Was ist eure Meinung: Ist die Pandemie endlich vorbei? Wie geht es jetzt weiter, alles wieder back to normal oder doch eher noch vorsichtig bleiben?

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Lipovitan schrieb:
Fast 200 Millionen verabreichte Impfdosen in Deutschland, rund 6800 Anträge auf Anerkennung von vermeintlichen Impfschäden. Weniger als 300 bestätigte Fälle von Impfschäden. Das sind die Zahlen.
Und? Inwiefern für einen selbst relevant?

Ich habe in meinem Bekanntenkreis ein paar die sich nie haben impfen lassen und durch Corona mit einem milden Verlauf durchgekommen sind. Statistisch ist das nicht relevant, aber wären Impfschäden bei diesen Personen ausgeschlossen gewesen?

Auf die Masse gesehen mögen solche "Statistiken" sinnvoll erscheinen, aber am Ende muss die Entscheidung jeder für sich selbst treffen und als die Impfungen auf den Markt kamen, waren diese Statistiken eben noch nicht da.
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Erkekjetter schrieb:
Querdenker bewerten die Gefahr aus der Impfung überproportional hoch, die Gefahr durch Covid wird klein geredet.
Siehst du! Schon wieder triffts die Schublade...... Du vergisst hier einen wichtigen Punkt, "für sich". Sich stechen lassen mit einem geringen Risiko es nicht zu überleben oder invalide zu werden ist für dich "überproportional hoch bewertet", obwohl ein Medikament nicht einmal ein vollständige Zulassung hat. Das Risiko von Corona ist für dich hingegen "sehr hoch" zu bewerten, andere sehen es schlichtweg anders und sind vielleicht sogar ein oder mehrmals ohne besondere Vorkommnisse daran erkrankt.
 
xexex schrieb:
Du vergisst hier einen wichtigen Punkt, "für sich".
Genau das tun sie ja eben nicht... Sondern allgemein. Zumal das in diesem Fall an sich auch egal ist und sowieso nur ein Schutz"argument". Denn irgendwann zählt Meinung nicht mehr, sondern Fakten wenn es um die Allgemeinheit geht. Denn die persönliche Freiheit endet da, wo sie die Freiheit anderer einschränkt.
 
xexex schrieb:
Eher gering! Wenn man sich die aktuelle Situation perspektivisch anschaut, waren die Gedanken der Impfgegner vielleicht doch gar nicht so abwegig, aber "damals" wollte man das nicht hören.
"Damals" hatten wir es mit einer weitaus gefährlicheren Mutante zu tun (remember "delta" ? - das ist die Variante, die in den Charts oben für den Anstieg in der dritten Welle sorgte und es ist die Variante, die auch Schweden zu Massnahmen zwang).

Die aktuelle Vaiante scheint harmloser zu sein, was auch durch die Medien ging (rauf und runter).
Ich finde es eigentlich ganz gut, dass die Leute heute etwas entspannter sind, denn ja ... Wenn man sich gefährdet fühlt, dann reagiert man auch viel extremer darauf, wenn jemand diese Gefahr (gewollt oder ungewollt) herunterspielt ... sieht man auch hier im Thread ganz gut.

Ich finde es gut, dass ich mich mittlerweile wieder ganz normal mit meinem Bruder und seiner Frau unterhalten kann. Das ging eine ganze Weile nicht wirklich gut ... zum Beispiel, weil ich nicht verstehe, warum er seinen Job hingeschmissen hat ... die Maskenpflicht in der Schule war zwar Murks (nicht wegen Ineffizienz sondern ganz einfach wegen Unmenschlichkeit und ziemlich schlechten Möglichkeiten, Grundschülern sowas zu erklären), aber deswegen gleich hinschmeißen? Ich hätte das nicht gemacht ... aber ich erinnere mich halt auch noch gut an 6 Jahre Hartz4 ... da will man ums verrecken nicht nochmal rein rutschen.

