WD Red im großen Raid Arrays

Doominator

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Hallo Leute. Ich möchte mir ein kleinen Datenserver zusammen basteln. Im Grunde habe ich schon alles und brauche nur noch die Festplatten. Die Festplatten hänge ich an einen Areca 1130. http://geizhals.at/eu/areca_arc-1130_256mb_a214034.html

Die Platten werden dann im Raid 6 betrieben. Also n -2. Bei 12 Festplatten also 10 effektiv nutzbar.

Ich habe diese Festplatte ins Auge gefasst.

http://geizhals.at/eu/western_digital_red_3000gb_wd30efrx_a807343.html

Der Server läuft nicht 24 h durch und wird nur bei Bedarf angemacht. Riesengroße Datenbewegungen finden nicht regelmäßig statt.

Hier mal ein paar Testberichte.

http://www.hartware.net/review_1549.html
http://www.tomshardware.de/WD_Red-WD20EFRX-WD30EFRX-NAS,testberichte-241057.html
http://www.pc-experience.de/optische-laufwerke-festplatten-und-ssds/western-digital-red-vs-seagate-constellation-es-2.html
http://scr3.golem.de/?d=1207/WD-Red-NAS&a=93120

Der Tenor der Testberichte spricht von einer guten soliden Platte. Manche sprechen aber von einer Platte für kleine NAS Systeme. Oft wird erwähnt das die I/Os sehr schlecht sein sollen. Bei einem Raid 6 springen ja alle Platten bei Zugriff an. Also 12 X Bewegung der Schreibleseköpfe bei geringem I/O. Hat einer von euch schon damit Erfahrung bzw. denkt ihr auch das es eventuell langsam oder problematisch werden kann?

MfG Doomi
 
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was lagert man den auf 30tb aus ?
zumal raid 6 für privat eigendlich käse ist...
 
1) Multivitamin: Don´t ASK don´t tell, geht Dich rein gar nichts an!
2) Warum Käse, Raid = hochverfügbar, es dürfen 2 PLatten ausfallen. Ob ein Raid hier sein muss ist ne andere Frage.
3) Ja die WD Reds sind exemplarisch dafür gemacht und gut
4) Kann Dein Controller staggered spinup? Wenn ja einstellen, dann fährt er sie nacheinander an, die WDs können das.

Das Problem ist eher das ständige an und aus machen! HDDS laufen am besten und längsten wenn sie kontinuierlich laufen. Mein laufen hier eigentlich bis auf längeren Urlaub komplett durch und ich hab seit 2 Jahren keinen Ausfall!
 
Also bei 12 Platten ist RAID 6 schon ein MUSS, RAID5 ist da viel zu gefährlich, der TE macht das schon richtig.

Hat Dein Datenserver denn auch den richtigen Steckplatz ? PCI-X ist ja schon Asbach.
 
Sofern du nicht mit vielen kleinen Dateien hantierst können dir die IOs einer einzelnen Platte recht egal sein. Grundsätzlich bringt ein System mehr IOs je mehr Platten zusammen arbeiten, das sollte also nicht das Problem sein.

Hast du vor die Daten darauf zusätzlich nochmal zu sichern oder vertraust du darauf das die Daten auf Raid 6 unzerstörbar sind? Hat dein Controller einen batteriegestützten Cache oder deaktivierst du den Schreibcache? Ohne Schreibcache werden kleine Schreibzugriffe auf das System quälend langsam...
 
Also die IOS sind natürlich im RAID deutlich besser. Wenn der Controller was taugt, wirst Du IOs wie bei einer älteren SSD haben. SATA 7200 - HDs bringen so 70 IOs/s, d.h. bei 12 HDs kommst Du schon fast an die 1000 IOs/s. Sicher gute SSDs haben heutzutage IOs im 30000-50000 -Bereich, aber das RAID sollte auch 4-5 Kopierjobs gleichzeitig locker wegstecken (wo da eine einzelne HD ja abkackt).
 
okay, wenn ich sein Profil lesen, oben, Datenserver, gehe ich mal von einer reinen Ablage aus, also Platz, daher auch die größe. Dafür gehen die Reds völlig i.O. da merkt er nichts. Wichtig wäre wohl ein sauberer Controller und bei INit des Raids die sinnvolle Stripesize (große kleine, whatever).
 
