Wehrdienst/Zivildienst Pflicht zurück?

braindamage10k schrieb:
keine Investition in euer Militär dann gibt von uns auch keine Hilfe
Wir investieren ja in unser Militär ... aber ob bei der Bundeswehr nun 0,5%, 1% oder 5% den BIP versickern, macht für die Wehrbereitschaft Deutschlands nur einen kleinen Unterschied.
Obwohl man auch klar sagen muss, wo mehr versickert kann auch mehr erreicht werden ... vorrausgesetzt es versickern weniger als 100%.
Ergänzung ()

braindamage10k schrieb:
Da sich Deutschland in einem Verteidigungsbündnis befindet hat jedes Land das Teil des Bündnisses ist nicht nur das Recht sondern imho auch die Pflicht
... sich an die in den Grundlagenverträgen vereinbarten Investitionsquoten zu halten.
Trump erweitert seine Forderung an Investition in Militär aber regelmäßig und ist schon lange nicht mehr bei den in den Grundsätzen der NATO vereinbarten 2% des BIP.

Was können wir denn dafür, dass die USA so viel Geld in Rüstung stecken (die tun das ja doch eher freiwillig) ... wir haben keine Weltmachtstellung, die wir verteidigen müssten und ein Verteidigungsbündnis bezieht sich eben nicht auf "die Verteidigung unserer Freiheit am Hindukush", sondern auf die Verteidigung des Staatsgebietes der Mitgliedsstaaten.

Die Verteidigung vitaler Wirtschaftsinteressen einzelner noch so wichtiger Mitgliedsstaaten ist nicht Aufgabe eines militärischen Verteidigungsbündnisses.
Auch und gerade nicht in einer wirtschaftlich globalisierten Welt ... denn ein solches Bündnis würde zwingend in den nächsten Weltkrieg führen. Und den kann sich ausser der Rüstungsindustrie und einigen hohen Militärs niemand wünschen.

Die Kriegstreiber und -gewinnler sind immer die letzten, die darin umkommen.
Meiner Meinung nach ein Systemfehler, denn es sollten die ersten und einzigen Opfer sein. Krieg sollte für die, die ihn wollen und an ihm verdienen, nicht so ungefährlich sein.
Aber wer sich heute Sorgen um seine Rente macht, der fragt sich fast automatisch mal, ob es eine gute Idee wäre, in Rüstungsfirmen zu investieren ... um am Ende wenigstens zu denen zu gehören, die an dem Wahnsinn was verdient haben. International tätige Baufirmen könnten sich auch lohnen, denn irgendwer muss die verwüsteten Städte danach ja auch wieder aufbauen.
Schaut in die Ukraine oder nach Gaza ... da gibt es viel zu tun ... verdienen wir dran.
Leider gefährden Friedensverhandlungen dann den eigenen Rentenplan und man müsste sich eigentlich jedes mal freuen, wenn sowas scheitert.
Zumindest für mich gäbe das eine gute Portion "kognitive Dissonanz".
 
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DerOlf schrieb:
... sich an die in den Grundlagenverträgen vereinbarten Investitionsquoten zu halten.
Trump erweitert seine Forderung an Investition in Militär aber regelmäßig und ist schon lange nicht mehr bei den in den Grundsätzen der NATO vereinbarten 2% des BIP.
Es geht mir hier ja nicht um die NATO.

Die NATO is eigentlich ein lockerer Verbund von Staaten die nicht zur Hilfe verpflichtet sind. "Im Rahmen der Möglichkeiten" bedeutet nämlich gar nichts. Das kann von einem Flugzeugträger bis zu 200 Bibeln alles sein.

Es ging mir um die Aussage das andere Länder Deutschland nicht kritisieren dürfen. Und das ist lächerlich. Denn es gibt eine ganz klare Beistandsverpflichtung gemäß Artikel 42 des EUV "mit allen Mitteln" beizustehen.

