Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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@foofoobar Es gibt längst Lösungen, induktives Laden und Wechselakkus. Nur blöd wenn man für das induktive Laden Londoner Taxis (Geely) nimmt und für Wechselakkus ebenfalls auf chinesische Hersteller zurückgreifen muss, meinst du nicht?
 
foofoobar schrieb:
Rösler und Brüderle haben das jedenfalls nicht hinbekommen.
Habeck hats versucht, und wurde dafür fast nur angefeindet.

Welches EEG meinst du denn?
Die erste war richtig gut und zukunftsweisend ... leider war sie wohl nicht wirtschaftsfreundlich genug.

@xexex
Ich wohne in Bielefeld ... kein Dorf und der große Taxistand am Hauptbahnhof ist nicht so vollgestopft, wie der beim HBF in Hamburg. Lademöglichkeiten gibts da aber auch keine.
Eine Wechselstation kommt am Hamburger Hauptbahnhof bestimmt auch sehr gut unter ... oder ist es bei der Wechselstation plötzlich kein Problem mehr, dass man da extra hinfahren muss?
Davon ab ... da stehen fast nur Verbrenner ... warum gibts da keine Zapfsäulen? ... die saufen doch eh alle Diesel. Ach ja ... da käme man ja auch nicht besser dran, als an ein paar Ladesäulen oder eine Wechselstation.

Wer leistet sich denn überhaupt noch ein Taxi?
Bei uns sind schon fürs Einsteigen stolze €8,00 fällig (bei diesem Betrag starten die Taxameter). Bei Streiks im ÖPNV bin ich ein, zwei mal mit dem Taxi zur Arbeit (weil mit dem Fahrrad zeitlich nicht mehr gereicht hätte) ... und an diesen Tagen habe ich im Grunde fast nur für den Taxifahrer gearbeitet ... der mich insgesamt 25 Minuten lang durch die Gegend gefahren hat.
Taxi ist was für reiche Leute.

Glaubst du wirklich, dass wir mindestens 25 Jahre Entwicklungsrückstand durch politische Initiativen aufgeholt kriegen?
Ich denke, dass der Zug einfach abgefahren ist, denn die Weichen dafür hätten wohl schon in den 1990ern gestellt werden müssen.
Was jetzt noch kommt, kann eigentlich nicht viel mehr als Schadensbegrenzung sein. Die deutsche Wirtschaft in Kooperation mit der deutschen Politik hat diese Chance einfach gründlichst verkackt.
 
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xexex schrieb:
@foofoobar Es gibt längst Lösungen, induktives Laden und Wechselakkus. Nur blöd wenn man für das induktive Laden Londoner Taxis (Geely) nimmt und für Wechselakkus ebenfalls auf chinesische Hersteller zurückgreifen muss, meinst du nicht?
Eine einfache Lampe am Taxi oder daneben die anzeigt welches als nächstes dran würde es deiner Meinung nach also nicht tun?

Zu wenig Aufwand?
Zu billig?
 
Induktionsladen ist übrigens eine sehr geile Idee ... auch weil das keinen zusätzlichen Platz braucht. Allerdings muss dafür der Fahrbahnbelag ersetzt werden ... naja ... die Induktionsspulen müssen halt irgendwie unter das Auto gelangen, welches darüber laden soll. Den Belag komplett zu ersetzen ist da nur eine Möglichkeit.
Aber wenn das die Taxis haben, dann wollen das alle anderen auch ... und du musst letztlich fast das ganze Straßennetz auf Induktionsladen umrüsten.
Die Idee ist gut und wird erst kompliziert, wenn man sie auch zuende denkt. Dass es das momentan nur für London-Taxis gibt, zeigt, dass nur wenige Hersteller bereit sind, extra für diese Nische zu entwickeln oder zu produzieren. Und wenn es Induktionslader als Serienfahrzeuge für den Verbrauchermarkt gibt, hat man schnell das Problem, dass man dann auch flächendeckend (!= überall) Induktionsschleifen unter der Straße braucht.
Und das in einem Land, wo man schon mit der Straßensanierung nicht hinterherkommt.
foofoobar schrieb:
Eine einfache Lampe am Taxi oder daneben die anzeigt welches als nächstes dran würde es deiner Meinung nach also nicht tun?
Stell dir vor, die meisten Taxis haben tatsächlich schon eine Leuchte. Das Taxischild oben drauf kann nach belieben an- und ausgeknipst werden.
Dann müsste der Kunde nur noch nach dem Taxi mit leuchtendem Taxischild suchen.

