Welches Mikro passt zu meinem Raum?

fab.erg

Ensign
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Liebe Community,
Ich muss mir ein neuss Mirko gönnen, weil mein Blue Snowball spinnt.
Jetzt habe ich häufige Vorträge online und nutze es noch zum Einsprechen von Audiospuren.
Mein Raum ist ist klein, verwinkelt und leider von viel Hall geprägt, was hörbar ist in den Aufnahmen. Ich habe ein paar Schallabsorber aufgehangen und ein paar kommen hinzu. Perfekt geht es aber nicht und ich will den Raum nicht voll auskleiden.

Jetzt meine Frage: Welches Mikro erlaubt am ehesten einen engen Anufnahmefokus und ordentliche Qualität für den Anwendungszweck. Ich meine die üblichen Verdächtigen wie HyperX, Wave 3 etc. Oder kann es (mit Blick auf den Hall) ein Shure MV7 (Nutzung USB) soviel besser, dass sich das lohnen würde?
Ich will insbesondere den Hall wenig aufnehmen entweder durch die Mikrofoneigenheiten oder Einstellung (wie durch die Software des Shure) ohne nachbearbeiten zu müssen.
Was ist euer Vorschlag?
Dank und Gruß
 

zazie

Commander
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Für die angebenen Zwecke bzw. Rahmenbedingungen (Hall) solltest du dich nach einem dynamischen Gesangsmikrophon umsehe, beispielsweise hier: https://www.thomannmusic.ch/dynamische_gesangsmikrofone.html
Das Shure M58 oder das AKG D5 sind seit Jahren (Jahrzehnten!) bewährt und für die gebotene Qualität günstig.

Diese Miks werden auch als Nahbesprech-Miks bezeichnet, weil sie eben nah am Mund platziert werden können/müssen. Vorteil: wenig Rauminformation. Nachteil: Pegel können stark variieren.

Und noch eine Randbemerkung: Ein Mik würde ich nie direkt an USB betreiben.
 

fab.erg

Ensign
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Ok, das heisst doch ein Audiointerface :-( (Kosten). Ich brauche dann ja zwei Mikros oder nicht? In den gestreamten Vorträge habe ich bisher das Blue ca. 20-25cm von Mund weg und es ist nicht sichtbar, wäre mir weiterhin wichtig
 

Der Kabelbinder

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Wieso zwei Mikros?

Der Unterschied zwischen solchen Mikrofonen ist meistens nicht so groß, wie man es sich vorstellt. Das meiste macht die generelle Raumakustik, praktisch vor allem der (möglichst gering zu haltende) Abstand zwischen Mund und Membran.
 

fab.erg

Ensign
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Die Idee von 2 Mikrofonen kam nur auf, weil ein Gesangsmikro nahe am Mund sein muss. Ich brauche aber eines Nah für Aufnahmen einer Audiosöur und es sollte auch taugen wenn ich es 25cm weg im Stream nutze. Ich dachte das eine oder andere Mikro eignet sich hier besonders wegen einer "engen" (keine Ahnung ob es gut beschrieben ist) Richt-Charakteristik.
Das letzte Quäntchen Qualität ist nicht wichtig. Besser als das Blue Snowball darf es sein, ohne Hall klingt es für mich schon gut.
Taugen also Wave3 und Co. nicht viel? Muß es echt mit interface für meine Zwecke sein?
Mein Budget ist nicht fixiert, aber Geld will ich nicht für unnütze "Verbesserung" ausgeben. Ich bin einem Interface nicht abgeneigt, aber noch mehr Geräte muss ich eigentlich nicht haben ;-)
 

JackA

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Es gibt in jedem Preisbereich sehr brauchbare Geräte. Es gibt USB Kondensatormikros für ~50€, genauso gibt es USB Interface mit Gesangsmikros für ~50€.
Mir stellt sich eher die Frage, wie mundnah du dein Snowball besprichst? Je weiter weg, desto mehr Raumhall, egal mit welchem Mikro.
 

Der Kabelbinder

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Ein Gesangsmikro kannst du auch auf 25 cm Abstand nutzen. Da diese Bauweise (passiv, dynamisch) grundsätzlich sehr wenig Pegel ausgibt (sehr geringer Wirkungsgrad), muss der Verstärker am anderen Ende jedoch meist ziemlich schaufeln. Das kann bei Sprache schon zu Engpässen führen. Andererseits hindert einen niemand daran, den Pegel einfach in der Software um ein paar dB zu erhöhen. Also halb so wild, so lange die Kette ansich rauschfrei ist ... was die meisten günstigen Interfaces zwischen 60 und 200 Euro (mit nur wenigen Ausnahmen) bereits garantieren können.

