Wegen meinem Arbeitgeber kann die Gattin nicht arbeiten...kann man was machen?

alles

Lt. Junior Grade
Registriert
Aug. 2004
Beiträge
286
Hallo allerseits,

schreibe hier, weil ich mir eine grobe Einschätzung von vielleicht juristisch bewanderten Personen erhoffe. Also los, hier der Sachverhalt:

Ich arbeite als Fachbetreuer im psychosozialen Dienst einer Behinderteneinrichtung. Meine Gattin war vor der Schwangerschaft im sozialpädagogischen Bereich tätig. Nun wollte sie nach der Karenzzeit wieder Anschluss in die Arbeitswelt finden, um nicht mehr ständig zuhause herumhängen zu müssen. Zunächst bekam sie eine Zusage für eine Krabbelstube ab dem nächsten Monat. Dazu müsste sie abwechselnd in einer Woche von Montag bis Mittwoch arbeiten und in er nächsten von Donnerstag bis Samstag usw. usf. Sie hat sich unmittelbar danach auch um einen Kita-Platz gekümmert und ist fündig geworden.

Nun war ich dran, meine Arbeitgeberin dazu zu bewegen, Rücksicht auf den Dienstplan meiner Frau zu nehmen, so wie es bei den Kollegen der Fall ist. Vorweg, in der Einrichtung muss von Tag bis Nacht immer wer da sein. Daher ist die Schicht grundsätzlich immer variabel und die Diensteinteilung folgt keiner klaren Linie. Auch bin ich vorher gern für andere eingesprungen und weise kaum Fehlzeiten auf. Ich kann nach wie vor sämtliche Schichten übernehmen, nur sollten es jetzt keine Frühschichten sein an den drei Tagen, an denen meine Frau ihren Dienst versehen sollte. Es geht nicht darum, weniger Frühschichten zu haben, sondern nur um eine nunmehr bedachte Einteilung aus berücksichtigungswürdigen Gründen!
Leider stellt sich die Bereichsleiterin, die für den Dienstplan zuständig ist, quer. Ich hatte es fast befürchtet, weil wir nicht gerade das beste Verhältnis pflegen und ich kein "Hinternkriecher" bin.

Gewissen Kollegen hat man keine Steine in den Weg gelegt. Eine Mitarbeiterin braucht keine Nachtdienste mehr machen. Eine Person braucht Montags nicht arbeiten. Einer weiteren Kollegin wird höchstens zwei Nachtdienste hintereinander zugeteilt statt drei und sogar nie in aufeinanderfolgenden Wochen (als eine Woche Nachtdienst und dann mind. eine Woche ohne Nachtdienst).
Und das Beste kommt jetzt...ein Kollege, der eine Familie mit zwei Kinder hat, braucht nur am Wochenende Frühdienste machen.

Aufgrund der Umstände kann meine Frau den Job nicht annehmen und musste eine Absage erteilen. Daher wende ich mich nun an Euch!
Seht Ihr eine Chance dagegen vorzugehen und auf welche Rechtsgrundlage?
Es muss doch eine Verordnung geben, die Personen in so einer Situation schützt!
Wie würdet Ihr damit umgehen?
Ich meine, die Gattin möchte liebend gerne wieder arbeiten und nicht ständig zuhause versauern müssen!

Bedanke mich vorab für jede dienliche Anregung und Hilfestellung!


Liebe Grüße,
alles
 
Dein Dienstherr/ Arbeitgeber kann Dich so einteilen wie er will. Woran er sich zu halten hat sind:

Gesetzl. Regelungen zur Arbeitszeit, tarifl. Regelungen und im Vertrag besondere Regelungen. Der Rest ist sein Bier. Da kannst Du rechtl. nichts machen.
Ich schreibe selber Dienstpläne für die Pflege auf einer Station in der Psychiatrie. Dabei versuche ich immer alle Wünsche meiner Mitarbeiter zu erfüllen. Is ne Schei... schwere Angelegenheit. Und das ganze nennt sich Dienstplan und nicht Freizeitplan.
Sorry, hört sich hart an aber so isses.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast eine extrem gefragte Qualifikation -> mein Tipp -> Arbeitgeber wechseln. Beim neuen AG genau auf diese Situation im Bewerbungsgespräch eingehen. Dein neuer AG freut sich sicher über soviel Inkompetenz deines jetzigen AGs dass er dich deswegen als AN bekommt!
 
