Hallo
@1337hAx'
Wenn Du wirklich Mathe machen möchtest, dann prüfe mal, ob nicht ein wirkliches Mathe-Programmierpaket das richtige wäre. Ich meine damit das kommerzielle (und teure) Matlab, oder die beiden Freeware Scilab (
www.siclab.org) oder Octave (
https://www.gnu.org/software/octave/).
Ich selber verwende seit einiger Zeit
Scilab. Brauchte zwar Geduld, da mein Denken in for-Loops zurückgeblieben war, und bin jetzt aber sehr begeistert. Damit Du das einordnen kannst:
- Scilab ist extrem stark für auch wirklich komplexe Mathe, da Du mit einer Programmzeile eine sehr grosse Auswahl an Mathe-Algorithmen hast wie nicht-lineare Gleichungssysteme, Fourrier-Analysen, Systemanalysen, schnelle iterative Gleichungssystem-Löser, sparse-Matrix-Routinen, Statistik, curve fitting etcetc., die algorithmisch optimiert sind, und die Du Dir in C/C++ mühsam zusammen suchen musst.
- Den gross Nutzen aus Scilab holst Du Dir, wenn Du mit elemntarer Vektor- oder genauer mit Matrix-Algebra vertraut bist. Das spart Dir Dutzende von for-Loops. Natürlich kannst Du in Scilab auch im C-Stil programmieren.
- Scilab ist ein Interpreter, d.h. wenn Du wirklich grosse Arrays verarbeiten willst, wird's mal langsamer als C. Dazu gibt's zwei Auswege (die ich aber noch nicht selber getestet habe): (1.) Scilab kann C- oder Fortran-Prozeduren einbauen, und (2) Scilab kann vom Programm einen C-Code generieren, den Du anschliessend compilieren kannst.
Wenn Dich ein moderner Alleskönner interessiert, dann solltest Du Dich mal über
Python (
www.python.org) ins Bild setzen. Python hat in Mathe was zu bieten, als auch im Web-Kontext. Wie Scilab, hat auch Python grosse Zuwachsraten an Nutzern.
Damit Du mich und mein Geschreibe einordnen kannst:
- ich komme von der Mathe-Seite her und habe 3-dimensionale computational fluid dynamics (incl. Grafik) - also Windströmungen überm Alpenraum etc - programmiert. Das sind grosse Datenmengen mit grossem Bedarf an Rechenleistung.
- ich habe dabei tausende Zeilen an Fortran, Pascal, C, C++ verprogrammiert. Persönlich finde ich es ein grosse Erleichterung, nun mit einen modernen Tool wie Scilab programmieren zu können, wo ich auf drei Seiten erledigen kann, wozu früher deren 100 nicht reichten. Deine Ausführungen zu C++ schienen mir typisch (im C-Detail-Kram eben....), und erzeugten mir kein grosses Heimweh...
- ich bin auf dieses Forum gestossen, weil (a) ein Web-Projekt mir in Gedanken vorschwebt, zu der ich die Technologie suche, und (b) ich meinen Herrn Junior (noch im Schüler-Alter) ins Spiele-machen einführen will. Dazu dann ein Frage an alle, die ich in einem anschliessenden Eintrag formuliere.
Noch eine Fragen an Dich (1337hAx'): Ein Buch über die Spielprogrammierung in C++ scheint Dir nun Spass zu machen. Welches war nun das ?
LG ysbär