Was haltet Ihr von Plug-In Hybrid Autos? Sinnvoll?

cool and silent

Captain
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Der Normalo in der Großstadt braucht auch kein Auto. Der Normalo fährt auch kein 15J Benziner und wohnt in einer Mietskaserne.
Die Realität ist eher, das sich die Leute bei denen ein BEV oder Hybrid sich lohnen KÖNNTE sich eher die Mehrheit nicht mal Gedanken machen ob dieser Option. Wenn aber Benzinpreise von 3,00€ und mehr demnächst auftauchen und sich erst dann Gedanken gemacht wird, dann ist es schon zuspät.

So viele Pauschalisierungen auf einmal, ich denke die Lebensverhältnisse der Menschen sind in der Realität dann doch etwas komplexer. Die Geschichte mit Benzinpreise von 3 Euro und "dann zu spät" verstehe ich nicht.

Da ist aber eher die Eletrik/Brandabwehr das Problem, nicht das Fahrzeug.

Da hast Du per Ferndiagnose mehr herausgefunden als ich hier vor Ort aber zugegeben, ich beschäftige mich nicht so aktiv mit dem Thema und kann warten, bis um meinen Stellplatz herum mal ein paar Wallboxen erscheinen...
 

Gaugaumera

Lt. Commander
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Mein Beitrag ist definitiv kein Trollen. Es zeigt nur die andere Seite der Medaillie.
Bei den Distanzen kommen nur Fahrzeuge ala Tesla Model S LR (Long Range). Da kann man dann auch locker die Familie besuchen.
Habe gerade mal nach dem Tesla geschaut. Diese Alternative kostet auch nur 86.000€ und ist damit ja eigentlich keine Alternative
Selbst der Model 3 mit Range extend kostet 40.000€.

Ist genau die Preisklasse für den Normalo. Nicht.
Ok wir fuhren Mini (gebraucht gekauft 9 Jahre alt), Mercedes (ca.23 Jahre, damals Jahreswagen) und immernoch Tiguan (gebraucht Jaheswagen). Ja ich merkt es, totaler Bonzenaufmarsch.
Also hast du ja zwei Autos. Einen Tiguan und deinen BEV.
Genau das was ich sage. Bei zwei Autos für die Familie kann man sich dementsprechend abstimmen, wer wann welches Auto nimmt.

Ich will dir das jetzt nicht auseinander ziehen. Aber den Durchschnitt stellst du sicher nicht dar.

Die Wallbox kann sich jeder holen. Sogar mein Nachbar hat sich eine angeschaft, nutzt sie aber nicht selbst sondern stellt sie derzeit anderen Nachbarn zur Verfügung. Alles Bonzen hier in der Straße....
Die Wallbox kann sich jeder holen, der ein eigenes Haus mit Garage besitzt.
Als Mieter gehört dir nix.

Der Normalo in der Großstadt braucht auch kein Auto. Der Normalo fährt auch kein 15J Benziner und wohnt in einer Mietskaserne.
Das liebe ich ja an dem Thema. Der braucht kein Auto! Aber ich brauche eins...
Pauschaler gehts ja kaum.

Wenn aber Benzinpreise von 3,00€ und mehr demnächst auftauchen und sich erst dann Gedanken gemacht wird, dann ist es schon zuspät.
Deine Armut kotzt mich an!
Die Armutsschere ist schon verdammt weit auseinander. Aber wenn das Benzin 3€ und der Strom 1€ kostet, dann ist die Welt gerettet. Witzig ist immer dieser Extremismus - den liebe ich ja.


Aber zurück zum Thema.
Durch die starke Subventionierung ist ein Plugin Hybrid keine schlechte Idee. Wie schaut es da eigentlich mit Wartungskosten und Lebenserwartung aus?

Kennt sich da jemand aus?
Denn als Laie würde ich schätzen, je mehr Techniken drin stecken desto ehr geht was kaputt.
 

didi72de

Commander
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Aber zurück zum Thema.
Durch die starke Subventionierung ist ein Plugin Hybrid keine schlechte Idee. Wie schaut es da eigentlich mit Wartungskosten und Lebenserwartung aus?

Kennt sich da jemand aus?
Denn als Laie würde ich schätzen, je mehr Techniken drin stecken desto ehr geht was kaputt.

