Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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xexex schrieb:
Hast du mal geschaut wie "verschwenderisch" Ladeplätze gebaut werden?
Unsere Tankstelle hat gut 500m² ... und da stehen auch "nur" 11 Zapfpunkte (6x Super und Diesel, 2x DC 2x AC und einmal LPG).
Für die Ladesäule haben wir lediglich auf 2 Mitarbeiterparkplätze verzichten müssen, was kein Problem ist, denn die verbliebenen 2 reichen ganz locker aus.
Der Staubsauger oder eine Benzinzapfsäule braucht auch nicht mehr Platz als die Ladesäule (bei der Zapfsäulöe kommen nur noch 4 Tanks mit je 10-20k Litern Fassungsvermögen dazu).
Also steck dir dein Platzargument bitte sonstwohin. Da wo jetzt die Ladesäule steht, hätte man sonst allenfalls zwei Fahrräder abstellen können. Die Parkplätze daneben fressen natürlich Platz.
Das einzige, was wirklich verschwenderisch gebaut wird, sind die Autos ... aber das will ja keiner hören.
xexex schrieb:
im Gegensatz zu Ladesäulen, müssen die Autos an den Wechselstation nicht für Stunden stehen bleiben.
Dass der Swap schneller geht, als das Laden, ist eigentlich der einzige Vorteil.
Und diesen Vorteil haben leider auch Verbrennungsmotoren. Volltanken geht auch deutlich schneller, als Vollladen ... und meist sogar schneller, als der Akku-Swap.

Warum sollten sich existierende Ladesäulen in Luft auflösen? An dieser Stelle kann ich deiner Argumentation nun wirklich nicht mehr folgen.
Da in einer Wechselstation ja auch Akkus geladen werden sollen, werden die exakt die selbe Infrastruktur benötigen, wie jede Ladesäule ... in diesem Aspekt unterscheiden sich die Systeme eigentlich nicht. Die Wechselstation braucht nur bedeutend mehr Platz.
Und die werden ebenfalls schnelladen müssen, denn wenn du dich auf so ein Tauschsystem einlässt, willst du ja nicht warten müssen, bis wieder ein voller Akku verfügbar ist. Würde man Wartezeiten dabei in Kauf nehmen, würde NIO in den Stationen nicht 23 Akkus vorhalten und die Dinger könnten bedeutend kleiner gebaut werden.
Scheinbar möchte man vor allem über die nötige Zeit gehen, da das ja einer der zentralen Kritikpunkte im Vergleich BEV vs. Verbrenner ist ... beim Stromer musst du an Ladesäulen halt länger warten, bis er wieder voll ist. Der Swap verspricht da Abhilfe und natürlich ist das für gehetzte Menschen dann auch attracktiv.
 
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Kassenwart schrieb:
Zur Not ersetzt man an einer Tanke die Waschstraße durch so einen Wechselstation.
Oder... die Waschstrasse wechselt auch gleich noch den Akku mit aus. :p

xexex schrieb:
Als konkreten Beispiel könnte ich unseren Firmensitz nennen, dort gibt es noch immer eine Zapfsäule für alle Firmenautos, aber es mussten 40 Ladesäulen für neue Elektroautos aufgestellt werden. Mit einem Wechselsystem, hätte wir Millionen gespart und einfach eine solche "Garage" aufgestellt
Gewerbliche Ladepunkte kosten zwischen 2000 und 5000 Euro. Für ein Wechselsystem finde ich Baukostenangaben zwischen 100k und 2 Mill. Euro. Deine Firma hat eher Geld gespart denke ich.
 
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Kassenwart schrieb:
Zur Not ersetzt man an einer Tanke die Waschstraße durch so einen Wechselstation.
Ausgerechnet die Waschstraße ... die ist bei uns im Dauerbetrieb, sobald die Sonne mal für 5 Minuten scheint.
Buttkiss schrieb:
Oder... die Waschstrasse wechselt auch gleich noch den Akku mit aus. :p
Das könnte funktionieren ... aber wenn die Leute ihr Auto nicht mehr waschen können, gibts hier Revolution.
Ausserdem würde ich fest davon ausgehen, dass eine solche "Hybrid-Waschstraße" regelmäßig versuchen würde, den Akku eines Verbrenners zu tauschen. Gerade, wenn da von natürlicher Blödheit programmierte künstliche Intelligenz beteiligt ist und der Kunde das Ding alleine steuern soll.