Ich war mir auch lange Zeit unsicher, was ich von dem Flächenbombardement der Medien halten sollte ... ich hatte mir selbst gegenüber aber ein starkes Gefühl der Verpflichtung, meinen Job zu behalten (wer nur knapp 1.000,- im Monat verdient hat, für den bedeutet ALG1 das gleiche wie Hartz4 ... und ich habe mir nunmal geschworen, dass die nie wieder einen Antrag von mir sehen werden ... eher setze ich meinem Leben ein Ende).
 
xexex schrieb:
Ich habe in meinem Bekanntenkreis
Statistken > Anekdotische Evidenz, daher sind diese sinnvoll zur Einschätzung eines Risikos. Die Einschätzung erfolgt vor Impfung übrigens immer durch einen Arzt. Die Gründe warum man sich persönlich gegen die Impfung entschieden hat macht einen zu einen Querdenker. Niemand wurde als Querdenker tituliert der Angab, dass sein Arzt ihm nach einer Anamnese von der Impfung abgeraten hat. Außer der Arzt heißt Bodo Schiffmann.
 
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Erkekjetter schrieb:
Denn die persönliche Freiheit endet da, wo sie die Freiheit anderer einschränkt.
Du bist also der Meinung Leute sollen sich unter Gefährdung des eigenes Lebens, für die "anderen" stechen? Denn genau als das wurde die Impfung auch verkauft! Wundert es dich wenn einige das der Regierung so nicht abkaufen wollten?

Es gab die erste Impfung, dann die Booster Impfung, dann noch die dritte Impfung, alles für die Allgemeinheit? Die Gründe dafür sind mir übrigens bekannt, man wusste sich nicht wirklich besser zu helfen. Aber alleine deshalb Stempel ich niemanden als "Querdenker" ab, nur weil er mit den Entscheidungen nicht zufrieden war und sie offen kritisiert hat.
Ergänzung ()

Lipovitan schrieb:
Die Einschätzung erfolgt vor Impfung übrigens immer durch einen Arzt.
Hahahahaaaahhaaahaaa..... Hast du dir gegen Corona impfen lassen? Fragebogen ausfüllen, ab zur Impfung. Wo wurde da eine "Entscheidung" durch den Arzt getroffen, wenn in Deutschland selbst dem Hausarzt die gesamte Krankheitsakte nur selten bekannt ist.
 
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Lipovitan schrieb:
Die Einschätzung erfolgt vor Impfung übrigens immer durch einen Arzt.
Naja, wenn wir mal ehrlich sind, 2021 in den Zeiten der Massenimpfung war die "Einschätzung" dann doch eher ob da die Unterschrift drauf ist oder nicht ;) - Lässt sich logistisch vermutlich gar nicht anders handhaben, aber die klassische Untersuchung mit dem Abgleich der Patientendaten wie man es vor anderen Impfungen bekommt (sollte...) gab es da in der Form nicht mehr.
 
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xexex schrieb:
Hast du dir gegen Corona impfen lassen?
Vier mal und vier mal hat sich die Zeit genommen meinen Fragebogen zu lesen und mich über potenzielle Risiken informiert und erklärt wie ich mich zu verhalten habe.
 
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xexex schrieb:
Du bist also der Meinung Leute sollen sich unter Gefährdung des eigenes Lebens, für die "anderen" stechen?
Und die anderen sollen sterben, weil dein Leben gefährdet ist mit einem statistisch kaum nachweisbaren Risiko? Aber setzt dich zeitgleich jeden Tag ins Auto oder setzt dich täglich erheblich tödlicheren Risiken diverser Art aus?

Ganz schwache Logik...
 
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Lipovitan schrieb:
Vier mal und vier mal hat sich die Zeit genommen meinen Fragebogen zu lesen und mich über potenzielle Risiken informiert und erklärt wie ich mich zu verhalten habe.
Da wären wir dann, wie du es ja richtig formuliert hattest, bei der anekdotischen Evidenz. Bei meinen 3 Impfungen waren 2 im Impfzentrum und da hat sich keiner die Zeit genommen ausser in 20 Sekunden das allernötigste runter zu reden und das war ja der Standard dort.
 