Also mir wurde bei Ford gesagt das es die ganz normalen Wartungen des Verbrenners sind. Beim Elektroteil wird wohl nichts spezielles gemacht. Natürlich mal drübergeschaut, aber wohl keine "richtige" Wartung nötig.

Ob das stimmt weiß ich natürlich nicht...
 

P4ge

Captain
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Ich will dir das jetzt nicht auseinander ziehen. Aber den Durchschnitt stellst du sicher nicht dar.
Die durchschnittliche Familie mit 4 Personen kommt häufiger auf 2 PKw als du wahrscheinlich denkst.
Die Wallbox kann sich jeder holen, der ein eigenes Haus mit Garage besitzt.
Als Mieter gehört dir nix.
Warum sollte dir als Mieter auch was gehören?
Du kannst aber deinen Vermieter darauf ansprechen. Dieser hat selbst wenn es eine WEG ist einen "gewissen" Anspruch auf eine Lademöglichkeit. Die Möglichkeiten sind da im letzten Jahr wesentlich vereinfacht worden.
Das liebe ich ja an dem Thema. Der braucht kein Auto! Aber ich brauche eins...
Pauschaler gehts ja kaum.
Und deine Aussagen wer mehr als 1 Auto fährt und dazu noch BEV ist wohlhabend und gehört nicht zu der "normalen Bevölkerung"? Bitte einmal auch die eigene Sichtweise hinterfragen.
Natürlich war dies eine gewollte Provokation. Aber sowenig wie man sagen kann, "nur besser verdienende können elektrisch fahren" so unsinnig ist die Aussage wer in der Stadt wohnt braucht kein Auto. Beide Aussage treffen nicht zu.

Deine Armut kotzt mich an!
Die Armutsschere ist schon verdammt weit auseinander. Aber wenn das Benzin 3€ und der Strom 1€ kostet, dann ist die Welt gerettet. Witzig ist immer dieser Extremismus - den liebe ich ja.
Wenn die Kosten bei 3€ und 1€ angekommen sind und sich dann erst der Mensch (der die Möglichkeit hat) Gedanken macht was für Alternativen bestehen, dann ist das zu spät. Der TE ist einer der wenige der rechtzeitig überlegt und einen Hybrid für eine mögliche Alternative hält. Würde er auf Verbrenner setzen, würde er statistisch gesehen diesen Wagen 7-9 Jahre halten. Mit den dann sehr wahrscheinlich höheren Benzinkosten.
Mit Hybrid kann er da JETZT schon die richtigen Weichen stellen.
Durch die starke Subventionierung ist ein Plugin Hybrid keine schlechte Idee. Wie schaut es da eigentlich mit Wartungskosten und Lebenserwartung aus?
Naja Wartungskosten x 2. Sowohl der Verbrenner als auch der Strompart will geprüft werden. Beim Strom reicht idR die Prüfung mittels OBD Stecker und auslesen. Die Bauteile liegen nicht offen. Beim Verbrenner sind die Preise bekannt. Günstiger wird die Werkstatt da sicherlich nicht.
Kennt sich da jemand aus?
Denn als Laie würde ich schätzen, je mehr Techniken drin stecken desto ehr geht was kaputt.
Am Elektrostrang geht seltener etwas kaputt bei normaler Nutzung. Die Frage ist aber eher, da wir hier in den Kinderschuhen stecken, können eher noch Anfangsfehler auftreten. Ebenfalls ein Problem, wenn etwas am Elektro defekt ist kannst du idR weiterfahren (Hybrid), wenn aber am Verbrennerpart etwas defekt ist, bleibst du stehen.
Beim i3 soll derzeit die Große Inspektion (alle 3 Jahre) 145,-€ kosten inkl. aller Betriebsstoffe, Renigung Innen, Außen. Bei BMW inkl. Vollladen mit Solarstrom.
 

cool and silent

Captain
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Am Elektrostrang geht seltener etwas kaputt bei normaler Nutzung. Die Frage ist aber eher, da wir hier in den Kinderschuhen stecken, können eher noch Anfangsfehler auftreten.

Das mag im Allgemeinen und auch perspektivisch sitmmen. Frühe Teslamodelle insb. mit hohen Laufleistungen haben gigantische Ausfallraten bem Motor und Akku (Verschleiss). Es gibt da eine Webseite aus den Niederlanden, wo User ihre Erfahrungen zusammengetragen haben.



