Was ist für euch wichtig?

Die Frage "Was ist für euch wichtig" ist schon mal schief gestellt.

Wenn einem etwas wichtig ist, dann zählt er es nicht auf, es ist eine Bestimmung von Innen heraus und keine, die man durch Hin und Herräsonnieren zurecht-erdenkt und dann hinschreibt. Vor allem verliert das, was man hinschreibt ohnehin an Wahrheit wenn man es sich Jahre später wieder ansieht, weil es wohl doch nicht mehr die Sachen sind die einem wichtig sind, die man damals (also heute) angenommen hat.

Deshalb: Die Frage ist Unsinn.
 
Die Frage ist kein Unsinn meiner Meinung nach. Schon allein dadurch, dass sie anregt sich über potentiell Wichtiges seine Gedanken zu machen. (was rauskommt is ja dann die persönliche Sache)

Wieso ist es eine Bestimmung? (gibt es Bestimmung? ist unser Leben schon vorherbestimmt? ;))
Sicher ist es nicht willkürlich ausgewählt, was einem wichtig ist, denn es ergibt sich aus dem in der Vergangenheit Erlebten. Und da sich das von Minute zu Minute ändert, kann sich das vielleicht in ein paar Jahren schon wieder geändert haben. Das heißt doch aber nicht, dass einem das zu dem Zeitpunkt, zu dem man das niedergeschrieben hat, nicht wichtig war. (sofern man das nach bestem Wissen getan hat) Ich meine zumindest, dass sie dadurch dann nicht an Wahrheit verlieren.

Man kann die Frage natürlich auch verstehen wie man will, d.h. so kurz- oder langfristig sehen wie man will. Z.B. kann einem wichtig sein, dass heute abend alle zur Party kommen, (na, ist das jetzt kurz- oder langfristig) oder aber, dass man sein Neugeborenes, das man grad auf dem Arm hat, in 20 Jahren in die Arme nehmen und stolz drauf sein kann (was auch immer die Bedingungen dazu sind).

Die Frage an sich ist kein Unsinn. Man kann aber Unsinn daraus machen.


MfG

CM
 
Naja die Frage bezieht sich ja auch auf die Zukunft, insofern was ist an der Frage denn so Unsinnig wenn man seine DERZEITIGEN Erwartungen von seinen kommenden Leben aufschreibt?

Letzten Endes ist das doch eine Frage, die auf das Problem der Individualisierung hinausläuft, und diese gewinnt in unserer Gesellschaft in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung. Daher würde ich auf keine Fall behaupten, dass das eine Unsinnige Frage ist, wenn man es rein gesellschaftlich und nicht philosophisch betrachtet ;)

Ich persönlich glaube dass man versuchen sollte mit dem zufrieden zu sein was man hat. Geld und Materialismus sind für mich rein bedeutungslose Werte (wobei man das vorsichtig formulieren sollte, wenn dem so wäre müsste ich ja obdachlos werden, aber ich hoffe ihr wisst was ich meine :D). Ich lege da viel mehr Wert auf soziale Bindungen wie Freunde oder Familie und vor allem ein Beruf/Tätigkeit die mir um ihrer selbstwillen Spaß macht und nicht weil ich damit unglaublich viel Geld verdiene mit dem ich mir dann unglaublich viel bedeutungslosen Müll kaufen kann...
 
Mhm was mir wichtig ist.
Also ich hab schon viel erlebt und weiss wie froh man sein kann abends ohne Angst einzuschlafen, morgens trocken aufzuwachen, Herr seiner Sinne zu sein und nicht verhungern zu müssen.

Ich sehe auch jeden Tag, wie viele ihre Gesunheit, ihren Luxus und die Liebe als selbstverständlich nehmen. Ich nehme das schon seit langem nicht mehr für selbstverständlich und das macht mich sehr glücklich. Das wichtigste dabei ist eigentlich das ich jeden Tag in den Spiegel schauen kann, da ich mich für nichts schämen muss, weil ich immer versuche etwas mehr für die anderen zu tun als sie für mich. Klappt nicht immer aber der Wille zählt.

Ihr solltet mal in die Einkaufsstrasse gehen und den nä. besten Bettler 20€ in die Hand drücken, sowas entspannd den eigenen Geist mehr als 1000 Yogastunden oder antidepessiva. Manchmal muss man einfach mal loslassen, ob es Geld oder Liebe ist, dann sieht man vieles entspannter.

Also das wichtigste für mich ist es Menschen zum lachen zu bringen. Ich finde nichts ist so wichtig wie ein herzhaftes Lachen und das kann man am besten wenn man das Leben nicht so ernst nimmt aber für jeden Tag dankbar ist.

Mhm hoffe das wirkt nicht zu melacholisch.;););)

Ganz vergessen, ich schliesse das mal ab mit einem Zitat von Bernhard Shaw, das war ein irischer Schriftsteller.
Den ziehe ich beim zitieren immer gerne heran oder Mark Twain

Es ist nicht schwer, Menschen zu finden, die mit 60 Jahren zehnmal so reich sind, als sie es mit 20 waren. Aber nicht einer von ihnen behauptet, er sei zehnmal so glücklich.

oder Gandhi

Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt.

 
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