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The_waron schrieb:
Da wären wir dann, wie du es ja richtig formuliert hattest, bei der anekdotischen Evidenz.
Die Aufklärung ist ein wichtiger Teil der Impfleistung. Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, die impfende Person oder den Sorgeberechtigten über die Vorteile und Risiken vorab zu informieren. Bei der COVID-19-Schutzimpfung ist das nicht anders als bei anderen Schutzimpfungen. Besondere Maßnahmen sind hierbei nicht erforderlich.
https://www.kbv.de/html/50988.php
 
Du weisst genau das es hierbei um das praktisch erlebte ging und nicht darum ob der Formalapperat eingehalten wurde, denn mit der Unterschrift ist das was du zitiert hast nämlich erfüllt, ob das praktisch dann auch statt fand ist eine andere Geschichte.
 
Lipovitan schrieb:
Weniger als 300 bestätigte Fälle von Impfschäden. Das sind die Zahlen.
Und keinem der 6800 Verdachtsfälle werden diese Zahlen ein solderlich gutes Gefühl vermitteln.

Dinge stellen sich für Betroffene immer etwas anders dar, als für Nichtbetroffene und es ist doch ziemlöich unwahrscheinlich, dass jemand, der wegen eines "mutmaßlichen" Impfschadens zu einem Arzt rennt (oder nach Marburg reist), davon ausgeht, dass es bei ihm eben doch kein Impfschaden ist.

Da sollten das Individuum und seine Beschwerden im Vordergrund stehen ... In Statistiken findet das anschließend sowieso Eingang.
 
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Lipovitan schrieb:
Vier mal und vier mal hat sich die Zeit genommen meinen Fragebogen zu lesen
Das nennst du Einschätzung? Da müsstest du schon selbst ganz genau deine Vorerkrankungen kennen um sie überhaupt angeben zu können und auch die Relevanz dieser Angaben zu der Impfung müsste dir bekannt sein, wodurch die Prüfung durch den Arzt eigentlich obsolet wäre.

Was stand denn auf diesem Zettel drauf, außer dem üblichen "Sind sie schwanger, haben sie ein Herzleiden, haben sie Aids"? Die "Einschätzung" der Ärzte war bei den Massenimpfungen bestenfalls formell, gespritzt wurde dann von von Personen die schon mal eine Spritze in den Händen hielten, da wir bei jedem Blutabnehmen mehr abgefragt und "eingeschätzt".
 
DerOlf schrieb:
Und keinem der 6800 Verdachtsfälle werden diese Zahlen ein solderlich gutes Gefühl vermitteln.
Also mir vermittelt das durchaus ein gutes Gefühl, wenn ich bei OPs oder dergleichen lese, wie gering ein Risiko ist...

DerOlf schrieb:
Dinge stellen sich für Betroffene immer etwas anders dar,
Deswegen gibt es auch keine Selbstjustiz. Natürlich ist das so und natürlich ändert es nichts bei einem betroffenen zu wissen, dass es selten ist. Nur kann und sollte man basierend auf solchen Gefühlen keine Entscheidungen treffen.
DerOlf schrieb:
dass es bei ihm eben doch kein Impfschaden ist.
Logisch, weil viele wollen ja auch, dass es so ist. Ein Weiterer Punkt zu dem Absatz zuvor.
 
xexex schrieb:
Das nennst du Einschätzung? Da müsstest du schon selbst ganz genau deine Vorerkrankungen kennen um sie überhaupt angeben zu können und auch die Relevanz dieser Angaben zu der Impfung müsste dir bekannt sein, wodurch die Prüfung durch den Arzt eigentlich obsolet wäre.
Das sind die Anforderung der KBV um die Impffähigkeit einzuschätzen. Dafür wurde für jeden Impfstoff ein individueller Anamnesebogen.

