Warum hat es 3D eigentlich nicht auf die UHDs geschafft?

Habe damals beim Kumpel auf einem extra Nvidia 27“ fhd Monitor mit Brille mal in 3d gezockt.

Hat mich so begeistert, dass ich mir das auch holen wollte.

Erinnere mich gerade gar nicht mehr warum ich das nicht kaufte.
 
Ich habe 3D im Kino mit Polfilter-Brillen nie wirklich gemocht. Aber mit Shutter-Brillen am Beamer mag ich es sehr gerne und finde es schade, daß es immer weniger 3D-Produktionen gibt.
Ich hätte ja gerne statt der dämlichen 2D-Bluray Beilage lieber die - falls vorhanden - 3D Versionen neben der HDR UHD Fassung. Genial wäre halt beides...
 
#damals waren 55 Zoll im Wohnzimmer bei vielen das Höchste der Gefühle, da funktioniert der Effekt je nach Sitz-Abstand kaum. Beamer waren und sind nur bei sehr wenigen im Einsatz. Dazu kam ganz zum Start des Formats, dass die Möglichkeiten 3D Blu-Rays zu kaufen and den Besitz von Geräten bestimmter Hersteller geknüpft war.
Avatar konnte man bspw. nur kaufen, wenn man einen Panasonic-Fernseher hatte.
Ich glaube noch effektiver hätte man ein Format gar nicht zur Totgeburt machen können.
 
War für mich nie eine Option, weil Beamer mit auch bei 3D nutzbarer Frame Interpolation unverhältnismäßig teuer waren. Die nativen 24 fps sind unerträglich.

Zum Zocken war die 3D Vision ganz nett, aber am Ende habe ich dann auch wieder 1 x 144 fps den 2 x 60 fps der Shutterbrille vorgezogen.
 
SavageSkull schrieb:
Filme die nicht für 3D gemacht wurden und später auf BlueRay nachträglich umgesetzt wurden, sehen aus, als ob man 4 flache Bilder hintereinander setzt.
Aber Filme die nachträglich bearbeitet werden sehen tatsächlich am besten aus, sogar die,
die gar nicht in 3D gedreht wurden, siehe Terminator 2, Predator, Jurassic Park, Titanic, usw.
Wenn nur von 2D zu 3D per Software konvertiert wird dann ist das Ergebnis bescheiden.

Es liegt also am "Programmierer" was am Ende raus kommt. In 3D drehen ist ja nur die Basis.
Die meisten Blockbuster sind 90% CGI also muss Alles aufwendig am Rechner erstellt werden.

Soweit ich mich erinnere gehen bis zu 8 Tiefen Ebenen pro Frame und dazu Pop Out Effekte.
Der Aufwand scheint enorm zu sein sprich es ist teuer. Geld macht man nur durch Verkäufe
aber wir wissen ja, wie die Verkaufszahlen durch Streaming stetig zurück gegangen sind. :(
 
0ssi schrieb:
In 3D drehen ist ja nur die Basis.

Wenn überhaupt alles in 3D gedreht wurde.

Ich habe vor Ewigkeiten mal Ausschnitte vom Hobbit auf einem 3D-Beamer gesehen. In einer Szene (irgendein Bergmassiv mit einer Art "Balkon") sahen die Darsteller wie Pappaufsteller aus. Die ganze Szene wirkte völlig unecht, eher wie eine Theaterkulisse. Zweidimensionale Pappkulissen in verschiedenen Tiefenebenen aufgestellt.
 
3D hatte ich bisher nur im Kino oder im privaten bei Bekannten z.B. mit Nvidias Vision erfahrungen gesammelt.

Die Filme mit vernünftiger 3D Animation kann man an ein paar Händen abzählen. Am Meisten war ich von Fremde Gezeiten enttäuscht. Wurde damals von diversen Quellen mit 3D empfohlen und sollte richtig gut sein. Ende vom Lied war, dass die gesamte vorherige Werbung besser animiert und die Anzahl der Effekte im Film überschaubar war.

Von den Shutter-Brillen, wie Vision 3D, wurde mir nach kurzer Zeit übel. Überragend gut sah das Bild damit auch nicht aus und die benötigte Rechenleistung war hoch. Mein Bekannter hatte sich dafür extra eine DualGPU gekauft, weiß nicht mehr ob es eine 295 oder 590 war. Die Vision war teuer, die Monitore, Grafikkarte mit ausreichend Leistung etc. ebenfalls.
Mit den Polfilter-Brillen wurde mir nicht mehr schlecht, aber da war der Hype dann schon ziemlich durch.


0ssi schrieb:
Die meisten Blockbuster sind 90% CGI also muss Alles aufwendig am Rechner erstellt werden.
Da gibt es auch schöne Dokus zu, wie CGI im laufe der Zeit immer besser wurde, die Algorithmen immer leistungsfähiger und Animationen komplexer wurden.
Viele Objekte werden da ja auch schon in 3D entworfen und da ist es nur eine Frage des Algorithmus die Bewegung statt 2D in 3D zu berechnen.

