Wie am besten mit Eigenkündigung umgehen?

Zerstoerer

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Hallo zusammen,

kurz zu mir: Im Juni habe ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration abgeschlossen und bin dabei meine Zukunft zu planen. Ich wurde von meinem Unternehmen ordnungsgemäß übernommen, bin leider aktuell nicht so zufrieden, weshalb ich ein Studium beginnen will.

Studium bzw. Vorkurse würden im September beginnen, d.h. da ich nur einen befristeten Vertrag bekommen habe, müsste ich mit einer Kündigungsfrist von 1 Monat ja diese Woche für Ende August kündigen.

Meine Frage wäre es jetzt, wie man am besten damit umgehen soll. Ich habe meine Kündigung schon fertig erstellt und ausgedruckt, und will die natürlich direkt persönlich meinem Chef übergeben. Soll man jetzt einfach anrufen und um einen Termin bitten, dabei dann den Grund(Kündigung) direkt angeben oder weglassen?

Im Grunde habe ich mit meinem Chef(==Ausbilder) ein ziemlich gutes Verhältnis, weshalb mir die Kündigung auch so schwer fällt. Leider ist mein Arbeitsstandort nicht gleich dem Sitz meines Unternehmes, sodass ich meinen Chef auch nicht wirklich oft sehe.

Ich würde sonst einfach bei meinem Chef anrufen und nach einem persönlichen Termin bitten, da ich gerne kündigen würde. Es ist mir zwar unangenehm, so kurz nach der Übernahme so plötzlich zu kündigen, bin ich doch relativ überzeugt, dass das der beste Weg für mich ist. Aber wäre das OK, so anzurufen?

Wäre dankbar für ein paar Tipps.
 

Stevo86

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Einen Termin machen. Anscheinend ist es dir nicht möglich einfach so zum Chef zu gehen.. Dabei aber nichts von der Kündigung sagen.

Zur Not kann man die Kündigung auch in der Personalabteilung abgeben.

Es wird natürlich unangenehm, aber das vergeht wieder und es ist in einem Arbeitsleben ein normaler Vorgang.
Wichtig ist, einfach sachlich zu bleiben, ggf erhälst du sogar einen unbefristeten Vertrag.

(mir wurden damals auch 15€ pro Stunde angeboten, obwohl es Monate vorher nicht möglich war)


Vor allem ist es wichtig, dann bis zum Schluß noch ordentlich zu arbeiten und einen guten Eindruck zu hinterlassen, aber das sollte selbstverständlich sein.
 

Benzer

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Sei offen und ehrlich, hinterlass keine Baustellen. Dann ist der Weg zurück nicht verbaut.
 

Zerstoerer

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Studium ist für mich vor allem die Möglichkeit in den Bereich der IT-Sicherheit reinzukommen. Deshalb sind weitere Angebote für mich eher uninteressant.
Aber was soll man dann genau sagen, wenn ich nach dem Grund für das Treffen gefragt werde?
 

Jaynoo

Lt. Junior Grade
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Ganz einfach.l Persönliches Anliegen und fertig.
Geh zu deinem Chef - sag was du möchtest und was du erreichen willst. Bedanke dich für die Zeit und erfahrung die du Sammeln konntest.
Und geh mit gutem reinem Gewissen ins Studium.
Vllt unterstützen Sie dich sogar mit Dualen-Studium bzw. zuzahlungen etc.
 

Stevo86

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Genau einfach persönliches Gespräch. Wenn du am Telefon schon mit der Kündigung rausrückst dann erzeugt das nur unnötig Streß für beide Seiten.

Und sofern jemand anders die Termine für deinen Chef ausmacht, geht es diese Person erstmal nichts an.
 

Zerstoerer

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Ok, schonmal danke für die Tipps, Gespräch fand statt, lief jetzt nicht berauschend, aber was will man machen...

Da mein Chef aber nächste Woche Urlaub hat, wollte er die Kündigung nicht annehmen, stattdessen soll ich sie zu dem Hauptsitz in Deutschland schicken. Ist das so zulässig?
 

Asznee

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Wurde eine Probezeit vereinbart? Dann hättest du 2wochen Kündigungsfrist ohne Angabe von gründen
 

_killy_

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Als Einschreiben in die Zentrale schicken mit der Bitte nochmal schriftlich die fristgerechte Kündigung zu bestätigen - sollte für kein Personaler ein Problem sein.
 

Stevo86

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So etwas kommt häufiger vor, dass Personaler die Annahme verweigern, damit man die Kündigungsfrist verpasst. Oder sie unterschreiben keine Empfangsbestätigung und die Kündigung verschwindet.
Bei Sklavenhändlern vielleicht.


http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-05/kuendigung-rechtssicher-zustellen-arbeitsrecht

Ist zwar die "andere" Richtung.

Die sicherste Variante ist wohl Einschreiben mit Rückschein.

Warum sollte die Personabteilung die Annahme verweigeren? Für die sind Kündigungen normale Vorgänge und in großen Firmen interessiert es die nicht mal wer und warum.
 

Zerstoerer

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Ok, vielen Dank für die Ratschläge, Kündigung habe ich schließlich am Dienstag per Einschreiben mit Rückschein abgeschickt und ist auch gestern angekommen, sodass ja die Kündigung für Ende August gelten sollte.
Das Gespräch am Dienstag morgen verlief dementsprechend schlecht, kann man aber leider wenig machen:freak:.
 

alex1515

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Hast du dir mal überlegt, einfach als Werkstudent neben dem Studium dort zu arbeiten? Wäre doch ganz praktisch gewesen und für beide Seiten eine Win Situation.
 

Funart

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Das Leben geht weiter. Auch andere Mütter haben schöne Töchter. Der Emotionale Teil legt sich in der Regel recht flott. Am Ende vom Tag geht es dabei selten um private Freundschaft.
 

florian.

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Du machst dir da eindeutig zu viele Gedanken.
Der Laden würde mit dir weiter gehen, der Laden geht ohne dich weiter.
Der Chef/Personalabteilung müssen nun Nachschub besorgen und haben dadurch etwas Arbeit.
ja und?
 

uincom

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Ich würde es per Einwurf-Einschreiben versenden oder alternativ per Online-Fax mit qualifiziertem Sendebericht. Die Kündigung muss natürlich unterschrieben sein. Auch eine Kopie für deine Unterlagen. Ich nutze dafür http://simple-fax.de/.

So etwas kommt häufiger vor, dass Personaler die Annahme verweigern, damit man die Kündigungsfrist verpasst. Oder sie unterschreiben keine Empfangsbestätigung und die Kündigung verschwindet.
Kündigung des Arbeitsvertrags per Fax geht ganz sicher nicht. Das ist ständige Rechtsprechung und ein sehr gefährlicher falscher Rat.
 

Stevo86

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Das Gespräch am Dienstag morgen verlief dementsprechend schlecht
Das kenne ich zu gut aber das geht vorbei. Die Zeiten von meiner Oma die über 40 Jahre bei gutem Verdienst in der selben Firma war, ist lange vorbei.

Heutzutage und ich denke gerade in der IT muss man immer wechseln und sich neue Sachen anschauen.

Das wichtigste ist das man auf sich schaut.

Sieh mal die andere Seite: Die Firma hätte auch vermutlich kein schlechtes Gewissen, wenn Sie dich entlassen müßte.
 
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