Das ist aber wirklich kaum Aufwand und daher eigentlich auch keine Innovation :lol:

Vor allem hauen die Taxifahrer sich dann drum, wer als nächster dran ist (diesen Streit erspart manchmal nichtmal die Schlange) ... und die Kunden ... "bei Gott" die müssten dann ja mal ein bisschen weiter laufen, weil das nächste Taxi eventuell nicht direkt vorm Ausgang des Bahnhofs steht. Dafür müsste man dann motorisierte Gepäckwagen zur Verfügung stellen, denn alles andere ist dem modernen Menschen einfach zu anstrengend. Zu Fuß gehen ist eh höllisch ineffizient, das kann man ja nichtmal ordentlich berechnen, weil dabei ja kein Strom verbraucht wird und es daher keine berechenbaren Kosten gibt. Das sollte verboten werden.

Polemik, Misantropie oder Sarkasmus gefunden? ... das darf jeder Finder gerne behalten.
 
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DerOlf schrieb:
Habeck hats versucht, und wurde dafür fast nur angefeindet.

Welches EEG meinst du denn?
Die erste war richtig gut und zukunftsweisend ... leider war sie wohl nicht wirtschaftsfreundlich genug.
Die Subventionen des EEGs wurden (und das soll ja auch so sein) immer wieder neu angepasst, teilweise mehrfach in einer Legislatur.
In Deutschland ist schon immer schwierig gewesen mit im wesentlichen nur einem Parameter etwas zu steuern, das ist für Deutschland zu einfach :-) (Siehe auch mein Post einen drüber)

Und die entsprechenden Lobbys sind da natürlich auch aktiv.
80E9€ p.a. für den Import fossilen Kohlenstoffs sind ein fetter Trog der eben viele Schweine anzieht:

https://dirkspecht.de/2025/05/die-i...wirtschaft-zeigen-eine-unheilvolle-resilienz/
https://dirkspecht.de/2025/05/kathe...chine-hoch-professionell-als-marktwirtschaft/
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Induktionsladen ist übrigens eine sehr geile Idee ... auch weil das keinen zusätzlichen Platz braucht.
Aber doch nicht in Deutschland wo man wegen der Strahlung weit entfernter Stromleitungen krank wird.

Ansonsten braucht das auch Technik die Platz benötigt.
 
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foofoobar schrieb:
Ansonsten braucht das auch Technik die Platz benötigt.
Die verschwindet der Theorie nach aber komplett in/unter der Straße und dem Gehweg ;)

Damit hat man Erfahrung, denn da liegt auch die Infrastruktur für ganz viel anderes (und deswegen müssen auch immer wieder Straßen gesperrt und wieder aufgerissen werden).
Ups ... die Induktionsinfrastruktur muss also so gebaut werden, dass man an den Kram darunter noch drankommt. Das könnte stellenweise und gerade in Innenstädten problematisch werden, denn davon gibts da eine Menge und das wird auch alles gebraucht.
Unter unserem Taxistand (fast unterm ganzen Bahnhofsvorplatz) liegt zum Beispiel ein großer Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg. Ich habe keine Ahnung, wie viel Platz da zwischen Fahrbahn und Bunkerdecke ist.

Ich sagte ja. Die IDEE ist gut, wird aber kompliziert, wenn man sie zuende denkt.
In Neubaugebieten könnte man sowas aber direkt mitplanen. Induktionslader unter jedem Stellplatz, an jeder Kreuzung, auf jedem Supermarkt- oder Unternehmensparkplatz.

Und dann kommen die Beschwerden über Kopfschmerzen wegen der EM-Felder und niemand würde mehr dort wohnen wollen ... hast schon ganz recht, genau so würde es wohl kommen.
 
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DerOlf schrieb:
Die verschwindet der Theorie nach aber komplett in/unter der Straße und dem Gehweg ;)
Also wo das Wasser hin fliesst.
DerOlf schrieb:
Unter unserem Taxistand (fast unterm ganzen Bahnhofsvorplatz) liegt zum Beispiel ein großer Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg. Ich habe keine Ahnung, wie viel Platz da zwischen Fahrbahn und Bunkerdecke ist.
H-Town?
 
foofoobar schrieb:
Ne Bielefeld ... also Oetker-Town.
Aber ich glaube, ähnliche Bauwerke gab es in fast jeder größeren deutschen Stadt.
 
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xexex schrieb:
Mussten deshalb jedes mal neue Zellenformate entwickelt werden?
ähm jain denn die AA Batterie ist immer noch so schlecht wie sie eh und je war. brauchst du etwas mehr Leistung stecken da heute nicht 6 D oder AA Batterien sondern eine oder mehrere der unzähligen 4,2V Lion Zellen drin und selbst da steht die Entwicklung nicht still.

