Melideas schrieb:
In welche Kostenbereich würde ich da mit solchen Stellwänden kommen?
Ansonsten würde ich wegen Mineralwolle schauen, kenne da jemanden der die verarbeiten könnte vllt.
Das mit dem Mikro, naja, damit kenne ich mich ehrlich gesagt nicht aus.
Für 1m² Basotect in 10cm Dicke zahlt man etwa 60 Euro. Bei Thermarock 50 (Steinwolle) wären es etwa 10 Euro.
Von der Effektivität her dürften sie in etwa gleich sein. Die Tendenz in den Foren geht jedoch immer Richtung Basotect. Vermutlich auch wegen der leichteren Handhabung. Das Material braucht prinzipiell nämlich keinen Überzug und ist bei der Menge meine ich auch rund 4kg leichter.
Ein paar Beispiele zum Eigenbau:
https://www.tonstudio-forum.de/index.php/Thread/3229-Stellwände-und-Breitbandabsorber-im-Selbstbau/
https://recording.de/threads/diy-bau-mobiler-absorber.220957/
Davon könnte man sich zwei-drei Stück bauen und sie dann um den Schreibtisch herum positionieren. Am besten am "Live End", also auf der Seite, wo die Richtcharakteristik des Mikrofons hinzeigt.
Wenn man das erst mal hat, dann kann man schauen, wie es mit dem Bassbereich und eventuell noch störenden Reflexionen von der Decke oder Vorderwand aussieht. In der Regel sollte mit solchen Stellwänden aber schon ein deutlicher Unterschied zu erkennen sein. Effektiv wirken die mit 10cm Materialstärke bis etwa 400-500 Hz. Das ist schon mal ein Großteil der Miete.
Den Raummoden (stehenden Wellen) unter 200 Hz hingegen, die sich als tieffrequentes Brummen und Dröhnen bemerkbar machen, kann man nur mit großvolumigen Eckabsorbern ("Bass Traps", "Superchunks") entgegenwirken. Auch dazu gibt es dutzende Anleitungen im Netz.
https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/raumakustik-workshop-no1-eckabsorber.html
https://produzentenkreis.de/tutorials/raumakustik/bassabsorber-selbst-bauen-diy-anleitung/
Die tatsächliche Notwendigkeit solcher Elemente (die alle unterschiedliche Probleme bekämpfen) kann man als Laie eigentlich nur mit konkreten Raummessungen beurteilen:
https://recording.de/threads/rew-workshop.147164/
Dazu brauchst du ein Messmikrofon, wie bspw. ein Behringer ECM-8000 (im günstigsten Fall).
Wie man vielleicht merkt, ist die Akustik kein Zuckerschlecken.
Einfach ziellos drauf loslegen und irgendwelche Materialien an die Wand kleistern, ist leider nur selten eine Lösung.