Webdesign neben C++ machen

daemon777 schrieb:
Graphentheorie ist also ein Teilgebiet der angewandten Informatik? Seltsam .. dann machen die das bei uns an der uni anscheinend falsch :D
Und auch "normale" Informatik besteht nicht nur aus Theorie.

War bei uns ein Wahlmodul, neben KI , embedded, Computergrafik usw.
Algorithmen fingen ab dem 2ten Semester an, erst mal das einfachere Zeug wie BubbleSort und später dann Zeug wie ein Sudoku programmieren etc.

Mathe braucht man halt nur vom Verständnis her, dieses kann recht grob sein. In Informatik Klausuren sind die Aufgaben auch relativ harmlos gehalten, da man nicht an der Umstellerei von Variablen scheitern soll - das interessiert beim programmieren keinen PC.
 
Zuletzt bearbeitet:
Algorithmen gab es bei dir erst ab dem zweiten Semester? Bei mir kam das schon im ersten.

Hier mal die Modulbeschreibung:
Name:
Algorithmen und Datenstrukturen

Lernziele:
Die Studierenden kennen Standardalgorithmen für typische Problemstellungen aus den Bereichen Suchen, Sortieren, Mustererkennung, Rekursion, Bäume und Graphen.
Sie erwerben die Fähigkeit, Algorithmen anzuwenden, zu konstruieren und zu implementieren.
Sie können die Leistungsfähigkeit von Algorithmen abschätzen und beurteilen.
Sie kennen die Datenstrukturen Liste, Array, verkettete Liste, Stapel, Schlange, Baum, Graph.
Sie erfahren anhand von konkreten Anwendungen die Bedeutung der Mathematik für die Informatik.
Sie kennen in konkreten Problemstellungen der Informatik das nötige mathematische Handwerkszeug und können es anwenden.

Lehrinhalte:
Algorithmen:
Komplexitätsanalyse, asymptotische Analyse,
Komplexitätsklassen
Datenstrukturen
elementare Datenstrukturen
Bäume und Graphen
Suchen und Sortieren
Mustererkennung
Rekursion
Graphenalgorithmen
Fallstudien
 
Die Unterschiede zwischen den unis scheinen hier doch sehr groß zu sein. Wobei auch bei uns sich alles ein wenig geändert hat. Ich musste meine Mathe-Vorlesungen zb noch bei den Mathematikern hören und ich weiß, dass es an anderen unis teilweise viel mehr Mathe gibt.

Ein bisschen theoretische Informatik sollte aber (finde ich) überall Pflicht sein. Ohne Grundlagen in Graphen-, Algorithmen- und Komplexitätstheorie ist es für mich einfach keine Informatik mehr. Das ist natürlich sehr subjektiv und ich will da jetzt auch nicht behaupten, dass das für den Beruf notwendig ist, aber ich finde das gehört zum Grundwissen dazu, genau wie ein Grundverständnis für Rechnerarchitektur und Mathematik.
 
Im Prinzip braucht man das Zeug im Beruf. Programmieren können die Fachinformatiker sogar besser, aber die haben keinen Schimmer was effizienter Code ist. Häufig sieht man 2 Seiten Code, weil sie kein Mathe können um es mit 3 Zeilen auszudrücken. Auch bei if-else Verzweigungen sieht man dass die logische Sicht fehlt und sie "Fälle" nicht richtig zusammenfassen können, sondern wirklich alles einzeln prüfen.

Deshalb sind Informatiker die Chefs für die Fachinfos und kontrollieren / verwalten mehr als sie programmieren.
 
> Programmieren können die Fachinformatiker sogar besser, aber die haben keinen Schimmer was effizienter Code ist.
Der Satz widerspricht sich selbst. Und du scherst alle Fachinformatiker über einen Kamm. Sicher, unter den Leuten gibt es Nieten, die gibt es aber auch unter Studierten.
 
Informatik klingt nach 'nem interessanten Studiengang, aber für welchen Preis? Ich glaube eher, dass ich mich 70% langweilen würde, und das will man doch nicht, oder? Für so'n richtiges Mathe-Genie halte ich mich aber auch nicht wirklich. Oder wird man erst im Studium zum Genie? :D

Ich würde ungern einen Beruf ausüben, bei dem ich an einen Firmennamen gebunden bin. Genauso wenig mag ich praktische Berufe (wie bspw. Programmierer) - einfach weil ich praktisch 'ne Niete bin.