Auf Parkplätzen vor Supermärkten oder auf Unternehmensparkplätzen hätte ich mit dem Platzverbrauch der Wechselstationen kein Problem. Wenn die sich sowas da hinklotzen wollen, sollen sie das machen. Die übertreiben großen Schauflächen und Parkplätze moderner Autohäuser wären sicherlich auch eine Adresse.

Ein Problem habe ich erst, wenn dadurch öffentlicher Raum blockiert wird ... der ist eh zu über 90% dem Auto gewidmet.
 
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DerOlf schrieb:
Ich boykottiere den onlinehandel

Warum ? Ein elektrischer Paketwagen, der 200 Pakete auf einer computeroptimierten Gesamtstrecke von 11 km ausliefert, ist um Welten ressourcenschonender, als ein Kauf im Ladenlokal per ÖPNV, der Käufer und Ware transportieren muss.

Ganz abgesehen davon, dass Ladenlokale ebenfalls per LKW beliefert werden, durch große Schaufensterflächen und für den Kundenkomfort massig Heizenergie verschwenden, und Innenstadtfläche für Wohnraum blockieren. Nicht verkaufte Ware muss außerdem per LKW zurückgeschickt werden.

DerOlf schrieb:
Das einzige, was wirklich verschwenderisch gebaut wird, sind die Autos ... aber das will ja keiner hören.

Dann muss man das Problem an der Wurzel packen. Her mit flächendeckendem, brauchbarem ÖPNV, und weg mit den unverschämten Mobilitäts- und Flexibilitätsforderungen der Wirtschaftslobby. Vollständige Umstellung auf Onlinehandel, weg mit der Zwangsarbeitsmentalität der Schröder-Agenda, besonders den unverschämten Forderungen nach 3 Stunden täglicher Pendelzeit.

DerOlf schrieb:
Scheinbar möchte man vor allem über die nötige Zeit gehen, da das ja einer der zentralen Kritikpunkte im Vergleich BEV vs. Verbrenner ist ... beim Stromer musst du an Ladesäulen halt länger warten, bis er wieder voll ist.

Mehr als 30 Minuten an der Ladesäule sind zu viel für einen Tankstellenersatz, und auch das ist von den Spitzenlasten her unrealistisch.

Es ist sowieso egal für den Strombedarf. Bei 30 Minuten statt 10 Minuten Ladezeit muss man die dreifache Menge an Ladesäulen vorsehen, um den gleichen Durchsatz an Fahrzeugen zu bedienen. Die notwendige absurde Leistung bleibt gleich.

DerOlf schrieb:
Da in einer Wechselstation ja auch Akkus geladen werden sollen, werden die exakt die selbe Infrastruktur benötigen, wie jede Ladesäule ... in diesem Aspekt unterscheiden sich die Systeme eigentlich nicht. Die Wechselstation braucht nur bedeutend mehr Platz.

Beides stimmt nicht.

Wechselakkus können über den ganzen Tag verteilt bei verfügbarer erneuerbarer Energie geladen werden, Schnelladesäulen dagegen erzeugen riesige Spitzenlasten während des Feierabendverkehrs, benötigen also ein deutlich belastbareres Netz, und stationäre Zwischenspeicher, Gaskraftwerke o.ä.

Das mit dem Platzbedarf stimmt auch nicht, weil man einfach Akkulager in Wolkenkratzerhöhe in der Pampa bauen könnte anstelle der jetzigen Großtankstellen an Autobahnen und Bundesstraßen. 20 Wechselroboterplätze daneben, und fertig ist der vollwertige Großtankstellenersatz.

