Welche Netzwerkkarte

geohei

Ensign
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Apr. 2008
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Hallo.

Ich habe hier einen 5 Jahre alten Rechner, den ich netzwerktechnisch aufpeppen möchte.

Das Problem ist, dass wenn ich Daten auf diesen Rechner übertrage, der onboard 100 Mib/s LAN hat, ich 100% CPU Last bekomme obwohl ich gerade mal 5 MiB/s über SMB übertrage.

Es soll (und kann) kein Gigabit Netzwerk sein, aber ich will unbedingt die CPU Last unter 20% drücken.

Ist das mit einer Netzwerkkarte (100 Mib/s reichen mir) zu machen?

Wenn ja, auf was muss ich beim Kauf achten?

Das aktuelle Motherboard ist ein KT400-8235.
http://www.motherboards.org/files/manuals/34/l7vta10beng.pdf
Das Motherboard hat nur PCI Slots.
Der Rechner läuft mit WinXP SP3.

Oder muss das onboard LAN 100 Mib/s schaffen ohne dass die CPU Last bereits bei 50 Mib/s auf 100% ist? Die Treiber sind vom Motherboard Hersteller.

Im Device Manager steht es wäre ein:
VIA Rhine II Fast Ethernet Adapter
Die Treiber sind von VIA.

Gruß,
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

wenn dann wäre es kein Gigabyte sondern ein GigaBit Netzwerk. Etwas anderes würde ich heutzutage schon nicht mehr kaufen. Egal wie. Selbst wenn die restlichen Komponenten netzwerktechnisch alle 100 MBit (100 Mib gibt es auch nicht) sind. Die GBit-Netzwerkkarten sind ja abwärtskompatibel.

Kaufen kannst du eigentlich eine x-beliebige, Alternate hat hier z.B. eine ganz gute Auswahl. Du musst nur auf den Anschlußtyp achten, dass die Karte eben PCI hat wenn es dein Mainboard als einzige Schnittstelle bietet (wäre z.B. gleich die erste von TP-Link für knappe 6 Euro).

Ob das wirklich die Prozessorlast drückt müsstest du versuchen. Aber die 6 Euro sind gut investiert denke ich.

Und als kleine Anmerkung: Fachausdrücke (wie Gigabyte Netzwerk oder 100Mib/s) lieber nur verwenden, wenn es sie gibt und man sie auch kennt ;) :)

VG,
Mad
 
Hi,

Welches OS läuft denn drauf? Wenn es Treiber für das OS gibt, dann habe ich bisher den besten Durchsatz mit Intel-Chips gemacht. Bei den Karten kommt es dann drauf an, ob du Funktionen wie Wake-on LAN brauchst oder VLAN. Wenn das alles egal ist und Treiber kein Problem sind, dann Intel oder Broadcom Karte. Billigste reicht dann eigentlich

Edit: wo wir schon bei Treibern sind kannst auch mal schauen, ob für den Onboard-Chip neue verfügbar sind, dann löst sich das Problem möglicherweise ohne Investition.
Mad muss ich auch zustimmen Gbit ist sinnvoll, da die meisten Karten nur ca. 60-90% des Möglichen erreichen und bei Gbit du nur 10% auslasten könntest. Das senkt die Last an der Karte und sorgt für maximalen Durchsatz.

Mfg
BassT
 
Zuletzt bearbeitet:
@Madman1209
"Gigabyte" war natürlich falsch. Ist im OP jetzt korrigiert.
"Mib/s" gibt es: http://en.wikipedia.org/wiki/Mb/s#Megabit_per_second
6 Euro sind noch zuviel wenn die Lastenreduzierung nicht erfolgt!

@BassT
Als OS läuft WinXP SP3.
WoL brauche ich, VLAN nicht.

... later ...

Ich habe die Treiber jetzt geupdated (vom Hersteller, VIA). Immerhin von 2008 auf 2011, aber hat absolut nichts gebracht. Ein 2.8 GB File brauch 13 Minuten, also etwa 3.4 MiB/s und der tash Manager des Rechners bestätigt mir 30% Netzwerkauslastung. Passt also. Alles mit 100% CPU Last.

