News Weg von X: Europa sucht verstärkt nach Alternativen zu Musks sozialem Netz

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bart1983 schrieb:
Warum ist X zu erfolgreich & warum haben Bluesky und Mastadon dagegen keine Chance?
Der Grund ist einfach: Netzwerkeffekt

bart1983 schrieb:
Ein europäisches Pendant wird nur dann eine Chance haben, wenn de EU es à la China macht & knallhart Verbote ausspricht & nur die europäischen SMs erlauben.
Oder man einen genialen USP hat, wie beispielsweise Tiktok.
 
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estros schrieb:
als die politisch instrumentalisierten Trusted Flaggers, um Kontrolle in das Wirrwarr zu bringen.
Das Problem kommt halt mit dazu, wenn eine Plattform politisch wird.
Also quasi zwangsläufig sobald da Politiker posten.
Dann hast du deine Plattformrichtlinien die all das grobe Schindluder verbieten, z.B. mit ordentlichen Filtern bzw. mit einem bezahlten und ausreichend großen Supportteam, das auf Meldungen reagiert.

Der Knackpunkt ist aber zunehmend bei politischen Aussagen (siehe Trump Tweets), dass diese von reißerisch, aus dem Zusammenhang gerissenen Schund, über herbeigeschwurbelte Behauptungen bis hin zu plumpen Lügen reichen.
Und nun kommt eben die Grundsatzentscheidung ins Spiel, ob man da als Plattformbetreiber einfach alles laufen lässt oder ob man eingreift und wenn ja wie.
Ich selber weiß auch nicht wie ich dazu entscheiden müsste.
Aber grundsätzlich halte ich so ein "flagging" wie "Obacht, das Posting enthält Bullshit" in Ordnung.
Andererseits denke ich das Kind ist eh schon in den Brunnen gefallen, Stichwort Medienkompetenz und Aufmerksamkeitsspanne.
Die Anhänger lassen sich durch so ein flagging eh nicht stoppen, die hängen unbeirrt an den Lippen ihres Moguls und die Gegner gewinnen auch nichts dazu.
Und dann bleibt die Frage wem nun dadurch wirklich geholfen wird und ob es den Aufwand wert ist.
 
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Tja, es ist halt ein Dilemma und Henne/Ei-Problem. Man will Menschen informieren und gleichzeitig nicht mehr auf auf einer abgerockten Plattform sein, die (historisch bedingt und deswegen gekauft wurde) viele User hat.

Würde man konsequent bspw. auf Mastodon setzen, würde man auch mehr Menschen "mitziehen". Aber da die allermeisten Politiker auf TwiX bleiben, bleiben auch die Journalisten, bleiben auch weitere Kreise usw. Man ist in einer gegenseitigen Abhängigkeiten und jeder hat Angst vor dem Reichweitenverlust.

Zur Kritik an Mastodon kann ich nur festhalten: Stand heute würde sich etwas wie "Email" wohl nicht mehr etablieren können. Das ist ja irgendwie gar keine App die man sich installieren und mit so einem komischen Nerd-Kram: "dezentral". Da kann man sich eine Email-Adresse lisa@spiegel.de erstellen und dann mit max@diepartei.de oder moritz@gmx.de kommunizieren. Das kann ja gar nicht funktionieren, das überfordert die Menschen. Da bleiben wir als Journalisten und Politiker lieber weg von und bleiben lieber bei max@twitter.com, moritz@twitter.com und lisa@twitter.com.

Und die EU sagt "Zentrale Instanz ist gut. Also lasst uns noch was eigenes bauen, was dann nur wenige nutzen"
 
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wie lange sollen bluesky und mastodon eigentlich noch als alternative verkauft werden?
nach musks übernahme hat man überall gelesen, dass twitter jetzt untergehen wird, aber es hat sich nichts geändert
dann kam threads...... dasselbe gelaber und wer nutzt es heute noch?

dieser KI "skandal" ist auch lächerlich. jede andere KI steckt dir auch jede person in einen bikini. deepfakes boomen nicht erst seit letzter woche, sondern seit jahren! sie wurden einfach nur immer besser
also jeder, der das als skandal sieht hat überhaupt keine ahnung von technik und was sonst noch so im internet abgeht. aber das wundert mich bei der EU überhaupt nicht, hauptsache sie kann wieder unser hart erarbeiteste steuergeld aus dem fenster werfen
 
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Euphoria schrieb:
Wichtig ist mir nur, dass ein Diskurs möglich ist und alle Meinungen akzeptiert und nicht zensiert werden. Das scheint aktuell der Fall zu sein.
Witzig, denn aus meiner Sicht ist eher das Gegenteil der Fall.