Anwalt einschalten und richtig beraten lassen sofern was möglich ist.

Meine persönliche Meinung zu kollegialen Problemen:
Arbeitplatz wechseln, es macht keinen Sinn sich mit Menschen zu beschäftigen, die aus niederen Gründen, fragwürdigem Charakter und höchstwahrscheinlich inneren Komplexen oder irgendwelchem Neid (wie das so üblich ist in Deutschland), andere hindern oder Schwierigkeiten machen. Ein Arbeitgeber der bspw. Taugenichtse, Blaumacher oder unfähige Fachidioten einstellt oder behält, ist für mich kein besonnener fairer Arbeitgeber. Kollegen die andere in die Pfanne hauen oder eben wie in deinem Fall, Steine in den Weg legen und bewusst bzw. gezielt (behaupte ich mal jetzt anhand deiner Erklärung) dir irgendwo schaden, sind auch die niedrigste Stufe an Mensch sein. Frage dich ob du solche Personen jeden Tag erblicken und mit denen arbeiten möchtest. Du verbringst die meiste Zeit deines Lebens am Arbeitsplatz.

Ist jetzt auch nicht unbedacht so dahergesagt, ich habe nämlich einen mittlerweile sehr holprigen Lebenslauf eben aus solchen Gründen. Es liegt an Dir etwas an bestimmten Dingen zu ändern bzw. selbst etwas zu tun.
 
Bewerben -> noch nicht unterzeichnete Arbeitsvertrag mit zum Gespräch mit deinem Vorgesetzten nehmen -> Gehalt und Dienstplan neu verhandeln und schriftlich fixieren lassen oder direkt kündigen und vor Ihren Augen den neuen Arbeitsvertrag unterzeichnen
 
@Hagen_67
Vielen vielen Dank für Deine ehrliche Meinung und das auch noch von jemanden, der direkt von der Praxis berichten kann.
In der Tat, ist sehr ernüchternd. Allerdings hatte ich mir insgeheim erhofft, dass der Staat genau solche Situationen vermeiden möchte und gerade Elternteile schützen würde!
Es ist halt nur bitter, wenn Kollegen die besagten Schichten bekommen, denen es überhaupt nichts ausmacht, wenn diese auf einen anderen Tag fallen!

@_killy_
Danke für den wirklich guten Hinweis. Werde es im Hinterkopf behalten und bei zukünftigen Verträgen diesen Umstand mit berücksichtigen.
Leider gibt es in unserer Umgebung nicht viele derartige Einrichtungen und ich müsste längere Wegstrecken in Kauf nehmen!

@koffeinjunkie
Vielen lieben Dank auch Dir für Deinen aufrichtigen Rat. Du sprichst da in der Tat einen sensiblen Punkt an und es trifft im Prinzip alles genau so zu, wie Du es treffendst schilderst. Werde nämlich mit Diskriminierung konfrontiert. Chefin und Bereichsleiterin sind nämlich weiblich und da kommen Sticheleien wie "Wie fühlt sich das an, wenn Frauen das Sagen haben"! Das nimmt mich gedanklich schon sehr mit und nehme es auch mit nach Hause. Hält sich aber noch so halbwegs in erträglichen Grenzen! Dennoch, einfach ein unrühmliches Verhalten für eine soziale Institution! Ist aber ein anderes Thema!

@Labtec
Meinen herzlichen Dank gilt auch Dir. Das ist ja mal ein interessanter Ansatz, den ich so gar nicht ins Auge gefasst hatte! Daran kann man schön erkennen, wieviel man dem Arbeitgeber wert ist. Es genügt ja ein potenzieller, wo man beispielsweise aufgrund der Distanz ohnehin nicht angestellt werden möchte. Ein vor dem aktuellen Arbeitgeber unterschriebener Vertrag ist schließlich erst gültig, wenn es beim vermeintlich Neuen landet ;-)


Wenn ich Euch richtig verstanden habe, dürfte es im Grundgesetz nichts geben, damit Frauen nach der Babypause die Wiedereingliederung leichter gelingt. Da ist man darauf bedacht, dass die Bürger eine Anstellung finden, gebietet ihnen aber keinerlei Schutz z.B. in den von Hagen_67 erwähnten gesetzlichen Regelungen zur Arbeitszeit. Ich meine, Mutterschutz und dergleichen gibt es ja ebenso :-/
 
Zuletzt bearbeitet:
@ alles

Also am Ende musst du und deine Frau dich natürlich fragen, ob ein längerer Fahrtweg die bessere Alternative ist wenn dann auch deine Frau ihren Beruf nachgehen kann. Am Ende fehlt euch ja ein komplettes Einkommen ...
Du kannst ja beim Wechsel des AGs darauf achten, dass im neuen Ort deine Frau ebenfalls ein Job bekommen könnte.
 
