Welches Linux für Neuling?

Commotus

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Sollte möglichst userfreundlich, aber auch komplex sein (also viele zusätzliche, nützliche Programme beinhalten).

Achja, wollte für Linux eine zweite Festplatte in den PC reinschrauben. Kann ich die einfach einsetzen oder muss ich vorher noch etwas im Bios umstellen, wenn ja, was?!
Danke für Eure Hilfe! :)
 
Für den leichten Einstieg ist SuSE-Linux sicher eine hervorragende Wahl.

Die Installation erfolgt weitesgehend automatisiert und es stehen sofort nahezu alle wichtigen Programme zur Verfügung und es muss kaum was nachinstalliert werden.
Ausserdem wird SuSE von vielen Herstellern treiberseitig ganz gut unterstützt, sodaß du dir das Neukompilieren der Treiberpakete oftmals klemmen kannst.

Wenn du bisher noch keine Erfahrungen unter Linux gemacht hast, wäre es ratsam die Windwos-Platte vorher abzuklemmen oder wenigstens eine Sicherung vorzunehmen.
Die Datenträgerbezeichnungen sind unter Linux nämlich komplett anders als üblich. Wenn du die Bezeichnungen nicht gewohnt bist, klickst du schnell mal aus Versehen auf den falschen Button und deine Windows-Platte wird überschrieben.
 
Original erstellt von Bombwurzel
Für den leichten Einstieg ist SuSE-Linux sicher eine hervorragende Wahl.

Die Installation erfolgt weitesgehend automatisiert und es stehen sofort nahezu alle wichtigen Programme zur Verfügung und es muss kaum was nachinstalliert werden.
Ausserdem wird SuSE von vielen Herstellern treiberseitig ganz gut unterstützt, sodaß du dir das Neukompilieren der Treiberpakete oftmals klemmen kannst.

Wenn du bisher noch keine Erfahrungen unter Linux gemacht hast, wäre es ratsam die Windwos-Platte vorher abzuklemmen oder wenigstens eine Sicherung vorzunehmen.
Die Datenträgerbezeichnungen sind unter Linux nämlich komplett anders als üblich. Wenn du die Bezeichnungen nicht gewohnt bist, klickst du schnell mal aus Versehen auf den falschen Button und deine Windows-Platte wird überschrieben.

Welches System steckt denn hinter den Datenträgerbezeichnungen bei Linux?
 
Die Bezeichnung der Partitionen und Laufwerke (devices) erfolgt unter Linux nicht mit mehr oder weniger willkürlich gewählten Buchstaben, sondern "hardwarenah". Bei einem (E)IDE-System sieht das so aus:

hda : erste IDE-Schnittstelle - Master (z.B: Festplatte)
hdb : erste IDE-Schnittstelle - Slave (z.B: 2te Festplatte)
hdc : zweite IDE-Schnittstelle - Master (z.B: CD-ROM-Lfw)
hdd : zweite IDE-Schnittstelle - Slave (z.B: CD-Brenner)

(bei SCSI geht die Nummerierung: sda, sdb, ...)


Die Partitionen auf einer (E)IDE-Festplatte (maximal 4 primäre bzw. erweiterte) werden laufend durchnummeriert; z.B:

hda1 : 1. primäre Partition (z.B: Windows98/FAT32)
hda2 : 2. primäre Partition (z.B: Linux native)
hda3 : 3. primäre Partition (z.B: Linux swap)
hda4 : 4. erweiterte Partition (z.B: FAT32/DOS/Windows)

(bei Windows darf es nur eine (aktive) primäre Partition geben. Sie enthält das zu bootende Windows-Betriebssystem (Lfw C:\). Alle anderen (für Daten oder zusätzliche Programme) müssen logische Partitionen innerhalb der erweiterten Partition sein)



Quelle
 
/dev/hdxy/

wobei das 'x' für die Festplatte steht (a, b, c ....)
und das 'y' für die Partition.

Ausschlaggebend ist die Reihenfolge, in der das Bios die Datenträger bekannt gibt.


Beispiele:
dev/hda1/ wäre demnach die erste Partition (1) auf der ersten Festplatte (a)
dev/hdb5/ stünde dann für die 5. Partition auf der zweiten Fesplatte.
 
Original erstellt von Commotus
Sollte möglichst userfreundlich, aber auch komplex sein (also viele zusätzliche, nützliche Programme beinhalten).