MEINUNGEN wurden auf X schon immer akzeptiert.

Hass, Hetze, rechtes Gedankengut, Pornos, Geschwurbel und alternative Fakten habe nichts mehr mit Meinung oder einem gesunden Diskurs zu tun, es ist einfach unkontrolliertes Chaos und schadet der Gesellschaft, weil einfach die Menschen immer weiter verblöden und sich von der Realität abwenden.

Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Meinung und Fakten.

Man kann der Meinung sein, dass Nudeln gut schmecken.
Man kann aber nicht der Meinung sein, dass Impfungen quatsch sind, wenn die Wissenschaft schon seit Jahrzenten bewiesen hat, dass Impfungen ein wichtiger Teil der Medizin sind und nachweislich Leben retten.
Gegen Impfung zu sein ist keine Meinung sondern einfach Desinformation.
 
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machiavelli1986 schrieb:
Schwierig, wenn Innovation und Ideen politisch durchgeprügelt werden sollen. Hört sich nicht all zu erfolgsversprechend an. Es gibt ja schon Lösungen die eben nicht erfolgreich sind.
Richtig. Man darf auch nicht vergessen, dass angesichts der europäischen Rechtsprechung eine Mithaftung des Betreibers existenzbedrohend sein kann. Wer will so etwas betreiben, wenn er dann mit Urheberrechtsklagen und anderen Nettigkeiten überzogen wird, weil ein User irgendwas gepostet hat?
 
craxity schrieb:
Das eine Person oder sogar viele Menschen eine bestimmte Meinung haben, ist für sich genommen schon ein Fakt
Ja, aber nicht wirklich interessant, weil das ein bekannter Fakt ist. Mich interessieren eher neue Erkenntnisse z.B. aus der Wissenschaft und weniger Aussagen dazu wie "an den menschengemachen Klimawandel glaub ich nicht" wie man sie immer wieder im jeweiligen Kommentarbereich liest.
 
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craxity schrieb:
Das klingt für mich schon etwas nach Bubble. Man braucht doch auch geistige Sparringspartner.
"Nett" heißt ja nicht dass es keine Diskussionen gibt. Vielleicht wäre "respektvoll" besser. Auf Diskussionen mit Trollen oder Leuten, die alle Argumente außer den eigenen ignorieren oder Leute die schnell beleidigend werden, habe ich kein Lust.
 
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longusnickus schrieb:
wie lange sollen bluesky und mastodon eigentlich noch als alternative verkauft werden?
Solange sie Alternativen sind.

longusnickus schrieb:
also jeder, der das als skandal sieht hat überhaupt keine ahnung von technik und was sonst noch so im internet abgeht.
Im Internet geht so einiges ab. Aber das jetzt auch Kinder zu einfach und unkontrolliert Deepfakes erstellen können, ist zu viel. Da muss man einfach eine Grenze setzen.

Und wenn Musk meint, dass es ihn nicht interessiert, wenn KP auf seiner Plattform gepostet wird, dann soll er sich nicht wundern, wenn sie zu Recht gesperrt wird.
 
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Mastodon fand ich ziemlich gut. Bis auf den Namen. Zumal man dort aktiv was suchen musste. Man wurde nicht einfach mit Rechten Mist zugedröhnt.
 