@TE: Wenn Du ein Rechtsschutzversicherung hast kannt Du die ja mal bemühen. Ansonsten rate ich Dir davon ab einen Anwalt einzuschalten. Es kostet Dich nur Geld, Du wirst nix erreichen und Dein Verhältnis zu Deiner Vorgesetzten wird schlechter.
Vom rein Rechtlichen her hast Du da keine Chance.
Man könnte vllt. noch meinen das hier ein Verstoß gegen das AGG vorliegt (Algemeines Gleichstellungs Gesetz), da andere ja in der Dienstplangestaltung "bevorzugt" werden. Aber das ist
a) schwer zu beweisen und
b) bei Erfolg könnte der Schuß nach hinten los gehen. In Dienstplänen der anderen werden deren Wünsche auch nicht mehr berücksichtigt. Chef lässt den Grund dafür "durchsickern" oder erklärt den Sachverhalt ganz offiziell. Dann kannst Du Dir gleich nen neuen Job suchen, da die betroffenen Kollegen Dich dafür sehr lieb haben werden.

Das mit dem Schutz der Elternteile ist eine sehr heikle Angelegenheit. Und normalerweise dürfte der Staat sich da nicht einmischen. Darauf näher einzugehen dauerte jetzt zu lang an dieser Stelle.

Wie ich ja oben schon schrieb bin ich in Personalverantwortung samt Dienst- und Urlaubsplangestaltung. Und ich bin dafür ausgebildet worden. Und das auch in rechtlichen Fragen.
Ich halte es bei mir so:

Oberstes Gebot ist, der Laden muss laufen.
Danach kommt eine gute Stimmung im Team. Denn wenn die nicht herrscht kann ich auch nicht die maximale Leistung der Mitarbeiter abrufen.
Zu meiner eigenen Absicherung und die der Mitarbeiter werden gestzliche Regelungen sehr genau von mir eingehalten. Aber da bleibt immer noch ein imens großer SPielraum für mich.
Und ab da gilt das Prinzip "Geben und Nehmen". Springen die Mitarbeiter ein, oder tauschen Schichten so wie ich es brauche (so z.B. bei akuten Krankheitsausfällen) , versuche ich alles nur mögliche allen Mitarbeitern alle Wünsche zu erfüllen. Zum Tauschen und Einspringen gehört es aber auch, wenn Paul spontan Konzertkarten geschenkt bekommt und Freitag frei haben will, das dan z.B. Klaus, der eigentlich frei hat für Paul arbeiten kommt.
Und das funktioniert 1A bei mir. Eine Mitarbeiterin kann unter der Woche nie Frühdienst machen, da sie ihr Kind erst in die Kita bringen muss. Kein Problem. Das ganze Team trägt das mit. Denn diese Kollegin übernimmt dann oft an Wochenenden unangenehme Dienste, oder im Dienst Aufgaben, die der Kollege, mit dem sie arbeitet nicht ganz so gerne macht.
Da brauche ich keine Gesetze. Das ganze nennt man schlicht und ergreifend "Wertschätzung und Respekt" (und das muss in beide Richtungen laufen.)
Habe ich jemanden im Team, der da absolut nicht mitspielt, bekommt er von mir keinen Milimeter Entgegenkommen. Diesen Fall hatte ich schon das eine oder andere Mal gehabt. Von daher weiß ich so genau wie weit ich als "Chef" gehen kann und wo da meine Grenzen sind.
Allerdings bin ich so weit "Profi", das ich Sympathie und Antipathie dabei aussen vor lassen kann.
Und meine Stellvertretung und ich haben innerhalb von etwa 12 Monaten nach einer starken Umstrukturierung auf diese Weise ein super tolles Team aufbauen können. Und wir sind hoch leistungsfähig und extrem belastbar. (Wir führen eine Akutaufnahme in der Psychiatrie- da ist hohe Belastung Tagesgeschäft.)