Mich hat immer gestört, dass viele Real-Filme nur teils Tiefe besaßen. Also 2D Hintergrund viele 2D Figuren und dann bewegt sich hier und da mal ein Teil quasi im Raum umher. Meines erachtens immer unschön anzusehen, aber gut für ein paar € mehr hat sich meine Erwartung da auch in Grenzen gehalten. Nach Fremde Gezeiten war das Thema 3D Filme für mich auch vorerst durch.


Bei 3D kommt es meines Erachtens auch auf den Film an.
Bei einigen erwarte ich nichtmal 3D und würde die von vornherein nur in 2D anschauen. Wenn 3D sollte das eine Vollproduktion sein. Die kann man, wie bereits genannt, an ein paar Händen abzählen. Dafür hole ich mir keine teure 3D Hardware ins Eigenheim, zumal man ja nicht weiß wie lange die Geräte unterstützt werden.
Im Zweifel ist das wie Nvidias Vision und der Hardwaresupport seitens des Hersteller fällt weg. Vielleicht wird auch mal der 3D Standard ersetzt und die Geräte sind inkompatibel zum Neuen.
Ist mir alles zu unsicher. Erstmal, wie auch einige Nutzer vor mir geschrieben haben, abwarten bis die Hersteller sich bei der Paneltechnik, Auflösung, etc. ausgelebt haben. Dann könnte 3D in irgendeiner Form bestimmt wieder interessant werden.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Ich habe vor Ewigkeiten mal Ausschnitte vom Hobbit auf einem 3D-Beamer gesehen.
Der ist vermutlich sogar mehr als 90% CGI also wenn dann kann man nur in 3D drehen
wie die Darsteller vor den Green Screens schauspielern und der Rest entsteht am Rechner.

Die Hobbit Teile haben meiner Meinung nach nur durchschnittliches 3D also großartige
Tiefenstaffelung gibt es da kaum. Das scheint wohl tatsächlich extrem aufwendig zu sein.

Gorasuhl schrieb:
Mich hat immer gestört, dass viele Real-Filme nur teils Tiefe besaßen.
Ja wenn es ein "normaler" Real Film ist also ohne CGI dann sieht es zwar grundsätzlich schon einmal gut aus
wenn in 3D gedreht wurde aber ohne Nachbearbeitung für noch mehr Tiefenstaffelung und Pop Out Effekte
wird es schnell langweilig. Final Destination 4+5 und My Bloody Valentine waren glaube ganz gut umgesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
0ssi schrieb:
Ja wenn es ein "normaler" Real Film ist also ohne CGI dann sieht es zwar grundsätzlich schon einmal gut aus
wenn in 3D gedreht wurde aber ohne Nachbearbeitung für noch mehr Tiefenstaffelung und Pop Out Effekte
wird es schnell langweilig. Final Destination 4+5 und My Bloody Valentine waren glaube ganz gut umgesetzt.
Gute Frage, also Fremde Gezeiten ist gefühlt eine Standart Aufnahme und mit CGI dann nur stellenweise paar 3D Effekte reingebastelt. Ist jetzt auch schon über 10 Jahre her das ich da im Kino saß. Aber viel war da nicht drin. Quasi normaler 2D Film paar 3D Effekte reingeklatscht und mehr gab es nicht. Der Film hatte sehr viel Potential was einfach nicht genutzt wurde.
Da macht es mir als Brillenträger auch nicht wirklich viel Spaß für 1,5-2 Stunden die 3D Brille irgendwie drüber zu wurschteln oder gar die ganze Zeit halten zu müssen. Die Shutter Brillen hatten meist gut Platz für Brillenträger, die Pol-Brillen haben je nach Modell Probleme gemacht, da man je nach Kino etwas dickere oder dünnere hatte. Die Dickeren haben u.U. nicht mit auf die Nase gepasst und die konnte man dann nur davor halten.

Es gibt hingegen auch Filme wie die von Studio Ghibli oder Asterix, da erwarte ich kein CGI mit 3D, sondern im Gegenteil schöne händisch gezeichnete 2D Optik.
Da schaue ich mir die älteren Filme immer wieder mal gerne an. Bei den neuen Computeranimierten wie "Earwig and the Witch" oder "Asterix im Land der Götter" bspw. hat man mal gesehen und das war's dann auch.
 
Gorasuhl schrieb:
Gute Frage, also Fremde Gezeiten ist gefühlt eine Standart Aufnahme und mit CGI dann nur stellenweise ...
Wenn du wüsstest ...


Die ganzen Marvel Filme sind 99% CGI und haben teilweise echt gutes 3D mit schöner Tiefenstaffelung
also wenn genug Geld vorhanden ist dann kann man viele Leute mit der Nachbearbeitung beauftragen
und bekommt Etwas Brauchbares aber jetzt wo es keine 3D TV's mehr gibt, kauft Niemand mehr Filme.

