur, sondern in einer so genannten freien Gesellschaft. Wenn man den Bürger digital überwacht, ihm alle gefährlichen Genussmittel verbietet (inkl. Fastfood, das inzwischen sicher viel mehr Leute krank macht als der Blaue Dunst (geschätzt >70%)) während er sich mit mehreren Jobs totarbeiten soll, steht das einer freien Demokratie nicht gut an.
 
Der Staat hat aber gegenüber seinen Bürgern und der Gesellschaft eine gewisse Sorgfaltspflicht. Du kannst nicht von einem Staat erwarten, dass er alles zu lässt ohne die eventuelle gesellschaftliche Wirkung zu berücksichtigen.
Der Staat hat letztendlich bereits genug mit den Folgen von Alkohol und Tabak zu kämpfen.
 
Durch Tabak und Alkohol bekommt der Staat schließlich auch 'ne Menge Geld. Wenn die das komplett verbieten würden ist das ein weiterer Grund auszuwandern...
Außerdem sterben wir eh alle ob jetzt mit 85 oder 75 ist mir persönlich völlig egal und jedem selbst überlassen. Viele kriegen schon jahre vor ihren Tod mehrere Krankheiten die ziemlich schmerzhaft sein können und in manchen Situationen ist es von Vorteil dann vor lauter alkoholismus nicht mehr klar denken zu können und viele Zellen abgestorben sind, die Regenrationsfähigkeit beeinträchtigt und so die Schmerzen schäwcher zu spüren.
 
@ZotaC.T. Tja, werspäter bremst ist länger schnell, stimmts?
 
Ich find's schon komisch, wieviele Leute tatsächlich glauben, unsere Regierung versucht ihr Steueraufkommen zu maximieren. Da macht man sich das ganze zu einfach.

Das Totalverbot von harten Drogen und das Teilverbot von Alkohol, Tabak, Waffen, Glücksspiel und derartigen Dingen muss man im Zusammenhang zu den Kosten unseres Gesundheitssystems sehen. Natürlich wären die Steuereinnahmen höher, wenn Heroin bei Aldi mit 70% Steueraufschlag verkauft wird, aber dann bricht die Produktion dieser Menschen ein, sie werden unter Umständen bedürftig und verursachen Kosten im Sozialsystem, die die Einnahmen durch den Heroin-Verkauf mehrfach übersteigt.

Diese Rechnungen werden für alle Drogen durchgerechnet, danach entscheidet sich, ob sie zugelassen werden oder nicht. Dazu kommt noch der Faktor des Schwarzmarktes. Wenn der Staat nicht in der Lage ist, den Schwarzmarkthandel zu unterbinden, ist ein Semiverbot besser als ein Totalverbot (z.B. illegal importierter Tabak oder selbstgebrannter Schnaps).

Die einzige Ausnahme, die mir jetzt einfällt, sind Lebensmittel. Ich denke, hier wird alles zugelassen, weil es keine Rolle spielt, ob jemand seine Fettsucht mit Schokolade oder Schweinebraten stillt und später mit 51 den zweiten Herzinfarkt bekommt.
Ich schätze mal, hier gibt es überhaupt keine Einschränkungen, weil es von der Bevölkerung nicht akzeptiert würde (Sahnetorte ist wohl ein eindeutigerer Genuss als Wodka) und weil die Palette an Lebensmitteln zu umfangreich ist.
 
Und diese beiden Produkte kostet ihm auch einen großen Batzen Geld.
 
Da kostet die aufgeblasene Verwaltung/Bürokratie der Krankenkassen mehr, als wenn die ganze Republik saufen und rauchen würde. ;)
 
ich bin dafür , das jeder der ungesund lebt, an den gesundheitskosten beteiligt wird und wenn er von sozialleistungen lebt, diese entsprechend gekürzt werden!
jeder hat das recht sich selbst zu schaden, aber nicht auf kosten der allgemeinheit !

(kommt nicht von mir , hab ich vor ein paar monaten in einer zeitung gelesen )
 
Mit Sicherheit. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise und der Rekordverschuldung werden die Steuern ganz bestimmt erhöht werden müssen, und Genußmittel wird es dabei noch am ehesten treffen.
 