Ich will Dir hiermit nicht unterstellen, dass es an Dir liegt. Das kannst nur Du selber wissen. Aber es ist in jedem Fall ein Wink mit dem Zaunpfahl. Du solltest Dir etwas anderes suchen. Eine Stelle, an der Du wert geschätzt wirst mit Deiner ganzen Persönlichkeit (und damit meine ich auch Deine ganz persönliche private Situation). Da wo man Dich mit Deinen Stärken und mit Deinen Schwächen annimmt.
Warum auch immer, das da scheint nicht so ganz Dein Platzerl zu sein.

Und wie auch immer, schau auf jeden Fall auch bei Dir selber. Was hast Du vielleicht dazu beigetragen, dass die Situation ist, wie sie ist.
Denn was mich ein wenig stutzig macht sind Deine Kollegen. Wenn ich bei mir jemanden "ungerecht" behandle fragen mich die anderen Mitarbeiter schon sehr genau und intensiv. Bei allem Zank, den es untereinander geben kann. Nach oben zum Chef sind sie da dann "auf einmal" extremst kollegial und homogen. Und machen mir ein "Schalten und Walten" nach Gutsherren Art eigentlich unmöglich.
Und so sollte es laufen.


Warum sehe ich das so? Einmal muss, bzw. in meinem Fall darf ich jeden Tag mit diesen Leuten zusammen arbeiten und auch ich mag es, wenn gute Stimmung herrscht. Und im Weiteren ganz nüchtern gedacht, das ist der einzige Weg auf Dauer hohe Leistung abschöpfen zu können.

Dazu gibt es übrigens sehr umfangreiche Studien aus dem asiatischen und dem skandinawischen Raum. Leider ist dieses Wissen noch nicht so ganz in alle Köpfe mit Führungsverantwortung hier bei uns in Deutschland angekommen.


Zum Kommetar von Labtec in #5: Grundsätzlich hast Du da Recht. Nur muss man sich vorher auf jeden Fall die Frage stellen, warum ist es denn überhaupt so weit gekommen? Die beste Antwort wäre in dem Fall, dass es am TE liegt. Denn sich selber kann er verändern. Sollte die Ursache aber definitiv am Arbeitgeber/ Vorgesetzen liegen belibt eigentlich nur den Arbeitgeber/ die Abteilung zu wechseln. Denn den anderen wird der TE nie ändern.
 
@Hagen_67
Erstens geht es hier nicht um dich und was du tust denn schönreden kann man viel und zweitens sieht die Realität anders aus und ist oftmals härter und ungerechter sobald Menschen nicht gut miteinander können. Sieht man ja an seinem Fall. Da bringt es nicht die Situation durch deine Erfahrung und deine Taten zu beschwichtigen oder Branche einen Auftrieb zu verpassen in dem du die Mechanismen darstellst und wie man es richtig löst. Das ist Unfug und hat mit dem Alltag wenig zutun. Kann natürlich durchaus sein das es bei Euch so ist, auch wenn ich das weniger glaube.

Warum soll er sich bemühen eine Situation zu besser wenn viele Menschen durch Neid und Missgunst durchtrieben sind und bewusst Ärger machen oder benachteiligen usw.? - Heutzutage funktioniert das Prinzip die zweite Wange hinzuhalten nicht, da kommst du nur unter die Räder. Meine Erfahrung ist die das bei Konfrontation zweier oder mehrerer Menschen (bei mehreren folglich oftmals Gruppenbild wie der Feind meines Feindes ist mein Freund etc.) gibt es am Ende nur zwei Möglichkeiten, entweder geht einer oder schluckt den ganzen Mist runter und erträgt es. Ich würde "jederzeit" den ersten Weg vorziehen nach meinen Erlebnissen. Was der Threadsteller macht und wie die Situation wirklich ist, ist seine Sache. Aber an das Märchen das man irgendwie das Problem von Antipathie bzw. Hass aufeinander lösen kann, glaube ich weniger bis gar nicht.

