Warum zahlen Beamte eigentlich Steuern?

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HarryMalaria

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Ich meine damit! Der Staat nimmt Seuern ein, von den Steuern bezahlt er dann ein Bruttogehalt, von dem er dann wieder Steuern erhält. Warum macht man das? Das ist doch unnötige Bürokratie. Hat das viell. rechtliche Gründe,?
 
HarryMalaria schrieb:
Ich meine damit! Der Staat nimmt Seuern ein, von den Steuern bezahlt er dann ein Bruttogehalt, von dem er dann wieder Steuern erhält. Warum macht man das? Das ist doch unnötige Bürokratie. Hat das viell. rechtliche Gründe,?
Weil nicht jeder gleichviele Steuern zahlt, die Umverteilung richtet sich danach, ob du verheiratet bist, Kinder hast, ob dein Mann ebenfalls arbeiten geht etc.
 
HarryMalaria schrieb:
Ich meine damit! Der Staat nimmt Seuern ein, von den Steuern bezahlt er dann ein Bruttogehalt, von dem er dann wieder Steuern erhält. Warum macht man das? Das ist doch unnötige Bürokratie. Hat das viell. rechtliche Gründe,?

Ja. Das ausgewiesene Bruttogehalt ist Anknüpfungspunkt für verschiedene nachfolgende Regelungen und Verfahren.

Spontan: Rentenpunkte (ggf. nur bei Nachversicherung), Riesterförderung, Gesamtsteuerberechnung im Rahmen der Jahressteuerveranlagung u.v.m.
 
cruse schrieb:
Die Frage ist eher warum die nicht in die Rentenkasse einzahlen...
Beamte erhalten ein reduziertes Bruttogehalt und dieser Betrag wird als Rücklage für die Pensionskasse verwendet.

Falls noch weitere Fragen kommen sollten:

Warum zahlen Beamte nicht in die Arbeitslosenversicherung ein?
Weil Beamte in der Regel nicht arbeitslos werden (Stichwort: Beamter auf Lebenszeit) und somit keine Ansprüche aus diesem Ressort entstehen.

Warum zahlen Beamte nicht in die Allgemeine Krankenversicherung ein?
Weil sich Beamte privat krankenversichern müssen. Die Beiträge zahlen sie von ihrem Nettogehalt.

Warum zahlen Beamte Steuern?
Weil auch Beamte Bürger dieses Landes sind und bei uns eine Steuerpflicht besteht.
 
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NotNerdNotDau schrieb:
Warum zahlen Beamte nicht in die Allgemeine Krankenversicherung ein?
Weil sich Beamte privat krankenversichern müssen. Die Beiträge zahlen sie von ihrem Nettogehalt.
Naja, den Teil den die bewilligte Beihilfe nicht deckt, zahlen sie von ihrem Nettogehalt.
Und auch von Ihrer Netto-Pension, je nach Bewilligung sogar mir deutlich reduzierter Beihilfe.
 
NotNerdNotDau schrieb:
Beamte erhalten ein reduziertes Bruttogehalt und dieser Betrag wird als Rücklage für die Pensionskasse verwendet.
Ja und müssen damit, im Gegensatz zum Rest, keine Geringverdiener und Arbeitslose quersubventionieren was eine massive Bevorteilung ist, die schlicht und ergreifend ein unfaires Privileg ist.
NotNerdNotDau schrieb:
Weil Beamte in der Regel nicht arbeitslos werden (Stichwort: Beamter auf Lebenszeit) und somit keine Ansprüche aus diesem Ressort entstehen.
In der Regel heißt aber eben auch, dass sie das sehr wohl können. Wenn sie es tun, beziehen sie Leistungen aus dem Ressort ohne je gezahlt zu haben. Privileg Nummer 1. Privileg Nummer 2 ist auch hier wieder, dass es bei normalen Arbeitgebern auch niemanden interessiert, wenn dieser niemals Arbeitslos war bzw. die Wahrscheinlichkeit zum Beispiel aufgrund der Ausbildung gegen 0 tendiert, dass er das jemals sein wird. Er zahlt auch dann wenn er neimals Leistung beziehen wird.