Buttkiss schrieb:
In den letzten drei Jahren habe ich es praktisch nie erlebt das man irgendwo warten musste, eher gähnende Leere.

Die jetzige Situation ist reiner Testbetrieb. Nur eine verschwindend kleine Gruppe wird ohne private Wallbox, sichere Lademöglichkeit am Arbeitsplatz oder Verbrennerzweitwagen ein E-Auto kaufen.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Beides stimmt nicht.
Weil du einfach alles beiseite schiebst, was dein Idealbild stören könnte.
Natürlich werden auch die Wechselstationen im Feierabendverkehr deutlich mehr frequentiert werden, als im Tagesmittel. Bei 23 vorgehaltenen Akkus und ca. 5 Minuten Austauschzeit ist die NIO-Box nach knapp 2 Stunden leer. Der Feierabendverkehr dauert aber deutlich länger ... und das Langsamladen eines Akkus ebenfalls.

An meiner Tankstelle geht das um ca. 15:00 los, und endet eigentlich erst zwischen 20.00 und 21:00 Uhr.
5 bis 6 Stunden, in denen sogar die Benzintanker mal warten müssen, weil alle Zapfpunkte belegt sind.
Die Ladesäule bedient in der selben Zeit wenn es hoch kommt 4 BEVs und einen PHEV und ist die meiste Zeit ungenutzt ... ich habe da in 3,5 Jahren noch nie jemanden warten sehen, weil alles belegt war.

Ich kann aber verstehen, dass du gerne einen staatsfinanzierten Langsamlader an deinem Parkplatz hättest ... egal wo du parkst.

Mal ganz davon abgesehen.
Wie sieht so eine Wechselstation aus, wenn sie einige Jahre in Deutschland gestanden hat? Bisher habe ich davon hier nur Katalogfotos und CGI-Videos gesehen.
Wenn eine solche Wechselstation die ersten 5 Jahre in der Öffentlichkeit vollfunktionsfähig überlebt, dann ist das auch einsatzfähig ... vorher leider nicht.
Bei unserer Stromsäule hat es nichtmal ein halbes jahr gedauert, bis der erste da ein Ladekabel beinahe rausgerissen hatte. Ich habe es nicht gesehen, aber es sah nachher aus, als wäre der einfach mit eingestöpseltem Kabel losgefahren. Die Schmierereien gabs schon nach der ersten Woche zu bewundern ... aber OK ... die beeinträchtigen ja das Laden nicht, sondern sehen meist nur Scheiße aus.
 
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DerOlf schrieb:
Warum sollten sich existierende Ladesäulen in Luft auflösen?
Sie tun es eben nicht und wir brauchen irgendwann Ladesäulen für 50 Millionen Autos, nicht wie jetzt für eine Handvoll Early Adopter. Der Platz der dafür benötigt wird ist erheblich größer, als wenn wir einfach die Tankstellen 1zu1 zu Wechselakkustellen umbauen könnten.
 
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Ich kenne es so das ein bev sich weigern würde loszufahren solange es noch angesteckt ist.
Da es in Europa keinen Standard bei den Akkus geben wird, kann es nur ein Parallel System bieten. Nio hat ja schon große kompabilitätsprobleme bei seinen eigenen Fahrzeugen. Du kannst mit deinen neuen Nio Wechselstationen älterer Generation schon gar nicht anfahren. Die Versionen müssen zueinander passen.
 
DerOlf schrieb:
Weil du einfach alles beiseite schiebst, was dein Idealbild stören könnte.

Falsch.

Du überliest schon zum dritten Mal den Hinweis (auch von @xexex), dass das Platzproblem ganz einfach durch Erweiterung des Akkulagers in die Höhe oder in die Tiefe zu lösen ist.

Du hast dich komplett an der NIO-Box festgebissen, ich rede von einer zukünftigen, für den Masseneinsatz tauglichen Wechselstation.

