Wie anonymes Feedback sammeln

Selber

Lt. Commander
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Hallo,

hat jemand Empfehlungen wie man am besten anonym Feedback sammeln kann? Ich suche momentan eine Lösung für den Arbeitsplatz. Mehrere Prozesse wurden in letzter Zeit geändert oder neu hinzugefügt und es wird vermutet, dass das nicht bei jedem gut ankommt, aber auch keiner groß Kritik in der offenen Runde äußert. Deshalb würden wir gerne vorerst einmalig anonym Feedback sammeln um ein Gefühl zu bekommen, ob es in die richtige Richtung geht oder auch nicht.

Handschriftliche Zettel in einer Box sammeln würde ich gerne vermeiden, da man natürlich die Handschrift erkennen könnte, oder einfach garnichts erkennen kann, weil jemand eine Sauklaue hat. Würde mich über Vorschläge, oder auch Erfahrungen mit Feedback sammeln freuen.
 
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Benutze ein Umfragetool wie Limesurvey?

Wenn es offline sein muss: Vorgefertigte Zettel austeilen (die man auch nicht einfach faken kann) mit ggf. Ankreuzfragen.
 
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Müsste auch über Doodle, Google und andere Anbieter gehen. Verschickst einen Link per Rundmail, ohne Angabe eines Namens (optional) können die Adressaten an der Umfrage teilnehmen. Muss nur jeder den richtigen Link haben... kein Anmelden, Verifizieren, keine Namen
 
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Danke schon mal an alle. Wenn ich die Vorschläge jetzt nicht falsch verstanden habe, dann gehts da ja mehr um Umfragen mit mehr oder weniger vorgeschriebenen Antworten. Ich suche ehere sowas wie einen Kummerkasten nur in digitaler Form.
 
Du kannst mit limesurvey auch Textboxen zum ausfüllen anbieten.
Das Problem ist, das dir bei digitalem Feedback so gut wie immer misstraut wird.
Du könntest ja problemlos IPs / Usernamen tracken.

Das bequemste finde ich einen anonymen re-mailer. Aber auch dem muss man als User vertrauen.
 
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Viele Arbeitnehmer sind sehr skeptisch, was eine Onlinebefragung angeht, wenn es um den eigenen Arbeitsplatz geht. Denn dort besteht durchaus über manche Umwege eine grobe Rückverfolgung.
Beliebter sind tatsächlich analoge Medien wie eben ein Zettel.
Das mit der Handschrift kann man in der heutigen Zeit relativ gut mit sowas wie Word umgehen. Da bleibt dann natürlich die Möglichkeit der Erkennung über die Art des Schreibens je nach Unternehmensgröße.
Auch bietet es sich sehr an, wenn diese Befragung während (!) der Arbeitszeit stattfindet, damit die Leute nicht ihre Freizeit dafür opfern müssen.

Das sind Dinge, die man im Kopf behalten sollte.
Ein Dokument, wo man auch digital ankreuzen kann und dennoch Text schreiben kann am Computer wäre sicherlich nicht verkehrt. Das dann ausdruckt und eben in einem für alle gleich gestaltetem Umschlag in eine Box wirft. Also nicht farblich codiert nach Abteilung oder noch schlimmer nach Geschlecht. Auch sollte das Papier dafür bei allen identisch sein. Nicht, dass Abteilung XY recycling Papier verwendet, das man optisch gut unterscheiden kann.

Bei Ankreuzsachen immer eine gerade Anzahl an Kästchen nehmen, wenn es auf einer Skala bewertet werden soll, weil viele sonst einfach die Mitte nehmen.

So hast du in der Regel ein deutlich größer und besser ausfallendes Feedback.
Dass Leute ihre Bedenken in der offenen Runde nicht mitteilen wollen, hat oft ja verschiedene Gründe. Schüchternheit. Angst vor der Reaktion der Vorgesetzten. Bedenken wegen Kritik der Kollegen etc.
 
h00bi schrieb:
Du könntest ja problemlos IPs / Usernamen tracken.
Glaube zwar nicht, dass mir das zugetraut wird, aber ja. Offline ist aber auch nicht so einfach mit Handschrift und ohne Zugriff zum Drucker. Dann sind noch mehrere dabei, die weder Deutsch noch Englisch so gut können, dass man nicht auf diesem Weg die Möglichkeiten eingrenzen könnte.
Ergänzung ()

Cardhu schrieb:
So hast du in der Regel ein deutlich größer und besser ausfallendes Feedback.
Sehr gute Hinweise, aber so tief soll das Ganze nicht gehen. Ich habs nicht dazu geschrieben, aber es ghet nur um eine überschaubare Gruppe von weniger als 20 Personen. Statistisch auswerten wollen wir das ganze auch nicht.

