DerOlf schrieb:
Welche Stellplatzverordnung fordert 7 (zusätzliche?) Stellplätze für 4 Wohneinheiten in einem Altbau?
Egal, ob gefordert oder nicht - sie wären notwendig in dem genannten Szenario (vier pendelnde Doppelverdienerhaushalte). Plus pendelnde Studenten/Azubis, die wegen der absurden Wohnungspreise keine Bude finden, und den ÖPNV wegen mieser Verbindungen und Unzuverlässigkeit nicht nutzen können.
Die parken dann eben auf der Straße, und damit ist der Staat dafür verantwortlich, entweder die Straßenparkplätze flächendeckend mit Langsamladern auszustatten, oder ausreichend gleichzeitig nutzbare Schnellader zu schaffen, die das gesamte Tankstellennetz ersetzen können.
Ich bin mit der Bahn zur FH gependelt (20 Min. Fahrrad + 45 Min. Bahn + 20 Minuten Fußwege, 2 x pro Tag), aber das ist 25 Jahre her, und der Zug war weitgehend zuverlässig, auch wenn er nur stündlich fuhr. Außerdem gab es nur wenige Pflichtveranstaltungen (Praktika und Klausuren), so dass ich Präsenztage auslassen oder deutlich verkürzen konnte.
Buttkiss schrieb:
Sobald 2-3 Leute vor dir an der Wechselstation stehen ist der Zeitvorteil auch wieder hin und laut Erfahrungsberichten bekommen nicht alle Ladewilligen auch einen Akku, da zu wenige vorgehalten werden.
Das gleiche gilt für Ladesäulen, wenn der flächendeckende Ausbau vertrödelt wird.
Nebenbei könnte man geladene Akkus sogar notfalls per LKW anliefern, falls der Staat nicht einmal den Netzausbau für das über den Tag verteilte Langsamladen der Wechselakkus bis zum Stichtag gebacken kriegt.
Versagt der Staat dagegen beim Ladesäulenausbau, heißt es Verbrennerverbot abblasen oder Volksaufstand. Die LKW-Notlösung steht dann nicht zur Verfügung.
DerOlf schrieb:
Die Tauschstationen in deinem Video brauchen die gleiche Fläche, wie ein Einfamilienhaus.
Das Akkulager könnte man fast beliebig in die Höhe oder Tiefe bauen, und ein Lager für mehrere Wechselroboter nutzen. Solche Anlagen wären sowieso nötig, um die jetzigen Tankstellen zu ersetzen.
foofoobar schrieb:
Leider gibt es eine Haufen ideologisch getriebener Lobby-Butzen für die Regulatorik nichts anderes als Sozialismus ist und deswegen bekämpft werden muss.
Das größte Problem ist, dass Regulatorik gegen Unter- bis Mittelschicht und KMUs regelmäßig durchgewunken, Regulatorik zu Lasten von Staat, Großkonzernen oder Luxuskonsum (Tempolimit, Billigmode, Flugreisen etc.) dagegen mit der Sozialismus-Ausrede abgeblockt wird.
Das Billigmodeproblem (verursacht m.E. vergleichbare Klimaschäden, wie der gesamte Autoverkehr) ließe sich zum Beispiel recht einfach lösen: rigorose Haltbarkeitsvorschriften (200 Maschinenwäschen, dann Reißtest).
Das wäre kein Schaden für Geringverdiener, weil die teureren Klamotten entsprechend länger halten würden. Betroffen wären nur verwöhnte Bratzen (m/w/d), die meinen, jede Woche neue Klamotten kaufen zu müssen.
Dress Codes ohne sicherheitstechnischen Hintergrund sind außerdem mit sofortiger Wirkung zu verbieten, oder die mit Strafsteuern versehenen Kosten in voller Höhe den fordernden Unternehmen anzulasten. Sinnlose Anzugpflichten verursachen sogar noch zusätzliche Klimaschäden durch mehr Klimaanlageneinsatz bei T-Shirt-Wetter.
Klimapreistreiberei beim Existenzminimum bei gleichzeitiger Verschonung von Luxuskonsum ist IMHO kein Weg, der friedlich enden kann.