DerOlf schrieb:
Die Ladesäule bedient in der selben Zeit wenn es hoch kommt 4 BEVs und einen PHEV und ist die meiste Zeit ungenutzt ... ich habe da in 3,5 Jahren noch nie jemanden warten sehen, weil alles belegt war.

Ich rede von der Zeit nach 2035, wenn die Verbrenner ausgemustert werden sollen. Der aktuelle Testbetrieb ist in keinster Weise repräsentativ.

DerOlf schrieb:
Wie sieht so eine Wechselstation aus, wenn sie einige Jahre in Deutschland gestanden hat?

In einer vollständig kameraüberwachten Großanlage mit Personal für Kassenbetrieb und Shop wird das Vandalismusproblem sicher deutlich geringer ausfallen, als bei hunderttausenden, in der Gegend verteilten Straßenladepunkten.

DerOlf schrieb:
Ich kann aber verstehen, dass du gerne einen staatsfinanzierten Langsamlader an deinem Parkplatz hättest ... egal wo du parkst.

Auch falsch. Isch abe gar kein Auto, und reagiere deswegen sehr allergisch auf Staatsversagen bei der Infrastruktur und unverschämte Mobilitätsforderungen der Arbeitgeberlobby, die direkt oder indirekt zum PKW nötigen.

Ich pendle übrigens sogar freiwillig 3 Stunden pro Tag. Allerdings auf einer Strecke, die nur Radwege, Nebenstraßen und fast völlig freie Feldwege umfasst. Nur zwei Ampelkreuzungen auf dem gesamten Weg.

Durchgängige Radwegeausstattung von Hauptstraßen und eine parallele ÖPNV-Verbindung für Unwetter sind absolute Pflicht, damit ich mich auf so etwas einlasse. Und natürlich 4-Tage-Woche, die durch die gesparten PKW-Kosten drin sein muss.
Ergänzung ()

Buttkiss schrieb:
Da es in Europa keinen Standard bei den Akkus geben wird

Irgendwann wird auch die blauäugigste Politik merken, dass sie vor die Wand läuft, und die Strategie ändern.

Buttkiss schrieb:
Nio hat ja schon große kompabilitätsprobleme bei seinen eigenen Fahrzeugen.

Kinderkrankheiten. Verglichen mit den ständig versprochenen autonomen Fahrzeugen ist so etwas technisch trivial.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Kinderkrankheiten
Systembedingt.
Akkus müssen die gleiche Bauform, Anschlüsse Spannung Kühlung ect besitzen das funktioniert nicht in den Tempo in dem sich die technik entwickeln und schränkt zusätzlich das Auto drum herum ein.
Wir bauen seit über 100 Jahren Verbrenner und die Hersteller konnten sich nicht Mal auf sowas simples wie Kühlerfrostschutz einigen.

Wechselaukkus so schön sie auf dem Papier klingen mögen sind auf Dauer zum scheitern verurteilt.
 
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DerOlf schrieb:
Wenn der Bau einer zusätzlichen Tankstelle im öffentlichen Interesse lag, dann gab es das ganz sicher.
Auf deinen Vorstellungen was möglicherweise passiert sein könnte ziehst du Schlussfolgerungen.
Das ist mehr als wage und fernab jedweder Argumentation.
Ergänzung ()

JMP $FCE2 schrieb:
Das größte Problem ist, dass Regulatorik gegen Unter- bis Mittelschicht und KMUs regelmäßig durchgewunken, Regulatorik zu Lasten von Staat, Großkonzernen oder Luxuskonsum (Tempolimit, Billigmode, Flugreisen etc.) dagegen mit der Sozialismus-Ausrede abgeblockt wird.
Die Testwahl: https://www.zdf.de/play/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-11-februar-2025-100
 
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Buttkiss schrieb:
Danach sieht es aktuell zumindest eher nicht aus. Die Anzahl der Ladesäulen steht mittlerweile in so krassem Verhältnis zu den herumfahrenden Bev das die Betreiber den Ausbau schon herunterfahren. In den letzten drei Jahren habe ich es praktisch nie erlebt das man irgendwo warten musste, eher gähnende Leere.
Vor einer Ladesäule zu warten ist natürlich ganz viel furchtbarer viel schlimmer als vor einer Tanke zu warten.