Was bei mir dann schon eher funktioniert, ist die Theorie und die Planung. Dann aber wieder nicht Organisation oder Management.
Konzepte, neue Ideen setzen, finde ich interessant. Ich bin aber weder Ingenieur, noch Designer.

Ich glaube, dass ich gut eine Gruppe koordinieren könnte, also Stärken und Schwächen erkenne, das merke ich immer wieder in der Schule. So kann ich meistens dann andere Arbeiten lassen :D :D :D

Trotzdem sehe ich nur zwei Wege:
Wissenschaft, Forschung oder etwas angewandteres machen. Mir fiele aber kein einziger Beruf ein, der mir als Mathematiker Spaß machen würde. Nur Professor ^^
Vielleicht noch bei Unternehmen wie Google, oder bei der NASA. Ich glaube, die suchen aber eher Informatiker oder Physiker.
 
Praktisch eine Niete, realitätsferne Theorie und Planung von Luftschlössern und andere müssen es dann ausbaden? Sich nach dem Abseilen der "tollen Idee" aus dem Staub machen, statt die Umsetzenden zu organisieren und zu leiten? Ausgeprägtes Selbstbewusstsein?

Consultant! :D
 
Ist das ernst gemeint? XD
Dieser Begriff erinnert mich immer an die Welt der Finanzen, und die find ich ekelhaft :D :D
Selbstvertrauen und vorhin beschrieben "Fähigkeiten" vorhanden, wobei ich Gruppenkoordination eig. ganz interessant finde ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
1337hAx' schrieb:
Informatik klingt nach 'nem interessanten Studiengang, aber für welchen Preis? Ich glaube eher, dass ich mich 70% langweilen würde, und das will man doch nicht, oder?

weil du überfordert bist? denn das du alles schon kannst wage ich stark zu bezweifeln, sehr stark, dafür lege ich meine Hand ins Feuer.
 
nein, nicht weil ich denke, das wäre zu einfach für mich. auf gar keinen fall. Es wäre eher schon wieder zu schwer für mich, weil ich kein dauerhaftes interesse aufbringen könnte. manche dinge finde ich schon interessant, aber ob mich das ganze wirklich motivieren würde, bezweifle ich.. bloß nicht falsch verstehen :)

@Tumbleweed
Meinst du so etwas wie Unternehmensberater? Dafür muss man ja auch oft Mathe studiert haben. Ich bin aber kein fan von stress <:
 
Zuletzt bearbeitet:
Unternehmensberater haben meist BWL studiert. Wie war das gleich? Wer nix wird, wird Wirt!


Nun reiß dich mal zusammen. Im Leben wird einem nichts geschenkt. Such dir eine Studienrichtung aus, die dir gefällt und dann beiß dich da durch. Man merkt hier im Thread richtig, wie wankelmütig du bist. Erst redest du von C++, dann von Webprogrammierung, dann von Windows Forms (also wieder zurück zu C++), dann Spieleprogrammierung, dann JavaScript, ..., dann irgendwann redest du von Mathe, Physik und Informatik studieren, usw.

Jedes Mal, wenn dir jemand dabei von einem Problem oder einer Schwierigkeit berichtet, schwenkst du sofort auf etwas anderes um, was dir auf den ersten Blick interessanter und leichter erscheint. So funktioniert das aber nicht. Egal, was du machst, es wird immer auf irgendeine Art doof sein. Alles hat einen Knackpunkt. Du solltest dich langsam mal auskäsen, was du nun eigentlich willst. Was du im Optimalfall 45 Jahre lang tun willst. Also setz dich auf deinen Hintern und denke nach, denn das Rumeiern, was du hier an den Tag legst, bringt dich nicht weiter.
 
@TE:

Du bist ja anscheinend noch sehr jung und verständlicherweise auf dem Selbstfindungstrip. Ist ja alles gut und schön, aber egal für was du dich entscheiden wirst... man muss immer was dafür tun und sich reinhängen. Von nichts kommt nichts.

Ich bin jetzt 41, habe mehrere Ausbildungen abgeschlossen und mache jetzt noch meinen Meister. Spät, aber nicht zu spät. Wenn man was erreichen will muss man sich eben reinhängen. Auch hier wird es wieder Bereiche geben, die mich weniger interessieren, aber who cares... da muss man durch und das gehört eben auch dazu. Zum Schluß zählt das Gesamte und nur das ist wesentlich für mich.