Achja, wollte für Linux eine zweite Festplatte in den PC reinschrauben. Kann ich die einfach einsetzen oder muss ich vorher noch etwas im Bios umstellen, wenn ja, was?!
Danke für Eure Hilfe! :)

Wenn Du erst mal Linux testen willst ohne an der Hardware etwas zu ändern, nimm Knoppix. Ist von CD startfähig und macht keine Änderungen an Deinem System. Kannst Du kostenlos ziehen.
ftp://ftp.uni-kl.de/pub/linux/knoppix/KNOPPIX_V3.2-2003-07-26-DE.iso
Interessant dazu auch diese Seite:
http://swpat.ffii.org/index.de.html
 
Re: Re: Welches Linux für Neuling?

Original erstellt von werkam
Ist von CD startfähig und macht keine Änderungen an Deinem System.

Weil Knoppix auf aktueller Hardware nicht, oder zumindest nicht zufriedenstellend läuft.
Und wenn es dann endlich läuft (dann doch wieder mit Startdiskette und ohne halbwegs vollständige Hardware-Unterstützung) dann fehlen viele Tools.

Zum Reinschnuppern sicher okay, aber:

Sollte möglichst userfreundlich, aber auch komplex sein (also viele zusätzliche, nützliche Programme beinhalten).

Damit disqualifiziert sich Knoppix schon auf der Startlinie.
 
Jo, also ich würde bis nächsten Monat warten. Dann kommt SuSE 9.0 raus.
Und ich schätze mal es wird da wieder einiges komfortabler geworden sein und mehr Hardware unterstützt werden, wie mit jeder neuen Version.
Und vorher vielleicht mal mit Knoppix reinschnuppern, wobei bei Knoppix allerdings ein komfortables Konfigurationstool wie SuSEs Yast fehlt.
 
Auf linux.de gibt es eine breitangelegte Umfragenliste, die für die Suche nach der richtigen Distribution nützlich sein dürfte. Dort wird auch nach der bevorzugten Distribution gefragt (45% RedHat, (nur) 26% Suse, 16% Debian...). Jeder schwört auf eine andere, doch die Mehrheit scheint doch ziemlich deutlich RedHat zu bevorzugen.

http://www.linux.de/poll/
 
Original erstellt von Riccardo
Auf linux.de gibt es eine breitangelegte Umfragenliste, die für die Suche nach der richtigen Distribution nützlich sein dürfte. Dort wird auch nach der bevorzugten Distribution gefragt (45% RedHat, (nur) 26% Suse, 16% Debian...). Jeder schwört auf eine andere, doch die Mehrheit scheint doch ziemlich deutlich RedHat zu bevorzugen.

http://www.linux.de/poll/

hm...
http://www.linux.de/poll/question.php3?qid=32

Also hier liegen Suse und Redhat gleichauf :)
 
Re: Re: Re: Welches Linux für Neuling?

Original erstellt von Bombwurzel
Weil Knoppix auf aktueller Hardware nicht, oder zumindest nicht zufriedenstellend läuft.
Und wenn es dann endlich läuft (dann doch wieder mit Startdiskette und ohne halbwegs vollständige Hardware-Unterstützung) dann fehlen viele Tools.

Zum Reinschnuppern sicher okay, aber:



Damit disqualifiziert sich Knoppix schon auf der Startlinie.

also ich habe knoppix schon auf zig pcs verwendet, es hatte bisher keine probleme mit irgendeiner hardware gehabt.
und da waren auch einige topaktuelle rechner dabei.

es ist das einsteiger linux überhaupt. installation auf der festplatte ist einfacher wie windows zu installieren.
man bootet von cd, öffnet ne konsole und gibt knoppix-installer ein und kann isntallieren. einfacher geht es fast nicht. ne verknüpfung auf dem desktop zum installieren wäre noch besser, aber man kann ja nicht alles machen.

zudem find ich ist es sehr sehr umfangreich und enthält so ziemlich alle wichtigen programme.


womöglich war es früher schlechter (vor v3.1), aber heute kann man es jedem einsteigern nur empfehlen. suse kann da nichtmehr mithalten. alleine schon das preis(leistungsverhältniss und die isntallationsdauer. zudem ist die hardwareerkennung nicht so gut gemacht wie in knoppix.
knoppix ist übrigens mitsamt 2gb an programmen innerhalb von 10-15min installiert. suse 8.0 hat bei mir damals locker mal 2 stunden gedauert.
 