BTW: Die Auslastung von Ladesäulen kann man sich bei google maps anglotzen, einfach nach "ladestation für elektrofahrzeuge" suchen und dann bekommt man das für den Kartenausschnitt angezeigt.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Du überliest schon zum dritten Mal den Hinweis (auch von @xexex), dass das Platzproblem ganz einfach durch Erweiterung des Akkulagers in die Höhe oder in die Tiefe zu lösen ist.
Muss ich dir jedes mal den Kopf tätscheln, wenn ich dir zustimme?
Natürlich kann man das auch in die Höhe bauen ... das MUSS man sogar, weil es sonst vom Platzbedarf her garnicht klargeht.
JMP $FCE2 schrieb:
Du hast dich komplett an der NIO-Box festgebissen, ich rede von einer zukünftigen, für den Masseneinsatz tauglichen Wechselstation.
Also stimmst du zu, dass die aktuelle NIO-Box noch nicht markttauglich ist?
Wenigstens etwas.
JMP $FCE2 schrieb:
Ich rede von der Zeit nach 2035, wenn die Verbrenner ausgemustert werden sollen. Der aktuelle Testbetrieb ist in keinster Weise repräsentativ.
Es geht darum, wie man JETZT den Verkauf von BEVs ankurbeln könnte. Dass die Situation dann nicht wie aktuell sein sollte, ist klar.

Aktuell sind die Fortschritte bei Modellen und Akkus noch zu schnell, um eine sinnvolle Standardisierung einführen zu können. Die würde aktuell nur viele auf "alte Technik" festnageln und damit letztlich die weitere Entwicklung ausbremsen.

Wenn eine Standardisierung, dann dürfte die sich lediglich auf die äussere Bauform und die Anschlüsse beziehen ... das System müsste momentan auch "neue" Akkutechnik beinhalten können ... auch welche, die es momentan nur theoretisch gibt.

Wenn man alle 5 Jahre neue Standards festlegt (um sich an die Entwicklungen anzupassen), dann gibt das am ende den selben Flickenteppich, wie ohne Standards. Auch im 10jährigen Rhythmus wäre das nicht wirklich anders.
Um die breite Masse in BEVs zu bekommen, werden wir den Gebrauchtmarkt brauchen ... und das bedeutet, dass die Infrastruktur (egal ob für Laden oder Tausch) auch eMobile der Vor- und Vorvorletzten Generation wird unterstützen müssen.
Die Ladesäulen leisten das durch standardisierte Anschlüsse bereits heute. Bei den Wechselstationen sieht das (noch) eher düster aus.
 
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DerOlf schrieb:
Wenn eine Standardisierung, dann dürfte die sich lediglich auf die äussere Bauform und die Anschlüsse beziehen ... das System müsste momentan auch "neue" Akkutechnik beinhalten können ... auch welche, die es momentan nur theoretisch gibt.
Seit wie vielen Jahren gibt es schon AA/AAA Zellen, wie oft hat sich die Technik seit dem verändert? Mussten deshalb jedes mal neue Zellenformate entwickelt werden? Der Mist mit verklebten, nicht reparierbaren und nicht wechselbaren Zellen, ist ein Problem der Neuzeit und eine bewusste Entscheidung der Hersteller.

Das "Choco-SEB" von CATL, auf den nun mehrere Hersteller aufspringen, ist so ein flexibles System und weitgehend technikneutral.
Each pack will come with a choice of LFP and NMC chemistries as well, with 42kWh LFP and 52kWh NMC pack sizes available in the #20 variant, and 56kWh LFP and 70kWh NMC packs available in the #25 variant.

Ist das jetzt der "Weisheit letzter Schluss"? Mit Sicherheit nicht, denn auch wenn CATL einen weltweiten Marktanteil von 38% besitzt, ist es ein herstellereigener Akkuformat. Es ist aber noch immer weit besser, als wenn jeder Hersteller für jedes Fahrzeug einzeln. proprietäre Akkus gestaltet, die unterschiedlich zusammengesetzt, gebaut und irgendwann auch wieder zerlegt werden müssen.