Wie die Impffähigkeit von unbekannten Patienten feststellt hat ebenso die KBV festgelegt:
3. Impffähigkeit feststellen

Überzeugen Sie sich, dass die zu impfende Person aktuell impffähig ist. Eine Anamnese ist nur dann erforderlich, wenn Sie die Person nicht kennen, weil sie zum ersten Mal Ihre Praxis aufsucht. Hierfür können Sie den Anamnesebogen des RKI nutzen.

Bei bekannten Patienten kennen Sie in aller Regel den Gesundheitszustand, und die Daten sind bereits in der Patientenakte dokumentiert; eine erneute Anamnese ist nicht erforderlich. Auch bei diesen Personen muss die Impffähigkeit zumindest im Hinblick auf akute Infektionen etc. geprüft werden.
xexex schrieb:
Was stand denn auf diesem Zettel drauf
Müsstest du doch wissen? Ansonsten hier lang: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html
 
Lipovitan schrieb:
Die Gründe warum man sich persönlich gegen die Impfung entschieden hat macht einen zu einen Querdenker
Das ist genau das Denken, was ich von Anfang nicht leiden konnte. Ich bin durchgehend Pro Impfung gewesen, komplett geimpft, aber die Entscheidung sollte jedem selber obliegen. Manchmal kam ich mir vor wie ein Exot, wenn ich zu jemand anderem gesagt habe "Dann lass ihm doch die Entscheidung!"

Wenn jemand Angst vor der Impfung hat, auch ohne Anamnese, dann macht ihn das nicht zum Querdenker.
 
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Bei meiner Impfung war zwar weniger los ... aber es gab eben nicht nur einen Anamnesebogen zum ausfüllen, sonern noch ein fünfseitiges Paper, welches ich lesen, und dann unterschreoben musste.
Wer diese "Patienteninformation" in etwa so behandelt hat wie die AGBs bei einer App-Installation (abhaken und weiter), ist selbst schuld, wenn er danach dann niemanden hat, den er verklagen darf.

Hätte ich in dieser Infobroschüre irgendwas entdeckt, was mir "zu riskant" gewesen wäre, dann hätte ich mich nicht pieksen lassen. Ich nehme auch keine Schmerzmittel, in deren Beipackzettel unter "seltenen Nebenwirkungen" der Posten "Magenbluten" auftaucht (Gelonida z.B.).

Nach dem Anamnesebogen und der Infobroschüre gab es noch ein Gespräch mit der impfenden Ärztin ... das Gespräch allein hat knapp 10 Minuten gedauert.

Anekdotische Evidenz ... sicher ... aber in meinem Bekanntenkreis hat das niemand anders elebt ... die meisten haben für ihre Impfung mindestens 1 Stunde eingeplant.
Sicherlich gab es aber auch Zentren, in denen im Expressverfahren geimpft wurde ... und Impflinge, die es einfach nur möglichst schnell hinter sich haben wollten.
 
Lipovitan schrieb:
Müsstest du doch wissen?
Wieso? Meinst du sowas merke ich mir ein Leben lang? Wie ich sagte, wurde da halt der "Standard" abgefragt, was anderes ging ja auch schlecht, sonst hätte man alle zunächst einmal untersuchen müssen. Die "Einschätzung" des Arztes hätte da auch ein dressierter Affe übernehmen können.
 
Exit666 schrieb:
Wenn jemand Angst vor der Impfung hat, auch ohne Anamnese, dann macht ihn das nicht zum Querdenker.
Das ist genau das was ich ja hier zuvor auch schon schrieb, die Politisierung der Covidimpfung hat enormen Flurschaden in der Gesellschaft hinterlassen, es ist einfach absurd jemanden in die "große Schublade" Querdenker/Rechts/Nazi etc. zu stecken, nur weil die Person vorbehalte gegen die Impfung hatte/hat - genau wie es absurd war zu behaupten die Impfung diene der Massensterilisierung oder Kontrolle durch Nanochips.
 
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