Linux

Fundstück:

Weg mit Windows! Totale Überwachung droht! Lesen!
09.10.2003 von tyler

Windows, bald eine Gefahr für deine Sicherheit?
Warum wir uns gerade jetzt nach Alternativen umschauen müssen!

Nahezu jeder von uns benutzt das Betriebssystem Windows der amerikanischen Firma Microsoft auf seinem Rechner. Warum das bald gefährlich sein wird und was das einzige Mittel dagegen ist, darum geht es im folgenden Artikel.

Wie ist es heute?
Die meisten von uns benutzen Windows XP. XP ist sehr teuer, muss aktiviert werden bzw. ist nur für einen einzigen Rechner verwendbar und hat absichtlich gravierende Sicherheitsmängel. Niemand weiß, was der streng geheimgehaltene Windows-Quellcode alles beinhaltet, nur manchmal gelangen Informationen über zufällig gefundene Schlupflöcher an die Öffentlichkeit.
Dein Rechner schickt ungefragt persönliche Daten über dich an Microsoft und automatisiert wichtige Prozesse, die man besser selbst unter Kontrolle gehabt hätte. Microsoftprodukte sind völlig überteuert, voller Fehler und spionieren uns aus.
Aber das Schlimmste steht uns noch bevor!

Das neue Logo sagt alles ...

Was steht uns morgen bevor?
2005 erscheint das neue Windows "Longhorn". Ich will ganz kurz und einfach erklären, was dann auf uns zukommt:
Unter dem Vorwand, dass man sich damit besser gegen Viren oder Trojaner schützen kann, bekommt "Longhorn" eine Neuheit spendiert - Palladium! Von Intel und vielen weiteren Firmen unterstützt, enthält in absehbarer Zeit jeder PC einen Verschlüsselungs-Chip (der Standard heißt TCPA). Ziel der Neuerung ist es, dass der PC vor dem Öffnen einer jeden Datei bei einem Server im Internet nachfragt. Der Server entscheidet dann anhand einer "Schwarzen Liste", was der Rechner tun darf. Der Anwender hat dabei nichts mehr zu sagen; aus dem persönlichen Computer wird ein kontrollierter Computer.
In Zukunft gehorcht dein Rechner also einer höheren Autorität. Der gesicherte PC fragt vor der Ausführung eines Programms im Internet nach, ob das Programm ungefährlich ist und überprüft möglicherweise auch gleich die Lizenz. Du wird nicht länger in der Lage sein, auf dem eigenen Rechner beliebige Programme zu starten - nur Software, die dir erlaubt wird!
Der große Bruder sieht dich!
Damit ist die totale Überwachung garantiert - wenn Microsoft oder der Regierung beispielsweise ein Dokument nicht passt, welches im Umlauf ist, kann sie es ganz einfach sperren, so dass niemand es mehr öffnen kann. Ein Server verwaltet eine schwarze Liste mit Programmen und Dateien, die benutzt bzw. nicht benutzt werden dürfen. Mit MP3´s im Internet ist es dann ebenfalls vorbei.
Und weil die gesamte Kommunikation zwischen allen Rechnern nur noch verschlüsselt abläuft, können nur noch Rechner kommunizieren, die ebenfalls "Palladium" anwenden! Das soll den Monopolisten helfen, alternative Systeme zu verdrängen!
In jedem PC steckt bald ein "Sicherheits-Chip", der den Zustand des PC's, die geladene Software und andere zu speichernde Daten überwacht. Viele der neuen PC´s in den Läden enthalten den Chip schon jetzt - es fehlt nur noch das Betriebssystem, das mit ihm zusammenarbeitet: Windows Longhorn!