Wenn die Regierungen untätig bleiben, wird das Rennen halt unter den Akkuherstellern gemacht und zunächst viel unnötigen Müll hergestellt. Vom Prinzip genau das Gegenteil, was man eigentlich mit der Verkehrswende erreichen möchte und was man sich werbewirksam auf die Fahnen schreiben will. Die EU hätte die Macht, die Hersteller zu einem gemeinsamen Standard zu zwingen, was von der Bauweise, bis zum Recycling durchdacht und optimiert sein könnte.

Während man hier aber redet und von eigenen Produktion träumt, wurden woanders schon vor Jahren Fakten geschaffen.

1748509371275.png

https://www.mckinsey.com/industries...onent-opportunity-in-europe-and-north-america

Die Wechselstationen in China sind jedenfalls da um zu bleiben, zum Beispiel weil man erkannt hat Taxis nicht anders bedienen zu können. Wir können uns natürlich zurücklehnen, weiterhin mit Milliarden um uns werfen und schauen was die anderen so machen, brauchen uns aber nicht zu wundern, wenn wir technologisch immer weiter abgehängt werden.
 
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DerOlf schrieb:
Also stimmst du zu, dass die aktuelle NIO-Box noch nicht markttauglich ist?
Wenigstens etwas.
Wenn ich mir anschaue wie viele Subventionen und gesetzliche Privilegien für Autos existieren stelle die Markttauglichkeit von Autos generell in Frage. Und für Verbrenner gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit der kostenlosen Entsorgung des CO2-Mülls.
Ergänzung ()

xexex schrieb:
Während man hier aber redet und von eigenen Produktion träumt, wurden woanders schon vor Jahren Fakten geschaffen.
Am derzeitigen Untergang von Intel kann gut sehen das ein früher Markteintritt keine dauerhafte Position als relevanter Marktteilnehmer garantiert.
Ergänzung ()

xexex schrieb:
Die Wechselstationen in China sind jedenfalls da um zu bleiben, zum Beispiel weil man erkannt hat Taxis nicht anders bedienen zu können. Wir können uns natürlich zurücklehnen, weiterhin mit Milliarden um uns werfen und schauen was die anderen so machen, brauchen uns aber nicht zu wundern, wenn wir technologisch immer weiter abgehängt werden.
Die fossile Lobby sitzt ja jetzt an der Spitze des deutschen Wirtschaftsministeriums.
 
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foofoobar schrieb:
Wenn ich mir anschaue wie viele Subventionen und gesetzliche Privilegien für Autos existieren stelle die Markttauglichkeit von Autos generell in Frage.
Das ist eine andere Baustelle. Und wenn ich mir ansehe, wie man den eAuto Markt die letzten Jahrzehnte hat anschieben wollen, wird das durch die Mobilitätswende nicht besser werden.
Die eMobilisten gewöhnen sich gerade an genau die gleichen Privilegien ... und wie immer, ist es leichter, neue Privilegien zu gewähren, als Gewohnte zu verwehren. Ersteres tun Politiker gern ... Letzteres ist meist politischer Selbstmord.
foofoobar schrieb:
Die fossile Lobby sitzt ja jetzt an der Spitze des deutschen Wirtschaftsministeriums.
Das sind natürlich sehr gute Bedingungen ... NICHT!
Aber was erwartest du? Die Finanzlobby stelt den Kanzler.
 