@Multivitamin
Über das für und wieder von Raid 5/6 hatte ich schon lange Diskussionen. Habe mich aber trotzdem dafür entschieden. Die Areca Controller Rocken im Raid 6 ziemlich gut. Bei 8 normalen (keine Server Edition) Seagate Platten hab ich im Raid 6 unverschlüsselt ca. 280 MB/s. (auf einem Areca 1120) Das passt schon.


@Tekkno_Frank
-staggered spinup: Weiß ich gerade nicht. Prüfe ich aber. Danke!

- ständiges an und aus machen: Das soll ein Reines Datenbackup werden. Zum Syncen mach ich den Server maximal einmal im Monat an. Das sollte kein Problem sein.

- Stripesize
Was würdest du empfehlen?


@Masamune
Datenbank ist auch nicht drauf. Dateigröße ist eher größer 1 GB. PCI-X ist vorhanden^^



Masamune2 schrieb:
Grundsätzlich bringt ein System mehr IOs je mehr Platten zusammen arbeiten, das sollte also nicht das Problem sein.

Das versteh ich nicht ganz. Bei einer Festplatte muss man warten bis sich 1 Schreiblesekopf in Position gebracht hat. Bei 12 Platten sind es 12 Köpfe (auf einer scheibe...) die sich erst in Position bringen müssen. Wiese dann also "mehr" IOs?


Masamune2 schrieb:
Hast du vor die Daten darauf zusätzlich nochmal zu sichern oder vertraust du darauf das die Daten auf Raid 6 unzerstörbar sind? Hat dein Controller einen batteriegestützten Cache oder deaktivierst du den Schreibcache? Ohne Schreibcache werden kleine Schreibzugriffe auf das System quälend langsam...


Batterie ist vorhanden. Das System soll ein Backup darstellen. Im Notfall anstellen und alle Daten schnell ! zurück spielen. Also physische Trennung der Daten liegt vor.

PS: OS liegt auf einer extra Platte.
 
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Ahhh Areca, hab ich hier auch!

geht im Areca! Auf die 5V Schiene des NT achten! Seasonic kann da z.B. 120Watt

Ist nur als Hinweis gedacht, 3 mal am Tag an aus, dann lieber Dauerlauf!

Was soll den drauf? Große Dateien große Stripesize 128 oder 256 kb, kleine dann eher kleiner!
Ich will keine Dateien wissen sondern nur die durschnittliche Größer, also eher große "wenige" oder viele viele bunte Smarties, ähh kleine Dateien :)

Welcher Areca ist das? 1880?
Ergänzung ()

naja mehr Ios schon weil ja auch mehr PLatten MEHR gleichzeitig liefern können! Die Dateien sind ja verteilt!
 
Wenn dem so ist wie du schreibst, worüber hast du den dann angebunden? Wenn es ein Backup darstellen soll, limitiert dich vllt. Gigabit Netzwerk? Oder bist du mit 10GBit dabei? Ansonsten sind die 280MB/s ja zu vernachlässigen.

Wenn du dann noch wie erwähnt fast nur Dateien größer 1GB hast sind die IOps Schnurz.
 
Ok wenn da hauptsächlich große Dateien drauf liegen brauchst du dir um die IOs keine Gedanken machen, da bestimmt eher die sequentielle Schreibleistung und die ist mit 280MB/s ja schon ganz ordentlich für den recht betagten Controller.

Warum die IOs mit mehreren Platten steigen ist eigentlich ganz einfach. Die IOs verteilen sich bei zufälligen Zugriffen im Idealfall gleichmäßig über alle Festplatten. Jetzt muss jede Festplatte nur noch jeden zehnten Auftrag abarbeiten, der Rest geht an die Kollegen. Demnach werden gleichzeitige Zugriffe schneller abgearbeitet als wenn eine Platte alles alleine machen muss.
Im Detail ist das zwar von mehreren Faktoren abhängig (mittlere Zugriffszeiten, Stripegröße, Größe der Daten) langsamer wirst du aber in den aller seltensten Fällen.

Von meiner Seite aus spricht nichts gegen das Konstrukt.
 
Tekkno_Frank schrieb:
geht im Areca! Auf die 5V Schiene des NT achten! Seasonic kann da z.B. 120Watt

Wie meinst du das genau? Areca 1130 und Dateien sind gröper 1 GB in der Regel. 1 mal pro Monat ist das Teil dann zum Syncen online. Sonst aus.