Warum sich hier in Europa alle immer auf die NATO beziehen zeugt primär von Unwissenheit. Denn was wird hier bitte verlangt? Das die stärkste Volkswirtschaft der EU kein Interesse aufgrund ihrer Vergangenheit hat, in der Lage zu sein sich selbst oder seine Partner zu verteidigen? Aber dann auf die anderen hoffen das die dann Deutschland verteidigen?
DerOlf schrieb:
Was können wir denn dafür, dass die USA so viel Geld in Rüstung stecken (die tun das ja doch eher freiwillig) ... wir haben keine Weltmachtstellung, die wir verteidigen müssten und ein Verteidigungsbündnis bezieht sich eben nicht auf "die Verteidigung unserer Freiheit am Hindukush", sondern auf die Verteidigung des Staatsgebietes der Mitgliedsstaaten.
Siehe oben. Es gibt keine Verpflichtung militärisch Hilfe zu leisten. Wenn im Sinne von "im Rahmen der Möglichkeiten" eine Protestnote geschrieben wird dann reicht das.

Für mich ist die NATO primär bezüglich der Logistik wichtig. Im Sinne von, das die Bündnispartner Militärstützpunkte usw nutzen können.

Und das bringt mich eben zu der Aussage, das es nicht nur ihr Recht sondern auch ihre Pflicht ist, Deutschland dafür zu kritisieren, das sie nicht dafür sorgen, in der Lage zu sein, ihren Bündnispartnern militärisch beistehen zu können.

Wenn man das relativieren will mit dem Argument "aber das Volk findet das doof", ja dann muss Deutschland aus der EU austreten. So simpel is das.
 
braindamage10k schrieb:
Es ging mir um die Aussage das andere Länder Deutschland nicht kritisieren dürfen. Und das ist lächerlich. Denn es gibt eine ganz klare Beistandsverpflichtung gemäß Artikel 42 des EUV "mit allen Mitteln" beizustehen.
Du solltest die Aussage nicht aus dem Kontext reißen!

xexex schrieb:
es steht keinem von denen zu Deutschland bezüglich ihrer Wehrhaftigkeit zu kritisieren, weil sie einfach keine Ahnung haben wie nationaler Stolz hier von Kindesbeinen an unterdrückt wird.

Wenn in Polen die Schüler alle Schießunterricht bekommen, in der Schule vermittelt wird wie die Polen die Türken vor Wien schlugen und die Kreuzritter in Grunwald (Pflichtlektüre), bekommen die Menschen ein ganz anderes Gefühl dazu für das Vaterland zu kämpfen und dafür einzugestehen.

Es steht diesen Leuten nicht zu Deutschland zu kritisieren, wieso hier nicht alle freiwillig einen Wehrdienst machen wollen, weil man mit solchen Maßnahmen hier sofort die Hitlerjugend und Nazi Deutschland assoziieren würde, im Ausland denkt man daran einfach schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

braindamage10k schrieb:
Denn es gibt eine ganz klare Beistandsverpflichtung gemäß Artikel 42 des EUV "mit allen Mitteln" beizustehen.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun! Es ging um die Kritik an der Bevölkerung, die sich nicht wie in anderen Ländern freiwillig zu solchen Verpflichtungen meldet. Wer mit Länderfarben im Gesicht durch die Straßen rennt und laut seine Nationalität skandiert, hat schlichtweg einen anderen Bezug zu seiner Heimat. Hier wird man dafür verhaftet, wenn nicht gerade die Fußball-WM ist, woanders wird es bei jeder Gelegenheit ausgelebt. Ohne gelebten Nationalstolz, kann es aber sowas wie die Frewilligenmiliz in Polen gar nicht geben.
Rekrutiert werden sollen „patriotische Polen“ mit und ohne Militärlaufbahn, die im Rotationssystem einmal monatlich zu Ausbildung und Training erscheinen und außerhalb dieser Zeit ihren Aufenthaltsort melden sollen.
Stelle dir einfach mal vor, man würde in Deutschland sowas aufstellen, geht dir jetzt ein Licht auf wieso es hier undenkbar ist und wieso ein Schwede, Pole oder Amerikaner es definitiv nicht so bewerten würde?
 
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xexex schrieb:
Es steht diesen Leuten nicht zu Deutschland zu kritisieren,
Ob irgendjemanden oder Stellvertretenden eines Landes "zusteht" etwas zu kritisieren, liegt nicht in unserem Ermessen. Wir können diese Kritik zurückweisen oder etwas Konstruktives mit ihr anfangen, bspw. einen Dialog über Hintergründe beginnen, der wiederum unsere eigenen Perspektiven verändern könnte.