Die Sache ist halt die, dass bei gleich eingepegelter Stimme ein auf 30 cm besprochenes Mikro immer mehr Hintergrundgeräusche aufzeichnet als ein auf 10 cm besprochenes Mikro. Daher gilt gerade in akustisch suboptimalen Räumen immer die Empfehlung zu Mikrofonen, welche mit der Nahbesprechung zurechtkommen. Ein Kriterium dafür wäre z.B., dass sie auf kürzeste Distanz zu keinem all zu übertriebenen Nahbesprechungseffekt neigen, welcher den Bassbereich übertönt und die Stimme verwischt. Das meiste, was du im Bereich der "Bühnenmikrofone" findest, wird diesem Anspruch gerecht.

In dieser Kategorie gibt es im Übrigen auch Kondensatormikrofone, welche im Gegensatz zu der passiv-dynamischen Bauweise eine Phantomspeisung benötigen (bietet jedes herkömmliche Interface), im Gegenzug jedoch etwas mehr Pegel bereitstellen. Damit muss man weniger Angst haben, auf größeren Abständen nicht mehr laut genug aufnehmen zu können.

Kondensatormikrofonen sagt man oft eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Umgebungsgeräuschen nach. Das ist ein Stück weit jedoch lediglich eine akademische Angelegenheit. In der Praxis lässt sich auch mit Kondensatormikrofonen eine gute Geräuschunterdrückung erreichen, sofern man ein wenig auf die Richtcharakteristik (Polardiagramm) sowie die Abstimmung (Frequenzgang) achtet. Die Richtcharakteristik sollte eine enge Niere vollziehen. Der Frequenzgang sollte in den Höhen nicht zu stark betont sein. Ansonsten wird nämlich nicht nur die Stimme, sondern auch der Hall im Raum in den hohen Frequenzen betont.

Neben dem Besprechungsabstand sollte man auch auf eine korrekte Aufhängung und Ausrichtung achten. Damit kein Körperschall vom Tisch zur empfindlichen Membran gelangen kann, sollte das Mikro mit einer gefederten Spinne entkoppelt sein. Um den bestmöglichen Sound zu bekommen, sollte das Mikro grob auf Kopfhöhe platziert werden. Kleine Dreibenstative (Beispiel: Rode NT USB) sind hier dringend zu vermeiden. Stattdessen empfiehlt sich ein flexibler Mikrofonarm oder ein längerer Schwanenhals.

Aber genug zur Theorie. Hier mal ein paar Dinge, die ich empfehlen könnte:

Audio-Interface:
Behringer UMC22 - unterster Einstieg, aber gute P/L
Behringer UMC202HD - das nächstgrößere Modell mit richtigen Treibern (anstelle von ASIO4all) und zwei Inputs
Focusrite Scarlet Solo - besser verarbeitet, auch technisch etwas ausgereifter
Audient iD4 - technisch nochmals aktuellere Plattform, meine Standardempfehlung für ambitionierte Einsteiger

Mikrofon - XLR:
Behringer XM8500 (dynamisch) - günstige Allzweckwaffe mit erstaunlicher P/L
Pronomic SCM-1 (Kondensator) - kompaktes Stäbchenmikrofon mit guter P/L
Shure SM57 (dynamisch) - ähnlich dem XM8500, aber von bewährtem Markenhersteller
Rode M3 (Kondensator) - für Sprache oft unterschätzter Kleinmembraner, guter Allrounder
Rode Procaster (dynamisch) - Klassiker unter Podcastern, m.E. mit eine der besten Richtwirkungen für Sprache, P/L ist aber Geschmackssache
Audio Technica AT2035 (Kondensator) - Standardempfehlung für Studioaufnahmen, auch für Podcasting/Streaming geeignet

Mikrofon - USB:
Samson Q2U (dynamisch) - sehr bewährt, USB/XLR Hybride
Antlion ModMic USB (Kondensator) - viel zu teuer, aber gutes (fast konkurrenzloses) Konzept für flexible, mundnahe Mikrofonierung
Shure MV7 (dynamisch) - sehr potentes Mikro für Podcasting/Streaming mit guter Software, Preis ...