Das ist nicht schwer zu beweisen wenn sowas zugelassen wird. Einfach immer wieder Gesprächsprotokoll führen wenn nötig aufnehmen. Alles notieren was wie wann gesagt oder getan wurde und anhand eines Dienstplans sieht man ja wer bevorzugt wird und wer nicht. Aber am Ende ist es immer das beste, ein Problemgebiet zu verlassen denn von Grund auf verbessern, kann man sowas nicht da mehrere mögliche Schaltpunkte und somit Problempunkte vorhanden sind, ergo mehrere zwischenmenschliche Baustellen.

Die meisten Menschen sind einfach ein Problem weil die Erziehung und Entwicklung sowie der geistige Zustand stark zu wünschen übrig lassen, schlicht und ergreifend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht nur "Frau am Steuer ungeheur", sondern auch "Frau als Chef Pech" gilt sehr oft. ;)
Muss nicht immer so sein, aber der Zickenkrieg (hervorgerufen durch Frauen/ Emanzen) ist idR nun mal expontentiell höher.
 
Beim Arbeitsgericht braucht man keinen Anwalt. Wenn Du im Bekanntenkreis einen Personaler hast, nimm den mit. Wenn nicht, geh alleine hin. Schon dadurch, wenn Dein AG eine Vorladung erhaelt, sollten sich bei ihm schon die Gehirnwindungen in Bewegung setzen...
 
Es ist so wie Hagen sagt. Der Arbeitgeber kann auf die Arbeitszeiten der Frau Rücksicht nehmen, muss es aber nicht. Im Endeffekt müsste dann also die ganze Abteilung und die ganzen Kollegen auf die Frau Rücksicht nehmen, deren Bedürfnisse müssen dann, so die Meinung von Manchem hier, zurückstehen.
 
@JanKrohn:
Sorry, aber welche "Hirnwindungen" sollten denn da in Bewegung gestzt werden?

Es gibt gestzliche Regelungen. Die sind für alle AG's und Arbeitnehmer bindend. Im Rahmen dieser Regelungen können Arbeitgeberverbände mit den Arbeitnehmerverbänden, den Gewerkschaften Tarifverträge aushandeln. Jeder AG, der dem Tarifvertrag zu gestimmt hat ist so erstmal daran gebunden. Zusätzlich, oder ergänzend können der AG und der Arbeitnehmer im dirketen Arbeitsvertrag noch Sonderregelungen aushandeln. (Wobei diese sich, nur am Rande bemerkt, natürlich nicht über über geltende Gesetze stellen dürfen.)
Im Arbeitsvertrag sind dann u.a. auch die Arbeitszeiten festgelegt. Und das beinhaltet sowohl die Schichten, als auch den Schichtrythmus. Wenn das dort nicht näher definiert ist, kann Dich der Arbeitgeber so einsetzen, wie er Deine Arbeitskraft benötigt.

Ich hatte einen Mitarbeiter, der in den Nachtdiensten immer wieder fragliche Leistung gebracht hat. Aus diesem Grund habe ich ihn, gegen seinen Willen, komplett aus dem Nachtdienst genommen. Dadurch hat er natürlich finanzielle Verluste gehabt und, da nicht mehr im Drei- Schicht- System, auch weniger Urlaubstage. Dagegen hat der Mitarbeiter geklagt.
Und verloren. Begründung des Richters: Es sei im Arbeitsvertrag nirgendwo festgeschrieben, das der Mitarbeiter einen "Anspruch" auf Drei- Schicht- Arbeit hat. Lediglich die Bereitschaft dazu hat er unterschrieben. Weiter gebe es weder gesetzliche, noch tarifliche Regelungen, die ihm das zuspächen. Und somit sei es allein Sache des Arbeitgebers, obe der Mitarbeiter zu Nachtdiensten eingeteilt würde oder nicht.

Auf einer anderen Station gab es eine Teilzeitkraft in der Pflege. 50%- Anstellung. Diese wollte die ausgehandelte Arbeitszeit (19,25 Stunden pro Woche) in den Tagen Montag bis Mittwoch einbringen. Der AG wollte sie aber auch an Wochenenden und Feiertagen einsetzen (so, wie in der Pflege üblich). Auch hier der Gang vor Gericht und verloren.

Und jetzt kommst Du....

Leute, bitte überlegt mal, was ihr hier so für Tips gebt.
Es ist, wie ich geschrieben habe. Der TE sollte nochmal mit seiner Vorgestzten reden und sich einigen. Wenn das nicht geht sollte er den Arbeitsplatz wechseln.
 
Zurück
Oben