Irgendwann merkt man, was einem wichtig ist und was nicht.
Das Leben kann schnell vorbei sein, dass habe ich wieder gemerkt als letztes Jahr mein Vater 61 verstorben ist. Von seiner Rente hatte er nichts.

Lebe dein Leben wie du es willst, denn es gibt nur dieses eine... und scheiß auf irgendwelche Konventionen, denn niemand kennt dich besser als du selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Plan ist weiterhin Mathe-Prof, auch wenn es nicht so dolle bezahlt wird und man am meisten in die Richtung studieren muss. Nur als es hier plötzlich hier um Informatik ging, bleib ich immer noch bei Mathe. Das einzige was ich mir durch C++ hoffe, ist ein Vorsprung im Studium. Oder auch einfach nur ein Zeitvertreib. Das hier soll keine falschen Botschaften vermitteln. Ich bin ziemlich hartnäckig, und gerade als ich mal mehr mit Programmieren und höherer Mathematik auseinandergesetzt habe, habe ich das auch zu spüren bekommen.

Wenn schon, dann geht es wirklich um Feinheiten, Spezialisierungen. Ich möchte nur einen Einblick in vielen Themenbereichen haben, um abwägen zu können, was zu mir passt - und was auch nicht.

Ich wollte vorher Mathe Prof werden, und ich will es eigentlich immer noch. Dafür brauche ich mich auch nicht rechtfertigen, das hier ist das Internet.


heute war wieder Schule, das Praktikum ist also vorbei. Ich hoffe euer Tag war heute nicht so schhhade wie meiner :)

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
1337hAx' schrieb:
Mein Plan ist weiterhin Mathe-Prof, auch wenn es nicht so dolle bezahlt wird und man am meisten in die Richtung studieren muss.

du hast nur bisher noch keine Ahnung was Uni-Mathe ist ;)
Denn Uni-Mathe und das was du in der Schule machst, sind 2 komplett verschiedene Welten. Das haben schon viele feststellen müssen, deshalb hat Mathe auch so hohe Abbrechquoten.

Du hast dich mit höherer Mathematik auseinandergesetzt? Soso. Was bezeichnest du denn als höhere Mathematik?

Ich habe keine Ahnung wie alt du bist, aber es reicht dir die Gedanken zu machen, wenn deine Abi-Abschluss-Prüfungen näher rücken. Und wenn du so oder so studieren willst: einige wechseln in den ersten beiden Semestern sowieso nochmal das Studienfach, da sie es sich anders vorgestellt haben. Mach jetzt einfach, was dir Spaß macht.
 
Ich weiß, dass Uni-Mathematik nicht wirklich viel mit Schulmathematik zutun hat.
Deshalb lese ich auch ein Buch, um mich neben dem öden Schulstoff ein bisschen "vorzubereiten". Wobei ich gehört habe, dass das erste Semester an die Oberstufe anknüpft, mit linearer Algebra und Analysis. Dazu las ich viel im Internet.
Außerdem hat mir mein Lehrer auch die Aufgaben der ersten Runde von der Mathematik-Olympiade gegeben, an denen ich arbeite (auch wenn ich denke, dass ich die Frist verpeilt habe :S).
Das hat schon viel eher was mit Mathematik zutun.

Ja, mein schreiben klingt naiv und kindisch, aber Mathematik ist nun mal das, was mir wirklich Spaß macht. Auch Naturwissenschaften, nur meistens nicht in der Schule, weil es da wirklich langsam voran geht. Aber darum soll's hier nicht gehen, ich hab sowieso vor, die Schule zu wechseln.
 
1337hAx' schrieb:
Wobei ich gehört habe, dass das erste Semester an die Oberstufe anknüpft, mit linearer Algebra und Analysis. Dazu las ich viel im Internet.
ja die ersten 2 Wochen, dann bist du mit dem LK-Stoff durch, wie es mit nem GK aussieht weiß ich nicht, das könnte ggf. noch schneller gehen.

1337hAx' schrieb:
Außerdem hat mir mein Lehrer auch die Aufgaben der ersten Runde von der Mathematik-Olympiade gegeben, an denen ich arbeite [...]
Das hat schon viel eher was mit Mathematik zutun.
ja, das hat etwas eher in die Richtung mit Uni-Mathematik zu tun, wie Nicht-Mathematiker den Stoff behandeln, also z.B. Informatiker.