Eine Idee von mir war einfach Emails zu sammeln, die dann von Wegwerf Email Anbietern kommen können. Ist halt nur nicht so elegant, weshalb ich hier frage.
 
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Man kann natürlich auch den Link zu der eigenen Firmenpräsenz auf Kununu verschicken, da können die Mitarbeiter umfassend ihre eigene Rezension zum Unternehmen abgeben, anonym natürlich. Könnte für den Arbeitgeber aber auch nach hinten losgehen, da diese Meinungen öffentlich sind.
 
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TheManneken schrieb:
eigene Rezension zum Unternehmen abgeben
Es geht nicht um Feedback zum Unternehmen. Es geht um Änderungen der alltäglichen Prozesse in einem Projekt mit weniger als 20 Leuten. Da die erneute Ausschreibung des Projekts nicht mehr all zu weit weg liegt, wollen wir versuchen die Qualität noch etwas zu verbessern (Kunde ist so auch schon zufrieden).

Die Fehler die am häufigsten auffallen sind Kleinigkeiten die einfach hier und da vergessen werden, deshalb gibts jetzt Checklisten und ähnliches um das zu vermeiden. Mehrere Tabellen und Dokumente wurden zusammengelegt im Versuch mehr Übersicht zu schaffen. Das Ganze ist extra Aufwand und bis jetzt gings halt auch so ganz gut. Die Vermutung liegt nahe, dass einige das nicht besonders mögen, aber auch nichts sagen.

h00bi schrieb:
mit limesurvey auch Textboxen zum ausfüllen anbieten
Das werde ich mir genauer angucken. Danke
 
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Limesurvey für einen digitalen Kummerkasten scheint mir stark übertrieben zu sein und wäre viel zu viel Overhead. Bei selfhosted hat man direkt weiter das Vertrauensproblem.
Spontan Gedanke: was ist mit Google Forms?
 
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hi @ all
vielen Dank für die vielen Ideen zu LimeSurvey und Alternativen. Setze seit ein paar Wochen Limesuvey ein auf einem eigenen Server. Der Support & die Dokumentation ist schon sehr. Auch gibt es viele Erweiterungsmöglichkeiten und eine ziemlich nachhaltige Entwicklung.

LimeSurvey sieht aus als wäre es ( zumindest im OpenSource-Bereich) das De Facto-Standard-Tool für Umfragen

VG Tarifa :)
 
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BeBur schrieb:
Bei selfhosted hat man direkt weiter das Vertrauensproblem.
Spontan Gedanke: was ist mit Google Forms?
Genau. Selfhosted hat ein Vertrauensproblem, aber alles bei Google abzulegen nicht. :-)
 
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Ironischerweise ist das leider tatsächlich so. Je näher die "Bedrohung", desto grösser die Paranoia. Bei Google, Facebook und Co. zuckt man aber bloss mit den Schultern...
 
andy_m4 schrieb:
Genau. Selfhosted hat ein Vertrauensproblem, aber alles bei Google abzulegen nicht. :-)
Die Anonymität soll zwischen Feedback gebenden und Feedback empfangenen gewährleistet sein, nicht zwischen Feedback gebenden und Google oder sonst einer Firma.

Mein Feedback: Bisschen mehr auf den konkreten Anwendungsfall schauen und nicht einfach nur "Cloud, Google meh meh" ;-).
 
Ich würde einfach den Betriebsrat als Vertrauensinstanz mit ins Boot holen.
 
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BeBur schrieb:
Die Anonymität soll zwischen Feedback gebenden und Feedback empfangenen gewährleistet sein
Ja. Schon klar. Trotzdem scheint mir da Google nicht die Optimallösung zu sein.
Google ist für Datendienste etwa so vertrauenswürdig wie der örtliche Dealer für Beruhigungsmittel. :-)
 
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