Das ist Greenwashing, tatsächlich wird je nach Betrachtung Kohlestrom aus dem fossilen Grenzstrommix geladen. Genauso gut könnte man mit einem Beziner CO2-neutralen Sprit (Kompensationsprojekte) bei Shell tanken oder bei einem Interkontinentalflug ein Zertifikat für 50 Euro erwerben, um CO2-neutraität zu erreichen.
 

P4ge

Captain
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Bin ich sonst bei dir, hier leider nein. Der BMW Händler hat 2 Solar Carports die dafür genutzt werden. Deine restliche Argumentation stimmt 100%. Würde aber denke ich bei anderen Händler auch gut klappen, ein paar Panels oben aufs Dach und die Autos auf dem Parkplatz können schön langsam volllaufen.
Frühe Teslamodelle insb. mit hohen Laufleistungen haben gigantische Ausfallraten bem Motor und Akku (Verschleiss).
Wobei Tesla nur als reiner Pionier wirklich was taugt. Gerade wenn man sich mit der Thematik genauer beschäftigt wird man sehen, dass die Autos wirklich stark schwanken in ihrer Pflege. Auch der Verbrauch ist bei Tesla wesentlich höher als bei den anderen. Einfach mal die durchschnittlichen kwh vergleichen.
Man stelle sich mal einen Tesla Akku in einem i3 vor.
 

cool and silent

Captain
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Der BMW Händler hat 2 Solar Carports die dafür genutzt werden.

Die ja auch einspeisen könnten und damit den Strommix verbessern. Warum soll die mit den Solarpanels erzeugte EE dem Auto zugerechnet werden, nur weil der wirtschaftliche Eigentümer der Carports Autohändler ist?


Auch der Verbrauch ist bei Tesla wesentlich höher als bei den anderen.
Das wusste ich nicht, ich dachte gerade die (vielen) Model 3 wären eher sparsam unterwegs.
 

Scrypton

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Ich habe jetzt auch nicht von Hybride gesprochen, sondern vollumfänglichen E-Autos.
 

KitKat::new()

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P4ge

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Warum soll die mit den Solarpanels erzeugte EE dem Auto zugerechnet werden, nur weil der wirtschaftliche Eigentümer der Carports Autohändler ist?
Ok vielleicht drück ich mich zu umständlich aus. Tesla hat es vorgemacht: Wie wäre in Zukunft die ideale BEV-Welt? Du hast ein Haus mit Solar-Panel oder Carport mit Panel, welches tagesüber Strom in einer Puffer-Batterie speichert und abends in dein Auto pumpt. Am besten alles von einem Anbieter.
Mein BMW Händler hat zu werbezwecken solche Carports vor dem Geschäft plaziert um Kunden zu zeigen wie man die Technik nutzen kann, die der eine oder andere bereits hat.
Ich hoffe die Erklärung ist genau genug :D.

Das wusste ich nicht, ich dachte gerade die (vielen) Model 3 wären eher sparsam unterwegs.
Sind sie auch; einen nicht unerheblichen Teil (~30 Prozent wenn ich nicht irre?) des "Verbrauchs" wird beim Fahren direkt wieder generiert.
Tesla Verbrauch das sind die offiziellen Angaben. Wobei man wissen muss, bestimmte Modelle gibt es so nicht direkt (Model 3 SR ist etwas fraglich/BAFA Schummelei mal googlen). Wenn wir also den restlichen Schnitt uns anschauen liegt ein Großteil bei 18-20kwh. Ein i3 bei 15,3. Meine 13,3 werden mit besagten Rekup gerechnet ohne Ladeverlust. Bleiben aber trotzdem 7kwh. Auch bei Hybriden sollte man schauen wie effektiv sowohl Verbrenner als auch Elektroantrieb laufen. Was nützt einem der Eletroantrieb, wenn der Benziner 12Liter braucht?
Machen andere Hybride aber auch, Stickwort Rekuperation, wobei ich 30% schon fast zu viel finde
Naja der i3 haut da noch mehr rein. Wenn man da vom "Gas" geht ist das wie bremsen ohne ABS. In der Stadt cool auf dem Land hinderlich (Segelfunktion). Da ich aber 95% der Zeit per Tempomat und co fahre klappt das.
 