Bringt eine LAN Karte wirklich Abhilfe so dass die CPU entlastet wird?

Gruß,
 
Zuletzt bearbeitet:
Allein die Aussage dass der PC 5 Jahre alt ist muss garnichts heißen.

Kaufte man sich einen PC aus der Restpostenabteilung vor 5 Jahren, ist der PC technisch gesehen vieleicht 7 Jahre alt.

Als Faustregal kann man sagen das ein P4 ~3Ghz mit Onboard Gbit Karte problemlos ~90Mb/sec bei ca. 40-50% CPU Last schaft.
 
Ok.
Ich habe ein AMD Athlon XP 3000+ drin.
Dieser sollte ja dann mit Leichtigkeit die 100 Mib/s schaffen.

Woran kann es liegen?
Wo soll ich ansetzen?

Gruß,
 
@
Du kannst jede zur Zeit im Handel befindliche Netzwerkkarte in den PCi Slot reinstecken.
 
Werden die Packete bei dir dann noch durch eine Firewall geleitet und vom Antiviren-Programm überprüft. Eventuell bremst das aus. Macht der Rechner sonst noch was im Hintergrund?

VG
BassT
 
Hi,


Ja, MiB gibt es - genau bei der Netzwerkübertragung macht es aber keinen Sinn, genau hier sollte man Megabit pro Sekunde oder von mir aus sogar MB (also MegaByte, und nicht MebiByte) verwenden. siehe auch Wikipedia:

Bei Datenübertragungsraten werden die Einheitenvorsätze traditionell in ihrer SI-konformen dezimalen Bedeutung verwendet. So überträgt beispielsweise Gigabit Ethernet bei 125 MBaud durch das 5-PAM-Modulationsverfahren mit 2 bit pro Symbol und Adernpaar über vier Adernpaare 1.000.000.000 bit/s.

Genau hier macht es eben keinen Sinn, Binärpräfixe zu verwenden. Wie bereits gesagt: verwende Dinge, bei denen du sicher bist, sonst wirkt es sehr, als möchtest du mit Wissen glänzen das nicht da ist. "Mib/s" wird in der gängigen Praxis de Facto nicht verwendet, sondern die klassischen dezimalen Präfixe.

Zum eigentlichen Thema: Es kann durchaus helfen, eine zusätzliche Karte zu verwenden. Ich sehe allerdings

a) nicht das Problem, das du mit einer Investition von 6 Euro hast, da du die Karte
b) innerhalb von 14 Tagen ohne Nennung von Gründen zurücksenden kannst, sofern du im Internet bestellst.

Den Versuch mit der Investition würde ich auf alle Fälle machen.

VG,
Mad
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst mal Prüfen ob die Festplatte im BIOS via UDMA angesteuert wird. Sollte dies nicht der Fall sein, wird sie ihren Dienst ggf. im PIO-Mode verrichten, und dabei steht PIO für Programmed I/O (also die CPU macht die ganze Arbeit), wohingegen bei UDMA (Ultra Direct Memory Access) der Controller direkt in den gemappten Hauptspeicher schreibend arf -> Der Controller tut das, wozu er gemacht ist. :)

Sonst kannst du mal schauen, ob auf dem IRQ Kanal der Netzwerkkarte ein zweites Gerät läuft? Wenn die Interrupt Service Routine (ISR) durchgehend zu einem Blockieren der Hardware führt, wäre auch dies eine Erklärung. Am Netzwerk wird es wegen der CPU Last vermutlich nicht liegen, wobei ich nicht sicher weiß, was passiert, wenn das Netzwerk Frames verschluckt und die Karte eine Wiederholungsanfrage sendet.

Zu Netzwerkkarten: Du solltest dann ggf. nicht das günstigste Modell mit Realtek Chip nutzten, sondern ggf. eher zu den Intel NICs greifen. Ggf. auch von einem Hersteller mit Broadcom Chip oder 3com.