DerOlf schrieb:
Das ist eine andere Baustelle. Und wenn ich mir ansehe, wie man den eAuto Markt die letzten Jahrzehnte hat anschieben wollen, wird das durch die Mobilitätswende nicht besser werden.
Die eMobilisten gewöhnen sich gerade an genau die gleichen Privilegien ... und wie immer, ist es leichter, neue Privilegien zu gewähren, als Gewohnte zu verwehren. Ersteres tun Politiker gern ... Letzteres ist meist politischer Selbstmord.
Das EEG mit seinen sinkenden Subventionen zeigt das es auch anders geht.
Leider braucht man dafür auch kompetente Wirtschaftsminister die den Markt über den Subventionsabbau auch richtig steuern können. Rösler und Brüderle haben das jedenfalls nicht hinbekommen.
 
xexex schrieb:
Die Wechselstationen in China sind jedenfalls da um zu bleiben, zum Beispiel weil man erkannt hat Taxis nicht anders bedienen zu können.
Ich unterhalte mich hin und wieder mit Taxifahrern, die einen Stromer fahren.
Einer davon sagte neulich, dass er seinen Stromer vor allem dafür liebt, dass der ihm zwischendurch mal eine halbe Stunde Zwangspause verpasst. Teilweise sitzen die nämlich bis zu 16 Stunden am Tag im Taxi.
Lieferfahrer sehen an ihren eTransportern auch nur einen einzigen Nachteil ... durch den Akkupack liegt die Ladefläche etwas weiter oben und dadurch geht nicht ganz so viel rein.
Ansonsten finden die es einfach geil, dass sie nicht mehr tanken müssen, weil der Transporter im Depot eh die ganze Nacht laden kann.
Die Laden morges die Pakete für ihre Tour, steigen ein und fahren los. Meist landet der Transporter dann mit ca. 50% Akku abends wieder im Depot an der Ladebuchse (wahrscheinlich kleine AC-Lader ... die nötige Zeit ist über Nacht ja da). Noch keiner von denen musste während seiner Tour mal nachladen.

Übrigens sagten die alle, dass ihr Job ohne kostenlose Retouren deutlich entspannter wäre ... die machen nämlich ca. 2/3 der Sendungen aus ... und das meiste davon landet direkt in einer MVA ... mittlerweile halt nur nicht mehr in Deutschland.
Man könnte dem Billigklamotten-Wahnsinn sehr schnell ein Ende bereiten ... dafür müsste man lediglich kostenlosen Versand und kostenlose Retouren verbieten. Bei einer so hohen "fail-Quote" wie bei den Billiganbietern, wäre das dann ein Verlustgeschäft ... für den Kunden.
Aber den Aufschrei will halt niemand erleben, also steht man der Billigflut hilflos gegenüber.
 
DerOlf schrieb:
Man könnte dem Billigklamotten-Wahnsinn sehr schnell ein Ende bereiten ...
Ergänzung: Dieses Zeug kann man auch nur noch verbrennen weil die Qualität von diesen Gerümpel so scheiße ist das man daraus nix werthaltiges mehr herstellen kann. Ist zwar OT, aber über diesen Unfug kann nicht genug aufgeklärt werden.

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DerOlf schrieb:
Einer davon sagte neulich, dass er seinen Stromer vor allem dafür liebt, dass der ihm zwischendurch mal eine halbe Stunde Zwangspause verpasst. Teilweise sitzen die nämlich bis zu 16 Stunden am Tag im Taxi.
Keine Ahnung in welchen Dorf du lebst, in einer Großstadt sieht ein Taxistand meist so aus.
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Viel Spaß dabei dein Auto, da irgendwo anzuklemmen, während du eine Stunde auf Gäste wartest und alle 5 Minuten eine Position nach vorne vorfahren darfst. Sicherlich! In irgendeiner Welt freut sich ein Taxifahrer darauf, sein Auto mitten in der Schicht anzuklemmen und auf Aufträge verzichten zu müssen. Selbst in Deutschland hat man aber das Problem erkannt, wenn auch mit einem anderen Lösungsansatz.
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xexex schrieb:
Viel Spaß dabei dein Auto, da irgendwo anzuklemmen, während du eine Stunde auf Gäste wartest und alle 5 Minuten eine Position nach vorne vorfahren darfst.
Fehlt es dir wirklich an der nötigen Kreativität um dafür eine Lösung zu finden?
 
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