Ich habe auch nichts über eine Erhöhung gehört, aber es ist auch eine sehr komplizierte Angelegenheit. Einerseits sind Zigaretten ein Suchtartikel und eine Steuer darauf wird den Konsum nur leicht reduzieren.

Andererseits verursacht Rauchen ja Kosten im Gesundheitssystem, aber sie senkt wiederum die Lebenserwartung, so dass der Staat nicht soviel Rente bezahlen muss. Dann wiederum gibt es aber auch Ausfälle bei den Steuereinnahmen durch die dadurch verursachten Krankheiten ...
Ich weiß daher nicht, ob man das ganze überhaupt in eine Formel packen kann, so dass der Staat das Optimum für Bürger und Haushalt erzielen kann, zumal ja noch der Schwarzmarkt dabei ist.

Es gibt sicherlich keine neutralen Studien über die wahren Kosten von Alkohol und Tabak, somit liegt die Höhe der Steuer in erster Linie vom Bauchgefühl der Politik ab.
 
Die Poltiker würden wegen finanziellen Aspekten wohl nie ein Verbot gegen Tabak/Alkohol bringen. Denn ob der Staat weiterhin groß Pleite macht stört sie ja Persönlich nicht so wirklich. Wenn sie jetzt allerdngs das Verbot vorstellen kommt bestimmt so eine nette Pettition die grade so in Mode ist und der Politiker macht sich viele Feinde was zum aus seiner Karriere führen kann. Dies ist er sich bewusst und versucht immer das zu machen bzw. zu unterlassen was mehrere Leute stören würde.

Zusätzlich gibt es da noch den Aspekt das die Politiker ja selbst rauchen und wenn man sich mal so diverse Wahlaktionen der Cdu/Csu ansieht auch ganz gerne trinken (Damit sich keiner beschweren kann wegen böser NAchrede oder so: Die Cdu hat tatsächlich als Wahlkampf zur Lokalwahl zum Bier trinken eingeladen)

Ich glaube aber das schon diverse Steuererhöhungen für Alkohol und Tabak gezeigt haben das dies nur sehr wenige davon abhält weiterhin an diesem "Luxusgut" zu hängen.Allerdings muss man ja auch sagen das an manchen Lokalitäten ne Flasche Bier nicht wirklich teurer ist als die gleiche Menge an Cola/Sprite/Fanta, was doch aufgrund der Steuer irgendwo nicht sein darf.

Zum Thema FastFood: Das Problem hierbei ist ähnlich: Große Steuereinnahmen von Läden wie eben McDonals/BurgerKing und andere Burgerketten. Außerdem ist es schwierig Grenzen zu ziehen: Wo beginnt ungesunder FastFood den man Verbieten will und was ist kein FastFood mehr. Ich denke ein Anti-FastFood Gesetzt würde niemals durchkommen da es gezielt auch gegen bestimmte Firmen wirken würde. Und nicht wirklich zur Verbesserung des Gesundheitshaushaltes in Deutschland verbessern würde. Fettige Burger kann man sich immernoch selbst machen, Getränke wie Cola/Sprite/Fanta mit einem großen Zuckergehalt kann man immernoch kaufen und jeder sollte eigentlich wissen was mit dem Zucker passiert der nicht verwertet wird.
 
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Ich denke, auch, dass die Argumentation, dass Schädigung der eigenen Gesundheit zu "Bestrafung" führen soll, ad absurdum führt.
Was soll man etwa mit den ganzen Dicken machen? Übergewichtige bekommen oftmals um die 50 Diabetes nebst anderer Erkrankungen, die sicher mehr Arbeitszeit kosten als ein schnell metastierender Tumor. Sollen die 40 Jahre Behandlung aus eigener Tasche zahlen?

Man kommt da auch zur Frage, warum es einerseits gut und legal (!) ist Raucher zu diskriminieren (!), andererseits Übergewichtige nicht ausgegrenzt werden dürfen?
Wollte man das Rauchen/Alkohol trinken verbieten, müsste man Übergewichtige nötigen, abzunehmen oder ansonsten ebenso mit Starfen zu belegen. Das gab es schonmal und dass es so etwas nicht wieder geben wird, ist gut und sinnvoll.
 
