Stimmt, da haben wir wohl die Sache aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Aber ich muß Dich trotzdem korrigieren: Doch, es bleibt ohne weiteres "Zutun" so.
Denn ich kann nichts weglassen oder schlechter machen, weil es der Alltag ist.
Aber Routine muß nicht schlecht sein, ganz im Gegenteil.
Wenn ich Dir jetzt sage, dass wir genau durch diese Routine keine Routine aufkommen lassen,
dann bin ich überzeugt, dass Du verstehst, WIE ich es meine.
Denn genau diese Routine ist es, was uns verbindet, weil dazwischen noch genug ungeplante Dinge Platz haben.
Mein vorheriges Beispiel mit dem Ausflug an den See war nur ein kleiner Auszug davon.
Ich schenke z. B. nichts zum Valentinstag. Das wäre ein aufgesetzter "muss- ich-machen-Effekt."
Ich schenke ohne Anlass, denn ungeplante Überraschungen bereiten viel mehr Freude.
Noch ein Beispiel:
Es ist ein ganz normaler Mittwoch, 19:30 Uhr. Es klingelt, der Nachbar gibt ein Paket für uns ab. Ich bitte ihn herein.
Er sagt: "Wie, gibt es was zu feiern?"
Ich sage: "Nein, warum?"
Nun, es brannten viele Teelichter.
Es stand ein Flasche Wein auf dem Tisch, und gegessen haben wir Grüne Nudeln mit Gambas und Roquefortsoße.
Anscheinend ist das nicht üblich.
An einem Sonntag, beim "Gemischten Braten mit Spätzle", wäre diese Frage wohl nicht gestellt worden.
Ich bin jetzt über 20 Jahre verheiratet und wir haben von Anfang an alles richtig gemacht.
Wir haben die gleichen Interessen und Ansichten aber trotzdem den nötigen Freiraum.
Es passt, wie "Arsch auf Eimer."
Ob eine Ehe/Partnerschaft gut läuft, dafür gibt es wohl kein allgemeines Rezept. Wir setzten nur einige Prioritäten...
... an 1 Stelle kommt der Partner.
... lasse dir nicht von anderen Leuten reinreden.
... es ist egal, was andere Leute denken, sei DU.
... zeige Respekt.
... verstehe, wenn man "Nein" sagt, dass "Ja", gemeint sein könnte.
... verstehe den Partner auch ohne Worte.
Und wenn man sich auch noch nach 20 Ehejahren freut, seine Frau am Abend zu sehen, dann sagt dass
in meinen Augen wohl alles aus.
Wir machen, was wir richtig finden. Wir leben unser LEBEN, denn wir haben nur 1.
Verstehst Du, WAS ich damit sagen möchte?