Warum sind tragbare HDDs kleiner? Kürzerer Lebenszyklus?

Rogar

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Hi,

ich habe mir eine Toshiba Canvio Basic 2TB USB 3.0 HDD gekauft. Offensichtlich ist da ja eine drehende Platte drin und kein SSD Speicher.

Für den Speicherplatz sind die tragbaren HDDs auch meistens günstiger als die fest eingebauten.
Und zuletzt sind sie ein ganzes Stück kleiner und leichter...

Wie genau kann das sein? Sind sie für weniger Schreib/ Lesevolumen vorgesehen als "echte" HDDs?
Kündigen sich Fehler hier auch über die SMART Werte an, oder ist dann einfach Schicht im Schacht?

Das frage ich mich gerade, da ich die HDD dauerhaft angeschlossen haben möchte und dort auch jeden Tag einige größere Dateien hin und herschiebe...

Danke für die Infos!
 
Soweit ich weiß:
Platten sind versteckt -> Normalnutzer sieht nicht was drin ist -> Schrott verbaut -> billiger.
Nicht sicher wie informativ externe USB HDDs sind, vlt. weiß da jemand mehr.
Aber dafür, sie jeden Tag angeschlossen zu haben und intensiv zu nutzen, war es vielleicht nicht die beste Wahl.
Da hätte man halt vor dem kauf nachfragen müssen...
 
Keine Sorge....eine HDD schreibst du nicht kaputt...und ob 2,5 oder 3,3" ist da egal....die stirb eher wenn du sie runterfallen lässt, wenn du sie zu lange herumliegen lässt.....oder einfach mit Pech.

In der Regel sind die größeren Platten agressiver mit dem bewegen der Lese/Schreibköpfen.....sie haben mehr Masse um die Bewegungen abzufangen.
Und zumindest auf der Außenseite, sind sie bei gleicher Frequenz schneller weil die Daten nunmal Außen schneller vorbeifliegen.

Für eine externe Festplatte spricht nichts gegen eine 2,5er.....intern kann eine 3,5er schneller sein und daher Vorteile haben.
 
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Was die Geschwindigkeit angeht sind z.B 2,5" Festplatten mit 7400rpm fast genau so schnell wie 3,5" mit 10000rpm, zumindest bei Laufwerken mit SAS Schnittstelle im Serverbereich.

Dazu kommen geringere Ausfallraten, als bei 3,5" Platten. Das hat mit der hier schon erwähnten Masse zu tun.
Sind halt bewegliche Teile die einem gewissen Lebenszyklus unterliegen.
Kleiner und Langsamer drehend ist hier Vorteilhaft. Des Lesekopf muss sich nicht über weite Strecken bewegen, daher ist die Performance erstmal besser, aber dafür drehen sie halt langsamer als Desktopplatten.

Smart steht auch per USB zur Verfügung.
 
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Rogar schrieb:
Für den Speicherplatz sind die tragbaren HDDs auch meistens günstiger als die fest eingebauten.
Dies dürfte an den Verkaufszahlen liegen und natürlich sind die in den USB Gehäusen verbauten Platten die der einfachsten Kategorie, also z.B. eben ohne Zulassung für Dauerbetrieb.
Rogar schrieb:
Und zuletzt sind sie ein ganzes Stück kleiner und leichter...
Du scheinst hier 2.5" mit extern und 3.5" mit intern gleichzusetzen, aber es gibt sowohl 2.5" als auch 3.5" HDDs sowohl als interne auch als USB Platten.
Rogar schrieb:
Kündigen sich Fehler hier auch über die SMART Werte an, oder ist dann einfach Schicht im Schacht?
Nicht immer, wenn die Platte runterfällt, kann es keine vorher ahnen, aber auch sonst kündigen sich Ausfälle nicht immer vorher an. Um Datenverlust für diesen Fall zu vermeiden, sollte man sich angewöhnen immer, also zu jedem Zeitpunkt, mindestens ein ordentliches Backup aller Daten zu haben, die man nicht verlieren möchte. Ein ordentliches Backup steht immer auf einem Datenträger der in einem anderen Gehäuse steckt wie der/die Datenträger mit den originalen Daten. Also z.B. in der Cloud, auf einem NAS oder eben auf einer weiteren USB Platte die nur dafür dienen und nur zum Erstellen, Prüfen und Aktualisieren des Backups angeschlossen werden, nur so lange angeschlossen bleiben wie dies dauert und danach z.B. bei Windows mit "Hardware sicher entfernen" abgemeldet und sicher aufbewahrt werden!
Ergänzung ()