Viele Grüße
 
Hi,

@GuaRdiaN

Du solltest dann ggf. nicht das günstigste Modell mit Realtek Chip nutzten, sondern ggf. eher zu den Intel NICs greifen. Ggf. auch von einem Hersteller mit Broadcom Chip oder 3com.

Könntest du das irgendwie begründen? Würde mich nämlich interessieren...

VG,
Mad
 
Der Grund dafür ist mehr eine Implikation als eine echte Begründung:

Die von mir genannten Hersteller verbauen ihre Netzwerkhardware auch in großen Ethernet-Switches, bzw. im Serversegment, sodass Mängel in Soft- (Treiber) & Hardware (NICs) wesentlich gravierender wären. Falls jemand Hardware sucht, die uneingeschränkt funktioniert, empfehle ich schlichtweg nur Hardware, von der ich vollends überzeugt bin. (Sonst wäre eine Empfehlung ja auch vollkommen unangemessen.)

Das heißt nicht, dass die anderen NICs schlechter sind, oder nicht funktionieren, damit habe ich lediglich schlechtere Erfahrungen gemacht. (Wobei ich behaupte, dass meine Erfahrungen da über SOHO hinaus gehen.)

Wenn das missverstanden wurde, bitte ich da vielmals um Verzeihung.
 
Hi,

nein nein, absolut ok. Hat mich einfach interessiert, weshalb die Empfehlung zustande kam. Habe ich weder missverstanden noch "böse" aufgefasst :) Andere Meinungen sind immer willkomen!

Stimmt natürlich schon, Intel oder 3Com bauen gute Hardware. Aber sind preislich oftmals auch auf anderen Leveln (gerechtfertigterweise, keine Frage). Aber sicher auch eine gute Empfehlung! :)

VG,
Mad
 
Was ist denn sonst noch so angeschlossen? Kann möglicherweise die Southbridge mit der Menge an Daten überlastet sein?

VG
BassT
 
Zuletzt bearbeitet: (Doppelpost)
BassT schrieb:
Werden die Packete bei dir dann noch durch eine Firewall geleitet und vom Antiviren-Programm überprüft. Eventuell bremst das aus. Macht der Rechner sonst noch was im Hintergrund?
Network Intrusion Prevention Sytsem (NIPS)
Sunbelt Personal Firewall
[ Ich möchte jetzt keinen OT Subthread bzgl. Sinn und Unsinn von PFWs anzetteln! ]

Das wars!

Ist NIPS ein habe ich 100% CPU Last bei 28% Netzwerkauslastung.
Ist NIPS aus habe ich -50% CPU Last bei 80% Netzwerkauslastung.

Als AV habe ich AVG Free installiert. Scheint aber nur unwesentlich zu bremsen!

Sonst läuft nichts mehr im Hintergrund. Im Leerlauf habe ich gerade mal 3% CPU Last (sorry, hätte ich auch im ersten OP erwähnen können).

Madman1209 schrieb:
...
Genau hier macht es eben keinen Sinn, Binärpräfixe zu verwenden. Wie bereits gesagt: verwende Dinge, bei denen du sicher bist, sonst wirkt es sehr, als möchtest du mit Wissen glänzen das nicht da ist. "Mib/s" wird in der gängigen Praxis de Facto nicht verwendet, sondern die klassischen dezimalen Präfixe.

Zum eigentlichen Thema: Es kann durchaus helfen, eine zusätzliche Karte zu verwenden. Ich sehe allerdings

a) nicht das Problem, das du mit einer Investition von 6 Euro hast, da du die Karte
b) innerhalb von 14 Tagen ohne Nennung von Gründen zurücksenden kannst, sofern du im Internet bestellst.
Ich habe mir den WIKI noch einmal angesehen.
Stimmt ... es ist dezimal bei Netzwerkgeschwindigkeiten, nicht binär.
Das wäre dann Mb/s (Megabit/s) = 1.000.000 Bit pro Sekunde - richtig?
Im Gegensatz zu ...
MB/s (Megabyte/s) = 1.000.000 Byte pro Sekunde?
MiB wären 1.048.576, oder?
Ich habe das schon länger falsch angewendet!
Danke für den Hinweis.