Bei Empfehlungen von USB-Mikrofonen tue ich mich generell etwas schwer. Was ich bei den Reviews, die ich in den letzen Jahren verfolgt habe, immer wieder feststelle, ist, dass die Hersteller günstiger USB-Mikrofone die praktischen Auswirkungen der Richtcharakteristik, Entkopplung und korrekten Platzierung völlig unterschätzen. Häufig ist die Nierencharakteristik viel zu breit und dämpft rundherum nur einen Bruchteil des Spektrums. Zusätzlich verschärft wird dieser Umstand durch die häufige Anhebung in den Höhen, durch welche man Detailauflösung vorgaukeln möchte. Hinzu gesellt häufig eine starre, äußerst körperschallanfällige Aufhängung mit winzigem Stativ, welches suggeriert, dass es völlig okay sei, sein Mikro einfach neben die klackernde Tastatur zu stellen. Ist mir völlig unverständlich, warum ausgerechnet die für Gamer vermarkteten Produkte in diesen grundlegenden Disziplinen so häufig durchfallen. Auf dem Markt der XLR-Mikrofone ist das nicht ansatzweise so kritisch. Da sind - was nicht verwundert - deutlich häufiger Entwickler anzutreffen, die was von der Materie verstehen. Wobei leider auch die immer häufiger dazu genötigt werden, unsinnige Designs für den Durchschnittsgamer zu entwerfen, die im ersten Moment zwar praktisch(er) aussehen, längerfristig jedoch oft nur klangtechnische Nachteile mit sich bringen.

Ich würde in jedem Fall zu einem ordentlichen Mikrofonarm (z.B. Tonor T30 oder K&M 23840) oder von mir aus auch einem Schwanenhals (z.B. Gravity MA Goose XL) raten. Damit kannst du das Mikro von der Seite oder von oben auf den Mund richten und bei Bedarf auch so weit wegziehen, dass es nicht mehr im Bild ist.
Ob XLR- oder USB-Mikrofon bleibt dann dir überlassen. Ich würde mir jedoch kein beliebiges Gaming-Mikrofon besorgen, weil diese nur selten für die bestmögliche Geräuschunterdrückung optimiert sind. Das gilt für die meisten günstigen OEM-Mikrofone (Neewer, Tonor, Uhuru, Auna, Sudotack, Liam & Daan, SPC Gear usw.) und insbesondere Gaming-Brandings.

Und wenn alle Stricke reißen, dann kannst du dich immer noch mit einer Software probieren, die Hintergrundgeräusche rausfiltert. Sofern dies möglichst latenzfrei in Echtzeit passieren sollte, würde ich ürbigens lieber zu einem Audio-Interface raten.
 
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fab.erg

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@Der Kabelbinder Wow ! :daumen: Danke für diese verdammt ausführliche und sehr hilfreiche Erläuterung!
Also ioch fasse mal kurz meine Gedanken zu deinen Tipps zusammen. Vorab, ich habe das Snowball an einem Mikrofonarm hängen, einem üblichen Rode. Ich tue nämlich genau das was Du geschrieben hast, ziehe bei Bedarf das Mikro nah ran, bei Videokonferenzen oder Vorträgen schiebe ich es bis ca. 20 - 25 cm weg und aus dem Bild.
Ich merke eben nur, neben Ausfällen des Snowball, dass die Charakteristik scheinbar suboptimal ist.
Wenn ich deine Ausführungen mal Revue passieren lasse, sollte ich mich entweder für eine Interface mit Kondesator entscheiden, einfach um die beste Kombination zu haben die Nah- wie Fernbesprechung erlaubt (vielleicht auch mal im Wohnzimmer ein Podcast-Gesrpäch am Laptop aufnehmen, flexibel eben).
Oder als zweite Möglichkeit vielleicht das Shure MV7, die werben immerhin mit enger Nierencharakteristik, wenn ich das Marketinggeschwubbel auf der Webseite richtig deute ("...mit Voice Isolation Technologie ausgestattet, die für eine bessere Sprachverständlichkeit sorgt und somit eine professionelle Aufnahme ohne Umgebungsgeräusche ermöglicht."). Das könnte ich bei Bedarf in Zukunft beim Upgrade auch wiederum an einem Interface nutzen, wird es dann noch besser?
Liege ich hier falsch, wenn ich zu dem tendiere und wenn ich happy damit bin und ich mir Platz und Upgrade auf ein Interface spare?
 