teufelernie schrieb:
Was die Geschwindigkeit angeht sind z.B 2,5" Festplatten mit 7400rpm fast genau so schnell wie 3,5" mit 10000rpm, zumindest bei Laufwerken mit SAS Schnittstelle im Serverbereich.
Allenfalls wenn es uralte 3.5" mit 10.000rom sind, die dann auch eine entsprechend geringe Datendichte haben, denn neure 10.000rpm Modelle sind alle nur noch als 2.5" zu haben, der Vibrationen wegen. Aber es müssten schon uralte Modelle sein, um den Nachteil des größeren Umfangs und der höheren Drehzahl kompensieren zu können und im übrigen kenne ich keine HDD mit 7400rpm, üblicherweise sind es 7200.
teufelernie schrieb:
Dazu kommen geringere Ausfallraten, als bei 3,5" Platten.
Hast Du irgendeinen Beleg für diese Aussage? Zumal sie so pauschal sowieso unsinnig ist, denn es gibt von den 2.5" und 3.5" viele unterschiedliche Modelle für ganz unterschiedliche Einsatzgebiete und man kann nun einmal eine einfache 3.5" Desktopplatte wie eine Seagate Barracude Computer nicht mit einer 2.5" Enterprise Nearline Platte vergleichen.
 
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Es gibt große 3,5" und kleine 2,5" jeweils intern und extern. Hier als extern
https://www.hardwareschotte.de/bilder/kaufberatung/1-externe-festplatten-formate
https://www.allesbeste.de/test/die-besten-externen-festplatten/
Intern in Notebooks sind es meist auch kleine, manche Server nutzen auch nur kleine 2,5". Pauschal besser oder schlechter kann man nicht am Formfaktor festmachen.

Wichtig! Du musst ein Backup haben, also die Daten mindestens doppelt, am besten dreifach.
Du kannst Daten auf die Toshiba kopieren und doppelt haben. Geht sie kaputt, hast du die Daten immer noch auf dem PC (z.B.)

Holt schrieb:
Nicht immer, wenn die Platte runterfällt, kann es keiner vorher ahnen,
SMART kündigt an, in drei Tagen fällt die Platte runter. 😉

ZuseZ3 schrieb:
Platten sind versteckt -> Normalnutzer sieht nicht was drin ist -> Schrott verbaut -> billiger.
Gibt es eigentlich "echte" Schrottplatten? Ich gehe davon aus, dass Toshiba eine Toshiba verbaut hat.
 
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Rogar schrieb:
...Wie genau kann das sein? Sind sie für weniger Schreib/ Lesevolumen vorgesehen als "echte" HDDs?...
Das sind einfach nur Notebookplatten, die eben so gebaut sind, dass sie möglichst klein gehalten werden können, um sie eben in kleinen leichten Computern unterbringen zu können. Früher hatten die Notebookplatten sogar als erste Freifallsensoren und andere Schutzmechanismen gegen Stösse und anderes rüdes Verhalten des Nutzers. Aus technischer Sicht sind diese Platten nicht besser und auch nicht schlechter als 3,5" Festplatten.

Ich selbst verbaue schon seit etlichen Jahren nur noch 2,5" Platten in meinen Rechnern und verzichte möglichst auf 3,5" Laufwerke.
 
teufelernie schrieb:
Da hat jemand vor 7 Jahren irgendwelche unbelegten Quatsch in einem Forum geschrieben und dies nimmst du ernst? Sorry, aber dazu fällt mir nichts mehr ein. Z.B. "1- The drives that go into these external enclosures, like the WD MyBook series for example, are sub-standard." Es sind keine sub-standard, sondern eben einfache Desktopplatten und die reichen für diese Art der Nutzung auch, diese einfache Desktopplatten sind eben dafür gemacht als einige HDDs im Gehäuse zu arbeiten, der Vibrationen wegen und genau dies ist ja bei den USB Platten der Fall. In den MyBook Duo verbaut WD deshalb ja auch die Red, also NAS Modelle die für bis zu 8 HDDs pro Gehäuse ausgelegt sind.
teufelernie schrieb:
Und ggf hier mal durchflöhen ob da auch 2,5" Laufwerke bei waren, ich meine aber schon.
Nein, Backblaze verwendet nur 3.5" HDDs.
 
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Danke, das beantwortet meine Frage natürlich vollumfänglich ;)
Kann ich eigentlich so eine externe HDD öffnen und irgendwie auch in meinem Desktop Gehäuse unterbringen?
 
Manche Cases kann man nicht ohne (endgültige) Zerstörung öffnen.

Geht das generell?
Ja, aber informiere dich ggf. vorher was für ein Festplattenmodell verbaut ist.
Wenn du das externe Gehäuse nie wirst nutzen wollen, ist es teilweise günstiger direkt eine 2.5“ Festplatte zu kaufen.
Vergleiche das jeweils verbaute Modell mit dem Preis ohne externes Case.