Und das Verhalten bei der Wehrpflicht kann einerseits erklärbar, aber auch gleichermaßen kritikwürdig sein. Die Kritik kann sich dann u.a. dagegen richten, dass bspw. nicht ewig ein bestimmter Zustand beibehalten werden kann, wenn sich die Bedingungen dafür (deutlich) geändert haben.

Und wir sollten nicht mit der Prämisse arbeiten, dass es nur Gegner (in jüngeren Altersklassen) gibt, sondern auch Befürworter und Gleichgültige. Wie immer muss die Fraktion mit der lautesten Stimme nicht auch die größte Fraktion stellen.
 
@xexex
Du hast explizit die Kritik an der Wehrhaftigkeit angesprochen. Wenn du dich speziell auf die Wehrpflicht beziehst, dann sollte das schon erwähnt werden. Aber da denke ich nicht das die Kritik sich auf die ausgesetzte Wehrpflicht bezieht, sondern auf die Wehrhaftigkeit an sich.

Das die Bundeswehr bzw Militärdienst im gesamten in Deutschland eher kritisch beäugt wird is nachvollziehbar und verständlich. Ein verpflichtender Wehrdienst fällt natürlich mit drunter.

Das alles ändert aber nichts an der eigentlichen Aussage, das man als Bündnispartner durchaus Kritik an der Wehrhaftigkeit Deutschlands üben darf.
 
braindamage10k schrieb:
Das alles ändert aber nichts an der eigentlichen Aussage, das man als Bündnispartner durchaus Kritik an der Wehrhaftigkeit Deutschlands üben darf.
Nochmal.... Beziehe dich bitte auf den gesamten Kontext....
Vigilant schrieb:
Während in Deutschland viele junge Menschen die Wehrpflicht ablehnen, sehen die nordischen Nachbarn sie als notwendigen, emanzipatorischen und integrativen Teil der Demokratiesicherung an. Sie wundern sich über die deutsche Zurückhaltung angesichts der realen Bedrohungslage.
In Deutschland gelten schlichtweg andere Regeln und eine geschichtsbedingt völlig andere Einstellung zur Bundeswehr und der Wehrpflicht. Eine Kritik von außen ist unangebracht, wenn man nur von der eigenen Bevölkerung ausgeht.
 
xexex schrieb:
In Deutschland gelten schlichtweg andere Regeln und eine geschichtsbedingt völlig andere Einstellung zur Bundeswehr und der Wehrpflicht. Eine Kritik von außen ist unangebracht, wenn man nur von der eigenen Bevölkerung ausgeht.
Wann wurde die Wehrpflicht ausgesetzt? Und warum? Deine Argumentation greift völlig ins Leere.
 
braindamage10k schrieb:
Wann wurde die Wehrpflicht ausgesetzt?
Meine Güte! Es geht doch nicht um die Wehrpflicht an sich, sondern die grundsätzliche Einstellung zu Armee/
Wehrpflicht/Landwehr oder schulischen Maßnahmen in diese Richtung, die in anderen Ländern scheinbar einen hohen Schätzwert haben.
 
braindamage10k schrieb:
Es geht mir hier ja nicht um die NATO.
Ach nein, auf mich wirkte das, als ginge es um NATO-Verpflichtungen ... was genau hat Donald Trump noch gleich mit der EU zu schaffen?
"Nach Kräften" wird im allgemeinen so interpretiert, dass Belgien eben ganz sicher nicht so viel Material und Soldaten bereitstellen kann, wie Frankreich oder Deutschland.
Nicht jeder verwechselt das mit der Aufforderung, auf keinen Fall mehr als das Notwendigste zu tun, damit einen niemand ankacken kann.

In welcher Organisation sind sowohl viele EU-Staaten, als auch die USA?
Neben der UN fällt mir da erstmal nur die NATO ein.

Der EU und ihren Mitgliedsstaaten hat ein PotUS verdammt noch mal nichts zu befehlen.

Auf seine "dann will ich aber auch nicht mehr" sollten wir konsequent nur antworten, dass wir uns dann wohl einen neuen großen Bruder suchen müssen ... vieleicht China? Die sind als Handelspartner für Deutschland mittlerweile sowieso wichtiger, als die USA.
 
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