Der Kabelbinder

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Dass das Snowball keine all zu gute Richtwirkung hat, kann ich bestätigen. Davon ausgehend sollten die oben gelisteten Mikrofone schon eine Verbesserung bringen. Ob diese eher subtil oder schon recht deutlich ausfällt, hängt von den akustischen Bedingungen im Raum und ein Stück weit auch von der Erwartungshaltung ab. Wenn ein Raum stark resoniert, dann bringt meist auch eine bessere Richtwirkung nichts, weil der Störschall schlichtweg zu der empfindlichen Frontseite (Haupteinsprechrichtung) reflektiert wird. Ich weiß nicht, was für Absorber du im Raum angebracht hast. Hoffentlich keine einfachen Schaumstoffabsorber (frequenz-non-lineare "Höhenkiller"). Spricht aber denke ich nichts dagegen, einfach mal ein anderes Mikro zu probieren.

Das MV7 hat mir bei Podcastage im Review eigentlich ganz gut gefallen. Schönes Sounding, solides Design, praktische Software. Ob der Preis gerechtfertigt ist, ist natürlich Geschmackssache. Das Mic gehört aber definitiv zu den besseren Podcast-Mikrofonen.
Im Review findest du übrigens auch einen XLR zu USB Vergleich. ;)

Alternativ kann man natürlich auch die Route eines Kondensators mit separatem Interface gehen. Damit hättest du gleich ein paar umfangreichere Features einer externen Soundkarte inklusive. So Dinge wie die Nah- und Fernfeldeinstellung, Compressor, Limiter und EQ (wie es das MV7 anbietet) müsste man bei diesem Setup wenn, dann über zusätzliche Software realisieren. Kostentechnisch wäre es in den meisten Fällen aber die vernünftigere Option.
 
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fab.erg

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Vielen Dank nochmal, leuchtet mir ein und ich werde mir jetzt heute Abend mal den Review anschauen. In Tendenz wäre ich glücklich mit einem simplen Setuo a la MV7, mal schauen was das Review sagt. Dadurch, dass ich in den Homeoffice Monaten viel daheim aufgenommen habe, merke ich selbst ohne direkten Vergleich, dass das Snowball limitiert und jetzt mit den Hardwaremacken (Rauschen+Knacken) wird es eben ersetzt. Als Schallabsorber habe ich mal testweise 6-eckige Basotec+ Platten gekauft. Effekt ist minimal spürbar, habe sie an verschiedenen Stellen getestet, müsste noch 10-12 strategisch verteilen. Aber meine Aufnahmen müssen nicht perfekt werden, wenn das nächste Mikrosetup das meiste kompensiert, dann spare ich mir die weitere Büro"verschandelung"😉

Update: Danke für den link, mir ist aufgefallen dass ich schon mal Reviews von ihm gesehen habe, aber keinen Favoriten gespeichert hatte. Der Vergleich der Mics ist sehr gut. Das
PROCASTER klang in meinem Ohren auch sehr toll. Allerdings gefällt mir das Out-of-the-box Ergebnis des MV7 und die enge Richt-Charakteristik. Ich gehe mal in mich, ob das MV7 oder eine Kombi mit dem
Procaster dass Rennen macht. Unterschied USB vs. XLR in diesem Review erstaunlich gering ( Bearbeitung und Anpassung Klang ausgenommen, war auch kein Fokus im Review), dass Qualitätsniveau was mit den getesteten Geräten erreicht wird erfüllt meine Zwecke.
 
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fab.erg

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@Der Kabelbinder Eine Frage nochmal, nachdem ich mich ein wenig eingelesen habe. Die Frage zur Kombi Audient Audiointerface iD4 MKII mit dem Procaster: Ist das audio interface ausreichend um das Procaster auch mal mit 25cm Sprech-Abstand mit Gain gut zu "versorgen"? Wäre es dem MV7 qualitativ überlegen und ohne merklich Latenz?
Vielen Dank vorab
 

Der Kabelbinder

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Wie stark sind die Basotect-Platten? Man beachte den frequenzabhängigen Wirkungsgrad.

Das iD4 MKII hat laut Datenblatt 58 dB Gain. Das ist schon sehr ordentlich und sollte ausreichen, um die meisten dynamischen Mics auf Pegel zu bringen. Ob es auf 25 cm bei deiner persönlichen Lautstärke passt, müsste man ausprobieren. Selbst wenn nicht, dann arbeitet das Interface aber eigentlich immer noch rauschfrei genug, um ein wenig Software-Gain zu ermöglichen.