NotNerdNotDau schrieb:
Weil sich Beamte privat krankenversichern müssen. Die Beiträge zahlen sie von ihrem Nettogehalt.
Und hier wirds jetzt ganz krude. Natürlich hat der Beamte eine Krankenversicherung! Der Dienstherr übernimmt selbsredend einen Anteil an den Krankenheitskosten. So wie die GKV auch, die keineswegs eine Vollversicherung ist. Der private Anteil hebt den Beamten dann auf ein Niveau, welches auf dem freien Markt man nur durch eine PKV bzw. Zusatzversicherungen erhält, ergo auch aus dem Netto gezahlt wird. Die Beamten müssen auch keine PKV abschließen, sie könnten genauso in die GKV oder den Eigenanteil selber zahlen, wie jeder GKV versicherte auch. Macht kaum einer, weil es in der PKV mit dem Zuschuss vom Dienstherren erheblich günstiger bei besserer Leistung ist.

Die Beamten verkaufen uns ihre wahnsinnmigen Privilegien seit JAhren als Belastung für sie, weil sie gar nicht mehr wissen, wie es an der selben Stelle in der freien Wirtschaft wäre. Das gehört abgeschafft. Eine GKV und eine Rentenkasse für alle. Das wäre ein faires System.

In bezug auf die Frage des TE sollte es auch klar sein: Steuern ergeben sich aus der individuellen Person, auch bei Beamten. Würde man Beamten Netto zahlen würde das manche bevorteilen, manche benachteiligen (selbstredend nur unter gleichen, sprich beamten, verglichen. Zum normalen AG wären sie so oder so bevorteilt).
 
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NotNerdNotDau schrieb:
Warum zahlen Beamte nicht in die Allgemeine Krankenversicherung ein?
Weil sich Beamte privat krankenversichern müssen. Die Beiträge zahlen sie von ihrem Nettogehalt.
Sie können sich auch freiwillig gesetzlich versichern.


Warum sie Steuern zahlen, weil Sie aus Ihrer Arbeit ein Einkommen nach den Einkunftsarten des Einkommenssteuergesetzes beziehen.
Außerdem steht der Dienstherr (Staat oder Länder) in der Pflicht für seine Beamten zu sorgen. Das wird zB durch die Pension deutlich und durch die (mehrheitliche) Ernennung auf Lebenszeit.

Woher rührt die Frage eigentlich?
Ich selbst stehe aktuell vor der Entscheidung einer Verbeamtung. Oft werden hier nur die Vorteile gesehen, aber die Nachteile übersehen.
 
Erkekjetter schrieb:
Die da wären, dass die Vorteile nicht massiv überwiegen?
Ob diese überwiegen kann jeder für sich selbst entscheiden, aber Beispiele sind:
  • Arbeitszeit grundsätzlich 41h - keine 39h oder weniger wie ein vergleichbarer Posten in der Wirtschaft
  • Wechsel in Privatwirtschaft nach langer Verbeamtung nur schwer möglich da man weniger "attraktiv" ist
  • Gehalt oft geringer als in freier Wirtschaft - je höher die Gehaltsgruppe, umso größer der unterschied
  • man darf nicht Streiken
  • PKV wird sehr teuer werden, wird man im höheren Alter verbeamtet
  • Eingruppierung nach Ausbildung nicht nach Leistung

Es gibt mit Sicherheit auch andere aber man muss auch daran denken, dass Beamte Aufgaben des Staates wahrnehmen. Manche mehr und manche weniger wichtige Aufgaben und dafür auch Anreize geschaffen werden / wurden um qualifiziertes Personal zu gewinnen, wenn man schon nicht monetär mithalten kann.
Bevor es kommt man solle halt besser bezahlen --> so leicht geht das leider nicht. Auch wenn man es gerne würde.
Die Verbeamtung soll in erster Linie Sicherstellen, dass der Staat seinen Aufgaben nachkommen kann.
 
Erkekjetter schrieb:
weil sie gar nicht mehr wissen, wie es an der selben Stelle in der freien Wirtschaft wäre.
Das kann ich dir sagen. Sie würden vergleichsweise mehr Geld für ihre Arbeit erhalten.

Ich habe mir aber schon gedacht, wohin diese Diskussion führen wird.
Es werden nur die Privilegien in den Fokus gerückt und die Nachteile gegenüber Beschäftigten der freien Wirtschaft außen vor gelassen.

Man darf dabei eines nicht vergessen: Die Masse unter den Beamten sind keine Spitzen- sondern Normalverdiener.

PCGamer007 schrieb:
Sie können sich auch freiwillig gesetzlich versichern.
Nein!
 