@Onkelhitman
Die 280 MB/s erreiche ich verschlüsselt auch nicht mehr. Netzwerk Geschwindigkeit ist natürlich problematisch. Kann aber auch im absoluten Notfall zusätzlich mit ner USB 3.0 Platte hin und her Rennen :D :D


@Masamune2#
Danke für die Erklärung.


Welche Stripegröße würdet ihr Empfehlen?
 
Noch ein guter Review zu den Platten: StorageReview

Kurz gesagt, I/O-Performance ist ungefähr so niedrig wie es theoretisch ginge, aber alles skaliert gut mit der Arraygröße. Sollte deinen Absichten nicht im Wege stehen.

Das größte Problem bei den Platten ist allerdings die unterirdisch schlechte durchschnittliche Produktfehlerquote und/oder Qualitätskontrolle. Ich wollte ursprünglich 4 davon für ein RAID10 haben, hatte zur Sicherheit 6 bestellt, und siehe, die Hälfte davon tot bei Ankunft. Darauf konnte ich nicht wirklich vertrauen und hab den ganzen Stapel zurückgegeben. Ich wollte ähnlich lautenden Berichten vorher nicht glauben, da was das angeht ne Menge Müll geschrieben wird, waren aber in diesem Fall leider sehr zutreffend.


Zu der Stripesize: Wenn du sagen wir zu >90% auf Dateien größer 1GB zugreifst, kannst du fast beliebig hochgehen mit der Stripesize, gerne 512kB oder mehr. Ich fahre 256kB auf meinem RAID10 (jetzt mit Seagate Constellation CS statt den Reds), aber das ist mit den Parität-verteilten RAIDs (5&6) nur bedingt vergleichbar, außerdem habe ich auch I/O-intensive Partitionen (Softwareinstallationen etc.).
 
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Ich würde bei der Stripesize auf 64k gehen und beim Dateisystem ebenfalls 64k Cluster wählen. Da du um GPT als Partitionsschema nicht herum kommst brauchst du dir um das Alignment schon mal keine Gedanken mehr machen, das passt automatisch.
 
Bei so großen Dateien sind größere Blockgrößen sinnvoll. Ich weiß jetzt nicht, ob das bei Stripe-Size auch Sinn macht, aber z.B. Microsoft empfiehlt beim Einsatz einer Schattenkopie-Partition Dateisystem-Clustergrößen von 16 KB (nicht MB!), da die Dateigröße bei Schattenkopien eigentlich immer mehrere GB beträgt.
 
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Super Danke Leute. Wie davediehose habe auch ich ein wenig Angst das mir die Dinger bzgl. der Produktfehlerquote Ärger machen. Das hatte ich schon mal gelesen. Mit welchen Tools kann ich am Anfang am besten checken ob alles in Ordnung ist und auf was sollte ich dabei achten? Am besten ist ja ein Test bevor die Platten ins Array aufgenommen werden oder?
 
Die Aufnahme ins Array ist der beste Test ! oder noch besser: Array aufbauen lassen, ein paar Pseudodaten drauf - und dann zwei Platten (im ausgeschaltenten Zustand) abziehen - Array so hochfahren, dann die Platten wieder neu einbinden, dann baut das System das Array neu auf und beschreibt jedes Fizelchen aller Platten neu - meist kacken dabei schwache Platten ab!
 
Ich weiß jetzt nicht, ob das bei Stripe-Size auch Sinn macht, aber z.B. Microsoft empfiehlt beim Einsatz einer Schattenkopie-Partition Dateisystem-Clustergrößen von 16 MB, da die Dateigröße bei Schattenkopien eigentlich immer mehrere GB beträgt.

Hast du dafür Quellen? Dateisystemcluster von 16MB gibt es schon mal nicht, 64k sind das Maximum bei NTFS. Außerdem werden bei Schattenkopien einzelne Blöcke das Dateisystems vor dem Überschreiben weg kopiert, es handelt sich also in der Regel um sehr kleine Dateien.
 
Sorry, habe mich verschrieben: heißt natürlich "16KB" und nicht 16MB - wäre wohl doch etwas zuviel des guten ;-)
 
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