1337hAx' schrieb:
Ja, mein schreiben klingt naiv und kindisch, aber Mathematik ist nun mal das, was mir wirklich Spaß macht.
deswegen hatte ich ja gewarnt, weil viele nachher geschockt sind, was Uni-Mathe wirklich bedeutet. Genauso wie Uni-Informatik (man kennt sich ja gut am Rechner aus oO)
 
Es geht doch ums Abstrahieren und Lösungswege finden, oder? Sich lange mit meinem Problem auseinandersetzen, auch wenn es 2 Stunden braucht? Und das ganze am Ende beweisen. So stelle ich mir das jedenfalls vor..
 
Zuletzt bearbeitet:
Jein. Höhere Mathematik bedeutet meist, dass man Eigenschaften von etwas bestimmen muss und das dann ausnutzt, um einen Beweis durchzuführen.

Beispiel zu meinem Post:
Beweisen sie, ob {1, 2, 3, 4} aus ℤ bzgl. der Multiplikation eine Gruppe ist. Wenn ja, ist sie abelsch?

Na dann mal los. Alles Handwerkzeug dazu habe ich gepostet. ;)


Um mal einen Vergleich zwischen Hochschul- und Schulmathemathematik zu bringen: Die Differenzial- und Integralrechnung war bei in meinem Gymnasium jeweils ein Halbjahr wert, also ca. 2x 45 min für ca. 20 Wochen = 60 Stunden in einem Jahr. In der Hochschule haben wir denselben Stoff nochmal durchgenommen - in drei Vorlesungen, samt Beweisen, warum so rechnen muss, wie man rechnet. Beachte, dass jede Vorlesung gerade mal 1,5 Stunden dauert. Das ganze Intermezzo dauerte hier also nur 4,5 Stunden.
Die Leute unterschätzen das.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe meistens das Problem, dass ich eigentlich viele Zusammenhänge erkenne und mir auch sehr viele Dinge einfallen. Nur das auszudrücken, in Form von Zeichen und Zahlen, kann ich nicht sehr gut. Ich wette, dass viele Dinge, an denen ich gerade rätsle und die mich jeden Tag beschäftigen, in der Hochschulmathematik unter einem Namen wie *Nameeinfügen*'sches Problem: Und dann ein übertrieben abschreckender Text (wie das nun ist, wenn man die ganzen Namenskonvetionen nicht kennt).
Der Sinn von Mathematik in der Schule ist es, zu lernen, Mathematik zu lernen. Ich kann viele Sachverhalte blitzschnell erkennen, nur diese Erkenntnis verlässt meistens nie meine Gedanken.
Deswegen lese ich Mathebücher. Und je mehr Verständnis ich dafür aufbaue, desto mehr kann ich mich der eigentlichen Mathematik widmen.
 
> Nur das auszudrücken, in Form von Zeichen und Zahlen, kann ich nicht sehr gut.
Das Problem, wie man etwas formal beschreibt, haben alle. Und die meisten Studenten scheitern genau daran.

Hier mal die Ergebnisse der letzten Matheprüfung meines Jahrganges:
45 Studenten waren angemeldet. 5 sind nicht erschienen (das gibt eine 5*). 2 haben sich abgemeldet (das gibt keine Note, die schreiben dann einfach ihre Prüfung später). Von den nun also 38 Studenten, die da waren, sind die Hälfte (19) durchgefallen. Die Durchschnittsnote, von denen, die bestanden haben, lag bei 3,89. Das bedeutet, dass diese Leute nur gerade so durchgekommen sind.
Beim der Prüfung im Jahr davor sind nur 6 von 60 Leuten direkt durchgekommen. Das Jahr davor hat man die Prüfung sogar annullieren müssen, weil kein Einziger bestanden hat.

So sieht die Realität bei den Informatikern aus. Und die bekommen auch nur einen kleinen Teil der höheren Mathematik ab. Mathematikstudenten bekommen das volle Programm. Ich will gar nicht wissen, wie übel das dort ist.


* Hochschulnoten sind 1,0, 1,3, 1,7, 2,0 usw. bis 4. Danach kommt direkt die 5. Eine 6 gibt es nicht, da sie das selbe aussagt wie eine 5: Durchgefallen. 4 bedeutet, dass man mindestens 50% richtig gemacht hat. Das braucht man, um zu bestehen.
 
Zurück
Oben