Ich möchte zuerst alle anderen Fehlerquellen ausschließen bevor ich mir etwas Neues zulege. Wie du oben siehst scheint das ja auch etwas gebracht zu haben.

GuaRdiaN schrieb:
Du kannst mal Prüfen ob die Festplatte im BIOS via UDMA angesteuert wird. Sollte dies nicht der Fall sein, wird sie ihren Dienst ggf. im PIO-Mode verrichten, und dabei steht PIO für Programmed I/O (also die CPU macht die ganze Arbeit), wohingegen bei UDMA (Ultra Direct Memory Access) der Controller direkt in den gemappten Hauptspeicher schreibend arf -> Der Controller tut das, wozu er gemacht ist. :)

Sonst kannst du mal schauen, ob auf dem IRQ Kanal der Netzwerkkarte ein zweites Gerät läuft? Wenn die Interrupt Service Routine (ISR) durchgehend zu einem Blockieren der Hardware führt, wäre auch dies eine Erklärung. Am Netzwerk wird es wegen der CPU Last vermutlich nicht liegen, wobei ich nicht sicher weiß, was passiert, wenn das Netzwerk Frames verschluckt und die Karte eine Wiederholungsanfrage sendet.
Alles läuft unter UDMA Mode 6.
Der Device Manager meldet mir keine IRQ Konflikte.
Beim Starten des Systems sind auch keine IRQ Konflikte erkennbar.

BassT schrieb:
Was ist denn sonst noch so angeschlossen? Kann möglicherweise die Southbridge mit der Menge an Daten überlastet sein?
Wie oben geschrieben läuft sonst (netzwerkmäßig) nichts.
CPU Last ist dle auch etwa 3%.

Vielen Dank für all die Antworten!
Hat mein Problem gelöst!

Gruß,
 
Zuletzt bearbeitet:
@Madman1209:

Okay, ich bin da immer etwas über sensibilisiert, einfach weil derzeit wegen banalen Themen schnell Flamewars ausbrechen - und so wichtig wäre mir meine Meinung dann nicht gewesen. :-p Das stimmt natürlich, die Hardware kostet ein paar € mehr. Wobei ich gerade im Umfeld von PXE (also Preboot eXecution Environment) diese paar Euro mehr investiere. Aber jede generische NIC-Umsetzung tut ihren Dienst. Allerdings ist das hier beschriebene Maß an CPU Last selbst für eine "gurkige" Karte nicht hinnehmbar.

@TE:

Dann wird es tatsächlich langsam schwer - kannst du mal ein Livelinux booten und vom selben Rechner die Daten ziehen? Einfach um mal zu schauen, ob ein anderer Systemkern (also Linuxkernel) zu einem anderen Verhalten führt. Denn dann kann man die Hardware ggf. schnell ausschließen. Für einen Einfachen Test würde ich dir Kubuntu empfehlen, weil es relativ nah an Windows hinsichtlich der GUI Gestaltung angelehnt ist. (Falls du mit Linux nicht bewandert sein solltest.)

Sollte das Problem dann bleiben, wäre es an der Zeit mal über Hardware nachzudenken.


Viele Grüße
 
Meine Intel Gigabit CT Desktop hat einen eigenen Prozessor, zieht also nicht ganz so an der CPU - ist aber halt auch PCIe und teuer.
 
Der Intel Gigabit CT Desktop Adapter ist sicherlich eine Möglichkeit, die auch "relativ" kostengünstig ist.
Aktuell kann ich diese Karte hier empfehlen: Intel PRO/1000 MT Server Adapter
Die gibts häufiger mal bei eBay für schmales Geld über den Tisch - auch unter Linux verrichtet sie hervorragend ihren Dienst, selbst 120MB/s (also wirklich 96% der maximalen Gbit Geschwindigkeit) sind via NFS Share drin. Und das ohne nennenswerte Latanz oder CPU-Last. Natürlich ist sie mit PCI-X 133 nicht unbedingt für aktuelle Rechner geeignet. Da aber heute nur noch wenig Peripherie am PCI Bus hängt, reichen die 133MB/s des Busses auch aus.
 
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