PCGamer007 schrieb:
Arbeitszeit grundsätzlich 41h - keine 39h oder weniger wie ein vergleichbarer Posten in der Wirtschaft
Bitte? seit wann sind 39 Stunden abseits der Gewerkschaftsunternehmen (ergo die Minderheit) Standard? Die über alle Arbeitsplätze übliche Wochenzeit beträgt 40h. Da überlichweise 10% Üstunden mit dem normalem Lohn abgegolten gelten, arbeitet der normale Bürger ebenfalls um die 41h wöchentlich. Davon abgesehen ist deine Darstellung falsch. DIe Regelwochenarbeitszeit bei Beamten beträgt 40h-42 Stunden (je nach Bundesland und Alter) und nicht generell 41h...
PCGamer007 schrieb:
Wechsel in Privatwirtschaft nach langer Verbeamtung nur schwer möglich da man weniger "attraktiv" ist
Lol... Dieser "Nachteil" ist ausschließlich selbstverschuldet.... Wie kann man das als Nachteil sehen, vorallem da man fast ausschließlich freiwillig in die Lage kommt. Beamtentum ist nachwievor auf Lebenszeit....
PCGamer007 schrieb:
Gehalt oft geringer als in freier Wirtschaft - je höher die Gehaltsgruppe, umso größer der unterschied
Das stimmt generell aber auch nur noch für die höheren Besoldungsstufen. Grade die Masse der Beamten, die nicht ganz oben mitspielen, verdienen heutzutage nicht weniger, teilweise sogar mehr als in der freie Wirtschaft. Die poermanenten Erhöhung durch die extrem starken Beamtengewerkschaften haben das über die Jahre ausgeglichen. Diese Mär erhält man nun aufrecht in dem man die Besoldung der Gehältern der IGM oder anderen starken Gewerkschaften gegenüberstellt, als wären die repräsentativ für die Gehälter der Mehrheit der An...
PCGamer007 schrieb:
man darf nicht Streiken
Darf die Mehrheit der AN auch nicht....
PCGamer007 schrieb:
PKV wird sehr teuer werden, wird man im höheren Alter verbeamtet
Das sind PKV für AN und Zusatzversicherungen auch. Die GKV ist keine Vollkostzenversicherung.

Sorry, aber du bestätigst genau das, was ich schon anmerkte. Die meisten Beamten wissen gar nicht mehr, welche Vorteile sie haben, weil sie völlig den Bezug dazu verloren haben, wie der alltag eines durchschnittlichen AN (ergo nicht bei IGM oder IGBCE angeschlossenem Unternehmen) in DE aussieht.
Ergänzung ()

NotNerdNotDau schrieb:
Doch aber 100%.... Auch hier ist das "Wissen" wieder bezeichnend...

https://www.transparent-beraten.de/gesetzliche-krankenversicherung/berufsgruppen/beamte/
oder jede andere x-beliebige Quelle. Man wird bei Google ja noch "Dürfen Beamte sich GKV versichern?" eingeben können.
 
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Erkekjetter schrieb:
Die da wären, dass die Vorteile nicht massiv überwiegen?

Kommt auch auf BLand an.

  • Kommunale Angestellten in BY 39h/Woche, die Beamten 40h/W bei vergleichbarem netto.
  • Angestellte werden sofort bezahlt nach der Wertigkeit der Tätigkeit, die sie tatsächlich ausführen, Beamte nach Stufe (Wartezeiten!) Junge Beamte werden teilweise entsprechend schlecht vergütet. Das kann auf mehrere Jahre gerechnet extrem signifikant sein.
  • PKV ist für Versicherte bürokratischer als die GKV; PKV-Beiträge steigen teilweise schneller als die der GKV, außerdem gibt es keine Kopplung ans Brutto. Die Kosten können einem also später "davonlaufen", v.a. wenn Teilzeit genommen wird/werden muss.
  • Eingeschränkte Arbeitnehmerrechte (Streik)

Unabhängig von Einzelfall-Diskussionen "nennenswert" privilegiert würde ich Beamte eigentlich nur bei der Absicherung im Alter einstufen. Der Unterschied von Rentenniveau vs. Pensionsniveau ist doch recht wild.

Bin btw aber als Beamter auch für eine systemische Angleichung. Die Zweigleisigkeit macht auf Dauer nur sozialen Unfrieden.
 
Erkekjetter schrieb:
Doch aber 100%.... Auch hier ist das "Wissen" wieder bezeichnend...
Theoretisch könnten sie das machen. Es ist nicht verboten.
Aber kein Beamter, der normal tickt, würde das machen.
Die Nachteile überwiegen, vor allem die hohen Beiträge, deshalb mein "Nein".