Die 18650 ist quasi die AA der Lithium Welt die sind überall nun machen sich seit einiger Zeit 21700 breit, die Zellchemie ist mehr oder weniger identisch diese haben durch den Aufbau einen höhere Energiedichte und können mehr Strom liefern. Drei Mal darfst du raten was mit den äußeren Abmessungen eines Akkupacks passiert wenn deine Zellen dicker und länger werden.
 
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foofoobar schrieb:
Vor einer Ladesäule zu warten ist natürlich ganz viel furchtbarer viel schlimmer als vor einer Tanke zu warten
Das einzig denkbare und nervige Szenario wäre das die zehn Ladesäulen alle belegt sind und man sieht das fünf Autos schon gar nicht mehr laden, die Besitzer aber sonstwo unterwegs sind.
Unser Auto ist in der Regel auch schneller als wir essen können. Bei der aktuellen Situation ist das aber noch kein Problem. Die Kisten laden mittlerweile so schnell, das stresst schon 😀

xexex schrieb:
Der Mist mit verklebten, nicht reparierbaren und nicht wechselbaren Zellen, ist ein Problem der Neuzeit und eine bewusste Entscheidung der Hersteller.
Betrifft das Hersteller außer Tesla? Ich finde eher Informationen über eine gute Reparierbarkeit.
xexex schrieb:
Keine Ahnung in welchen Dorf du lebst, in einer Großstadt sieht ein Taxistand meist so aus.
Das ist eher kein Fehler der Technik sondern der Stadtplanung. Auch dafür gibt es gute Lösungen abseits von Induktion und Wechsel Akkus.
 
foofoobar schrieb:
Vor einer Ladesäule zu warten ist natürlich ganz viel furchtbarer viel schlimmer als vor einer Tanke zu warten.
Kein Scheiß.
Ich stehe in einer Tankselle an der Kasse ... und einige finden es sogar unerträglich, auf den Kunden vor ihnen zu warten. Darauf zu warten, dass der Mitarbeiter seinen gerade begonnenen Arbeitsschritt noch zuende ausführen kann, das überfordert sogar noch mehr Kunden.

Der Kassensklave hat an der Kasse zu materialisieren, bevor die Türglocke verklungen ist ... alles andere wäre schlechter Service.

Ich wünsche mir mittlerweile, durch ein automatisches Kassensystem ersetzt zu werden ... immerhin hätte ich dann diese Kunden nicht mehr an der Backe.
Bitte macht schnell mit der Automatisierung ... die Menschen werden immer unerträglicher füreinander. Im Sinne einer friedlicheren Welt sollten wir dafür sorgen, dass die möglichst wenig interagieren müssen.
 
DerOlf schrieb:
Kein Scheiß.
Ich stehe in einer Tankselle an der Kasse ... und einige finden es sogar unerträglich, auf den Kunden vor ihnen zu warten.

Du kannst doch auch jetzt gleich dort kündigen, wenn es dir nicht gefällt?

Mit der Automatisierung, die du ja forderst, würde dein Arbeitsplatz dann auch wegfallen.

Du schreibst also quasi: "Bitte ersetzt meinen Arbeitsplatz durch einen Automaten, damit ich dort nicht mehr arbeiten muss"
Warum also nicht von selber sofort kündigen? 🤷‍♂️

Aus Sicht von der Tankstelle selber:
Die wollen natürlich nicht auf Automaten unterm Tag umstellen, weil am meisten Geld mit dem Ladenverkauf gemacht wird.
 
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Dragonball schrieb:
Du schreibst also quasi: "Bitte ersetzt meinen Arbeitsplatz durch einen Automaten, damit ich dort nicht mehr arbeiten muss"
Das hast du aber gründlich falsch verstanden.
Ich arbeite aus verschiedenen Gründen nicht gerne an einer Tankstelle (denn da verkaufe ich nichts anderes, als Umweltgifte und Suchtmittel) und daher habe ich "innerlich" schon vor einiger Zeit gekündigt.

Ich arbeite noch an dieser Tankstelle, weil ich die Alternative "Jobcenter" für noch viel unattracktiver halte und daher meine Kündigung erst datieren, unterschreiben und dann abgeben werde, wenn ich den AV für eine andere Stelle unterzeichnet habe, in die ich dann nahtlos wechseln kann.

Was ich mir wirklich wünsche, ist nicht mehr Automatisierung, sondern einfach ein bisschen Respekt und Ehre. Wenn ich nicht mehr für Probleme angepampt werde, zu deren Lösung ich nichts beitragen kann, dann habe ich auch wieder gerne Kundenkontakt. Die Beschwerden immer nur an Stellen weiterreichen zu können, an denen jemand sitzt, der (ganz offensichtlich) noch nie Kundenkontakt hatte und vom "Kerngeschäft" eines Ladenlokals nichts vversteht, ist absolut frustrierend.