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Ich finde es schon eine angenehme Alternative. Klar hast du Gruppen die sich von negativen Trends wie SexBots und Trollen durch lange Blocklisten abgekapselt haben und auf der Insel der Glückseligen leben, für andere ist das aber purer Stress sich auf manchen Plattformen aufzuhalten.
Ausserdem zieht man Alternativen hoch bevor es absolut kaputt ist und man vor dem nichts steht.
Dem Netzwerkeffekt entkommt man in dem man gemeinsam wechselt und ggf. eine Weile parallel betreibt.
Wenn große Vorbilder das machen tut sich was.
Nachdem ein Pewdiepie Linux Videos gemacht hat, hat sicher der ein oder andere Follower auch gewechselt, so als Vergleich.
 
bart1983 schrieb:
Warum ist X zu erfolgreich & warum haben Bluesky und Mastadon dagegen keine Chance?
Wenn wir jetzt noch bei den 650 Mio monatlich aktiven Twitter Nutzern konservativ 500 Mio Bots abziehen sieht es nicht mehr ganz so drastisch aus.
bart1983 schrieb:
X scheint also einen Nerv zu treffen
Das hat Twitter getan. Seit es X ist, hat es wahrscheinlich Nutzer verloren und mit Bots aufgefüllt.
craxity schrieb:
@Alphanerd Das größte Risiko für Bürgerrechte ist der Staat.
Das gilt für failed States. Die USA liefern uns da ein schönes Beispiel.
 
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Stanzlinger schrieb:
W-Social klingt eher Rückständig. Wenn man X übertreffen will, dann bitte mit Y oder Z.com
ABC.eu

Damit Politiker auf EU-Ebene weiterhin die eigene Landessprache (Rechtschreibung) komplett vergeigen können.
 
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Ich stimme den Usern zu, die meinen das ist nur vorgeschobener Quatsch, das riecht man doch 3 Meilen gegen den Wind.

X und Musk ist so ziemliche der letzte US-amerikanische Techgigant den man durch einen europäischen Dienst ersetzen müsste. Der Staat schenkt unsere Daten den anderen Giganten mit Freude und begibt sich in totale Abhängigkeit von ihren Diensten aber klar, X wo Redefreiheit die oberste Rolle spielt, dass ist ein Problem für unsere EU Bürokraten, weil das ist ja ein unreguliertes Tollhaus.
 
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ich finds gut, dass die EU endlich was gegen den rechten spinner musk und die machtphantasie X tut. das internet ist kein rechtsfreier raum und muss zwingend von entsprechend moralisch korrekt ausgerichteten institutionen frei von gefährlichen inhalten und meinungen gehalten werden, nur so können wir die demokratie gegen einflussnahme von innen und außen verteidigen.

deshalb ist es richtig und wichtig, dass die eu hier die initiative ergreift und eine alternative europäische plattform für richtige meinungen einführen will.
 
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craxity schrieb:
Das größte Risiko für Bürgerrechte ist der Staat.
Das größte Risiko für Bürgerrechte wäre eine Gesellschaft ohne Regeln, denn dann gelten Bürgerrechte nur für die Stärksten. Das wollen vor Allem Libertäre wie Elon Musk und Peter Thiel, weil sie wissen, dass sie dann zu den Gewinnern gehören würden.
Ein autoritär geführter Staat kann genau so Bürgerrechte beschneiden, aber erst ein funktionierender Staat mit Gewaltenteilung gewährleistet, dass Bürgerrechte für alle gelten, unabhängig vom Geldbeutel.
 
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cmi777 schrieb:
Das ist ja irgendwie gar keine App die man sich installieren und mit so einem komischen Nerd-Kram: "dezentral".
Klar kannst du dir Apps installieren, IceCubes finde ich ganz angenehm, es gibt noch einige mehr.
Das schöne an Mastodon ist, es gehört keinem durchgeknalltem Milliardär.
 
B226 schrieb:
Aber duldet Herr Musk auf seiner Plattform (dauerhafte) Fake-Porns mit seinem Portrait oder Hate-Speech gegen ihn oder seine Companies? Oder löst er diese 'freie Meinungsäußerung' durch Account-Sperrung?

Wer beleidigend und entwertend sein will unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit, soll das bitte auch mit Klarname machen und sich nicht hinter einem Avatar verstecken.

Mit Klarnamen würden viele wohl nicht mehr so frei sprechen. Der Elite ist Musk doch schon lange ein Dorn im Auge.
 
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