Und komme mir hier nicht mit "Wissen" oder Unwissen". Ich bin Betroffener und weiß, wovon ich rede.
 
milliardo schrieb:
Kommunale Angestellten in BY 39h/Woche, die Beamten 40h/W bei vergleichbarem netto.
Dazu habe ich mich bereits geäußert. Es ist unlauter, die möglichst beste Variante dagegen zu stellen, obwohl diese nicht repräsentativ ist.
milliardo schrieb:
Angestellte werden sofort bezahlt nach der Wertigkeit der Tätigkeit, die sie tatsächlich ausführen, Beamte nach Stufe (Wartezeiten!) Junge Beamte werden teilweise entsprechend schlecht vergütet. Das kann auf mehrere Jahre gerechnet extrem signifikant sein.
Das ist auch nur Wunschdenken und in der Praxis nicht der Fall. Zudem wird das dadurch ausgeglichen, dass die Beamtengewerkschaften regelmäßig die Erhöhung der BEsoldung durchsetzen. UNd wer jetzt meint, das wäre bei GEwerkschaften in der freien Wirtschaft ebenso: Richtig, dort wird dann aber erst rehct nicht nach der Tätigkeit bezahlt sondern ebenso nach Stufen, die denen der Besoldungsgruppen wie einem Ei dem anderen gleichen. Die Tätigkeit entscheidet nur, auf welcher Stufe man anfängt, das ist bei der Besoldung aber nicht anders.
milliardo schrieb:
PKV ist für Versicherte bürokratischer als die GKV; PKV-Beiträge steigen teilweise schneller als die der GKV, außerdem gibt es keine Kopplung ans Brutto. Die Kosten können einem also später "davonlaufen", v.a. wenn Teilzeit genommen wird/werden muss.
Auch hier: Kein Beamter muss sich PKV versichern! Warum tun sie es dennoch? Weil es bei gleichen/geringeren Kosten besser Leistungen erbringt als die GKV. Der normale AN hat aber nichtmal die Wahlfreiheit sofern sein Einkommen nicht eine überdurchschnittlich hohe Grenze überschreitet. Der Beamte hingegen schon. immer undabhängig vom Lohn.
milliardo schrieb:
Eingeschränkte Arbeitnehmerrechte (Streik)
Das würde ich am ehesten gelten lassen. Allerdings haben eben auch die meisten AN dieses Recht nicht und es können auch nicht alle mal eben sich eines durch Arbeitsplatzwechsel diesen Status beschaffen. Zumal die GEwerkschaften bei den Beamten auch ganz ohne Streiks ausreichend Druck aufbauen können.
Ergänzung ()

NotNerdNotDau schrieb:
Aber kein Beamter, der normal tickt, würde das machen.
Dann kannst du es doch aber nicht als Nachteil sedhen und behaupten, es ginge nicht! Was für eine Farce.... Aber gut bestätigt zu sehen, wie Beamte auf das herabsehen, was ein AN in aller Regel ohne Wahl fressen muss...
 
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Erkekjetter schrieb:
Lol... Dieser "Nachteil" ist ausschließlich selbstverschuldet.... Wie kann man das als Nachteil sehen, vorallem da man fast ausschließlich freiwillig in die Lage kommt. Beamtentum ist nachwievor auf Lebenszeit....
Nein es gibt auch Beamte auf Zeit oder Anwärter. Erst danach ist man es auf Lebenszeit. Diesen Nachteil als selbstverschuldet anzusehen ist falsch und auch unfair gegenüber der Personengruppe.

Wenn du in der Verbeamten doch so viele Vorteile siehst --> warum bist du es dann nicht? Auch selbst Schuld eigentlich (?)
Erkekjetter schrieb:
Das stimmt generell aber auch nur noch für die höheren Besoldungsstufen.
Nein auch bei den Gehältern im mittleren Dienst ist dies so. Kommt aber auch auf die Region an. Auch bringen einem Wechsler zB Erfahrungsjahre nur bedingt was.

Erkekjetter schrieb:
Darf die Mehrheit der AN auch nicht....
Doch, denn jeder AN hat das Recht zu Streiken. Beamte haben dies nicht.

Erkekjetter schrieb:
DIe Regelwochenarbeitszeit bei Beamten beträgt 40h-42 Stunden (je nach Bundesland und Alter) und nicht generell 41h...
Es sind 41h grundsätzlich (Bund). Man kann diese Verringern zB sollte man Kinder haben sind auch 40h möglich (ohne Entgeltverluste) - und ja das ist wieder ein Vorteil. Älter Beamten haben auch noch weniger.