Ohne Vorgesetzte und Kunden wäre das ein absoluter Trauimjob ... aber ich glaube, das geht allen so, die Vorgesetzte und Kunden haben.
 
Hallo zusammen,

hätte man nicht die bisherige Förderung beibehalten können?

Gerade, wo Deutschland oder die EU sagt, dass man ein Elektroauto fahren sollte, ist eine Förderung, meiner Meinung nach, unerlässlich.

Sonst kaufen sich wahrscheinlich deutlich weniger Leute ein Elektroauto.
 
Problem, die Förderung hat die Kaufpreise nur nach oben getrieben und ich würde behaupten es haben sich die Leute ein E- Auto gekauft die das auch ohne Förderung dann zum gleichen Preis getan hätten.
 
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Moritz Velten schrieb:
Sonst kaufen sich wahrscheinlich deutlich weniger Leute ein Elektroauto.
Wo siehst du denn hier ein Problem? Wir haben in Deutschland sowieso schon zu viele Autos. Eine Förderung bedeutet Steuergeld von Menschen zu nehmen die womöglich längst gar kein Auto mehr fahren und somit wirklich was für die Umwelt tun, und es Leuten zu geben, die sich davon dann ein (noch) teureres Elektroauto kaufen.

Würde man solche Steuergeschenke an den Verdienst koppeln oder einen Maximalpreis des Fahrzeugs festlegen, können wir gerne darüber sprechen. Einfach mit der Gießkanne Steuergelder verschwenden, damit dann dicke Elektro-SUVs die Straßen verstopfen, während auf der anderen Seite darüber diskutiert wird den Preis des Deutschlandtickets zu erhöhen und die Infrastruktur den Bach runter geht, ist schlichtweg hanebüchen.
 
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Moritz Velten schrieb:
Gerade, wo Deutschland oder die EU sagt, dass man ein Elektroauto fahren sollte, ist eine Förderung, meiner Meinung nach, unerlässlich.

Die bisherige Art der Förderung geht schlicht am Problem vorbei.

Man muss die Pendler ins Boot holen, die eben keine private Wallbox oder Lademöglichkeit bei der Arbeit haben, und dafür muss der Staat umfassende Infrastrukturgarantien geben:

1. weg mit den Wucherpreisen und Aboschikanen an Ladepunkten.
2. staatliche Rückkaufgarantie für einen verlustfreien Wechsel zu einem gleichwertigen gebrauchten Verbrenner für den Fall, dass eine zumutbare Lademöglichkeit wegfällt.

Das umfasst z.B. Umzug, Jobwechsel, oder Verschlampen eines bedarfsgerechten Ladenetzausbaus bei steigender E-Auto-Anzahl. Für diese Fälle hat der Staat Schadensersatz zu leisten.
 
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xexex schrieb:
Wo siehst du denn hier ein Problem? Wir haben in Deutschland sowieso schon zu viele Autos. Eine Förderung bedeutet Steuergeld von Menschen zu nehmen die womöglich längst gar kein Auto mehr fahren und somit wirklich was für die Umwelt tun, und es Leuten zu geben, die sich davon dann ein (noch) teureres Elektroauto kaufen.

Würde man solche Steuergeschenke an den Verdienst koppeln oder einen Maximalpreis des Fahrzeugs festlegen, können wir gerne darüber sprechen. Einfach mit der Gießkanne Steuergelder verschwenden, damit dann dicke Elektro-SUVs die Straßen verstopfen, während auf der anderen Seite darüber diskutiert wird den Preis des Deutschlandtickets zu erhöhen und die Infrastruktur den Bach runter geht, ist schlichtweg hanebüchen.

Das ist schon richtig, aber die Leute wollen ja mobil sein und ein Auto bedeutet für die meisten Leute nun mal Freiheit und da glaube ich, dass die Einstellung der Förderung der falsche Weg ist.
 
Mittlerweile sind E Autos Recht gut verfügbar und rabattiert sie sind je nach Modell z.T deutlich günstiger zu kaufen als sie es noch zur Zeit der Förderung waren.

Sollte es wieder eine premie geben ist es nicht unwahrscheinlich daß Autos wieder Richtung Liste gehen und der Staat deinen Rabatt übernehmen soll.

Also wenn der Staat Geld ausgibt dann ist es in der Ladeinfrastruktur wohl besser aufgehoben.
 
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