Mehr Infos zu TCPA gibts auf http://www.againsttcpa.com/

Linux Wappentier "Tux"

Gibt es überhaut alternative Systeme?
Ja, und die sind Microsoft ein gewaltiger Dorn im Auge. Das Zauberwort heißt Linux, eine freie Software, die von verschiedenen Distributoren angeboten wird. Was das bedeutet und ob Linux für uns zu Hause eine ernsthafte Alternative ist, erfahrt ihr in unserem Testbericht auf Seite drei. Tatsache ist, dass Linux immer bekannter wird - nicht zuletzt wegen der exorbitanten Preis- und Lizensierungspolitik von Microsoft.
56% aller Deutschen haben von Linux gehört, 23% würden es gern ausprobieren und 10% arbeiten bereits damit! 44% aller deutschen Domains liegen auf Linux-Servern und sowohl die Bundesregierung als auch die Stadtverwaltungen von München und Schwäbisch-Hall haben Windows abgeschafft: aus Kosten- und Sicherheitsgründen!
Wenn wir uns von Bill Gates, dem reichsten Mann der westlichen Welt, und seiner Firma Microsoft mit Palladium und Longhorn nicht entgültig besiegen und überwachen lassen wollen, müssen wir uns JETZT um Alternativen kümmern! Denn wenn Palladium erst mal Standard ist, dann wird es freie Software bald nicht mehr geben! Deshalb unser unbedingter Rat:
Probiert Linux aus! Es ist einfacher als man denkt, es ist fast kostenlos und es ist trotzdem qualitativ gleichwertig!

Einfachen Fragen und Antworten zu Linux!

Für den Heimanwender gibt es zu Windows nur eine einzige Alternative: Linux. Der folgende Artikel richtet sich an den Durchschnittsnutzer von Computern und soll vor allem eines bewirken: Die künstlich geschürte Angst vor Linux nehmen. Dazu beantworten wie erst mal ein paar grundlegende Fragen:

Was ist Linux?
Linux ist ein Betriebssystem, ähnlich wie Windows, allerdings ist es überwachungsfrei, viel billiger, sicherer, freier und von der Bedienung ziemlich ähnlich. Linux wird von vielen verschiedenen Firmen angeboten und unterscheidet sich dabei jeweils in Umfang und Funktionalität. Bekannte Linuxvarianten (auch Distributionen genannt) sind z.B. SuSE, Red Hat, Mandrake oder Debian.

Welches Linux ist das richtige für mich?
Von den vielen verschiedenen Distributionen werden wir hier noch auf drei zu sprechen kommen. Und am Ende werden wir einen Testsieger empfehlen. Nur soviel vorneweg: Die in Deutschland verbreitetste und einfachste Variante ist SuSE Linux, die aktuelle Version davon heißt 8.2.

Was kostet Linux?
Linux ist eigentlich kostenlos, viele Firmen lassen sich aber die Zusammenstellungen bezahlen. So kostet das aktuelle SuSE Linux im Fachhandel 79,- Euro, aber dafür bekommt man sieben randvolle CD´s (der Kauf teurer Extrasoftware wie Microsoft Office ist nicht mehr nötig, es liegt wirklich alles bei), ausführliche Handbücher und kostenlosen Support. Andere Distributionen sind aber erheblich billiger. Wer einen DSL Anschluss hat, kann Linux auch völlig legal kostenlos herunterladen!

Das für Einsteiger am besten geeignete SuSE 8.2 liegt auf einer DVD der aktuellen Ausgabe (Oktober bis Dezember 2003) "Linux Intern" der Zeitschrift PCPr@xis-Linux als Vollversion für nur 9,90 Euro bei! Unbedingt zuschlagen, man hat für unter 10 Euro ein vollständiges Betriebssystem, das man beliebig verwenden und kopieren kann, wogegen man das ca. 250,- Euro teure Windows XP nur auf einem einzigen PC verwenden darf und sämtliche Software noch Unsummen an Geldern zusätzlich kostet (Word, Excel usw.)!

Woher bekomme ich Linux?
Linux gibt es im gut sortierten Fachhandel (z.B. Mediamarkt) für etwas Geld oder legal umsonst zum Herunterladen auf den Seiten der Hersteller. Näheres im Test auf der nächsten Seite. Oft liegt diversen Fachzeitschriften auch eine Vollversion bei! Und nicht zuletzt wird man bei Ebay auch schnell fündig, so habe ich für alle acht CD´s des aktuellen, sehr stabilen Linux Debian 3.0rt bei Ebay lächerliche 8,- Euro bezahlt!