Ein Übergewichtiger schädigt im seltensten Fall andere Menschen.
Bei Alkohol (durch die Verhaltensänderung, Verkehr,...) und Rauchen sieht das ganz anders aus.
Von mir aus kann man von Übergewichtigen (wobei man hier auch zwischen den Ursachen unterscheiden muss) einen höheren Krankenkassenbeitrag verlangen.
 
Naja. Übergewichtige schädigen durch Ausfallszeiten im Zuge von Folgeerkrankungen die Volkswirtschaft und Arbeitgeber direkt. Da muss man mit Feierabendbier oder Genusszigarre am Wochenende aber schon ganz schön was anstellen.
Ich fordere für keinen Verfolgung, wollte nur deutlich machen, dass die Verfolgung von Rauchern im Sinne des Grundgesetzes und allgemein moralisch doch fragwürdiger ist, als es manche Propaganda glauben macht.
Gibt ja auch andere Sachen. Ich führe da etwa mal Hunde an. Bevor man Raucher politisch verfolgt, müsste man erstmal alle Hunde abschaffen. Mich hat jedenfalls noch kein Raucher gebissen, angesch*** oder auf dem Rad angesprungen.
Sprich: Dieses ganze Verbieten führt zu nichts.
 
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Gibt ja auch andere Sachen. Ich führe da etwa mal Hunde an. Bevor man Raucher politisch verfolgt, müsste man erstmal alle Hunde abschaffen. Mich hat jedenfalls noch kein Raucher gebissen, angesch*** oder auf dem Rad angesprungen.
Sprich: Dieses ganze Verbieten führt zu nichts.

*signed*

@Seppuku:
Wenn man das alles umsetzen würde (+ das Hundebeispiel und 1000 Andere, die dann sicherlich gefordert werden), dann hätten wir bald einen ganzen Staat, der sich nur mit Regulation und Einhaltung beschäftigen würde. Weiterhin dürfte keiner mehr einen Hund besitzen, Alkohol trinken, rauchen, in eine Disco gehen (Hörschäden), Metal Konzerte ohne Ohrsöpsel besuchen (wie vorher Hörschaden + selber Schuld). Was ist mit den Leuten die körperlich arbeiten und deswegen früher in Rente müssen? Selber Schuld, weil falsche Jobwahl oder sollen Maurer nun mehr in die Krankenkasse einzahlen? Das ist gesponnene Überregulierung.

In diesem Zuge schlage ich vor, jedem Menschen ein HowTo mit auf den Weg zu geben (ab dem 4ten Lebensjahr). Wer sich nicht so verhält, wird erschossen. Vorteil: Kostet das Gesundheitssystem nichts, schädigt niemand Anderen, vermehrt sich nicht. Kosten: 1 Kugel, 15 Minuten Arbeitszeit incl. verscharren.

Natürlich war das jetzt schwer übertrieben, aber je mehr man sich mit dieser Thematik beschäftigt (und je mehr man Menschen eingrenzt), desto eher nähert man sich einem subjektivem Optimum, wie ein Mensch sein sollte und wie er sich verhalten muss. Das können mit der Zeit ganz schön üble Gestade werden, in denen man sich da rumtreibt.

Sonst tönt man immer rum, dass man Menschen nicht mit Geld aufwiegen kann. Hier gehts auf einmal doch. =/
 
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Wintermute schrieb:
Sonst tönt man immer rum, dass man Menschen nicht mit Geld aufwiegen kann. Hier gehts auf einmal doch. =/

Ja, das ist ein interessanter Punkt. Diese Verbote werden immer als ein Dienst an der Menschlichkeit tituliert, als ein Erfolg der Demokratie. Für mich hat solches Verhalten werder etwas mit Menschlichkeit, noch mit Demokratie gar nichts zu tun. Nur weil ein demokratischer Staat gegen Menschen hetzt, ist das noch lange nicht OK. Frage ist auch, was passiert, wenn es keine Raucher mehr gibt. Ich wette dann kommen Übergewichtige als Sündenbock dran. Das kann doch keiner wollen. :(

Hauptpunkt für Unzufriedenheit in unserem Staat ist neben Arbeitslosigkeit doch die mangelnde Freiheit. Anstatt das Privatleben zu beschneiden soltle man sich lieber wirklichen Vergehen zuwenden, die andere Freiheit einschränken/verletzen. Es gibt genug Gewaltdelikte.
 
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