P4ge

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downforze

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Wenn ihr auf der Arbeit sowieso laden könnt ... was spricht dann noch für einen Benziner?
Akkus sind deutlich schwerer als ein Tank + Verbrennungsmotor. Deshalb macht ein Pluginhybrid schon Sinn. Dann nehme ich auch lieber einen kleinen Akku mit dem Risiko in Kauf, dass dieser über die Jahre deutlich an Kapazität verliert, als einen großen Akku im reinen Elektroauto. Im Pluginhybrid bleibt mir dann in jedem Fall noch der Verbrennungsmotor.
 

P4ge

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Akkus sind deutlich schwerer als ein Tank + Verbrennungsmotor.
Wirklich? Entscheidend?
Beim I3 mit 60Ah wiegt das Fahrzeug 1270kg , davon 230kg der Akku.
Beim 94Ah sind es 1320 kg, davon 256kg für den Akku
Aktuell sind wir bei 1345 kg, offiziell finde ich nichts, also pack ich mal 280kg für den Akku rein.

Bei einem "normalen PKW wiegt der Motor Block ca 100-160kg. Dazu der Tank (40-60L) ca. 50kg (bei 60L).
Sind wir also bei 220kg im max. gegen 280kg Akku(BEV).
Wenn wir einen Hybrid nehmen und da den Akku rein packen (60kg?) sind wir gleich.
Der Hybrid muss sowohl von der Verbrennerseite als auch vom E Bereich her geprüft werden.
Wenn der Akku hin ist, fährst du den Part trotzdem immer mit dir mit.
 

cool and silent

Captain
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Der Kuga PHEV (aus dem Eingangsposting) ist 300kg schwerer als der kleinste Benziner. Da ist bestimmt noch ein wenig Sonderausstattung mit drin aber es zeigt in etwa an, in welcher Größenordnung sich das Zusatzgewicht des Hybridantriebstrang bewegen kann.
 

downforze

Lieutenant
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Wirklich? Entscheidend?
Beim I3 mit 60Ah wiegt das Fahrzeug 1270kg , davon 230kg der Akku.
Beim 94Ah sind es 1320 kg, davon 256kg für den Akku
Aktuell sind wir bei 1345 kg, offiziell finde ich nichts, also pack ich mal 280kg für den Akku rein.
Bereits der knapp über halb so große Akku vom UP wiegt 250 kg. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass deine Angaben stimmen.
Der Teslaakku mit 75 kWh wiegt fast 500 kg.
Nachtrag: ADAC gibt beim i3 42 kWh Brutto zu 120 Ah an, aber auch nicht zu 230 kg.

Jetzt fällt mir auf, du hast es in Ah angegeben. Ja, dann sind 60Ah gerade mal 20 kWh. Dass der Akku nur 230 kg wiegt, mag stimmen. Ist ja nicht viel mehr wie ein Pluginhybrid. Mal abgesehen davon, dass die Energiedichte bei Benzin viel höher ist, kann ein Akku niemals auch nur ein ähnliches Gewicht erreichen.
 
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P4ge

Captain
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Bereits der knapp über halb so große Akku vom UP wiegt 250 kg. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass deine Angaben stimmen.
Wikipedia
Nunja, die beiden Akkus unterscheiden sich ja schonmal grundlegen. der Up hat laut wikipedia 168 Puch-Zellen beim i3 96 Lithium Ionen. 36,8kwh vs. 42,2 kwh. "Gleiches" Gewicht unterschiedliche Energiedichte.
Beim Tesla kommen nochmals andere Akkus zum tragen.
Ein Münchner Unternehmen hat vor ein paar Jahren mit der Uni Tesla Akkus in den i3 gebaut und kam dort auf ca. 800km Reichweite.
Aber daran brauchen wir uns ja nicht aufhalten.

Auf alle Fälle können wir festhalten, dass Verbrenner am leitesten sind, dann Hybride und am Ende BEVs. Das Problem beim Hybriden ist nur, wie effektiv nutze ich seine Batterie. Fahre ich konsequent im idealen Bereich mit der Batterie und im ideale Bereich für den Verbrenner, dann sind Hybride top. Leider wird das nicht immer so umgesetzt, deshalb auch die weitverbreitete Kritik an diesem Typus.
 
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