Darum haben die Ratten Black Widow 3D, Chang-Chi 3D und Eternals 3D nur in Japan rausgebracht. :grr:
 
0ssi schrieb:
Wenn du wüsstest ...
Natürlich ist bei Fluch der Karibik viel CGI drin, aber halt kaum was wurde bei Fremde Gezeiten auch mit 3D Umgesetzt, das meinte ich damit. Vielleicht habe ich das zu ungenau ausgeführt. Ich kann mich noch daran errinern, dass die Schwerter bei den Kämpfen manchmal animiert waren, paar Sachen wie z.B. die Seile auf Blackbeards Schiff meine ich auch. Vielleicht war der Film im Kino auch schadhaft, die Technik lief auf jedenfall einwandfrei. Also an die vorhergehende Haribo Goldbären Werbung, wo die ganzen Bärchen sich wild durch den ganzen Raum bewegt haben, kann ich mich noch gut errinern.
 
0ssi schrieb:
Soweit ich mich erinnere gehen bis zu 8 Tiefen Ebenen pro Frame und dazu Pop Out Effekte.
Aber genau das ist doch das Problem. Was will ich mit fixen Ebenen? Schau dir mal 3D Spiele an. Da funktioniert 3D stufenlos.
Filme sind von Anfang an, eine extrem schlechte Umsetzung von dem 3D Medium, woher auch der schlechte Ruf stammt.
Ergänzung ()

GERmaximus schrieb:
Erinnere mich gerade gar nicht mehr warum ich das nicht kaufte.
Zum einen wird hier oft TN verteufelt, zum Anderen ist es immer ein entweder oder mit G-Sync ODER 3D (mit ULMB)
 
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abseits aller technischen details.... obwohl mMn das mit den ebenen durchaus sichtbar ist. alles, was ich bis dato sah, wirkt wie eine bühne, auf der sachen in wenigen fixen tiefen agieren. bestenfalls eine schwache simulation von dreidimensionalität.
und prinzipiell nicht behebbar, weil der focus des zusehers höchst unwahrscheinlich mit dem focus der kamera übereinstimmt.

ich glaube, der hauptgrund, daß sich das ned durchgesetzt hat, ist schlicht, daß 3d schauen nur mit voller aufmerksamkeit sinn macht.
und ich glaube "in ralitas" läuft viele "nebenbei". und dafür ist 3d schlicht unbrauchbar.
 
SavageSkull schrieb:
Aber genau das ist doch das Problem. Was will ich mit fixen Ebenen? Schau dir mal 3D Spiele an. Da funktioniert 3D stufenlos.
Viele Tiefenebenen sehen bei Bewegung sehr gut aus und es ist fast schon zu viel Information fürs Gehirn.
Eigentlich müsste man das Bild dann pausieren um überhaupt Alles zu erfassen und zu bestaunen können

Es ist halt ein Film mit Momentaufnahmen während man in einem Spiel an der Stelle stehen bleiben könnte
und dann wirkt eine Abstufung der Ebenen natürlich nicht mehr so gut also ich würde das unterscheiden. :)
 
nö, das war nicht so der Bringer. Habe aber noch einen Blu-ray Läufer der das abspielt. Anstatt CD Player.
 
0ssi schrieb:
Viele Tiefenebenen sehen bei Bewegung sehr gut aus und es ist fast schon zu viel Information fürs Gehirn.

Wie soll das "zu viel Information" sein, wenn die Realität unendlich viele Tiefenebenen hat ?

Wenn einzelne Objekte/Subjekte, die eigentlich auch dreidimensional sein sollten, nur flache Pappkulissen sind, schlägt bei mir sofort Uncanny Valley zu, und die ganze Szene wirkt für mich unecht.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Wie soll das "zu viel Information" sein, wenn die Realität unendlich viele Tiefenebenen hat ?
In der Realität entscheide ich wo ich hinschaue und wie lange. In der Regel so lange bis mein Gehirn
alle nötigen Informationen hat und ich weiterschaue. Das ist bei einem Film doch komplett anders !?
Da entscheidet der Kameramann bzw. der Regisseur was und vor allem wie lange ich es sehen kann.
 
0ssi schrieb:
Da entscheidet der Kameramann bzw. der Regisseur was und vor allem wie lange ich es sehen kann.

Was von dem Bildinhalt ich sehen will, entscheide ich selbst. Und wenn ich die Schrift auf einem vorbeifahrenden Bus lesen will, verbitte ich mir, von minderwertigen 24 fps daran gehindert zu werden.

Niemals mehr ohne Frame Interpolation oder HFR.
 
Ich fand damals Avatar in 3d echt genial.
Mein 4K Tv hat 3d - leider gibt es auf Netflix und co keinen 3d. Würde mich freuen wenn ens Anbieter entsprechend Content liefern würden.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Niemals mehr ohne Frame Interpolation oder HFR.
Bei 3D eine noch größere Herausforderung für die Software weil 24p als Basis einfach zu wenig ist.
Da gibt es bei hoher Stufe noch mehr Artefakte als in 2D. Zum Glück hat mein Beamer eine seltene
dynamische FI die bei viel Bewegung im Bild die Framerate zurück fährt um Artefakte zu vermeiden.
 
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