Erkekjetter schrieb:
Sorry, aber du bestätigst genau das, was ich schon anmerkte. Die meisten Beamten wissen gar nicht mehr, welche Vorteile sie haben, weil sie völlig den Bezug dazu verloren haben, wie der alltag eines durchschnittlichen AN (ergo nicht bei IGM oder IGBCE angeschlossenem Unternehmen) in DE aussieht.
Ich weiß es sehr gut, denn ich komme aus der freien Wirtschaft. Und du vergisst vollkommen das eben die Aufgaben eines AN der freien Wirtschaft andere sind als die eines Beamten (Stichwort hoheitliche Aufgaben).
Wenn es ausschließlich Vorteile gäbe, hätte ich das Angebot der Verbeamtung selbst schon vor Monaten angenommen. Warum ich es nicht tue? Weil es eben auch gewichtige Nachteile gibt.

Es kommt mir (meine Meinung) so rüber, als ob du als Außenstehender deine Meinung viel von "Hörensagen" gebildet hast, aber die Nachteile nicht sehen willst.

Jeder Beruf hat Vor- und Nachteile und das oft nicht grundlos. Wenn du der Meinung bist das es eine massive Bevorteilung ist, dann werde selbst Beamter. Fachkräfte sind gesucht. Wenn du das nicht willst, dann "selbst Schuld"


NotNerdNotDau schrieb:
Naja grundsätzlich schon, aber ich gebe dir Recht es macht für kaum einen Beamten Sinn (Außnahmen bestätigen die Regel).
 
Erkekjetter schrieb:
Dann kannst du es doch aber nicht als Nachteil aufzählen und behaupten, es sei teurer!
Wie bitte?
Ich kann dir da nicht folgen.

Erkekjetter schrieb:
Was für eine Farce....
Erspare dir solche Bemerkungen, ansonsten antworte ich dir auf dem selben Niveau und dann ist dieser Thread schnell zu.
 
Was die PKV angeht: Die gehört tatsächlich einfach abgeschafft. Als Freiberufler kann ich schon nachvollziehen, dass Beamte sie bevorzugen. Ich hab schon selbst mehrfach ernsthaft drüber nachgedacht, da ich dort die Hälfte zahlen würde und dabei noch so Scherze wie Beitragsrückzahlungen, Chefarztbehandlung und 80 % Zahnersatz bekommen würde. Das ist schon verlockend.

Bisher haben meine dämlichen Ideale und der Solidaritätsgedanke mich noch davon abgehalten und ich bin in der GKV geblieben, obwohl die Künstlersozialkasse mich (aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen) nicht haben wollte. Ob das ewig so bleiben wird? Kann ich echt nicht sagen, bin auch nur ein Mensch. Grundsätzlich ist die KV derzeit der mit Abstand größte laufende Posten bei mir. Kostet mehr als Miete und Einkommensteuer.

Ein Recht zu streiken oder sonstigen Luxus genieße ich allerdings auch nicht. Wenn ich streike, gehen die Aufträge halt woanders hin, lulz. Generell haben Beamte schon einen ganzen Arsch voll an Vorteilen, da gibt's wenig schönzureden. Sicher ist die Lage für sie nicht perfekt. Aber sie haben Probleme, von denen die meisten Arbeitnehmer nur träumen können.
 
Erkekjetter schrieb:
Da überlichweise 10% Üstunden mit dem normalem Lohn abgegolten gelten, arbeitet der normale Bürger ebenfalls um die 41h wöchentlich.

Bullshit, es muss im Arbeitsvertrag klar und deutlich stehen ob und wieviele Überstunden mit dem normalen Lohn abgegolten sind.

Sieht der Arbeitsvertrag vor, dass die Überstunden mit dem üblichen Lohn abgegolten sind, so ist eine solche Standardklausel nach der Rechtsprechung nicht zulässig, da nicht klar ist, wie viel Überstunden damit erfasst sein sollen. Eine zeitlich unbeschränkte Klausel ist unwirksam. Ausreichend klar und verständlich wäre jedoch eine Formulierung, mit welcher zum Beispiel „15 Überstunden pro Monat mit dem Gehalt abgegolten sind“. Für beide Seiten ist damit hinreichend bestimmt, was auf einen zukommt. Abgeltungsklauseln im Umfang bis zu zehn Prozent der vertraglichen Arbeitszeit dürften angemessen sein. Auch zehn Überstunden pro Monat bei einer 40-Stunden-Woche können mit dem Gehalt abgegolten werden, so das Landesarbeitsgericht Hamm in seiner Entscheidung vom 22. Mai 2012 (Az.: 19 Sa 1720/11). Bei Tarifbindung richtet sich die Abgeltung von Überstunden unabhängig vom Arbeitsvertrag nach den tarifvertraglichen Regelungen.
 
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