Wofür ist Linux geeignet?
Linux ist ein vollwertiger Ersatz für Windows! Man kann alles, was man auch mit Windows kann: CD´s brennen, Surfen, Grafikbearbeitung, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Scannen - alles ist möglich und für alles liegen schon Programme bei, man muss nichts dazukaufen! Textverarbeitung und Tabellenkalkulation z.B. sind sogar voll kompatibel zu Microsoft Office - man kann seine Dateien also ruhig weiterverwenden!
Nur für notorische Spielefreaks hat Linux ein Manko: die meisten Computerspiele laufen nicht unter Linux. Es gibt massenhaft kleine Pausengames, aber auf große Spiele muss man weitgehend verzichten. Mittlerweile aber gibt es einige Patches, mit denen man es trotzdem hinbekommt - der Ausgabe 10/03 der Zeitschrift "PC Games" lagen zum Beispiel mehrere Patches bei, mit denen man unter anderem Spiele wie "Warcraft 3" oder "Return To Castle Wolfenstein" unter Linux zocken kann. Es tut sich also etwas!


Gut, du hast dich gegen Microsoft entschieden? Wie geht es nun weiter?


Persönlicher Testbericht - taugt Linux als Windowsersatz für zu Hause?

Ich hab es hinter mir, auf meinem Rechner läuft jetzt SuSE Linux 8.2! War es schwer, was gab es für Probleme, was gibt es zu beachten, macht es Sinn? Hier mein persönlicher Bericht:

1. Linux Knoppix, der erste Versuch!
Auch ich dachte bisher immer, Linux sei nur etwas für Freaks. Und dann bekam ich eine "Knoppix" - CD.
"Knoppix" ist ein vollwertiges Linux-Betriebssystem - mit eine Besonderheit: Man braucht es nicht zu installieren! Man legt die CD ins Laufwerk, starten den PC von der CD und hat schon ein Linux - ohne sein altes Windows zu löschen und ohne jede Installation. Und ich war angenehm überrascht!
Knoppix sah super aus, war komfortabel zu bedienen und ich kam innerhalb weniger Minuten ins Internet. Der Nachteil war natürlich, dass es nur von CD lief, deshalb sehr langsam war und Windows sich immer noch auf der Festplatte befand. Ich kann jedem nur empfehlen, sich einmal eine Knoppix-CD ins Laufwerk zu legen - danach kann man entscheiden, ob Linux geeignet ist und ob man damit klarkommt.
Knoppix gibt's hier zum downloaden, man kann es sich hier für 5,- Euro zuschicken lassen oder einfach mal die Fachzeitungen durchstöbern. Knoppix liegt oft als Gratis Heft-CD bei.
Mein erstes Knoppix hieß übrigens 3.1 - die aktuelle Version heißt Knoppix 3.3! Jedenfalls war ich nach dieser Erfahrung bereit für ein "richtiges" Linux - jetzt wollte ich es auch fest installieren!

Die kostenlose Software Knoppix
braucht man nicht zu installieren.
Sie ist genau richtig, wenn man in
Linux mal "reinzuschnuppern" möchte.

Linux Debian "Woody" ist sehr stabil und sicher,
aber für Einsteiger ungeeignet.