Aber beachte: Dann brauchst du auch einen 2,5“ Laufwerkseinschub.
Eine SSD Halterung wo die Festplatte an der Seite hängt, ist keine artgerechte Haltung von Festplatten ;)
Kaufe ggf direkt einen 2,5“ auf 3,5“ Drive bay, oder lebe damit, dass du die HDD je nach PC-Gehäuse nur an 1-2 Schrauben auf einer Seite festbekommst.
Seitlicher Einbau: Wird zwar immer wieder mal von größeren Herstellern gemacht, aber ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass die Ingenieure der Laufwerke die Bauteile immer für eine solche Nutzung vorsehen. Könnte mir denken das könnte Zulasten der Haltbarkeit gehen.

@Holt
In nunmehr 16 Jahren Rechenzentrumserfahrung habe ich seehr viele 3,5“ Laufwerke getauscht. Dabei auch viele Desktopgeräte aus dem Low-Budget-Bereich die als billigstlösung in „pseudoservern“ eingesetzt werden.

Selbst im Desktopsegment ist es schlau immer ein 2,5“ Laufwerk zu nehmen. Kapazität bei 3,5“ scheint günstiger zu bekommen sein oberhalb der 500GB Marke, aber der Schein trügt. Wenn ich beachte wie viele 3,5“ Laufwerke draufgehen und wie verdammt wenige 2,5“ Geräte dabei sind, die im Schnitt zu 1/3 nach 18 Monaten draufgehen.

Und ja, hätte initial bei dieser Behauptung dazuschreiben können/sollen, dass es sich um einen pers. Erfahrungswert handelt.
 
Rogar schrieb:
Kann ich eigentlich so eine externe HDD öffnen und irgendwie auch in meinem Desktop Gehäuse unterbringen?
Die meisten ja aber nicht alle. Manche externen Gehäuse haben nach außen einen USB-Anschluss und intern einen SATA-Anschluss an dem die HDD ist. Manche Externe haben dies nicht per Adapter sondern sind direkt verlötet o.ä.
 
Ja, manche haben ihren USB-Adapter verlötet. Manche laufen ausgebaut nicht an, das "sollen" dann WD Red gelabelt als WD White sein. Da muss man Pins abkleben. Bei manchen Seagates wird im Gehäuse emuliert oder verschlüsselt. Die müsste man jeweils beim Ein- oder Ausbauen neu formatieren. Man kann sie z.B. im Gehäuse mit Daten bespielt ausgebaut nicht auslesen.
Hinweise, was konkret verbaut ist, finden sich in Kommentaren auf mydealz oder amazon. Viele Leute versuchen so günstig an eine NAS-HDD zu kommen.
 
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Rogar schrieb:
Kann ich eigentlich so eine externe HDD öffnen und irgendwie auch in meinem Desktop Gehäuse unterbringen?
Bei 2.5" geht es meistens nicht, da die meisten 2.5" USB HDDs den USB-SATA Bridgechip und die USB Buchse direkt auf der Platine haben und daher keinen SATA Anschluss mehr besitzen. Bei 3.5" USB Platten habe ich davon noch nicht gehört, aber das kann ja auch noch kommen.
teufelernie schrieb:
In nunmehr 16 Jahren Rechenzentrumserfahrung habe ich seehr viele 3,5“ Laufwerke getauscht. Dabei auch viele Desktopgeräte aus dem Low-Budget-Bereich die als billigstlösung in „pseudoservern“ eingesetzt werden.
Wenn jemand Desktophardware und damit einfache Desktopplatten die nur für den Einsatz als einzige HDD im Rechner und mit maixmal 2400 Power-On-Hours pro Jahr und 55TB/Jahr Workloadrating für den Servereinsatz nimmt, sollte er sich nicht wundern wenn diese erhöhte Ausfallraten hat. Wenn die Ausfallraten dieser einfachen Desktopplatten mit denen von den 2.5" SAS 10krpm oder 15krpm Enterprise Nearline Platten vergleichst, dann ist es klar das letztere weit besser abschneiden, die sind ja auch für diese Art von Einsatz gemacht. Aber daraus den Schluss zu ziehen das 2.5" HDDs haltbarer wären, ist falsch, der korrekt Schluss wäre, dass eben Enterprise Nearline Platten für den Einsatz im Servern besser geeignet sind als Desktopplatten, egal ob 2.5" oder 3.5".
 
Also die zwei externen HDDs von Seagate, die ich bisher aufgemacht habe, enthielten normale HDDs. Nix verlötet oder so.

Das waren allerdings Modelle von vor 3-4 Jahren.


Ein fach im Netz schauen. Die Auswahl an externen HDDs ist sehr überschaubar. Von wahrscheinlich fast allen wirst du Bilder im offenen Zustand im Netz finden. Einfach Modellname + disassembled oder so eingeben.
 
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Rogar schrieb:
Wie genau kann das sein?

Tja die Magie heist "Laptop Festplatten" und gibts schon seit Anfang der 90er Jahre.
Diese sind etwas anfälliger als 3.5" Platten da die Technik auch kleiner und Kompakter ist,
sind ausserdem nicht für 24/7 Betrieb ausgelegt, ausser die WD Red Platten diese sind etwas besser dafür geeignet.
 
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