Eine merkliche Latenz dürfte das Audient nicht haben. Beim Shure hängt es davon ab, wie gut das eingebaute Interface arbeitet. Müsste im Review eig. erwähnt worden sein, oder? 🤔

Qualitativ wären beide Setups gut. Vermutlich sogar besser, als du sie praktisch ausreizen kannst. Alles Weitere ist Geschmackssache.
 

zazie

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@fab.erg : Falls du das "Einsprechen von Audiospuren" so vornimmst, dass du als Resultat eine Summe von Vorlage und Stimme haben willst, wäre das iD4 MKII möglicherweise ungeeignet, weil du keine Stereo-Line-Signale aufnehmen kannst.
Falls der Mix anderweitig erzeugt wird, also beispielsweise per Software im PC, ist der Hinweis aber obsolet.
 

fab.erg

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@Der Kabelbinder Ider Tat Latenz des MV7 war im Review erwähnt und unter 10ms, perfekt somit für meine Zwecke. Dann sollte ich beim Gain unbesorgt sein. Ist mir wie gesagt wichtig auch in einer Konferenz mit etwas Abstand reichsprechen zu können.

@zazie Meinst du, dass ich nicht eine zweiten Line-In am iD4 aufnehmen und mischen kann? Wäre nicht so wichtig, da ich in Camtasia vertone oodereben Live spreche. Einzig ein Interview mit 2 Mikros wäre ein Szenario was ich mir vorstellen kann, das geht mit dem iD4 dann nicht bei 2 Mikros?

Danke euch für die tolle Hilfe
 

fab.erg

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Danke @zazie Schau mir den Text mal in Ruhe an. Und muss dann mal was bestellen, Wochenende wäre ideal zum Anschließen und Testen 😄

@Der Kabelbinder danke auch an dich :-) übrigens habe ich Basotec's zwischen 4 und so 7cm. Die 6eckigen, sind die nicht passend? Hatte ehrlich gesagt nicht das auch noch gelesen 🤭
 

Der Kabelbinder

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Bei porösen Absorbern braucht man immer eine gewisse Grundfläche und insbesondere Materialstärke, um einen merklichen Effekt zu erzielen. Je höher die Materialstärke, desto tiefer die absorbierte Frequenz. Minimum für Breitbandabsorber sind eigentlich 10 cm. Wenn die Absorber zu dünn sind, dann wird er zu selektiv und dämpft nur die Höhen. Wenn man sehr viel solcher Absorber verwendet, dann erhält man ein unausgewogenes Klangbild mit totgedämpften Höhen aber nach wie vor munter vor sich hin resonierenden Mitten und insbesondere Bässen. Letzteren kommt man leider nur mit richtig tiefen Absorbern bei. 20 cm und aufwärts.

Das nur zur Info. ;)
 

fab.erg

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Danke dir, ich weiß dann ja schon mal womit ich mir nicht das kleine Zimmer einkleide 😄 wieder was gelernt und ein Experiment gespart!
 

fab.erg

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Hallo alle nochmal, ich wollte diesen Thread abrunden und meine Erfahrung teilen, insbesondere wenn jemand vor der selben Entscheidung steht - unter vergleichbaren Umständen - wie ich es getan habe. Dank der Mitglieder hier im Thread und vorallem der ausführlichen Vorschläge von @Der Kabelbinder habe ich mich für das Shure MV7 entschieden und es mittlerweile im Betrieb (USB nicht XLR - erstmal Audion-Interface gespart).

Es ist ein Fortschritt, wenn auch nicht kolossal, im Vergleich zu meinem "alten" Blue Snowball (nicht die kleine ICE Version). Insbesondere erfüllt es die Anforderung durch seine Charakteristik, den Hall in meinem Raum hörbar zu vermindern in den Aufnahmen. Die Aufnahmen klingen darüberhinaus in meinen Ohren schöner, da etwas wärmer, voller und "sauberer". Mehr kann ich mit meinem Sachverstand auf dem Feld schlecht sagen.
Es hat sich schlicht gelohnt als Upgrade, allerdings gemessen an meinen Anforderungen. Ich würde sagen, dass in unkritischen Umgebungen auch das Snowball weiterhin völlig in Ordnung gewesen wäre.

Als kleine Pluspunkte habe ich jetzt Kopfhörer-Monitoring, was ich vorher nicht nutzte, aber jetzt praktisch finde für Aufnahmen. Darüberhinaus, habe ich die ein oder andere Idee im Kopf wo es sich nützlich erweist XLR und USB parallel zu betreiben.

Danke an euch für die Hilfe, besten Gruß
 
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