2. Linux Debian - der erste Reinfall!
Knoppix taugt nicht zur festen Installation, aber ich hörte, das es auf eine Linuxvariante aufbaut, die sich Debian nennt. Debian gilt als eine der sichersten Versionen überhaupt, hat aber auch den Ruf, nur etwas für Experten zu sein. Nun, Knoppix hatte mich überzeugt, und wenn Knoppix von Debian abstammt, dann wollte ich auch Debian haben. Und so ersteigerte ich bei Ebay für 8,- Euro acht CD´s der aktuellen Version Debian 3.0rt, auch kurz "Woody" genannt!
Die Installation selbst war zwar absolut problemlos, aber nicht zu vergleichen mit Windows. Ein wenig IT-Kentnisse sind schon gefragt, um sich durch die oft englischsprachigen Konsolenmenüs zu bewegen. Dann ist es geschafft, Debian läuft tadellos und sieht gut aus, wenn man davon absieht, dass Debian zugunsten einer sicheren Funktionalität auf die neuesten Linux-Errungenschaften verzichtet (so hat Debian noch die alte Bedienoberfläche KDE 2.2.2).
Aber das war es dann auch. Weder gelang es mir innerhalb von drei Tagen eine Internetverbindung aufzubauen, noch das Netzwerk in Gang zu bringen oder zu drucken. Was aber will ich mit einem PC, der nicht mit der Außenwelt kommunizieren kann? Debian mag sehr sicher sein, ist aber echt was für Experten. Für alle, die Linux noch nicht kennen:
Zunächst Finger weg! Es lohnt sich, zuerst auf eine einfachere Distribution umzusteigen (SuSE?) und dann später nach ein paar Monaten Erfahrung Debian zu nehmen.
3. SuSE Linux, der erste Erfolg!
Bis Ende des Jahres 2003 ist sie noch aktuell, die "Linux-Intern" Ausgabe von PCPr@xis-Linux. Und dieser Ausgabe liegt sie bei, die DVD mit einer kompletten Vollversion von Linux SuSE 8.2! Ich hab sie für 9,90 Euro eingepackt, Debian von der Festplatte entfernt und die SuSE - DVD eingelegt! SuSE ist die in Deutschland meistverbreitetste und wohl auch einsteigerfreundlichste Variante.
Und in der Tat, kein Vergleich mit Debian. Eine grafische und deutsche Installation, in der ich fast nix zu tun habe, ähnlich wie bei Windows. SuSE erkennt die Hardware automatisch, Netzwerkkarte, Sound, DVD-Laufwerk, Grafikkarte funktionieren auf Anhieb. Nur wenige Minuten nach Abschluss der wirklich kinderleichten Installation kann ich schon im Internet surfen.
Beim Neustart ein paar (schnell behobene) Probleme wegen des neuen Bootmanagers "Grub", aber das soll laut Anleitung nur bei alten, exotischen Rechnern vorkommen. Ich habe einen alten, exotischen Rechner, weil ich das System erst testen will, bevor ich Linux auf meinem Arbeitscomputer installiere.
Nach ein paar Stunden habe ich mich eingearbeitet und finde ein gut eingerichtetes System vor. Klar ist vieles ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell und hat außerdem eine ausgezeichnete Hilfefunktion zur Verfügung.

SuSE Linux 8.2
- auch für Linux-Anfänger absolut zu empfehlen!

Zur Herstellerhomepage

Und so sieht SuSE Linux auf dem PC aus!

4. Der erste Nachteil
Mein Tipp: Man installiere SuSE erst mal auf einem älteren Testrechner, oder (nicht ohne vorher seine Daten zu sichern) parallel zu Windows. Das ist gar nicht schwer.
Doch wenn man spezielle Wünsche hat, die über die normalen Heimanwendungen hinausgehen, wird es schnell kompliziert. Sehr aufwändig gestaltete sich die Einrichtung eines einfachen Netzwerks zwischen dem PC mit SuSE 8.2 und einem Rechner mit Windows XP.
Es ist schon ein schlechter Witz, SuSE Linux als einsteigerfreundlich zu bezeichnen, aber einem Windows-Menschen für die Einrichtung eines Netzwerks die Bearbeitung von langen, unverständlichen Textskripten in Verbindung mit seltsamen Konsolenbefehlen zuzumuten. Nun gut, ich habe es nach zwei Tagen intensiver Webrecherche hinbekommen, aber ich habe auch Vorkenntnisse.
5. Fazit
Fürs Firmennetzwerk oder für Spezialanwendungen braucht Linux einen Vollprofi! Aber für den heimischen PC ist SuSE absolut geeignet und wird allen normalen Anforderungen mehr als gerecht!
Es liefert über 2000 (!) Programme gleich mit, von Grafikbearbeitung, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Entwicklertools, Editoren bis hin zu modernen Multimedia-Anwendungen hat SuSE alles zu bieten. Und dazu ist es superstabil, fast kostenlos, lizenz- und aktivierungsfrei und wirklich sehr sicher. Nichts mehr mit Lizenzen kaufen für jeden Rechner - Linux darf beliebig weiterkopiert werden, eine CD reicht für alle Rechner!
Hacker und Viren haben keine Chance mehr, die Spitzel der Geheimdienste, Regierungen und von Microsoft ebenfalls nicht. Und genau deshalb bekämpfen sie alle Linux.
JETZT ist die Chance zum Umstieg da bevor Windows Longhorn eingeführt wird! Wenn die Standards von Palladium und TCPA erst mal wirklich zum Standard geworden sind, dann ist es endgültig zu spät! Zeigt Microsoft die rote Karte und probiert Linux JETZT aus, damit wir rechtzeitig vom Zug abspringen können, der direkt in die totale Überwachung führt!

© ® http://www.necromance-online.de/necromance/linux.html
Danke für den Artikel!
 
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